Miniteich für Balkon und Terrasse

Egal, ob es am nötigen Platz für einen Gartenteich mangelt, oder ob ganz bewusst auf einen großen Teich verzichten werden soll, ein Miniteich ist eine platzsparende, einfache und kostengünstige Alternative. Hier beschreiben wir, wie Sie einen Miniteich auf der Terrasse in Szene setzen.

Miniteich in Steinwanne

Optimaler Standort für den Miniteich

Eine private Wasserstellemit schönen Grünpflanzen belebt den Balkon und wird zum Blickfang. Für einen Miniteich wählt man vorzugsweise einen halbschattigen Standort. Zu viel direkte Sonne schadet zwar den meisten Wasserpflanzen nicht, sorgt aber für übermäßiges Algenwachstum. Ein zu schattiger Standort, wie etwa ein Nordbalkon, ist ungeeignet.

Achtung: Soll der Miniteich auf einem Balkon plaziert werden, sollte vorher zudem unbedingt die zulässige Traglast überprüft werden, denn je nach Gefäßgröße kann das Behältnis sehr schwer werden.

Mögliche Teichgefäße und pflanzenfreundliches Wasser

Miniteich, dekoriert mit frischen Rosenblüten.
Rosenteich

Im Prinzip kommt jedes wasserdichte Gefäß für einen Miniteich in Frage. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt. Nicht geeignet hingegen sind Zinkwannen, da das Zink sich durch die in der Erde enthaltenen Huminsäuren löst und das Wachstum der Wasserpflanzen negativ beeinträchtigt.

Achten Sie bei der Auswahl des Gefäßes auch auf die bevorzugte Wassertiefe der Pflanzen, die in den Miniteich gepflanzt werden sollen. Flache Gefäße eignen sich nur für wenige Pflanzen und sind in ihrer Pflege aufwändiger, weil häufiger Wasser nachgefüllt werden muss. Etwa 30 Zentimeter Wassertiefe sollte ein Miniteich seinen Bewohnern schon bieten können. Beschränkt man sich auf Arten, die auch in sehr flachem Wasser gedeihen, kann man natürlich auch flachere Gefäße verwenden.

Am besten eignet sich weiches Regenwasser, da es dem Minibiotop besser bekommt und sich weniger Kalkablagerungen bilden. Wenn Pflanzen für unterschiedliche Wassertiefen gepflanzt werden sollen, können die Höhenunterschiede mit Steinen oder umgedrehten Blumentöpfen geschaffen werden. Sobald die Pflanzen eingesetzt sind, sollten Sie den gesamten Grund abschließend mit grobem Kies bedecken, um das Algenwachstum zu verringern.

Beliebte Teichpflanzen

Miniteiche werden mit Teichpflanzen ausgestattet, die eine geringe bis mittlere Wassertiefe bevorzugen und möglichst kleinwüchsig sind. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige beliebte Sorten vor. Die Reihenfolge orientiert sich am erforderlichen Wasserspiegel: hoher Wasserspiegel, niedriger Wasserspiegel und schließlich uferständige Arten.

Kleine Seerose
Kleine Seerose
Zwergseerose
Zwergseerose
Krebsschere
Krebsschere

Kleine Seerose: Die Blattstiele dieser Seerosenart werden etwa 30-100 cm lang. Damit ist sie gerade noch für größere Miniteiche geeignet. Ihre auffälligen weißen Blüten haben einen Durchmesser von 7-9 Zentimetern und sind ein echter Hingucker. Wie die meisten Seerosen bevorzugt auch die Kleine Seerose stehendes Gewässer.

Zwerg-Seerose: Die wunderschönen sternförmigen Blüten der Zwergseerose sind mit 3-7,5 Zentimetern Durchmesser noch etwas kleiner als die der Kleinen Seerose. Es gibt sie in Weiß, Karmesinrot, Hellgelb und Rosa. Die ovalen Blätter sind mit einer Länge von etwa zehn Zentimetern ebenfalls kleiner. Die Zwerg-Seerose ist mit ihren Wuchseigenschaften und ihrer spektakulären Blütenpracht wie geschaffen für das Zentrum Ihres Miniteich-Arragements.

