Sonnenschutz Markise: Greifarmmarkise, Markisenstoff und andere Infos

Markisen für den Garten oder den Balkon

Markise im Garten

Das Wort Markise stammt ab von dem französischen Wort "Marquise ", was so viel bedeutet wie "feine Dame" oder "Adelsdame". Und das macht auch durchaus Sinn, denn früher wurden markisenähnliche Sonnenschutzgestelle aufgebaut, wenn die Frau des Offiziers beim Heerlager zu Besuch war. 

Markisen dienen als Schutz vor Sonne, Regen, Blendung und Wärme und gleichzeitig auch als Objektschutz. Wenn Ihre Zimmerpflanzen auf der Fensterbank also keine direkte Sonneneinstrahlung vertragen, dann öffnen Sie einfach die Markise und das Problem ist gelöst. 

Die mit Markisenstoff oder Plastikplane überzogene Gestellkonstruktion wird an der Hauswand oder der Balkondecke angebracht und entweder über eine Handkurbel oder über einen kleinen Elektromotor betrieben.

Es gibt viele verschiedene Arten von Markisen: Hülsenmarkisen, Fallarmmarkisen, Seilspannmarkisen, Standmarkisen, Klemmmarkisen und und und. Wir stellen Ihnen hier die drei beliebtesten Markisentypen vor.

Gelenkarmmarkise

Die Gelenkarmmarkise ist die beliebteste Markise für private Terrassen und Balkone. Bis 6,50 Meter Breite besteht sie aus 2 Gelenkarmen, die  jeweils mindestens drei Gelenke besitzen und parallel zum Ausfall sitzen. Diese Gelenkarme drücken das Tuch beim Aufspannen nach außen und spannen es. Betrieben werden die Arme durch Stahl- oder Gasdruckfedern. Die Konstruktion ist meistens aus Aluminium hergestellt und wird wie jede andere Markise auch mit Schrauben an der Wand montiert.

Bei Gelenkarmmarkisen ist ein elektrischer Antrieb von großem Vorteil, da beim Einfahren eine große Spannung überwunden werden muss. Und das kostet sehr viel Kraft. Ob Sie sich einen Sturmwächter, also einen Windsensor oder eine Fernbedienung dazu kaufen, liegt ganz in Ihrem Ermessen.

Kassettenmarkise

Die Kassettenmarkise funktioniert nach dem selben Prinzip wie die Gelenkarmmarkise. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Die Markisenwelle, der Markisenstoff und beide Gelenkarme verschwinden komplett in der an der Wand liegenden Kassette. So wird sie vor Regen, Schnee, Frost und anderen Umwelteinflüssen geschützt und garantiert so eine längere Lebensdauer. Außerdem wird eine Reinigung der Markise so quasi überflüssig, da sie ja keinem Regen und somit keinem Schmutz ausgesetzt ist.

Allerdings sind Kassttenmarkisen sehr teuer, vor allem, wenn dann auch noch ein elektrischer Antrieb oder ähnliche Extras hinzukommen. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie technisch extrem anfällig sind. Das fängt schon bei der Montage an: Arbeiten Sie gründlich, ansonsten kann es schnell zu kleinen Fehlern und somit zu Verschleiß des Markisenstoffes kommen. Lassen Sie vor allem die elektrische Installation unbedingt von einem Fachbetrieb durchführen!

Korbmarkise

Man sieht sie oft vor Geschäften oder Hotels.
Korbmarkise

Korbmarkisen findet man als Vordachanlagen von großen Hotels oder Hallen oder als Dächer für Übergänge zwischen zwei benachbarten Häusern. Meistens aber über Schaufenstern von Geschäften. Dort fungieren sie als Blendminderung der Scheibe. So können vorbeigehende Passanten besser die Auslagen in den Fenstern betrachten. Außerdem können Sie sich dort auch bei Regen unterstellen. Oft werden diese Schaufensterüberdachungen aber auch als Werbeträger genutzt.

Es gibt sie als Festmarkise (feststehend), als Faltmarkise (beweglich/klappbar), in rund, oval oder trapzez-, hangar- oder kegelförmig, über Seil- oder Schnurzüge betrieben, mit Drehkurbel oder mit einem Elektromotor ausgestattet. Sie sehen, hier ist viel Spielraum.

