Pflanzenlexikon - Das große Gartenlexikon der Pflanzennamen

Fichte

Serbische Fichte

© Heike Hering / www.pixelio.de

Fichten haben in der Regel spitze, vierkantige Nadeln. Eine Fichte ist eindeutig erkennbar. Wenn Sie eine Nadel abreißen, dann löst sich gleichzeitig ein Stück der Rinde. Es geht hierbei um eine anspruchsvolle Pflanze, die stets ausreichend mit Wasser versorgt sein will. Das Wurzelwerk der Fichte ist flach und dicht. Das bedeutet, das Pflanzgefäß muss mindestens eine Breite von 30 cm aufweisen. Für die Balkonbepflanzung eignen sich Zwergformen, die es in vielen verschiedenen Formen gibt. Besonders beliebt ist Picea abies 'Echiniformis', die Igelfichte. Die Pflanze wächst äußerst langsam. Sie trägt gelb- bis graugrüne, etwa 15 cm lange Nadeln und bildet in 30 Jahren ein Kissen von etwa 20 cm Höhe und 40 cm Breite. Erwähnenswert sind Picea abies 'Nidiformis', die Nestfichte; Picea abies 'Pulila Glauca', die Zwergfichte; Picea abies 'Pygmaea', die Gnomenfichte. Die Rotfichte (P. abies = excelsa) ist eine unserer bedeutendsten Forstpflanzen. Auch für den Garten wurden viele verschiedene Formen gezüchtet. Neben der heimischen Art gibt es noch eine ganze Reihe beliebter ausländischer Gartenfichten, wie z.B. die Serbische Fichte (P. omorika), die Kaukasusfichte (P. orientalis), die Stechfichte (P. pungens) und die Zuckerhutfichte (P. glauca »Conica«).


Name Lat:
Picea
Pflanztipp:
Schon beim Pflanzen daran denken: Fichten versauern durch ihre Nadeln den Boden. Es gibt daher kaum Pflanzen, die als Unterwuchs geeignet sind.
Standorttipp:
Fichten sind anspruchsloser als Tannen, aber nicht so genügsam wie Kiefern. Sie mögen luftfeuchte Plätze und feuchtfrische, nahrhafte, schwach saure Rhododendronerde – der Boden darf nicht zu trocken sein. Fichten sind als Flachwurzler wenig standfest und kippen an windigen Plätzen leicht um. Die Pflanze reagiert empfindlich auf trockenes, smogreiches Innenstadtklima.
Pflegetipp:
Die Fichte sollten Sie regelmäßig, aber mäßig gießen. Trockenheit verkraftet die Pflanze nicht, ebenso wenig stauende Nässe. Ab dem zweiten Kulturjahr sollten Sie die Fichte alle 2 Wochen mit einem Koniferendünger nähren. Die Fichte eignet sich für sehr hohe Formhecken und kann regelmäßig geschnitten werden.
Vermehrung:
Vermehrung: Bei den Kulturformen läßt sich die Pflanze nur durch Stecklinge vermehren, weil die Anzucht aus Samen mehrere Jahre dauert.
Pflanzendoktor:
An warmen, lufttrockenen Plätzen werden die Fichten sehr leicht ein Opfer der Roten Spinne. Das sogenannte »Omorikasterben« der Serbischen Fichten ist unter anderem auf Magnesiummangel im Boden zurückzuführen. Als Gegenmaßnahme wird oft Bittersalz (Magnesiumsulfat) empfohlen. Durch eine Anwendung von Bittersalz kann es aber zu einem Kalimangel im Boden kommen. Man sollte lieber einen Nadelgehölzdünger verwenden, der ausreichend Magnesium und Kali enthält.

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