Krebsschere: Die Krebsschere bevorzugt ebenfalls stehende, flache Gewässer. Sie steht auf der Liste der geschützten Arten und reagiert sehr empfindlich auf Wasserverschmutzungen und Wasserstandsschwankungen. In der freien Natur sinken die Pflanzen im Herbst auf den Grund des Gewässers ab und tauchen erst im Frühjahr wieder auf. Ihren Namen hat sie aufgrund der charakteristischen, scherenähnlichen Anordnung der Blütenstände erhalten.

Schwimmfarn
Schwimmfarn
Wasserhyazinthe
Wasserhyazinthe
Kalmus
Kalmus

Schwimmfarn: Hierbei handelt es sich um eine seltene Pflanze, die nur in langsam fließenden Gewässern zu finden ist. Schwimmfarn ist sehr nährstoffbedürftig: Durch seine feinen Haare hat er eine große Oberfläche, über die er viele Nährstoffe aus dem Wasser aufnehmen kann. Im Herbst stirbt die Pflanze ab, ihre Sporen überwintern jedoch im Schlammgrund und treiben im Frühjahr neu aus.

Wasserhyazinthe: Die Wasserhyazinthe ist eine schwimmende Wasserpflanze mit auffälligen Blüten. Sie neigt auf Dauer zum Wuchern, wodurch das Gewässer zu verkrauten beginnt. Es ist deshalb empfehlenswert, sie regelmäßig zurückzuschneiden.

Kalmus: Der Kalmus ist eine Röhrichtpflanze mit relativ unscheinbaren Blüten, die in Marschland und in Uferzonen langsam fließender, sommerwarmer Gewässer steht. Da die Pflanze 60 bis 100 cm hoch wird, eignet sie sich eher für größere Miniteiche an der Hauswand.

Wasserhahnenfuß
Wasserhahnenfuß
Tausendblatt
Tausendblatt
Wasserfeder
Wasserfeder

Wasserhahnenfuß: Der Wasserhahnenfuß steht in wenig belasteten, langsam fließenden Gewässern. Zwar kann er bis zu 2 Meter lange Sprossachsen ausbilden, in niedrigem Wasser und am flachen Ufer bleibt er aber wesentlich kleiner. Als amphibische Gattung passt er sich sehr gut der verfügbaren Wassertiefe an und gedeiht sowohl in tiefem Wasser als auch an sumpfigen Ufersäumen.

Tausendblatt: Das Tausendblatt ist eine einjährige, krautige Wasserpflanze, die in stehenden Seen und Teichen mit einer Wassertiefe zwischen 50 und 200 cm wächst. Sie wächst zum größten Teil unter der Oberfläche, lediglich ihre Blüten ragen ein kleines Stück aus dem Wasser heraus. Namensgebend für Tausendblattarten ist ihre fein gefiederte Form, die eine angenehme Abwechslung zu großblättrigen Teichpflanzen darstellt. Das Auspflanzen und die Pflege des Tausendblatts erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl. Weil die Pflanzen in Wasserpflanzengärtnereien nicht direkt im Wasser, sondern auf feuchtem Boden bei hoher Luftfeuchtigkeit gezogen werden, sollte man sie langsam an das Leben im Wasser gewöhnen, indem man in flaches Wasser auspflanzt und dann im Tagesrhythmus den Wasserspiegel um ein bis zwei Zentimeter erhöht.

