Allerheiligen: Grabpflege und Grabbepflanzung
Allerheiligen
Allerheiligen ist der traditionelle Tag, an denen allen Heiligen gedacht wird. Allerdings sind damit nicht nur diejenigen gemeint, die tatsächlich und amtlich heiliggesprochen sind, sondern auch die, um deren Heiligkeit niemand weiß als Gott.

- Allerheiligen: Tag der Besinnung und des Gedenkens
So ist Allerheiligen zu einem Gedenktag an alle Verstorbenen geworden. Oft werden an diesem Tag die Friedhöfe aufgesucht und die Gräber der Verwandten und Freunde mit neuer Bepflanzung geschmückt.
Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, welche Pflanzen sich für eine geschmackvolle und würdevolle Grabbepflanzung eignen, geben Ihnen Tipps zur Grabpflege und zeigen Ihnen die Bräuche des Feiertages am 1. November.
Allerheiligen und Grabpflege in der Übersicht
Grabpflege: der Boden zu Allerheiligen

- Locker machen: Sorgt für Wachstum und gute Wasserdurchlässigkeit
Achten Sie auf einen luftigen, fruchtbaren und wasserdurchlässigen Boden, da die meisten Pflanzen, die in den kalten Jahreszeiten gefragt sind, genau diese Bodenbeschaffenheit zu schätzen wissen. Je nach Pflanzen- und Blumenarten kann es sinnvoll sein, eine handbreit Torf auszulegen, bevor Sie mit der Bepflanzung beginnen. Falls sich in der Nähe des Grabs Bäume befinden, dann achten Sie bitte darauf, dass Sie beim Entfernen des Laubs keine bereits bestehenden Pflanzen beschädigen. Gerade auf einem gepflegten Grab fällt jedes einzelne Blatt sofort auf. Gehen Sie aber trotz allen Enthusiasmus nicht allzu forsch bei der Laubbeseitigung vor.
Als gute Winterabdeckung haben sich Tannenzweige erwiesen. Damit sorgen Sie nicht nur dafür, dass der Grabboden vor direkter Frosteinwirkung geschützt ist, sondern geben dem Grab auch entsprechend der Jahreszeit die passende Optik.
Allerheiligen-Tradition: Das Gesteck

Das Gesteck, oder auch Trockengesteck genannt, ist zu Allerheiligen ein absoluter Klassiker auf unseren Friedhöfen. Es gibt Gestecke in nahezu allen Formen und Größen, auch preislich gehen die Spannen sehr weit auseinander. Der Vorteil eines Gestecks ist, dass Sie sich damit ein abwechslungsreiches, geschmackvoll komponiertes und farbenprächtiges Dekorationsutensil auf das Grab legen, das keiner weiteren Pflege mehr bedarf. Kein pflanzen, graben oder buddeln: Sie kaufen das Gesteck beim Floristen und legen es einfach aufs Grab. Und wenn es von den Witterungseinflüssen in Mitleidenschaft gezogen wird, lässt es sich schnell und leicht wieder entsorgen und durch ein neues Trockengesteck ersetzen.
Bevor Sie sich in der Friedhofsgärtnerei ein Trockengesteck kaufen, sollten Sie vielleicht grob den Platz ausmessen, der dafür zu Verfügung steht. Denn wie gesagt: Die Auswahl ist groß und man verliert ob des hervorragenden Angebots leicht den Überblick.
Grablichter
Auf ein gepflegtes Grab gehören auch schöne Kerzen. Ob in edlen Laternen aus schwerer Bronze oder als einzelne Lichter auf den Grabplatten: Der natürliche Glanz der kleinen Lichter sorgt für eine feierliche Stimmung, die durch kein anderes Element auf den unzähligen Gräbern hervorgerufen wird. Für die Auswahl der richtigen Grabkerzen für Allerheiligen sollten Sie sich schon einen Augenblick Zeit nehmen, denn das Angebot ist groß. Der einzige Nachteil bei Kerzen ist, dass die Flammen bei starkem Wind schnell erlöschen. Wenn die Wetteraussichten für Allerheiligen also mit Windböen gesegnet sind, sollten Sie Kerzen und Grablichter aussuchen, die eine geschützte Flamme oder einen breiten Docht haben. Postieren Sie Ihre Grabkerze dagegen in einer windgeschützten Laterne, so spielt das Wetter bei der Kerzenauswahl keine Rolle.
Die richtige Grabbepflanzung
Zu Allerheiligen kommt es auf die richtige Grabbepflanzung an. Dabei spielt hier nicht nur die traditionelle Ästhetik eine Rolle, denn schließlich dürfen die Blumen bei den ersten Temperaturstürzen nicht gleich eingehen. Winterharte Pflanzen sind gefragt, und im folgenden Teil werden wir Ihnen einige vorstellen.
Robuste Schönheit: Das Stiefmütterchen

