Allerheiligen: Grabpflege und Grabbepflanzung

Allerheiligen ist der traditionelle Tag am 1. November, an denen allen Heiligen und Märtyrern gedacht wird. Zu ihrem Gedenken feiert diesen Tag mit traditionellen Seelenlichtern. An Allerseelen, am 2. November, legen die Menschen dann zum Gedenken ihrer Verstorbenen festliche Blumengestecke an den Gräbern nieder und zünden Grablichter an. Dieser Gedenktag gilt all jenen, um deren Heiligkeit nur Gott weiß.

Allerheiligen

Im Laufe der Zeit wurde Allerheiligen zu einem Gedenktag an alle Verstorbenen. Oft suchen Hinterbliebene an diesem Tag die Friedhöfe auf und schmücken die Gräber der Verwandten und Freunde mit neuer Bepflanzung.

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, welche Pflanzen sich für eine geschmackvolle und würdevolle Grabbepflanzung eignen, geben Ihnen Tipps zur Grabpflege und zeigen Ihnen die Bräuche der beiden Feiertage am 1. und 2. November.

Grabpflege: der Boden zu Allerheiligen

Eine gezielte Auflockerung sorgt für Wachstum und gute Wasserdurchlässigkeit
Grabpflege zu Allerheiligen

Achten Sie auf einen luftigen, fruchtbaren und wasserdurchlässigen Boden, da die meisten Pflanzen, die in den kalten Jahreszeiten gefragt sind, genau diese Bodenbeschaffenheit zu schätzen wissen. Je nach Pflanzen- und Blumenarten kann es sinnvoll sein, eine handbreit Torf auszulegen, bevor Sie mit der Bepflanzung beginnen. Falls sich in der Nähe des Grabs Bäume befinden, dann achten Sie bitte darauf, dass Sie beim Entfernen des Laubs keine bereits bestehenden Pflanzen beschädigen. Gerade auf einem gepflegten Grab fällt jedes einzelne Blatt sofort auf. Gehen Sie aber trotz allen Enthusiasmus nicht allzu forsch bei der Laubbeseitigung vor.

Als gute Winterabdeckung haben sich Tannenzweige erwiesen. Damit sorgen Sie nicht nur dafür, dass der Grabboden vor direkter Frosteinwirkung geschützt ist, sondern geben dem Grab auch entsprechend der Jahreszeit die passende Optik.

Allerheiligen-Tradition: Das Gesteck

Blumengesteck zu Allerheiligen
Grabpflege: Trockengesteck zu Allerheiligen

Das Gesteck, oder auch Trockengesteck genannt, ist zu Allerheiligen ein absoluter Klassiker auf unseren Friedhöfen. Es gibt Gestecke in nahezu allen Formen und Größen, auch preislich gehen die Spannen sehr weit auseinander.

Der Vorteil eines Gestecks ist, dass Sie sich damit ein abwechslungsreiches, geschmackvoll komponiertes und farbenprächtiges Dekorationsutensil auf das Grab legen, das keiner weiteren Pflege mehr bedarf. Kein pflanzen, graben oder buddeln: Sie kaufen das Gesteck beim Floristen und legen es einfach aufs Grab. Und wenn es von den Witterungseinflüssen in Mitleidenschaft gezogen wird, lässt es sich schnell und leicht wieder entsorgen und durch ein neues Trockengesteck ersetzen.

Bevor Sie sich in der Friedhofsgärtnerei ein Trockengesteck kaufen, sollten Sie vielleicht grob den Platz ausmessen, der dafür zu Verfügung steht. Denn wie gesagt: Die Auswahl ist groß und man verliert ob des hervorragenden Angebots leicht den Überblick.

Grablichter und ihre Bedeutung

Grablichter zu Allerheiligen und Allerseelen

Neben einem Gesteck gehören zu Allerheiligen und Allerseelen brennende Kerzen auf dem gepflegten Grab. Ob in edlen Laternen aus schwerer Bronze oder als einzelne Lichter auf den Grabplatten: Der natürliche Glanz der Seelenlichter sorgt für eine feierliche Stimmung, die durch kein anderes Element auf den unzähligen Gräbern hervorgerufen wird. Der einzige Nachteil ist, dass die Flammen bei starkem Wind schnell erlöschen. Wenn die Wetteraussichten für Allerheiligen also mit Windböen gesegnet sind, sollten Sie Kerzen mit einer geschützten Flamme oder einem breiten Docht verwenden. Stellen Sie Ihre Grabkerze dagegen in eine windgeschützte Laterne, so spielt das Wetter keine Rolle. Daneben sind Grablichter mit Deckel erhältlich, in denen die Flamme wetterunabhängig brennen kann.

Die Lichter haben bei diesem Brauch verschiedene Bedeutungen: Zum einen symbolisieren sie das Seelenlicht, das den Seelen der Verstorbenen den Weg zu ihrem Körper weist, andererseits wurzelt das Anzünden von Kerzen in dem alten Aberglauben, das Licht vertreibe böse Geister und diene als Grenze zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten. Zugleich stehen die christlichen Feiertage für die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens, bevor mit der Adventszeit und dem Heiligabend der Kreislauf von Neuem beginnt.

