Rasenmäher Test: Elektrorasenmäher und Benzinrasenmäher getestet

Rasenmähen "oldschool"

Rasenmäher Test: Elektrorasenmäher und Benzinrasenmäher getestet

Rasenmähen muss heute niemand mehr mit der Hand: Auf dem Markt befindet sich eine riesige Zahl von Motormähern, mit Benzin oder Strom betrieben, die den Rasen einfach und mühelos kurz halten können.

Für Sie haben wir uns den Weg durch das Dickicht des Rasenmähermarktes gebahnt und die besten Geräte herausgesucht. Mit uns kriegen Sie Ihren Rasen klein!

Spindelmäher, Sichelmäher, Balkenmäher: Rasenmäher Technik

Das Gras muss ab. Vor dieser Aufgabe stehen alle Rasenmäher dieser Welt; ob sie nun nach der Spindel-, der Sichel- oder der Balkenmethode arbeiten.

Die in diesem Testbericht vorgestellten Mäher gehären alle zur Kategorie der Sichelmäher. Bei diesen schneidet ein horizontal rotierendes, schnell laufendes Messer die Grashalme ab und befördert sie in den Fangkorb.

Aus kleinen Gärten oder Opas Schrebergarten ist noch der Spindelmäher bekannt: Er ist meist nicht motorisiert und muss von Hand über das Gras hin- und hergeschoben werden. Auf größeren Rasenflächen ist das freilich kein Vergnügen wenn man das Mähen nicht als Leistungssport betreibt.

Fürs Große und Grobe empfiehlt sich schließlich der Balkenmäher: Er hat, ähnlich wie eine elektrische Heckenschere, zwei übereinander liegende, sich gegenläufig verschiebende Messer, die auch dickes, hohes Gras problemlos kleinkriegen.

In unserem Test beschränken wir uns, wie gesagt, auf die Sichelmäher mit Motor. Elektrisch oder benzinbetrieben mühen - sie haben die Wahl.

 

Rasenmäher-Testkandidaten im Überblick

Wir haben für Sie fünf verschiedene Rasenmäher unter die Lupe genommen und sie detailliert bewertet. Vor allem sind uns eine komfortable Bedienung und die Sicherheit der Geräte wichtig - die Mähleistung allerdings mindestens ebenso. Auch ein gut durchdachtes Grasfangsystem bringt Extrapunkte. 

Ein besonderes Problem bei Sichelmähern ist der Steinschlag: Wenn ein Kiesel ins Mähmesser gerät, kann dieser zum Geschoss werden und muss vom Rasenmäher aufgefangen werden. Wie gut ein Mäher dies meistert und verkraftet ist ebenso ein wichtiges Kriterium.

AL-KO 3.2 E

Brill 36EM

Gardena 34E

Sabo Sa 331

Wolf PE 40 B

Antrieb

Elektromotor

Elektromotor

Elektromotor

Benzinmotor

Benzinmotor

Gewicht

10,0 kg

17,2 kg

14,6 kg

26,7 kg

270kg

Leistung

0,9 kW

1,2 kW

1,1 kW

2,7 kW

2,4 kW

Schnittbreite

31,5 cm

35,5 cm

33,5 cm

43,0 cm

39,5 cm

Grasfangvol.

40 l

36 l

30 l

55 l

40 l

Lärmentwicklung

84,2 dB

85,5 dB

87,1 dB

92,8 dB

91,4 dB

Preis

ca. 65 Euro

ca. 200 Euro

ca. 155 Euro

ca. 770 Euro

ca. 550 Euro

AL-KO Classic 3,2E im Test

Der AL-KO Classic 32E macht nicht viel falsch: Für einen Preis von rund 65 Euro erhält man einen leistungsfähigen Elektromäher, der alle Disziplinen befriedigend erfüllt. Im Test konnte man vor allem mit der Lautstärke des Mähers zufrieden sein; auch das Schnittbild war ordentlich.

Mit seinem 0,9 kW-Motor ist der AL-KO allerdings vergleichsweise schwachbrüstig; für "faule Gärtner" mit längerem Rasen ist er daher nur bedingt zu empfehlen. Mit 10 kg Gewicht ist der Elektromäher allerdings erfreulich leicht, auch der Zusammenbau bereitete keinerlei Probleme.

