Schnecken

Schnecken gehören zu den gefräßigsten Schädlingen im Garten. Während Gehäuseschnecken sich eher von lebenden Pflanzen fernhalten und sich mit toten Pflanzenteilen begnügen, können Nacktschnecken über Nacht für einen Kahlschlag im gesamten Garten sorgen. Zur Dämmerung und bei feuchter Witterung sind die kriechenden Schädlinge am liebsten unterwegs: Sie erkennen den Übeltäter leicht an der Schleimspur und den Kothäufchen, die er am Tatort hinterlässt.

Nacktschnecken

Nacktschnecken natürlich bekämpfen

Nacktschnecken sind besonders zu frühen Abendstunden und im Morgengrauen im Garten zu finden. Wenn Sie Ihre Gartenpflanzen auf eine natürliche Weise schützen möchten, sollten Sie sich zur Dämmerung auf Schneckenjagd begeben und die Schädlinge in einer Box einsammeln. Anschließend werden die Tiere in unbewohnten Gebieten wieder ausgesetzt, wo sie keine Zierpflanzen beschädigen können und dennoch ausreichend Nahrung finden.

Ebenfalls wirksame Mittel gegen Schnecken sind sogenannte Schneckenzäune. Diese Methode wirkt durch ein gezieltes Abschirmen der Pflanzen, sodass sie vor den gefräßigen Nacktschnecken bestmöglich im Beet geschützt sind. Schneckenzäune werden rund 10 cm tief eingegraben und sollten mindestens ebenso hoch sein. Damit der Zaun ein unüberwindbares Hindernis für die kletternden Schnecken bleibt, muss er sauber gehalten werden und es dürfen keine Pflanzenteile außen überhängen. Zudem hilft eine überstehende Kante am oberen Rand, die Schnecken nicht überwinden können.

Schneckenkragen werden hingegen nicht um das Beet herum aufgestellt, sondern über einzelne Pflanzen, etwa Salatköpfe oder Setzlinge, gestülpt. Auch sie verfügen über eine unüberwindbare Oberkante, sodass die Nutz- und Zierpflanzen optimal vor Nacktschnecken geschützt sind und dennoch ausreichend Sonnenlicht und Nährstoffe aufnehmen können.

Schneckenfallen und Schneckenkorn

Schneckenkorn tötet Schnecken.
Blaues Schneckenkorn

Wenn die Schneckenplage im Garten durch natürliche Mittel nicht mehr zu bewältigen ist, können Sie zu Schneckenkorn oder Schneckenfallen greifen.

Spezielle Schneckenfallen enthalten Lockstoffe, die Schnecken anziehen sollen. Häufig werden diese Fallen einfach mit Bier gefüllt, dessen süßer Geruch auf Schnecken anziehend wirkt. Die Schneckenfallen werden in gefährdete Beete gesetzt: Wenn die Schnecken in die Falle stürzen, können sie an den steile Wänden nicht mehr hochklettern und am nächsten Tag mühelos entsorgt werden.

Blaues Schneckenkorn hingegen enthält Giftstoffe und tötet die Schnecken gezielt ab. Das Ungeziefervernichtungsmittel wird im Gartenbeet ausgebracht und durch die Schädlinge oral aufgenommen, wodurch die Tiere verenden. Alternativ können Sie auf Schneckenkorn mit Kontaktwirkung zurückgreifen: Berührt die Schnecke das kleine Korn, wird der Giftstoff über die Schleimhaut aufgenommen.

Achtung im Umgang mit Giftstoffen im Garten

Dennoch müssen Sie als verantwortungsbewusster Gärtner beachten, dass auch andere Tiere Schaden nehmen können, wenn Sie Schneckenkorn im Garten ausbringen. Haustiere und Wildtiere können die blauen Körner fressen und schwere Vergiftungen erleiden – auch neugierige Kleinkinder können sich von den bunten Perlen angesprochen fühlen und sie berühren oder in den Mund nehmen. Zudem stehen Weinbergschnecken unter Naturschutz und dürfen nicht bekämpft werden.

Bodenaufbereitung als Schneckenschutz

Schneckeneier bekämpft man am besten bereits im Herbst.
Schneckeneier

Wer bereits präventiv handeln möchte, sollte den Gartenboden aufbereiten, denn dünn gemulchte und lockere Böden halten Schnecken fern. Sollten bereits Schnecken im Beet sein, werden sie gründlich abgesammelt –  morgens und bei feuchtem Wetter ist die Erfolgsquote am höchsten. Legen Sie flache Bretter aus, diese bieten den Schnecken einen Unterschlupf und das Einsammeln wird erleichtert.

Nach der Eiablage im Herbst wird der Boden nochmals gut aufgelockert, sodass der erste Frost die Eier zerstört, die die Schnecken im Boden abgelegt haben.

Tipp: Wer Hühner oder Laufenten im Garten hält, braucht sich um die Schneckenbekämpfung nicht zu kümmern.

Steckbrief: Schnecken

Beschreibung: Nacktschnecken sind Schneckenarten mit zurückgebildetem Schneckenhaus, das häufig noch als rudimentäres Kalkdepot im Inneren der Schnecke vorhanden ist.

Nahrungsquelle: Nacktschnecken gelten als Allesfresser und können die meisten Pflanzen befallen.

Symptome: Angenagte bis ganz abgefressene Blätter, Schleimspuren und Kotkrümel.

Vorbeugung: Lockerer, gemulchter Boden; Schneckenzäune; Salathauben; natürliche Fressfeinde im Garten (Hühner, Laufenten, Igel, Maulwürfe, Amseln, Frösche, Kröten, Blindschleichen, Laufkäfer, Hundertfüßler)

Bekämpfung: Bekämpfung der Eier durch Lockerung des Bodens vor dem ersten Frost; chemische Schneckenbekämpfung durch Schneckenkorn; Absammeln der Schädlinge in der Dämmerung

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Bildnachweis
1. "Nacktschnecken": © M. Großmann / pixelio.de
2. "Schneckenkorn" (Schneckenkorn2) von Kingzsize, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
3. "Schneckeneier": © A. Kern / pixelio.de

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