Gespinstmotten

Wie verschiedene Läuse und Rüsselkäfer, ernähren sich auch die Larven der Gespinnstmotte von Pflanzensäften und -teilen und überziehen dabei nach und nach die ganze Pflanze mit einem feinen Gespinst, in dem sie leben und gedeihen. Da die Schädlinge zunächst sehr klein sind, bemerkt man sie meist erst durch ihre Spinnereien und sollte sofort Gegenmaßnahmen einleiten, da sie sehr hartnäckig sein können und zum Kahlfraß führen.

Gespinstmottenbefall

Das Leben der Gespinstmotte

Die kleine Gespinstmotte zählt zu den Nachfaltern. Ihre Flügel sind ca. 2 cm lang und weiß – die zahlreichen schwarzen Punkten erzielen die charakteristische Flügelgestaltung der Gespinstmotte, sodass sie leicht erkannt und vertrieben werden kann.

Der Nachfalter beginnt seinen Flug von Juli bis August nach Sonnenuntergang. Jetzt sucht der weibliche Schmetterling nach optimalen Futterpflanzen für seine Nachkommen. Ist eine solche gefunden, legt der Nachtfalter bis zu 50 Eier an einem Trieb ab und schützt das Eigelege mit einer aushärtenden Sekretschicht, unter der die geschlüpften Larven sicher überwintern.

Im Frühjahr werden schließlich zunächst die jungen Triebe und Knospen gefressen, bis ausgewachsene Raupen schließlich auch die Blätter befallen. Bei einem starken Befall wird der Baum im Juni komplett eingesponnen und kahlgefressen. Dennoch übersteht die Pflanze einen Befall unbeschadet und treibt im nächsten Jahr wieder aus. Ende Juni verpuppen sich die gestärkten Raupen innerhalb der Gespinste, bis sie schließlich als Schmetterling schlüpfen und der Kreislauf wieder von vorne beginnt.

Raupen leben und fressen im Gespinst.
Gespinst mit Raupen
Der Nachtfalter hat schwarze Punkte.
Gespinstmotte

Gespinstmotte bekämpfen

Die Gespinste umspannen den Baum.
Befallener Baum

Ein Gespinstmottenbefall ist ein sicheres Zeichen für zu große Trockenheit und die beste vorbeugende Maßnahme ist es, sie durch ausreichend Feuchtigkeit abzuschrecken. Ausgiebiges Beregnen des Gartens und regelmäßiges Besprühen von Zimmer- und Topfpflanzen reicht meist schon aus, um die Nachtfalter fern- und so von einer Eiablage abzuhalten. Als mechanische Barriere haben sich Leimringe bewährt, um die Raupenwanderung zu unterbinden.

Sollten sich doch einmal Gespinstmottenlarven im Garten einnisten, sollte man zunächst umweltverträgliche Mittel anwenden. Mehrfaches Abspritzen und Gießen mit verdünntem Neemöl vertreibt die Plagegeister in der Regel. Brennnesseljauche funktioniert ebenfalls, riecht allerdings streng.

Bei einer ausgewachsenen Plage helfen nur noch handelsübliche Pflanzenschutzmittel, die jedoch auf der gesamten Pflanze ausgebracht werden müssen, was häufig nicht gelingt. Bester Schutz ist das Absammeln und Vernichten der Gespinste. Zudem werden herabgefallene Raupen aufgesammelt und venrichtet.

Tipp: Als Präventivmaßnahme haben sich Lockfallen mit Pheromonlockstoffen bewährt. Diese locken die weiblichen Nachtfalter an, während sie nach passenden Futterpflanzen zur Eiablage durch den Garten fliegen. In der Falle bleiben die Schädlinge an Klebefolien haften und verenden.

Steckbrief: Gespinstmotte

Beschreibung: Gespinstmotten sind Nachtfalter und legen ihre Eier an Pflanzentrieben ab. Die Larven sind gefräßige Schädlinge.

Nahrungsquelle: Pflanzenblätter und Knospen

Symptome: Feine Gespinste, die die gesamte Pflanze umgeben können.

Vorbeugung: Pflanzen regelmäßig beregnen oder besprühen; Gespinste samt Raupen absammeln und vernichten

Bekämpfung: Verdünntes Neemöl, Brennesseljauche, Pflanzenschutzmittel, Lockfallen für Nachfalter

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Bildnachweis
1. "Gespinstmotte" (Originalbild): 422737, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay
2. "Gespinst" (Originalbild): Alois Grundner (alsen), Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay
3. "Gespinstmotte Nachtfalter" (Yponomeuta cagnagella) von Donald Hobern (dhobern), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
4. "Gespinstmottenbefall" (Originalbild): WikimediaImages, Lizenz: CC0 1.0 / Pixabay

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