Giftige Pflanzen im Kindergarten

Vergiftungsunfälle durch Pflanzen sind auf Platz 3 der häufigsten Vergiftungsunfälle insgesamt (Platz 1: Vergiftung durch Haushaltschemikalien, Platz 2: Arzneimittelvergiftungen). Rund 20.000 Kinder erleiden jährlich eine Vergiftung durch den Verzehr oder den Kontakt mit Giftpflanzen. 9 von 10 davon sind unter 6 Jahren alt.

Giftpflanzen in Ziergärten

Eibe
Eibe
Goldregen
Goldregen
Oleander
Oleander
Seidelbast
Seidelbast

Auch wenn die meisten Giftpflanzen in der freien Natur, also in Wäldern und auf Wiesen wachsen, finden wir sie doch vereinzelt auch in unserem heimischen Ziergarten. Das liegt unter anderem daran, dass man beim Anpflanzen oft gar nicht weiß, ob diese oder jene Pflanze giftig ist oder nicht. Daher sollte man sich schon beim Kauf der Pflanzen gründlich darüber informieren. Vor allem wenn man Kinder im Haus hat!

Giftige Bestandteile an Pflanzen können Beeren, Samen, Früchte, Blätter, Stil oder aber auch die ganze Pflanze an sich sein. Das macht es so unübersichtlich und gefährlich. Meistens macht eine geringe Menge nichts aus. Wenn Ihr Kind aber eine Handvoll Beeren oder Blüten gegessen haben sollte, dann sollten Sie umgehend den Notarzt rufen.

Vogelbeere, Fliegenpilz und Fingerhut

Vogelbeere
Die Vogelbeere wurde in Deutschland zum Baum des Jahres 1997 erklärt.
Fliegenpilz
Fliegenpilze gelten in Japan als Delikatesse.
Fingerhut
In hohen Dosen wirkt der Fingerhut als Gift, welches auch tödlich sein kann.

Das Vogelbeeren giftig seien ist ein weitverbreiteter Irrtum. Sie sind zwar auf Grund eines hohen Parasorbinsäure-Gehalts ungenießbar und bitter, giftig sind sie deswegen jedoch nicht. Nicht umsonst wird aus ihnen Marmelade und sogar Medizin hergestellt.

Bei dem Fliegenpilz hingegen sollte man jedoch vorsichtig sein. Vor allem die Lamellen und das gelbe Fleisch des Pilzes enthalten sehr viel Ibotensäure, die eine ähnliche Wirkung wie Alkohol hat: Schwindel, Verwirrung, Sprachstörungen, Depressionen und Angstzustände.

Fingerhut ist nur in hohen Dosen wirklich gefährlich. Er verursacht Herzrhythmusstörungen und kann bis zum Tod führen. Seine Blüten und Blätter verlocken Kinder oft, sie in den Mund zu nehmen. Besonders giftig ist der Rote Fingerhut.

 

Giftpflanzen im Gemüsebeet

Rohe Bohne
Rohe Bohne
Rohe Kartoffeln
Rohe Kartoffeln
Unreife Tomate
Unreife Tomate

Auch der Verzehr von unreifen Tomaten, Bohnen oder Kartoffeln kann bei Kindern schwere Vergiftungen hervorrufen.

Giftpflanzen - Wie Sie Ihre Kinder schützen können

Wenn Sie sich nicht von Ihren Lieblingspflanzen trennen möchten, Ihre Kinder aber dennoch in Sicherheit wissen wollen, dann stecken Sie das Beet ganz einfach mit einem niedrigen Maschendrahtzaun ab. Bei Amazon.de gibt es diesen für rund 50 Euro. Durch seine grüne Beschichtung passt er sich auch dem Grün Ihres Gartens problemlos an.

So verhindern Sie, dass Ihre Lieblinge an den rohen Bohnen oder den grünen Kartoffeln naschen.

Unsichtbarer Zaun für Hunde

Auch für Hunde stellen Giftpflanzen eine große Gefahr dar. Narzissen, Fingerhut und sogar Tulpen können bei Hunden zu schweren Vergiftungen führen. 