Das einzige, was hier zu beachten ist, ist, dass der Ausfall niemals größer als die Bauhöhe sein darf!

Markisenstoff

Markisenstoffe sind in keinster Weise mit normalen Stoffen vergleichbar. Sie sind nahezu ein Hightech-Gewebe und immer wieder tüfteln Markisenhersteller an neuen Rezepten, den Stoff noch reißfester, wasserdichter und schmutzabweisender zu machen.

Um Wind und Wetter zu trotzen, muss das Tuch der Markise robust und stabil sein. Darum werden nur Stoffe verwendet, die strapazierbar und belastbar sind. Die Außenseite sollte derart beschichtet sein, dass das Licht reflektiert und so die Sonnenschutzwirkung verstärkt wird.

Dafür eignen sich sowohl PVC oder Polyester, als auch Polyacryl.

  • PVC: PVC, also Polyvinylchlorid, wird häufig für diejenigen Markisen verwendet, die ganzjährig draußen sind und das ganze Jahr der Witterung ausgesetzt sind. Tücher aus PVC sind Schmutz abweisend, umweltfreundlich und besonders wetterfest.
  • Polyester: Polyestertücher sind nicht hundertprozentig wasserdicht, dafür aber luftdurchlässig, sodass Hitzestaus vermieden werden können.
  • Acryl: Acry-Markisenstoffe bieten einen sicheren und gesunden Wärme- und Sonnenschutz, denn sie sind absolut resistent gegen ultraviolette Strahlen. Außerdem sind sie durch eine spezielle Imprägnierung extrem wasser- und schmutzabweisend.

Markise montieren

Wir raten Ihnen, das Anbringen Ihrer Markise von einem Fachbetrieb vornehmen zu lassen, da Fehler bei der Montage schlimme Konsequenzen haben könnten. Zum einen kann die Markise selbst beschädigt werden, zum anderen kann es aber auch zu Personenschäden kommen, wenn die Markise beispielsweise herunterfällt oder bricht.

Falls Sie die Kosten für die Installation jedoch trotzdem einsparen möchten, geben wir Ihnen ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg:

  1. Aus welchem Material ist die Hauswand bzw. Balkondecke? Sind die Schrauben und Dübel für dieses Material ausreichend?
  2. Markisen wiegen zwischen 40 und 80 Kilogramm. Viele Fertighauswände können dieses Gewicht nicht tragen! Errichten Sie hierfür eine Metallkonstruktion zur besseren Befestigung!
  3. Beachten Sie die Zugstärke des Windes!
  4. Holen Sie sich Hilfe. Zu zweit geht alles einfacher.

Mit Markisen Heizkosten senken

Verschiedene Solarzellentypen
Verschiedene Solarzellentypen

Zu Zeiten wo sich die Ressourcen dem Ende neigen und die Preise für Gas in die Höhe schießen, ist es ratsam, sich Gedanken über alternative Energielieferanten zu machen. Und genau das hat ein französischer Hersteller gemacht und heraus kam die Photovoltaik-Markise. Bei der Photovoltaik-Markise sitzen hunderte kleine, leichte und elastische Solarzellen in dem Markisentuch und bedecken bis zu 95 Prozent der Gesamtoberfläche. Über einen Wechseltrichter kann die so gewonnene Solarenergie problemlos ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

So können Sie im Winter die Heizkosten bis zu 10 Prozent senken und viel Geld sparen. Auch im Sommer hilft Ihnen die Markise beim Energiesparen: Sie fängt bis zu 90 Prozent der Sonnenwärme vor Ihrem Fenster ab und entlastet so die Klimaanlage im Haus.

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Weiterführende Informationen

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Bildnachweis
1. "Markise im Garten": © Lilsarahp, Originalbild / Wikimedia Commons, Lizenz: Gemeinfrei
2. "Korbmarkise": © 1la, Ritz Paris / Wikimedia Commons, Lizenz: CC0 1.0
3. "Verschiedene Solarzellentypen": © Martin Broß, Originalbild / Wikimedia Commons, Lizenz: Gemeinfrei

Wir zeigen Ihnen, was wann zu tun ist und geben Ihnen praktische Tipps für jeden Monat.

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