Die richtige Grabbepflanzung

Zu Allerheiligen kommt es auf die richtige Grabbepflanzung an. Dabei spielt hier nicht nur die traditionelle Ästhetik eine Rolle, denn schließlich dürfen die Blumen bei den ersten Temperaturstürzen nicht gleich eingehen. Winterharte Pflanzen sind gefragt, und im folgenden Teil werden wir Ihnen einige vorstellen.

Robuste Schönheit: Das Stiefmütterchen

Stiefmütterchen sind robust und pflegeleicht

Das Stiefmütterchen kommt aus der Familie der Veilchen und besticht durch eine farbintensive Blütenpracht, die sich dank vieler Kreuzungen und Züchtungen durch viele Colorationsspektren ziehen. Ursprünglich als Ackerunkraut bekannt, ist das Stiefmütterchen als Grabbepflanzung äußerst genügsam, wobei das sogenannte Hornveilchen ein besonders robuster Vertreter der Art ist. Es blüht das ganze Jahr über, kommt mit wenig Wasser aus und steckt extrem nasse wie auch trockene Perioden locker weg. Soll das Blühen aber unterstützt werden, empfiehlt es sich, den Boden leicht feucht zu halten.
Der Halbschatten ist das Lichtverhältnis, in dem sich das Stiefmütterchen zu Hause fühlt. Allerdings können sich die Pflanzen auch an die pralle Sonne gewöhnen, was sie äußerst flexibel macht. Auch das Düngen wird schnell überflüssig, da der Nährstoffverbrauch der Pflanze sehr niedrig ist. Mit einer durchschnittlichen Höhe von 15 Zentimetern ist das Stiefmütterchen auch eine sehr kleine Pflanze, daher muss hier auch kein Wachstum unterstützt werden.

Erika als Grabbepflanzung
Erika als Grabbepflanzung zu Allerheiligen

Erika

Die Erikas, oder auch Heidekräuter, gehören zu den Heidekrautgewächsen und werden in ihrer Vielfalt auf ungefähr 860 Arten geschätzt. Der November ist der Monat der Erika schlechthin; jetzt beginnt die Pflanze zu blühen und behält ihre Farben bis in den Mai hinein. So schön die Erika auch ist, so anspruchslos ist sie dafür auch in der Pflege und daher eine dankbare Lösung für alle, die aus zeitlichen Gründen der Grabpflege nicht allzu häufig nachkommen können. Und auch wenn Sie keinen grünen Daumen haben, werden Sie die Pflanze lange halten können.

Die Erika bevorzugt einen eher lockeren Boden, weswegen die Graboberfläche hier ein geeigneter Standort ist. Eine 15 Zentimeter starke Schicht aus Torf genügt, um dem winterharten Farbteppich ein wohliges Zuhause zu geben. Für beste Ergebnisse sollten Sie das Heidekrautgewächs schon im September oder Oktober pflanzen.

Calluna

Die Calluna wird am besten schon im Spätsommer gepflanzt und erweist sich größtenteils als frostverträglich, weswegen sie nicht nur für das Grab, sondern auch für den Garten, die Terrasse oder für den Balkon bestens geeignet ist. Die torfhaltige und durchlässige Erde ist ihr Metier und als Liebhaberin von sonnigen Plätzen eignet sie sich bestens für die Grablage fernab schattiger Bäume.

Achten Sie aber darauf, dass die Pflanze nicht vollkommen austrocknet. Auch während der kalten Tagen sollte ab und an mal gegossen werden.

Chrysanthemen

Nicht alle Chrysanthemen sind winterhart, achten Sie beim Kauf dieser Grabbepflanzung also darauf, dass Sie Blumen bekommen, die den kalten Temperaturen im November standhalten können. Da es die Pflanze zum Überwintern wirklich kühl braucht und Ihre Hauptsaison zwischen September und Dezember liegt, ist sie als Pflanze zu Allerheiligen ideal. Während Sie im Sommer viel Wasser braucht, muss im Winter lediglich darauf geachtet werden, dass sie nicht austrocknet.

Die Chrysanthemen mögen es hell. Allerdings ist die pralle Sonne nichts für sie, und auch zu dunkel sollte es nicht sein. In einem zu warmen oder dunklen Klima wird sie schnell für Schädlinge anfällig.

Chrysanthemen zu Allerheiligen

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Weiterführende Informationen

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Bildnachweis
1. "Allerheiligen" © Hartmut910 / Pixelio
2. "Grabpflege zu Allerheiligen" © Grey59 / Pixelio
3. "Grabpflege: Trockengesteck zu Allerheiligen" © R. B. / Piexelio
4. "Grablichter zu Allerheiligen und Allerseelen": Bolsius, Guetezeichen-Kerzen
5. "Stiefmütterchen" Anelka, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay
6. "Erika als Grabbepflanzung an Allerheiligen" Hans, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay
7. "Chrysanthemen zu Allerheiligen" © Cekora / Pixelio
8. "Rosa Chrysanthemen" © Michael Fink / Pixelio
9. "Rote Chrysanthemen" © Peter Behrens / Pixelio

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