Das Stiefmütterchen kommt aus der Familie der Veilchen und besticht durch eine farbintensive Blütenpracht, die sich dank vieler Kreuzungen und Züchtungen durch viele Colorationsspektren ziehen. Ursprünglich als Ackerunkraut bekannt, ist das Stiefmütterchen als Grabbepflanzung äußerst genügsam, wobei das sogenannte Hornveilchen ein besonders robuster Vertreter der Art ist. Es blüht das ganze Jahr über, kommt mit wenig Wasser aus und steckt extrem nasse wie auch trockene Perioden locker weg. Soll das Blühen aber unterstützt werden, empfiehlt es sich, den Boden leicht feucht zu halten.
Der Halbschatten ist das Lichtverhältnis, in dem sich das Stiefmütterchen zu Hause fühlt. Allerdings können sich die Pflanzen auch an die pralle Sonne gewöhnen, was sie äußerst flexibel macht. Auch das Düngen wird schnell überflüssig, da der Nährstoffverbrauch der Pflanze sehr niedrig ist. Mit einer durchschnittlichen Höhe von 15 Zentimetern ist das Stiefmütterchen auch eine sehr kleine Pflanze, daher muss hier auch kein Wachstum unterstützt werden.

- Selten, aber auffällig: Das schwarze Stiefmütterchen. Zu Allerheiligen vielleicht eine passende Grabbepflanzung?
Erika

Die Erikas, oder auch Heidekräuter, gehören zu den Heidekrautgewächsen und werden in ihrer Vielfalt auf ungefähr 860 Arten geschätzt. Der November ist der Monat der Erika schlechthin; jetzt beginnt die Pflanze zu blühen und behält ihre Farben bis in den Mai hinein. So schön die Erika auch ist, so anspruchslos ist sie dafür auch in der Pflege und daher eine dankbare Lösung für alle, die aus zeitlichen Gründen der Grabpflege nicht allzu häufig nachkommen können. Und auch wenn Sie keinen grünen Daumen haben, werden Sie die Pflanze lange halten können.
Die Erika bevorzugt einen eher lockeren Boden, weswegen die Graboberfläche hier ein geeigneter Standort ist. Eine 15 Zentimeter starke Schicht aus Torf genügt, um dem winterharten Farbteppich ein wohliges Zuhause zu geben. Für beste Ergebnisse sollten Sie das Heidekrautgewächs schon im September oder Oktober pflanzen.
Calluna

Die Calluna wird am besten schon im Spätsommer gepflanzt und erweist sich größtenteils als frostverträglich, weswegen sie nicht nur für das Grab, sondern auch für den Garten, die Terrasse oder für den Balkon bestens geeignet ist. Die torfhaltige und durchlässige Erde ist ihr Metier und als Liebhaberin von sonnigen Plätzen eignet sie sich bestens für die Grablage fernab schattiger Bäume. Achten Sie aber darauf, dass die Pflanze nicht vollkommen austrocknet. Auch während der kalten Tagen sollte ab und an mal gegossen werden.
Chrysanthemen
Nicht alle Chrysanthemen sind winterhart, achten Sie beim Kauf dieser Grabbepflanzung also darauf, dass Sie Blumen bekommen, die den kalten Temperaturen im November standhalten können. Da es die Pflanze zum Überwintern wirklich kühl braucht und Ihre Hauptsaison zwischen September und Dezember liegt, ist sie als Pflanze zu Allerheiligen ideal. Während Sie im Sommer viel Wasser braucht, muss im Winter lediglich darauf geachtet werden, dass sie nicht austrocknet.
Die Chrysanthemen mögen es hell. Allerdings ist die pralle Sonne nichts für sie, und auch zu dunkel sollte es nicht sein. In einem zu warmen oder dunklen Klima wird sie schnell für Schädlinge anfällig.
Video: Grabpflege, Grabbepflanzung und Grabschmuck zu Allerheiligen
In dem folgenden Video bekommen Sie noch einmal anschaulich erklärt, was Sie für die Grabpflege und Grabbepflanzung zu Allerheiligen alles wissen müssen. Unter anderem werden Sie auch einige der oben genannten Pflanzen und Blumen wiederfinden.
Anleitungen und Tipps zur Grabpflege an Allerheiligen.
Weiterführende Links
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Bildnachweis
Titelbild: © Hartmut910 / pixelio.de
Bodenpflege: © Grey59 / pixelio.de
Grabgesteck: © R. B. / pixelio.de
Grablichter: © / pixelio.de
Stiefmütterchen: © Gerda Bruske / pixelio.de
Schwarze Stiefmütterchen: © Claudia Hautumm / pixelio.de
Erika: © Christoph Anzenhofer / pixelio.de
Calluna: © Brigitte Heinen / pixelio.de
Chrysanthemen: © Cekora / pixelio.de; © Michael Fink / pixelio.de; © Peter Behrens / pixelio.de











