Pflanzenlexikon - Das große Gartenlexikon der Pflanzennamen

Rhododendron

Rhododendron

Rhododendron (©pixelio.de|Karl-Heinz Liebisch)

Die Rhododendren stammen aus China, Japan, Tibet, sowie aus Teilen Indiens und Europa. Sie wurden in den letzten Jahren bei uns immer beliebter. Ganz grob kann man die Rhododendren in zwei große Gruppen einteilen: Die stärkerwüchsigen, großblumigen Rhododendren (Rh.-Catawbiense-Hybriden, Rh.-Yakusimanum-Hybriden u.a.) kann man ihrerseits in größere (bis 4 m) und kleinere (bis 1,50 m) Arten, in frühblühende (Ende April/Anfang Mai) und spätblühende (Mitte Mai - Anfang Juni), in robustere und frostempfindlichere einteilen. Die häufigsten Blütenfarben sind weiß, rosa, lila, rot, violett und zweifarbig. Gelbblühende Sorten sind in der Regel recht frostempfindlich. Zu den Zwergrhododendren gehören die scharlachrotblühenden (Mai) Rh.repens-Hybriden (bis 60 cm), die völlig harten Sorten des kleinen, blauviolett blühenden (April, Mai) Rh. impeditum, die Rh.-Williamsianum-Hybriden in vielen schönen Farben und die Alpenrosen. Der Almrausch (Rh. hirsutum) kommt aus den Kalkalpen und verträgt Kalk im Boden. Er kann daher nicht zu den Moorbeetpflanzen zählen. Die Rostblättrige Alpenrose (Rh. ferrugineum) dagegen liebt saure Böden. Eine außergewöhnliche Blütezeit kennzeichnet die Vorfrühlingsalpenrose (Rh. praecox), die schon im Februar oder März zu blühen beginnt. Die anderen Alpenrosen blühen von Juni - Juli.


Name Lat:
Rhododendron-Hybriden
Heimat:
Tibet, Japan
Blütezeit:
April - Mai
Standorttipp:
Grundsätzlich sollte der Rhododendron nur auf einem Boden wachsen, den er auch in seiner Heimat, den meist regenreichen Küstenregionen, vorfindet. Es geht hierbei um halbschattige bis schattige Lagen auf moorigem Untergrund. Das Pflanzloch sollte grundsätzlich doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Die Pflanze braucht eine spezielle Rhododendronerde, die mit Sand im Verhältnis 5 : 1 gemischt werden sollte.
Pflegetipp:
Der Rhododendron hat einen hohen Wasserbedarf, darf aber nur mit enthärtetem bzw. mit Regenwasser gegossen werden. Wenn Sie falsch düngen, kommt es zu Mangelerscheinungen in Form von Chlorose (Gelbsucht der Blätter). Die Pflanze sollte zweimal während der Vegetationszeit mit einem speziellen Rhododendrondünger versorgt werden. Herkömmliche Düngeprodukte enthalten in der Regel zuviel Kalk. Die säureliebende Moorbeet-Pflanze verträgt auch kein kalkhaltiges Substrat. Nach der Blüte sollte man die abgeblühten Blütenstände der Rhododendren ausbrechen, sodass sich kein Samen bilden kann. Das ist sehr wichtig für eine reiche Blütenbildung im nächsten Jahr.
Vermehrung:
Sie gelingt am besten durch Absenker. Das ist allerdings nur in großflächigen, eingebauten Balkonkästen möglich und für die Kübelkultur nicht zu empfehlen. In diesem Falle kann das Veredeln oder Abmoosen nach der Blüte empfohlen werden.

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