Orchidee: Pflege, Umtopfen und Tauchen

Cattleya warscewiczii
Orchideen

Orchidee: Allgemeines

Pflegeleicht und kostbar
Pinke Orchidee

Die Orchidee gehört zu der Familie der Knabenkräuter und gilt neben der Rose als Königin der Blumen. Kaum eine andere Blume gibt es in so vielen verschiedenen Formen und Farben wie die Orchidee: Blau-, Rot-, Gelb- oder Grüntöne, groß, klein, dick, dünn. Alles ist möglich.

Außer in der Antarktis gibt es sie auf jedem Kontinent, allein in Europa gibt es 240 verschiedene Arten.

Neben ihrer Funktion als Zier- und Schnittblume wird sie auch für Tee, Tabak, Parfum und für die Gewürzherstellung verwendet.

Orchideenpflege

Man sagt zwar, dass Orchideen pflegeleicht und umgänglich sind, aber es gibt dennoch einige Bedigungen, die Sie als Orchideenhalter erfüllen müssen.

Standort

Orchideen mögen keine Kälte. Achten Sie deshalb schon nach dem Kauf darauf, sie beim Transport nicht der eisigen Kälte auszusetzen.

Orchideen brauchen eine hohe Luftfeuchtigeit. Ein Platz auf einer schmalen Fensterbank direkt über der Heizung ist daher nicht für sie geeignet, denn diese schickt viel trockene Luft. Eine tägliche Erfrischung mit lauwarmen Wasser kann da aber schon helfen.

TIPP: Legen Sie einen nassen Schwamm als Unterlage in den Topf!

Ideal wäre ein Platz am West- oder Ostfenster: So stehen sie tagsüber nicht in der prallen Sonne, sondern bekommen nur die ersten bzw. letzten Strahlen am Morgen bzw. Abend ab.

Lassen Sie sich am besten ausgiebieg im Blumenfachhandel beraten, da Licht- und Temperaturverhältnisse die Art der Orchidee für Sie bestimmen.

Manche Orchideen, wie zum Beispiel die Odontoglossum-Arten können Sie im Sommer auch ohne Weiteres auf dem Balkon oder im Garten halten. Dort wachsen Sie dann sogar besser.

Orchideen tauchen und gießen

Gießen- ja oder nein?
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Der größte Feind der Orchidee ist die Fäulnis! Darum auf gar keinen Fall zu oft und zu viel gießen!

Gönnen Sie Ihrer Pflanze einmal die Wochen ein Vollbad in handwarmem Wasser. Lassen Sie sie eine Viertel Stunde vergehen, dann hat sie sich richtig vollgesogen. Diesen Vorgang nennt man Orchideetauchen.

Damit sich das Wasser nicht im Topf staut und keine Fäulnis ensteht, lassen Sie sie gut abtropfen und legen Sie vorsichtshalber ein paar größere Kieselsteine oder zusammengeknüllte Folie in den Topf. So kann das Wasser besser ablaufen.

Orchideendünger

Optimale Wirkung bei geringer Konzentration
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Beim Düngen besteht die Gefahr, die Wurzeln der Orchidee durch eine zu hohe Salzzufuhr zu verbrennen. Orchideen sind es von Natur aus gewöhnt, mit wenig Nährstoffen klarzukommen. In der freien Wildbahn wachsen sie an Bäumen und bekommen Nährstoffe nur aus altem Laub. Düngen Sie darum nicht zu oft. Alle 2-3 Wochen ist vollkommen ausreichend.

Halten Sie sich immer an die vorgegebe Konzentration, im Zweifelsfall immer etwas verdünnnen!

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Die wichtigsten Nährstoffe, die Orchideen brauchen sind Kalium, Magnesium, Phosphor, Stickstoff und Kalzium.

  • Kalium föördert die Widerstandskraft. Kaliummangel erkennt man einem plötzlichen Wachstumsstopp und and weichem Pflanzengewebe.
  • Magnesium unterstützt ein gesundes Wachstum und regt den Stoffwechsel an. Magnesiummangel erkenn man hellgrünen Blättern.
  • Phosphor sorgt für ein stetiges Wachstum der Wurzeln und der Blüten. Einen Mangel erkennt man an einer rötlichen Färbung der Blätter.
  • Stickstoff fördert das Wachstum der Wurzeln und der Triebe. Wenn die Blätter gelb werden, liegt ein eindeutiger Stickstoffmangel vor.
  • Kalzium regt die Zellvermehrung an und somit das Wachstum insbesondere der Wurzeln.

Orchideen umtopfen

Orchideen brauchen Substratboden
Torfgemisch

Orchideen und normale Blumenerde? Nein, das verträgt sich nicht. Orchideen benötigen einen speziellen Substratboden. Dieser ist meistens aus Torf, Styropor und Rinde zusammengesetzt und so besonders luftdurchlässig. Und das ist genau das richtige für die Luftwurzler.

Orchideen müssen, wie viele andere Pflanzen auch, im Abstand von zwei bis drei Jahren umgetopft werden. Für sie ist das besonders wichtig, dass sonst die Torf-Mischung verrottet.

Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist im Frühjahr, da sich dann die meisten Triebe entwickeln (oder bei manchen Arten auch im Herbst). Der Januar und der Oktober eignen sich auf Grund ihres Lichtmangels nicht zum Umtopfen, denn der Umzug in einen neuen Topf bedeutet ohnehin schon einen kurzen Wachstumstopp. Wenn dann in der Phase der Wurzelneubildung auch noch das Sonnenlicht fehlt, ist es schnell vorbei mit der Königin der Blumen.

