Kopfsalat: Salat pflanzen und ernten

Salat im eigenen Garten

Wer einen eigenen Gemüsegarten anlegt, um immer frisches Gemüse im Haus zu haben, der sollte im Frühjahr unbedingt Salat pflanzen. Dem Gemüse werden seit jeher verborgene Kräfte nachgesagt, unter anderem soll es gegen Nervosität, Schlaflosigkeit und Krämpfe ein geeignetes Mittel sein. Das sahen bereits die Römer so, bei denen der Kopfsalat zusätzlich einen Ruf als Aphrodisiakum genoss.

Salatkopf

Kopfsalat war im Mittelalter häufig in Klostergärten zu finden, die Geistlichen schätzten seine beruhigende Wirkung und den würzigen Geschmack der äußeren, dunkleren Blätter. Die Geschichte des beliebten Lebensmittels geht sogar noch weiter zurück: Die Perser bauten den Salat bereits ca. 600 v. Chr. an. Die Beliebtheit hat seit dem nicht nachgelassen: Im Jahr 2010 verspeiste jeder Deutsche durchschnittlich 2,7 Kilo davon.

Salat pflanzen und ernten

Junger Salat sollte vor Schnecken geschützt werden.
junger Salat

Salat ist im Gegensatz zu anderem Gemüse im eigenen Garten relativ empfindlich: Sowohl beim Anbau als auch bei der Lagerung. Um den selbst angebauten, frischen Salat in vollen Zügen genießen zu können, muss einiges beachtet werden. Er braucht vor allem Licht, um zu keimen. Deshalb dürfen seine Samen bei der Aussaat nur mit einer ganz dünnen Schicht Erde bedeckt werden. Um Schnecken oder Blattläuse fernzuhalten, kann zwischen die einzelnen Salatreihen etwas Kerbel gesät werden. Dieser eignet sich übrigens auch, um einer milderen Salatsauce die richtige Würze zu verleihen.

Kopfsalat ist ein sehr "veträgliches" Gemüse, kann also neben viele andere Sorten gepflanzt werden: Ob Zwiebeln, Spargel, Rhabarber, Kohlrabi, Gurken oder Erdbeeren - der Salat verträgt sich mit verschiedensten Gartennachbarn, außer der Petersilie.

Der Salat muss, vor allem in der Keimzeit von 10 bis 14 Tagen, regelmäßig gewässert werden. Zwischen den einzelnen Pflanzen sollte ein Abstand von 20 bis 30 cm eingehalten werden. Am besten findet die Aussaat zwischen den Monaten März und Juli statt. Das Praktische beim Salat pflanzen: Er kann immer in der gleichen Erde gesät und deshalb im eigenen Garten immer an der selben Stelle angepflanzt werden.

Wie lange man bis zur Ernte warten muss, hängt besonders von der Temperatur ab. Frühestens nach 60 Tagen kann der Salat geerntet werden. Für Anfänger im Gemüsegarten eignen sich die robusteren Kopfsalat-Sorten wie Brauner Trotzkopf, Roxy, Maiwunder, Hofmanns Aurora und Attraktion.

Salat lagern

Grüner Slat schmeckt am besten mit Kräuterdressing.
Salatteller

Wer seinen Salat nicht sofort nach der Ernte essen möchte, sollte ihn nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank lagern, denn spätestens dann verliert er an Geschmack und gesunden Inhaltsstoffen. Wer nicht sicher ist, ob er seinen Salat noch essen kann, sollte die Schnittfläche des Strunks genauer betrachten: Wenn er sich dunkel verfärbt hat, sollte der Salat lieber nicht mehr verzehrt werden. Wenn der Strunk noch von heller Farbe ist, steht dem Genuss nichts im Wege: für die gewünschte Würze sorgen leichte Dressings mit Kräutern. Wer es etwas ausgefallener mag: in Kombination mit gebratenem Speck oder in Form von Cremesuppe wird der Gemüsegarten-Klassiker zum kulinarischen Erlebnis.

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Bildnachweis

Salatkopf: © Grey59 / pixelio.de

Salat pflanzen: © zaubervogel / pixelio.de

Salatteller: © Joujou / pixelio.de

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