Pflanzenlexikon - Das große Gartenlexikon der Pflanzennamen

Heide

© Thomas Max Müller / www.pixelio.de

Der Heidegarten hat auch im Balkon- und Kübelgefäß fast das ganze Jahr über Saison, vor allem, wenn Sie die Sortenvielfalt der Heidearten nutzen. Im Spätsommer haben die Baumschulen das größte Sortenangebot. Deshalb ist eine Pflanzzeit zwischen September und November empfehlenswert. Aber auch nach der ersten Blütenperiode im April/Mai kann Heide gepflanzt werden. Mit der Schnee- oder winterblühenden Heide ('Erica carnea'), die gelb- oder grünlaubig sein kann, beginnt und endet das Heidejahr. Sie blüht in den Farben Rosa, Violett oder Weiß.


Name Lat:
Erica
Blütezeit:
abhängig von der Art
Standorttipp:
Entscheidend für eine üppige Blüte mit intensiver Färbung ist bei allen Heidepflanzen ein sonniger, aber saurer Standort. Die englische Heide 'Erica x darleyensis' braucht eine sonnige, geschützte Lage. Ihre Farbpalette reicht von Weiß über Rosa bis Rot. Sie blüht von März bis Mai und kann eine Höhe von 35 cm erreichen. Im Wonnemonat Mai blüht dann die winterharte, weiße Maiglöckchenheide sowie die purpurne Moosheide. Von Mai bis Juni folgt die kleine, aber robuste und absolut winterharte Ährenheide. Ein paar Wochen später blüht die Dop- oder Glockenheide 'Erica tetralix', die einen feuchten Standort bevorzugt. Die Blütezeit dieser Erikasorten geht von Juni bis September. Sie blüht Weiß, Purpur, Rot und Rosa. Gleich darauf blüht in kräftigen Pastellfarben die Grau- und Comwallheide ('Erica cinerea'). Die Einzelblüten sind zwar klein, stehen aber sehr dicht in endständigen Trauben zusammen. Die Pflanzen sind gute Bodendecker und haben eine lange Blütezeit von Juli bis Herbst. Zum Schluss folgt noch die Erika aller Eriken, die behaarte Besenheide, botanisch Calluna vulgaris genannt. Im Handel sind mehrere hundert Sorten in den Blütenfarben von Weiß bis Purpur erhältlich.
Pflegetipp:
Das 15 cm tiefe Pflanzloch wird mit Torf und Sand aufgefüllt, denn Eriken brauchen zum Gedeihen einen sauren Boden mit einem pH-Wert von 3,8 bis 4,8. Das Torf-/Sandgemisch ist gleichzeitig ein guter Schutz gegen Staunässe, die von den meisten Heidepflanzen nicht vertragen wird. Gegossen wird nur mittelmäßig. Die Anpflanzung erfolgt in unregelmäßigen Anordnungen. Je nach Wüchsigkeit der Sorte brauchen Sie 7 bis 9 Pflanzen pro Quadratmeter. Nicht ganz winterharte Erikaarten, z.B. die englische Heide sowie die Comwall- oder Aschenheide erhalten im November einen Winterschutz. Wer nur wenige Pflanzen besitzt, schützt sie durch Fichtenzweige, die schräg und flach in den Boden gesteckt werden. Nicht empfehlenswert ist das Auflegen von Tannen- oder Fichtenreisig auf die Pflanzen, da hierbei die Heide leicht erstickt oder anfaulen kann. Ab April sollten Heidepflanzen sparsam gedüngt werden. Besonders gut hat sich dafür ein Gemisch aus Knochenmehl und Guano bewährt. Der Dünger wird rings um den Wurzelballen gestreut und eingearbeitet, damit die flachwachsenden Wurzeln nicht beschädigt werden.
Vermehrung:
Durch Absenker im August oder durch 3 cm lange, halbverholzte Stecklinge, deren Blätter, soweit sie in die Erde kommen (gut 1 cm hoch), entfernt werden. Die Stecklinge brauchen in den nächsten 6 Wochen eine Folienhaube als Verdunstungsschutz.

zurück zum Pflanzen-Lexikon

Wir zeigen Ihnen, was wann zu tun ist und geben Ihnen praktische Tipps für jeden Monat.

Gartenkalender

Wir haben eine umfangreiche Linksammlung für Sie zusammengestellt:
Pflanzenlexikon, Gartenliteratur, Gartenforen, Gartenblogs, Gartenshops.

Garten-Links

Zimmerpflanzen

Orchidee

Eine der schönsten und vielseitigsten Blumen ist die Orchidee. Nicht nur als Zierblume ist sie ein Tausendsassa.

Japanischer Garten

Streng und geradlinig, aber dennoch idyllisch: Hier erfahren Sie alles übers Zen-Garten anlegen.