Laubsauger Test: Benzin Laubsauger und Elektro Laubsauger im Test

Benzin-Laubsauger und Elektro-Laubsauger für Ihren Garten: Seit den späten 90er Jahren haben Laubsauger und Laubbläser in Deutschland durchgesetzt. Zunächst das Laub mit der Blasfunktion zusammenblasen, dann mit der Saugfunktion einsaugen: Schnell und einfach ist der Gehweg, die Einfahrt oder der Garten laubfrei.

Natürlich gibt es auch Nachteile: Nasses, zusammengepapptes Laub wird nur von den wenigsten Laubsaugern bewältigt. Zudem sind alle Geräte immer relativ laut - kein Wunder bei Luftaustrittsgeschwindigkeiten von über 200 km/h!

Die bei vielen Gartengeräten mittlerweile verbreitete Stromversorgung über einen Akku ist bei Laubsaugern/bläsern nur bedingt geeignet: Die großen, hochdrehenden Motoren saugen einen Akku im Schnitt nach 10 bis 15 Minuten leer - bei rund drei Stunden Ladezeit. Zudem gibt es derzeit nur eher schwache Laubbläser mit Akkuspeisung, keine Sauger. Wir haben daher vorerst keine Akkugeräte in diesen Test aufgenommen.

Unser Test untersucht vier gängige Laubsaugerkonzepte: Ein Testsieger und ein Preis/Leistungssieger wurden gekürt. 

Laubsauger im Test

Laubsauger und Laubbläser: Was man wissen muss

Laubsauger sind praktisch, aber in Verruf geraten: Sie schaffen zwar in der Regel zuverlässig trockenes Laub weg, haben aber insbesondere im Blasmodus eine starke Lärmentwicklung und nerven so die Nachbarn. Gehörschutz sollte selbstverständlich sein.

Benzin-Laubsauger sind naturgemäß lauter als ihre elektrischen Kollegen, haben in der Regel aber auch mehr Leistung und sind auf großen Grundstücken ohne Steckdosen alternativlos. Zudem gibt es einen Unterschied zwischen Handlaubsaugern und solchen, die einem Staubsauger ähnlich über den Boden geschoben werden.

Laubsauger stehen zudem im Verruf, das empfindliche Ökosystem des Bodens durch den von ihnen entfachten Sturm zu zerstören. Dies ist sicher richtig. Auf Gehwegen oder Rasenflächen macht dies jedoch nichts aus, lediglich in Beeten oder auf Waldboden sollte man vorsichtig sein.

Laubbläser-Testkandidaten im Überblick

Vier Laubsauger, vier Konzepte: Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Typen für Ihren Garten vor. Jeder der vier Laubsauger hat konstruktionelle Vor- und Nachteile. Für welches der vier Geräte Sie sich entscheiden, hängt vor allem vom beabsichtigten Einsatzzweck ab. 

Atika LSH2500 im Test

Billig ist er und saugen kann er auch – viel mehr erwartet man eigentlich nicht von einem Laubsauger.

Allerdings ist die Geräuschentwicklung des Atika LSH2500 enorm und die Bedienung ziemlich fummelig. Generell wirkt auch das Gehäuse des Gerätes nicht unbedingt hochwertig - etwas anderes ist bei diesem Preis aber auch nicht zu erwarten. Negativ fiel außerdem auf, das der offensichtlich etwas zu kleine Stecker häufiger aus dem Verlängerungskabel rutscht – dies nervt ein wenig.

Definitiv positiv hingegen ist das geringe Gewicht, die dabei trotzdem gute Blas/Saugleistung und – natürlich – der Kampfpreis. Das Gerät ist meist günstiger zu bekommen als vergleichbare Angebote im Discounter. Dafür kann es alles, was es muss.

Elektro Laubsauger Atika LSH2500: Pro und Contra

pro:

  • Preis
  • Leistung
  • Gewicht

 

contra:

  • Lärmentwicklung
  • Verarbeitung
  • zu kleiner Stecker
  • Leistung bei nassem Laub

Fazit:

Runde Leistung für kleinere und mittlere Gärten, guter Preis. 

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Güde 94047 Benzin Laubsauger im Test

2-Takt, Luftkühlung, 0,75 KW: Mit diesen Eckdaten macht der Güde 94047 einen ganz guten Job: Er bläst zuverlässig und autark von jeder Stromversorgung Laub aus Ecken und Winkeln und ist dabei für einen Benzinlaubssauger mit 6,5 kg relativ leicht.

