Spaten: Keine einfache Schaufel

- Spatenformen: Links für die Gartenarbeit, rechts für die Baustelle
Der Spaten ist eines der essentiellen Werkzeuge für die Gartenarbeit: Mit ihm können feste Böden umgegraben und gelockert werden, er hebt Löcher zum Pflanzen aus und kann Rinnen und Mulden zur Saat ziehen.
Spaten bestehen aus einem flachen Stück Metall, dem sogenannten Spatenblatt, einem Stiel und einem Griff. Je nach Ausführung dieses Griffes wird von einem Spaten mit T-Griff, einem Knauf oder einem D-Griff gesprochen.
Auch im Baugewerbe werden Spaten eingesetzt, meist handelt es sich dabei um Knaufspaten. Diese sind größer und schwerer ausgeführt, haben ein dickeres und stabileres Blatt und werden z.B. im Straßenbau verwendet. Natürlich lassen sich solche Spaten auch im Garten verwenden; sie sind nur recht teuer und in der Bedienung etwas unhandlich.
Spaten: Die Übersicht
Der gute Spaten: Qualitätsmerkmale

- Spaten-Griffformen
Ein Spaten ist ein hoch belastetes Werkzeug: Bei der Hebelbewegung des Umgrabens, insbesondere in lehmigen Böden, wirken enorme Kräfte auf Stiel und Spatenblatt. Daher sollte beides qualitativ hochwertig und stabil verarbeitet sein.
Einen guten Spaten erkennen Sie normalerweise an den Trittkanten oberhalb des Spatenblattes: Sind diese sorgfältig umgebördelt und nicht scharfkantig, handelt es sich in der Regel um einen guten Spaten – abgesehen davon, dass Sie natürlich Markenqualität den Vorzug geben sollten.
Wichtig ist natürlich auch die Ergonomie, d. h. die Länge des Spatens: Der Stiel hat eine optimale Länge, wenn der auf der Erde senkrecht aufgestellte Spaten bis zur untersten Rippe des Benutzers reicht.
Spaten im Einsatz: Die Spatenkultur

Früher wurde auf den Feldern und in Gärtnereien im Freiland mit großen Feldspaten der Boden zur Neuanpflanzung umgegraben. Heute haben dies Maschinen übernommen. Im heimischen Garten oder im Schrebergarten jedoch ist der Spaten nach wie vor nicht zu ersetzen. Ein umgegrabenes Beet wird, in alter Tradition, auch als "Spatenkultur" bezeichnet. Diese kann auf zwei Arten angelegt werden:
Krumentiefes Umgraben (1-Spaten-tiefe Spatenkultur)
Hierbei wird der Spaten eingestochen und der herausgehobene Erdbrocken andersherum wieder in den Boden gelegt. So verteilt sich die fruchtbare, oberste Humusschicht in die tieferen Erdschichten und der Boden wird verbessert.
Holländern (2-Spaten-tiefe Spatenkultur)
Beim Holländern müssen zunächst zwei spatenbreite Streifen auf dem Boden abgesteckt werden. Dann wird die Humusschicht des ersten Streifens mit dem Spaten abgegraben und ans Ende des umzugrabenden Stückes gelegt. Anschließend gräbt man den ersten Streifen um, dann wird die Humusschicht vom zweiten Streifen auf den ersten gelegt, dies geht so weiter bis zum Ende des Beets. Der Vorteil liegt in der größeren Durchmischung und hohen Bearbeitungstiefe des Bodens.
Klappspaten: Der "Handbagger" für Camping, Outdoor und Garten
Sie haben nur einen kleinen Garten oder wollen sich am Trendsport "Guerilla-Gardening" beteiligen? Dann sei Ihnen der in diesen Anwendungsgebieten überaus praktische Klappspaten ans Herz gelegt, unter Bundeswehrsoldaten auch als "Handbagger" bezeichnet.
Der kleine Spaten leistet durchaus Großes: Wer im Gewitter campt und Regengräben um sein Zelt ziehen muss, weiß ihn genauso zu schätzen wie der Soldat, der sich Gräben und Unterstände buddeln muss. In kleinen Gärten bietet der Klappspaten durchaus eine platzsparende Alternative zum "Normalspaten" – und er ist grenzenlos mobil.
Bildnachweis
Spatentypen: Quelle: Wikipedia; Foto: Alupus; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de / Kurz
Spatenkultur: Quelle: Wikipedia; Foto: Alupus; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 de / Kurz
Miniaturbilder:
Harke: © Pandi / www.pixelio.de
Rasentrimmer: wikipedia.de (gemeinfrei)
Spaten: © Andre Petter / www.pixelio.de
Rasenmäher: © Anne Bermüller / www.pixelio.de
Komposter: © Erika Hartmann / www.pixelio.de
Motorsäge: © Paul-Georg Meister / www.pixelio.de
Astschere: © Uschi Dreiucker / www.pixelio.de
Häcksler: © Uwe Steinbrich / www.pixelio.de