Auch Zwiebeln, Obstkerne und Avokados führen zu starkem Durchfall, Erbrechen bis hin zum Tode. Mit dem Unsichtbaren Hundezaun von Amazon.de können Sie Ihren Hund vor den gefährlichen Pflanzen schützen. Durch Kontakt mit dem Zaun wird ein minimaler Stromschlag auf den Hund übertragen, der ihn dann vom Fressen und Anknabbern abhält.

Symptome einer Vergiftung

Vergiftungssymptome hängen stark von der Menge des Auslösers und des Immunsystems des Kindes ab. Wurden Teile der Giftpflanze gegessen? Gab es Haut- oder Augenkontakt?

Hier eine Auflistung der üblichsten Symptome:

  • Erbrechen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Durchfall, Schluckbeschwerden
  • Krämpfe
  • Bauchweh
  • Lähmung
  • Atemstillstand

Vergiftung durch Pflanzen - Verhalten im Notfall

Oberste Regel bei Vergiftungserscheinungen: Keine Panik!!! Bei drei von vier Fällen ist die Vergiftung harmlos.

Wie Sie sich im Notfall ansonsten zu verhalten haben, erklären wir Ihnen jetzt:

Symbol für Gift
Ruhe bewahren!
  1. Es ist besonders wichtig, schnell, aber auf keinen Fall panisch zu reagieren.
  2. Lassen Sie, wenn Ihr Kind Pflanzenteile gegessen hat, es die restlichen Pflanzenteile ausspucken oder spülen Sie bei Hautkontakt mit einer Giftpflanze die betroffene Haut sofort ab!
  3. Geben Sie Ihrem Kind viel zu trinken, aber bloß keine Milch, denn diese fördert die Giftaufnahme im Darm!
  4. Sofort den Notarzt und das Giftinformationszentrum anrufen!
  5. Stellen Sie die Pflanze oder die Pflanzenreste sicher, damit die Giftstoffe schneller bestimmt werden können!

Giftinformationszentrale: Telefonnummern

Giftinformationszentrale NRW: 0228/ 19240

Giftinformationszentrale Niedersachsen/ Bremen: 0551/ 19240

Giftinformationszentrale Bayern: 089/ 19240

Giftinformationszentrale Schleswig-Holstein/ Hamburg: 0551/ 19240

Giftinformationszentrale Sachsen/ Thüringen/ Sachsen-Anhalt : 0361/ 730730

Giftinformationszentrale Hessen/ Rheinland Pfalz: 06131/ 19240

Giftinformationszentrale Brandenburg/ Berlin: 030/ 19240

Giftinformationszentrale Baden-Württemberg: 0761/ 19240

Giftinformationszentrale Saarland: 06841/ 19240

Giftinformationszentrale Meckelnburg-Vorpommern: 0361/ 730730

 

Weiter zum Thema: Kinderrutsche im Garten

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Bildquellen

Goldregen: Quelle: Wikipedia; Foto: Michael w. ; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 deKurz

Eibe: Quelle: Wikipedia; Foto: RKraasch; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 deKurz

Oleander: Quelle: Wikipedia; Autor: MPF

Seidelbast: Quelle: Wikipedia; Foto: A. Barra; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 deKurz

Vogelbeeren: Quelle: Wikipedia; Foto: Jürgen Howaldt; Lizenz: Creative Commons by-sa 2.0 deKurz

Fliegenpilz: Quelle: Wikipedia; Foto: Miguel303xm; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 deKurz

Fingerhut: Quelle: Wikipedia; Foto: Sb Johnny; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 deKurz

Unreife Tomate: Quelle: Wikipedia; Foto: tooony; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 deKurz

Kartoffeln: Quelle: Wikipedia; Foto: Rasbak; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 deKurz

Bohnen: Quelle: Wikipedia; Foto: Rainer Zenz; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 deKurz

Giftsymbol Totenkopf: Quelle: Wikipedia; Autor: Silsor

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