Gingko: Der ewige Baum mit Heilkraft

Wegen der fächerförmigen, lang gestielten Blätter sieht der Ginkgo wie ein Laubbaum aus. Aus botanischer Sicht gehört er aber nicht zu dieser Pflanzengruppe, denn er entstand schon viele Millionen Jahre bevor sich die ersten Laubbäume überhaupt entwickelten. Wer in einem Pflanzenkatalog blättert, wird den Ginkgo deshalb auch nicht immer bei den Laubgehölzen finden, sondern bei den Nadelgehölzen, denen er botanisch näher steht.

Ginkgobaum

Ginkgo: Herkunft und Verbreitung

Geschichte des Gingko-Baums auf der ganzen Welt

Nachdem der Ginkgo wegen der Eiszeiten in Europa ausgestorben war, gelangte er um 1730 aus dem fernen Osten wieder in die hiesige Region zurück. Sein eigenwilliges Erscheinungsbild und das damals große Interesse an neuen, exotischen Pflanzen führten dazu, dass dieser Baum schnell Furore machte und gerne in herrschaftlichen Gärten gepflanzt wurde.

Auch in Künstlerkreisen fand der Ginkgo wegen seiner einzigartigen, wie Fächer geformten und markant geaderten Blätter viel Beachtung. Das Ginkgo-Blatt wurde deshalb im Jugendstil oft als Ornament verwendet; es fand sich auf Hausfassaden und diente als Vorlage für Schmuckstücke.

Ginkgoblatt

"Goethebaum": Ein Baum mit vielen Namen

Goethe, der große deutsche Dichter und Gelehrte, hat dem Ginkgo im Jahr 1815 ein Gedicht gewidmet, das den Bekanntheitsgrad dieses Baumes erheblich steigerte. Daher ist es auch naheliegend, dass ein Museum, das sich mit all den spannenden Facetten des Ginkgos befasst, in der Goethestadt Weimar gegründet wurde.

Johann Wolfgang von Goethe: Ginkgo biloba

Ginkgo biloba - Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe zum Ginkgo-Baum

Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.

Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Daß man sie als eines kennt?

Solche Frage zu erwidern,
Fand ich wohl den rechten Sinn;
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich eins und doppelt bin?

(Johann Wolfgang von Goethe, 1815)

Ginkgo, Ginko, Ginkyo...

Der Ginkgo ist ein Baum mit vielen Namen. Sogar die Schreibweise ist variabel, denn seit der Rechtschreibreform ist auch die Variante „Ginko" zulässig. Botanisch heißt dieser Baum mit vollem Namen Ginkgo biloba. Der Gattungsname Ginkgo geht zurück auf eine fehlerhafte Übersetzung von Ginkyo aus dem Japanischen für Gin = Silber und für kyo = Aprikose, denn die Früchte der weiblichen Ginkgos ähneln Mini-Aprikosen. Die Bezeichnung biloba bezieht sich auf die Zweilappigkeit der Blätter.

Darüber hinaus hat der Ginkgo noch viele andere Namen wie Mädchenhaarbaum, Goethebaum, Goldfruchtbaum, Weltenbaum, Chinesischer Tempelbaum, Silberaprikose und - wegen der besonderen Blattform - auch Elefantenohr- und Entenfußbaum. Der Ginkgo ist auch unter dem Namen Jahrtausendbaum bekannt, denn zum Jahrtausendwechsel wurde ihm eine besondere Ehre zuteil: Er erhielt den Ehrentitel „Baum des Jahrtausends", unter anderem wegen seiner beeindruckenden Vergangenheit und seines großen Potentials für die Zukunft.

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Weiterführende Informationen

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Quellennachweis

Alle Texte: PdM


Bildnachweis
1. "Ginkgobaum": © Franz Koerner / www.pixelio.de
2. "Ginkgoblatt": © Kurt F. Domnik / www.pixelio.de
3. "Johann Wolfgang von Goethe: Ginkgo biloba": © Johann Wolfgang von Goethe, Goethe Ginkgo Biloba / Wikimedia Commons, Lizenz: Gemeinfrei

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