Unkrautbestimmung: So erkennen Sie die unterschiedlichen Wildpflanzen

Unkraut ist in der Regel nicht erwünscht und jeder Hobbygärtner ärgert sich über die wachsenden Wildpflanzen. Doch man kennt nur einige wenige Sorten, obwohl man die wichtigsten Kräuter relativ leicht selber bestimmen kann. Hilfe bietet auch ein Unkrautbestimmungsbuch. Denn nur wer wirklich weiß was in seinem Garten gedeiht und wächst, der kann es auch richtig bekämpfen. 

 

Wir zeigen Ihnen die häufigsten und wichtigsten Wildkräuter, die in Ihrem Garten wachsen:

Löwenzahn

Löwenzahn

Der Löwenzahn, auch umgangssprachlich Pusteblume genannt, gehört zu den häufigsten Unkräutern auf Wiesen und Blumenbeeten. Dieser Vertreter der mehrjährig krautigen Pflanzen, kann eine Wuchshöhe von bis zu 40 cm erreichen. Gerade bei Kindern ist diese Blume sehr beliebt, denn sie erfreuen sich an den lustigen fliegenden Samen und verbreiten die Pflanze so noch mehr in den heimischen Gärten. Doch nur die wenigsten Hobbygärtner wissen, dass der Löwenzahn eine außergewöhnliche Heilpflanze ist.

Giersch

Giersch

Besonders unbeliebt ist der Giersch. Diese Pflanze breitet sich sehr schnell aus und verdrängt nahezu alle anderen Pflanzen in der Umgebung. Diese krautige Pflanze kann eine Wuchshöhe von bis zu 1 Meter erreichen und durch ihre schnelle Ausbreitung können einzelne Ausläufer ganze Kolonien bilden. Keine andere Pflanze ist so hartnäckig und wiederstandsfähig wie der Girsch. Sie verbreitet sich nicht nur durch die Samen, sondern auch durch Kriechtriebe in der Erde. Daher ist eine Bekämpfung oft mühselig und mit viel Aufwand verbunden und bringt viele Gartenbesitzer zur Verzweiflung. Aber auch dieses Unkraut wird als Heilpflanze verwendet und unterstützt die Behandlung bei Rheuma, Arthritis und Gicht. Auch in der Ernährung ist Giersch beliebt. Diese vitaminreiche Pflanze kann im Salat oder als Gemüse gegessen werden und erinnert an Spinat oder Petersilie. Wenn man einmal auf den Geschmack gekommen ist, freut man sich über den reichlichen Bestand im eigenen Garten.

Brennnesseln

Brennnesseln

Diese Pflanze ist durch ihre schmerzenden Brennhaare unverwechselbar und fast jeder hat in seinem Leben bereits Bekanntschaft mit dieser Pflanze gemacht. Die juckenden und kleinen Beulen brennen eine kurze Zeit, sind aber in der Regel ungefährlich. Außer bei Allergien sollten Sie vorsichtig sein. Dieses Wildkraut ist allgegenwärtig und fast überall zu finden. Je nach Standort und Nährstoffsituation kann diese Pflanze bis zu 150 cm Wuchshöhe erreichen. Die Brennnessel wird auch "rotes Feuer" genannt und ist durch ein anspruchsloses Leben in der ganzen Welt verbreitet. Bereits vor hunderten Jahren wurde die Brennnessel als Pflanze mit vielen heilenden Kräften verwendet. Heute wird diese Pflanze als Unkraut bezeichnet und findet nur Beliebtheit in biologischen Gärten. Fast die ganze Brennnessel kann als Frühjahrsgemüse in Salaten oder anderen Gerichten gegessen werden. Besonders beliebt ist die Brennnesselsuppe und natürlich der Brennnesseltee, aber auch als besonderes Highlight im Spinat oder anderen Gemüsesorten ist die Brennnessel eine beliebte Beigabe.

Gänseblümchen

Gänseblümchen

Gänseblümchen gehören zu den schönsten Wildblumen und stören den Gartenbesitzer nicht so sehr wie andere Wildpflanzen. Die weißen, rosannen, bis hellblauen Blüten wachsen von März bis November und können eine Wuchshöhe von 15 cm erreichen. Kinder sammeln sie, stecken die kleinen Blüten zusammen und basteln sich daraus Ketten und Armbänder. Doch nicht nur für das Auge sind diese schönen Wildblumen geeignet. Sie gelten ebenfalls als Heilpflanzen und sind in kleinen mengen essbar.

Klee

Klee

Das vierblättrige Kleeblatt soll dem Finder Glück bringen. Viele Menschen suchen daher mit viel Ausdauer Wiesen ab, auf dem der Klee ungehindert wächst. Doch findet man den Klee im eigenen Garten, ist man meistens nicht so glücklich. Denn Klee ist für den Rasen schädlich und verdrängt ihn Stück für Stück. Diese Bodenpflanze ist sehr weit verbreitet und vermehrt sich schnell. So bleibt dem Gartenbesitzer meistens keine andere Möglichkeit als schnell zu handeln. Jedoch assoziieren die meisten Menschen mit einem Kleeblatt Glück, Liebe und den Beginn des Frühlings. So wird das Kleeblatt noch lange eine Glücksbringer für den Finder sein und ein ungebetener Gast für den Gartenbesitzer.

Weiterführende Informationen

Weiter zum nächsten Thema: Nutzkräuter

Zurück zum Thema: Unkraut im Rasen: Die richtige Rasenpflege bei Wildpflanzen

Zurück zum Oberthema: Unkraut: Wildpflanzen bestimmen, bekämpfen und vorbeugen

Bildnachweis

Löwenzahn: Quelle: Wikipedia; Autor: Tekatarou

Giersch: Quelle: Wikipedia; Autor: Saxo

Brennnessel: Quelle: Wikipedia; Autor: Augiasstallputzer

Gänseblümchen: Quelle: Wikipedia; Foto: Alexmenk; Lizenz: Creative Commons by-sa 3.0 deKurz

Klee: Quelle: Wikipedia; Autor: Werner Seiler

Bildnachweis

Rasen

Alles rund um den grünen Teppich, von Rasensorten, über das Rasen anlegen bis zum richtigen Dünger, finden Sie hier.

Salatrauke

Ob großer Garten oder nur ein paar Kübel auf dem Balkon - Platz für ein Kräuterbeet ist fast überall.

Komposthaufen

Der beste Gartendünger ist selbstgemacht. Wir helfen beim Komposthaufen anlegen.

Düngen

Bei kaum einem Gartenthema wird so viel falsch gemacht: So düngen Sie jede Pflanze richtig.

Himalayabirke

Birken wachsen nicht nur schnell und sehen interessant aus, sie lassen sich auch anzapfen.