Elektromäher AL-KO Classic 32E: Pro und Contra

pro:

  • Gewicht
  • geringe Lärmbelastung
  • Preis

 

contra:

  • Motorleistung
  • stellenweise die Verarbeitung
  • geringe Schnittbreite

 

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Fazit

Für kleinere und mittlere Gärten optimal - "Schrebergarten-Geheimtipp" wegen der geringen Lärmbelastung.

Brill 36EM im Test

Der Brill 36EM hat eine besondere Eigenschaft: Er kann Männchen machen. In engen Gartenhäusern und Geräteschuppen kann der Rasenmäher aufrecht hingestellt werden; dies spart enorm Platz und vereinfacht die Messerreinigung - ein Riesenpluspunkt.

Ansonsten lässt sich sagen: Extravagantes Styling sagen die einen, nicht so schön die anderen. Das grün-rote, aerodynamisch gestaltete Gehäuse ist definitiv der Eyecatcher in diesem Test.

Ansonsten mäht der Brill ziemlich gut, ist zwar vernehmlich laut, hat dafür aber auch mit 1,3 kW einen der stärksten Motoren im Test. Das Schnittbild überzeugt, die Schnittbreite ist mit 35,5 cm ordentlich.

Ein echter Schwachpunkt ist allerdings das eben schon beschriebene Gehäuse: Es ist nicht in der Lage, zuverlässig vom Messer aufgewirbelte Steine aufzufangen - das Gehäuse wurde sogar in einem Test der Stiftung Warentest von 2007 durchschlagen. Der große Korpus wirkt zudem ein wenig "labbrig".

 

Elektrorasenmäher Brill 36EM: Pro und Contra

pro:

  • aufrecht abstellbar
  • leistungsstark

 

contra:

  • Gehäuse
  • hohes Gewicht
  • Verarbeitung

 

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Fazit

Nicht schön, aber stark. Das Gehäuse könnte allerdings besser sein.

Elektromäher Gardena 34E im Test

Mäher vom Mars: Eher wie ein Gerät zur Untersuchung der Mondoberfläche mutet der futuristisch gestaltete Elektromäher von Gardena an, der ein wenig wie ein Go-Kart mit überlanger Lenkachse wirkt.

Abgesehen von diesen äußerlich abhebenden Merkmalen ist der Gardena überaus durchschnittlich: Die Mähleistung geht in Ordnung, die Lärmentwicklung auch, die Schnittbreite ist perfekt im Durchschnitt, lediglich die Motorleistung liegt mit 1,1 kW leicht darunter.

Ein Kritikpunkt ist leider auch die Schnitthöhenverstellung an den Rädern; andere Mäher haben hier eine komfortable Zentrallösung. Zudem ist der Fangkorb etwas klein. Das Handling des Mähers hingegen ist überdurchschnittlich gut - die Extravaganz der Konstruktion trägt Früchte.

Gardena 34E Pro und Contra

pro:

  • Handling
  • Qualität

 

contra:

  • Fangkorbgröße
  • Schnitthöhenverstellung

 

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Fazit

Sportlich, aber mit Schwächen

Benzinrasenmäher Sabo Sa 331 im Test

Benzinrasenmäher sind für große Gärten ausgelegt und werden auch von Profis eingesetzt. Der Sabo Sa 331 wendet sich auch eher ein professionelle Kundschaft, ist der teuerste Mäher im Test und liefert ein sehr gutes Mähergebnis.

Ebenso sind Reinigung und Bedienung sehr ausgereift, der Mäher gibt sich auch in schwererem Geläönde keine Blöße und ist mit seinem Alu/Blech-Gehäuse äußerst widerstandsfähig und sicher. 4 kW Motorleistung sprechen für sich.

Natürlich ist ein Benzinrasenmäher lauter als sein elektrischer Pendant; 92,1 dB lassen einen Gehörschutz ratsam erscheinen. Zudem ist das Abgas nicht besonders sauber und übelriechend - Katalysatoren gibt es bei Rasenmähern noch nicht. Auch müssen Ölwechsel und Benzinverbrauch mitbedacht werden - ein zusätzlicher Kosten- und Aufwandsfaktor.