Wasserfeder: Diese Pflanze finden Sie in der Natur in seichten, mäßig nährstoffreichen Gewässern, wie Gräben und Tümpeln. Ihre Hauptsprossachse wird zwischen 15 und 50 cm lang und hat bis zu acht Zentimeter lange, kammförmig gefiederte Laubblätter. In der Blütezeit von Mai bis Juni ragen 30 bis 50 cm lange Blütenstände mit weißen bis blassrosafarbenen Blüten aus dem Wasser. Gemeinsam mit rosafarbenen Zwergseerosen ergibt die Wasserfeder ein abwechslungsreiches, farblich stimmiges Arragement.

Froschkraut
Froschkraut
Nadelsimse
Nadelsimse
Drachenwurz
Drachenwurz

Froschkraut: Das 10 bis 40 Zentimeter messende Froschkraut steht auf der Liste der gefährdeten Arten und wächst gern an flach überschwemmten, wechselnassen Ufersäumen. Sie kann auch zeitweilig auf dem Trockenen wachsen, diese Phasen sollten allerdings nicht zu lang werden. Die dunkelgrünen, ovalen Schwimmblätter sind drei bis sechs Zentimeter lang – eine ideale Größe für Miniteiche.

Nadelsimse: Die Nadelsimse wird auch Nadel-Sumpfbinse genannt und bevorzugt mäßig nährstoffreiche, sandige Uferzonen und feuchte Wiesen, wo sie sich rasenartig ausbreiten kann. Ihre Fadendünnen Stiele sind vierkantig und sind mit einer Wuchshöhe von 10 bis 15 Zentimetern auch für kleinere Miniteichvarianten geeignet.

Drachenwurz: Der Drachenwurz ist auch als Sumpf-Calla, Schlangenwurz, Schlangenkraut oder Schweinsohr bekannt. Er ist in Waldsümpfen, Zwischenmooren, auf Feuchtwiesen und am Rande von Hochmooren sowohl in fließenden als auch stehenden Gewässern beheimatet. Drachenwurz erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 50 cm und eignet sich in Miniteichen daher am besten als Hintergrundbegrünung vor einer Hauswand.

Chamäleonpflanze
Chamäleonpflanze
Pfennigkraut
Pfennigkraut
Zwergbambus
Zwergbambus

Chamäleonpflanze: Die Chamäleonpflanze, auch Buntblatt oder nach ihrer Herkunft "Chinesischer Eidechsenschwanz" genannt, ist eine fünf, meist aber 30 bis 60 cm große Kriechpflanze mit rötlichen Stängeln und herzförmigen Blättern. Von April bis September trägt sie kleine weiße Blüten, aus deren Mitte ein länglicher Blütenstand entspringt. Die Blätter sind essbar, haben einen korianderartigen Geschmack und können roh, gekocht oder als Gewürz verwendet werden. Ein Extrakt aus ihren Blättern, das in China medizinische Verwendung findet, hilft gegen Schwellungen. Die Chamäleonpflanze kann als Bodendecker gepflanzt werden und gedeiht am besten am feuchten Ufer.

Pfennigkraut: Das Pfennigkraut eignet sich mit seinen knallgelben Blüten ebenfalls hervorragend als Bodendecker im Uferbereich. Die Pflanze behält das ganze Jahr über ihr Grün und bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Böden.

Zwergbambus: Keine Bambusart ist das häufig als Zwergbambus, Zimmerbambus oder Bonsaibambus bezeichnete Seychellengras. Die etwa zwei Millimeter dicken Stängel stehen in Büscheln und werden etwa 30 bis 60 cm hoch. Es gedeiht am besten an den eher trockenen Randbereichen des Miniteiches.

Maßnahmen gegen Algen

Miniteich mit Wasserspiel
Wasserspiel

Was tun gegen Algen? Besonders in kleinen Teichen, deren Wasser im Sommer schnell eine relativ hohe Temperatur erreicht, fühlen sich Algen sehr wohl. Um zu verhindern, dass sich die ungebetenen Gäste ausbreiten, empfehlen sich drei einfache Gegenmittel:

Die einfachste Maßnahme ist der Zusatz von biologisch abbaubarem "Algenfrei", das – vorsichtig dosiert – weder Teichpflanzen noch -bewohnern schadet. Ebenfalls empfehlenswert ist eine kleine Teichpumpe oder ein Wasserspiel, die das Wasser bewegen mit Sauerstoff anreichern. Dies hat zudem den Vorteil, dass sich Mücken nicht am Wasser aufhalten, da sie die Bewegung der Oberfläche stört.