Wählen Sie einen Topf, der etwa fünf Zentimeter größer ist als der alte. So können Sich die Wurzeln schön ausbreiten.

Orchideen schneiden

Ochideen müssen nicht oft geschnitten werden. Erst wenn die Blüten komplett verwelkt und  die Blätter abgestorben sind (erkennt man an einer bräunlich geleben Färbung der Blätter), sollte man über ein Beschneiden nachdenken. Ein voreiliges Schneiden schadet Ihrer Orchidee mehr, als das es ihr hilft.

Das zurückschneiden fördert die Blütebildung und lässt ihre Orchidee buschiger und voller werden.

3 Tipps:

  1. Immer nur verwelkte Stellen abschneiden. Niemals Grünes entfernen!
  2. Die Schere oder das Messer gut desinfizieren, um Pilzen, Viren und Bakterien vorzubeugen. Auch während des Zurückschneidens immer mal wieder mit Alkohol oder Spiritus abwaschen, vor allem nachdem Sie faulige Stellen gestutzt haben!
  3. Verwenden Sie eine geeignet Versiegelungspaste zum Schutz der Schnittstellen!

 

 

Assel
Hundertfüßler
Assel, Hundertfüßler und Schnecke schaden dem Substrat
Schnecke

Orchidee: Krankheiten und Schädlinge

Schädlinge an der Pflanze:

  • Spinnmilben: Stoßen ein Sekret aus, dass für die Auflösung der Zellmembran des Blattes zuständig ist. Folge: Blätter sterben ab.
  • Wollläuse: Schädigen die Blattader und geben Sekrete ab, die der Pflanze schaden
  • Wanzen: Sie saugen die Blätter aus. Diese werden dann trocken und fallen ab.
  • Dickmaulrüssler: Die Larven leben im Substrat und fressen die Wurzeln an. Das führt zu einem schnellen Absterben der Orchidee.
  • Weiße Fliegen: Sie sondern Sekrete ab, die ein idealer Nährboden für Pilze sind

Schädlinge im Substratboden:

  • Tausenfüßler: Sie beschleunigen die Zersetzung des Substrats. So können in kürzester Zeit die Wurzeln ersticken. Schnell umtopfen!!
  • Wurzelmilben: Sie fressen sich in die Wurzelkanäle. Dadurch können Pilze und Bakterien eindringen.
  • Springschwänze: Sind nur in Massen gefährlich, weil sie das Wurzelwerk angreifen.
  • Regenwürmer: Sie beschleunigen die Zersetzung des Substrats. So können in küzester Zeit die Wurzeln ersticken. Schnell umtopfen!!
  • Ohrenkneifer: Sie fressen die Blätter Ihrer Orchidee.

Also am besten regelmäßig das Innenleben und die Unterseite des Blumentopfes kontrollieren!!

Krankheiten

1. Fäulnis/ Schwarzfäule:

  • Symptom:Extremer Blätterabwurf
  • Ursache: Fäule entsteht durch übermäßiges Gießen, zu hohe Luftfeuchtigkeit oder zu wenig Frischluft.
  • Heilung: Vorbeugend sollten Sie immer darauf achten, dass das Wasser gut ablaufen kann und niemals zu lange im Topf bleibt. Wenn es schon zu spät ist, können Sie nur noch die befallenen Blätter oder Triebe vorsichtig abschneiden und die Orchidee unter viel Frischluftzufuhr trocknen lassen. Wichtig: In dieser Zeit nicht gießen!! Wenn das Herz schon von Fäulnis befallen ist, hilft allerdings nur noch, sich von der Orchidee zu trennen.

2. Pilzinfektion/ Schwarzfleckenkrankheit

  • Symptom: Braune oder schwarze Flecken, die austrocknen und sich immer weiter ausbreiten.
  • Ursache: Zu hohe Luftfeuchtigkeit bei zu wenig Luftbewegung
  • Heilung: Befallene Blätter abschneiden, Luftfeuchtigkeit senken und für Durchzug sorgen.

3. Sonnenbrand

  • Symptome: Große, braune Flecken Auf Blättern und Stengel
  • Ursache: Zu viel direkt Sonneneinstrahlung
  • Heilung: Suchen Sie einen schattigeren Platz für Ihre Orchidee.

4. Orchideenviren

  • Symptome: Kleine ring- oder streifenförmig angeordnete Flecken
  • Ursache: Infektion durch nicht-desinfiziertes Messer beim Beschneiden.
  • Heilung: Fast nicht möglich. Das einziges, was Sie tun können, ist die Orchidee in Quarantäne zu halten, um andere Pflanzen nicht anzustecken!

Mini-Orchideen

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Miniorchideen

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Weiterführende Informationen

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Bildquellen

Orchideen: Quelle: Wikipedia; Autor: Larsen Twins Orchids

Orchidee: Quelle: Wikipedia; Autor: Edgar

Torfgemisch: Quelle: Wikipedia; Autor: Elke Freese

Assel: Quelle: Wikipedia; Autor: Arctanx

Schnecke: Quelle: Wikipedia; Autor: Mussklprozz

Hundertfüßler: Quelle: Wikipedia; Autor: S.E. Thorpe

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