Paprika und Chili

Paprika im eigenen Garten: So pflanzen Sie Paprika

Die Paprika besticht die Liebhaber durch frischen Geschmack, viele Nährstoffe und ihre Vielfältigkeit: Als Beilage im Salat oder frischer Snack zwischendurch - in Deutschland hat sie schon längst Einzug in die Küchen erhalten. Und das zu Recht! Besonders beliebt: Chili, eine Gattung der Paprika.

Bedingt durch ihre Herkunft gedeiht die Pflanze am besten bei hohen Tempereaturen und regelmäßiger Bewässerung. Doch von der Aussaat Ende Februar bis zur Ernte im Sommer vergehen einige Monate, in denen viel schief gehen kann. Es gibt also einiges zu beachten, beim Pflanzen der eigenen Paprikapflanzen.

Paprika und Chili: Herkunft und Geschichte

Die Geschichte der Paprika als Nutzpflanze reicht weit zurück. Ausgrabungen in Mexiko zeigten, dass die Pflanze bereits um 7000 v. Chr. von den Ureinwohnern angepflanzt wurde. Christopher Kolumbus kam im Jahre 1429 ebenfalls mit der Paprika in Berührung. Von seiner Reise nach Amerika stammt auch die erste schriftliche Erwähnung der Schote durch einen seiner Begleiter. Aufgrund der Würzigkeit wurde sie auch "Spanischer Pfeffer" genannt. Die erste schriftliche Erwähnung der Paprika in Deutschland geht auf das Jahr 1542 zurück.

Die Bezeichnung "Paprika" stammt von dem gleichlautendem Begriff aus dem serbischen ab und bedeutet "die, die scharf ist". Der Begriff Chili ist übrigens nicht vom Namen des Landes Chile abgeleitet, sondern ist durch die aztekischen Ureinwohner Mexikos entstanden, die diesen Begriff bereits verwendeten.

Heute ist Paprika in tropischen und gemäßigten Klimazonen zu Hause und wird in Europa vor allem aus Spanien und den Niederlanden exportiert. Weltweit sind China, Mexiko und die Türkei die größten Paprika-Lieferanten.

Die Beliebtheit der Paprika ist so groß, dass es mittlerweile Feiertage und Feste zu ehren der Pflanze gibt: In Kalibrien wird das "Peperoncino Festival" abgehalten, in New Mexico gibt es in einigen Orten das "Chile Festival" und in Frankreich die "Fête du Piment".

Eigenschaften der Paprikapflanze

Rote Paprika

Die Paprika gehört zu den Nachtschattengewächsen und ist mit der Kartoffel, der Aubergine, der Tomate und der Tabakpflanze verwandt. Die Pflanze wächst bis zu einer Höhe von 1,5 Metern, ihre Wurzeln können bis zu einen Meter in die Erde reichen. Die Blüte der Paprika ist meist weiß, kann aber auch violett oder grün wachsen. Die Blätter der Pflanze können eine Länge von ca. 30 cm erreichen.

Eine besondere Eigenschaft der Paprika ist ihre Widerstandskraft gegen starke Wetterumschwünge. So kann die Pflanze bei Temperaturen zwischen 7 und 29 Grad im Freiland wachsen.

Botanisch gesehen ist die Frucht der Paprika, die auch Schote genannt wird, eigentlich eine Beere. Diese kann rot, grün, gelb, orange braun oder weiß wachsen, violette oder schwarze Paprika sind unreif. Auch die Form der Schote variiert stark, sie kann schmal, breit, rund, zylindrisch oder kugelförmig wachsen.

So wird Paprika im Gemüsebeet angelegt

Die Aussaat der Paprika empfiehlt sich im Februar, denn um zu wachsen, benötigt sie mehr Zeit als beispielsweise Tomaten. Sobald die ersten Blüten sprießen, sollten diese entfernt werden, damit wichtige Nährstoffe für die Frucht bereitgestellt werden können.

Paprika kann nicht nur im Gemüsebeet, sondern auch auf dem Balkon angebaut werden. Besonders wachstumsfördernd ist die Pflanzung der Paprika in einem Kübel, in dem sich ganz unten Erde des Vorjahres befindet. Die Pflanze selbst sollte in Kompost eingepflanzt werden. Da die Paprika sehr wärmebedürftig ist, gedeihen Keimlinge bei 25 Grad am besten. Für die Aufzucht auf dem Balkon ist deshalb eine Abdeckung mit einer Haube zu empfehlen.

Für die Aufzucht im Gemüsebeet gilt: Der Standort entscheidet über Erolg und Misserfolg bei der Paprikaaufzucht. Man sollte auch hier die Herkunft der Pflanze bedenken und ihr deshalb ein sonniges Plätzchen zuordnen: Eine Südwand oder ein besonders geschützter Ort eignen sich optimal, denn Zugluft tut der Paprika nicht gut und verhindert im schlimmsten Fall das Wachstum.

Zum Düngen der Pflanze empfiehlt sich vor allem Brennesseljauche, diese sollte zwischen Juni und August drei Mal aufgetragen werden. Besonders wichtig: Die Pflanze muss täglich gegossen werden um gut zu wachsen. Dabei sollten jedoch nicht die Blätter begossen, sondern das Wasser direkt an der Erde aufgetragen werden. Werden diese Tipps beherzigt, können die ersten Früchte im Juli, spätestens Anfang August geerntet werden.

Achtung vor Schädlingen und Pilzkrankheiten beim Paprikaanbau

Auch die Paprika ist nicht immun gegen Schädlinge und Krankheiten. Besonders anfällig ist sie für den Schadpilz Verticillium albo-atrum, der durch Samen und infizierte Erde übertragen werden kann. Durch ihn wird die Flüssigkeitszirkulation in der Pflanze unterbrochen, sodass die Pflanze nach kurzer Zeit abstirbt.

Auch Blattläuse, Weiße Fliegen, Schnecken und Asseln machen sich häufig über die Paprika her.

Bei der Aufzucht im Gemüsebeet ist auch der echte und der falsche Mehltau nicht zu unterschätzen. Hinweise zur Bekämpfung dieser Pflanzenkrankheit erhalten Sie hier.

So geht die richtige Lagerung von Paprika

Die Paprika hat bei der Lagerung nur wenige Ansprüche. Zu beachten ist aber, dass sie trocken und kühl, nicht aber im Kühlschrank gelagert werden sollte. So ist sie länger haltbar und verliert keine wichtigen Nährstoffe.

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Weiterführende Informationen

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Bildnachweis
1. "Paprika und Chili" (Chili (633442211)) von Randi Hausken, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten
2. "Rote Paprika" (Chilli-Paprika-9967) von (graibeard), Flickr, Lizenz: CC BY-SA 2.0

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