Die dritte Möglichkeit ist die Ansiedelung von Teichschnecken, den natürlichen Feinden der Algen: Die kleinen Tiere ernähren sich von den grünen Algen, sodass Ihr Teich immer gepflegt und sauber erscheint.

Teichschnecke
Teichschnecke

Teichschnecken gehören zur Familie der Blasenschnecken und leben in stehenden und langsam fließenden Gewässern. Da die Teichschnecke sich von toten Pflanzenresten und Algen ernährt, ist sie ein idealer Untermieter für den heimischen Miniteich.

Die Schnecken gibt es preisgünstig im Aquaristikbedarf – sogar per Onlineversand. Die Schnecken können im Miniteich überwintert werden, sofern er im Winter nicht vollständig zufriert. Wer den Teich nicht vor Frost schützen kann, sollte die Schnecken bei Zimmertemperatur ohne direkte Sonneneinstrahlung in einem kleineren Behälter oder Aquarium überwintern. Hierzu einfach etwas Teichwasser, Quarzsand und ein oder zwei Pflanzen in den Behälter geben und die Schnecken per Hand umsetzen. Wöchentlich wird ein Teil des Wassers ausgetauscht, um den Sauerstoffgehalt hoch zu halten. Wenn nicht genug Algen vorhanden sind, können Sie etwas Fischfutter aus dem Aquaristikbedarf zufüttern.

Tipp: Wer möchte, kann auch Gurkenscheiben verfüttern. Die angefressenen Gurkenreste nicht zu lange im Wasser liegen lassen, da sie sonst die Wasserqualität herabsetzen.

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Weiterführende Informationen

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Bildnachweis
1. "Miniteich in Steinwanne": © mccarbedy - fotolia
2. "Rosenteich" © Hartmut Giessler / Pixelio
3. "Kleine Seerose": © Finner, Lumme (Nymphaea candida) / Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain
4. "Zwergseerose": © Kristina Walter (Kristina), Kleine rosa Seerose mit Regentropfen / Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain
5. "Krebsschere" (Stratiotes aloides bud) von Meneerke bloem, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
6. "Schwimmfarn" (Salvinia minima 1) von Kurt Stüber, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
7. "Wasserhyazinthe": © Ted Center, Water hyacinth / Wikimedia Commons, Lizenz: Public Domain
8. "Kalmus" (AcorusCalamus) von Christian Fischer, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
9. "Wasserhahnenfuß" (Ranunculus aquatilis (plants)) von Hans Hillewaert, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
10. "Tausendblatt" (Myriophyllum aquaticum - side (aka)) von André Karwath (Aka), Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 2.5, zugeschnitten
11. "Wasserfeder" (HottoniaPalustrisInflorescence) von Christian Fischer, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
12. "Froschkraut" (Luronium natans) von Kristian Peters (Fabelfroh), Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
13. "Nadelsimse" (Eleocharis acicularis) von Bernd Sauerwein, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
14. "Drachenwurz" (Schlangenwurz1) von Wilde Natur, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten
15. "Chamäleonpflanze" (Houttuynia cordata 2) von Dalgial, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
16. "Pfennigkraut" (Lysimachia nummularia2) von J.F. Gaffard, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0
17. "Zwergbambus" (Pogonatherum paniceum) von IKAl, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0, zugeschnitten
18. "Miniteich mit Wasserspiel": © Marcus Göttl - Fotolia
19. "Teichschnecke" (Blasenschnecke) von Joscha Arenz, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0

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