Sabo Sa 331: Pro und Contra

pro:

  • Verarbeitung
  • Mähleistung
  • Handhabung

contra:

  • Preis
  • Abgase
  • Lärm

 

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Fazit

Für Profis erste Wahl, für Kleingärtner teuer. Definitiv eine Anschaffung fürs Leben.

Benzinrasenmäher Wolf Garten Power Edition 40 B

Der Wolf Garten 40B in der "Power Edition" ist ein kraftvolles Gerät zu einem für semiprofessionelle Benzinmäher anständigen Preis. Er geht kraftvoll mit 2,6 kW, allerdings auch reichlich laut mit 96 dB zu Werke - definitiv kein Gerät für Menschen mit hellhörigen Nachbarn.

Ansonsten wiegt der Mäher für ein Benzingerät mit ca. 27 kg nicht zuviel und ist solider verarbeitet. Besitzer größerer Gärten mit unterschiedlich starkem Grasbewuchs können an dem Gerät lange ihre Freude haben.

Wolf Garten Power Edition 40B: Pro und Contra

pro:

  • für einen Benzinmäher recht günstig
  • kraftvoll
  • gut verarbeitet

 

contra:

  • laut
  • Abgase

 

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Fazit

Solide Benziner-Mittelklasse - mehr braucht man nicht.

Rasenmäher-Test Gesamtfazit

Es hängt von Ihrem Garten ab: Wenn Sie nur eine sehr kleine Rasenfläche haben, sind Sie mit dem kleinen AL-KO 3.2E ausgezeichnet bedient. Sie sollten dann allerdings auch häufiger mähen, hohe Halme mag er nicht besonders. Besitzer von Grundstücken, auf denen eher ein Anwesen als ein Haus thront, sei zum Sabo Sa331 geraten: Eine Anschaffung, von der auch noch die Enkel profitieren werden.

Insgesamt ist ab 500 m² Gartenfläche ein Benzinmäher empfehlenswert; darüber hinaus kann das Kabel arg schwer und störend werden. Doch auch kleinere Gärten können, wenn Sie keinen Stromanschluß im Garten besitzen, durchaus wirtschaftlich mit Benzinmähern gemäht werden.

Rasenmäher Testsieger

Qualität setzt sich durch, auch wenn sie kostet: Der Sabo Sa 331 hat uns überzeugt. Ein Rasenmäher vom alten Schlag, stark, wendig und sehr gut verarbeitet. 

Durch die weitgehende Abwesenheit von Plastik in der Konstruktion wirkt das Gerät sehr hochwertig, auch die Handhabung, Reinigung und Wartung funktioniert problemlos und ausgezeichnet.

Wer das nötige Kleingeld hat, kauft mit dem Sabo wohl den letzten Rasenmäher seines Lebens.

Rasenmäher Preis-Leistungssieger

Ein Garten bis 500 m² empfiehlt sich für Elektromäher. Diese sollen vor allem leise und kompakt sein - beides Voraussetzungen, die der AL-KO 3.2 E sehr gut erfüllt. Darüber hinaus ist er äußerst günstig und der einzige Mäher unter 100 Euro im Test.

Geht man nun von einem konventionellen Reihenhausgarten aus oder einem Garten mit wenig Rasenfläche ist man mit dem kleinen und wendigen AL-KO perfekt bedient. Man sollte den Rasen nur regelmäßig kurz halten - der Motor gehört nicht zu den stärksten. Dafür herrscht aber zumindest halbwegs Ruhe am Gartenzaun.

Weiterführende Informationen

Hier gelangen Sie zu den anderen Gartencenter-Tests:

Rasentrimmer Test und Preisvergleich

Laubsauger-Test

oder zurück zum Oberthema:

Gartengeräte: Gartenwerkzeuge im Test

Bildquellen

Historischer Spindelmäher: Quelle: Wikipedia; Foto: Halley; Lizenz: Creative Commons by-sa 2.0 deKurzhttp://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en

 

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