Natürlich erzeugt der Zweitaktmotor ein kraftvolles Moppedgerä¤usch, auch die Abgase pieksen unangenehm in der Nase. Zudem ist der Ein/Aus-Schalter ziemlich billig und zerbröselt schnell unter den Händen eines kräftigen Gärtners; hier hätte man ein paar Cent mehr investieren sollen.

Kritik verdient hat auch die eher fummelige und labbrige Befestigung des Laubsammelsacks; zudem ist die Saugleistung bei größeren und feuchten Laubmengen nicht zufriedenstellend; dies mag an der eher schwachen Motorleistung oder an der Konsruktion des Laubansaugtraktes liegen.

Insgesamt ist das Gerät jedoch sein Geld wert - für einen Benzin-Laubsauger ist der Güde recht günstig und leistet auf kleineren und mittleren Grundstücken gute Arbeit.

Benzin Laubsauger Güde 94074 GBLS 2500: Pro und Contra

pro:

  • Preis/Leistung ist in Ordnung
  • Unabhängigkeit von der Stromversorgung
  • Gewicht

 

contra:

  • Zweitakt-"Rengdengdeng" und Abgase
  • schwacher Motor/enger Laubansaugtrakt
  • labile Befestigung des Sammelsacks

Fazit:

Laut und knatternd verrichtet er seine Arbeit, dies aber zuverlässig. Elektro-Laubsauger schaffen hier mehr, allerdings nur mit Kabel.

Elektro Laubsauger Einhell BG-EL 3000 E

Mit der Lizenz zum Schieben: Wie mit einem Staubsauger kann man mit dem Einhell-Gerät über den Gehweg, den Rasen oder die Einfahrt fahren. Sieht nicht ganz so martialisch aus wie mit dem Handlaubsauger, funktioniert aber zumindest bei trockenem Laub sehr gut. Die Leistung ist ausreichend.

Nachteilig: Wieder einmal die Geräuschentwicklung, Gehörschutz (auch für die Nachbarn) sei nachdrüäcklich empfohlen. Zudem ärgerte uns der etwas zu kleine Ansaugstutzen: Dieser muss oft von verpapptem, nassen Laub oder zu großen Blättern (Ahorn, Platane) befreit werden - dies hätte man besser lösen können.

Ein prinzipbedingter Nachteil ergibt sich freilich für den Einsatz in Beeten und Gebüschen: Hier kommt der Einhell BG-EL 3000E nicht besonders gut und weit voran. Auf Gehwegen und glatten Flächen ist er jedoch ein sinnvolles Gerät.

Laubsauger Einhell BG-EL 3000E: Pro und Contra

pro:

  • gute Leistung auf Gehwegen und Rasenflächen
  • ergonomisch vorteilhaft
  • Preis
  • großer Fangsack

 

contra:

  • konstruktionsbedingt Schwächen in Gebüschen und Beeten
  • zu laut!
  • zu kleiner Ansaugstutzen

Fazit:

Der Staubsauger für den Garten hat eine zu kleine Düse und ist definitiv zu laut, leistet aber bei trockenem Laub auf ebenen Wegen dennoch gute Arbeit.

Benzin Laubsauger AL-KO Hurricane 75B

Wenn es etwas mehr Laub ist: Wer eher ein Anwesen als ein Reihenhaus besitzt, wird sich mit diesem Gerät am wohlsten fühlen. 2,2 kW, ein 200 Liter-Fangsack und ein Viertaktmotor machen den AL-KO Hurricane 75 B zum Flaggschiff dieses Tests. Eines ist von vornherein klar: Sinn macht der Einsatz dieses Gerätes erst ab 1000 m² Garten- oder Gehwegfläche.

Leistungsstark und im Vergleich eher mit verhaltenem Dröhnen schiebt sich der "Hurricane" über die einzusaugenden Blätter - auch mit feuchtem Laub hat er wenig Probleme. Die 2,2 kW sorgen für einen veritablen Orkan, der Fangsack füllt sich dank seiner Größe nur langsam, die Arbeitsbreite von 75 cm ist ordentlich bemessen.

Insgesamt ist das Gerät aber ein wenig unhandlich, hat ein beträchtliches Gewicht und braucht viel Platz - womöglich Argumente gegen ein nur saisonal eingesetztes Gartengerät. Für Hobbygärtner eher nichts, "Großrundbesitzer" kommen auf ihre Kosten - die Leistung des AL-KO Hurricane 75 B steht in jedem Fall außer Frage.

AL-KO 121403 Hurricane 75 B Benzin-Laubsauger: Pro und Contra

pro:

  • satte 2,2 kW Leistung
  • ordentliche Arbeitsbreite von 75 cm
  • verhaltene Lärmentwicklung
  • großer Fangsack
  • Viertaktmotor

 

contra:

  • für Hobbygärtner schlicht zu groß
  • Platzbedarf
  • Einsatz in Gebüschen und Beeten unmöglich
  • hohes Gewicht

Fazit:

Das "Schlachtschiff" überzeugt: Beste Leistung und niedrigstes Arbeitsgeräusch - wenn er nur nicht so groß und teuer wäre.

Laubsauger-Test Gesamtfazit

Laubsauger sind gründlich und praktisch - wenn alles stimmt. Insgesamt sollte vor allem auf die Motorleistung und den Ansaugtrakt geachtet werden. Wenn es hier Schwächen gibt, nutzt das ganze Gerät nicht viel.

Insgesamt sind für den kleinen Hausgebrauch die Handgeräte zu empfehlen: Sie sind flexibler, günstiger und können auch in Beeten und Gebüschen eingesetzt werden.

Das Zweitaktmotoren laut und übelriechend sind ist bekannt; diese konstruktionellen Nachteile werden allerdings durch die Unabhängigkeit von der Steckdose wettgemacht. Dennoch darf das Gerät insgesamt nicht zu schwach sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Es kommt eben doch auf die Größe an, wie man an unserem Testsieger sieht. Preis und Leistung vereinen sich am besten bei den Elektrogeräten - wenn die Laub-Leistung denn stimmt.

Laubsauger Testsieger

Testsieger kann es nur einen geben: In diesem Fall ist es der AL-KO Hurricane 75 B. Hier haben klar die Ausstattung und die Leistungsfähigkeit überzeugt: Ohne nennenswerte Schwächen saugt das Gerät größere Mengen Laub zuverlässig ein, kapituliert nicht vor nassem Laub und schafft Ordnung auf dem Großgelände. Allerdings auch nur dort: Hobbygärtner können es ruhig eine Nummer kleiner nehmen - das Gerät ist wirklich sehr groß, nicht billig und in Beete und Gebüsche kommt man mit dem "Laub-Hurricane" auch nicht. Allerdings ist dieses aus Gründen des ökologischen Gleichgewichtes ja auch nicht wünschenswert. Zudem ist das Gerät der leiseste Vertreter im Test: Dem Viertakter und der Schalldämpfung sei Dank.

Preis-Leistungs-Sieger

Preis und Leistung vereinbart der Atika LSH5000 am besten: Zwar ist das Gerät ziemlich laut, dennoch schafft er für den enorm günstigen Preis von rund 40 Euro ordentlich Laub weg und leistet sich keine nennenswerten Schwächen. Der Elektroantrieb ist hinreichend leistungsstark, das Gerät ist zudem leicht und handlich. Lediglich das Finish und der allgemeine Qualitätseindruck trüben das ansonsten gute Bild vom orangenen "Laub-Geschütz" ein wenig. Wir geben aber dennoch eine klare Empfehlung für Besitzer von kleinen und mittleren Gärten ab. 

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Test-Tabelle

Atika LSH2500Güde GBLS2500Einhell BG-EL3000 AL-KO Hurricane75 
Antrieb
Elektro2-Takt-MotorElektro4-Takt-Motor
Leistung
2500 W0,75 kW3000 W
2,2 kW
Lärm
zu lautzu lautzu lauterträglich
nasses Laub
befriedigendausreichendmangelhaftgut
Fangsackvolumen
45 l50 lca. 45 l200 l
Blasfunktion
ja
ja
neinnein
Gebüsch/Beete
ja
ja
teilsnein
Preis
ca. 40 €ca. 125 €ca. 89 €ca. 389 €

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Bildnachweis
1. "Laubsauger": Cbaile19, Leaf blower, Homewood Cemetery / Wikimedia Commons, Lizenz: CC0 1.0

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