Akku-Säbelsäge Test 2018

Die besten Akku-Tigersägen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Akku-Säbelsäge ist ein Allround-Talent. Sie können mit der Akku-Säbelsäge Äste ebenso durchsägen wie Metall oder Gasbetonsteine.
  • Es handelt sich bei diesem Gerät um eine Elektrosäge, deren Sägeblatt sich kontrolliert vor- und zurückbewegt und dadurch viele verschiedene Materialien sägen kann.
  • Achten Sie beim Kauf auf eine für Ihre Zwecke ausreichende Schnitttiefe und ein nicht zu hohes Gewicht.

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Eine Akku-Säbelsäge ist das perfekte Gerät für ambitionierte Heimwerker, denn sie ist für verschiedene grobe Arbeiten vielseitig einsetzbar. Sie können mit diese Säge Holz, Kunststoff, Metall und sogar Mauerwerk bearbeiten. Auch zum Schneiden von Bäumen oder Hecken ist die Akku-Säbelsäge gut geeignet.

Diese handgeführte Elektrosäge kommt aber auch auf Baustellen zum Einsatz: Tischler und Zimmerer oder auch Sanitär- und Heizungstechniker nutzen das Gerät. Und Feuerwehr und technisches Hilfswerk haben häufig eine Akku Säbelsäge dabei, weil sich damit Autoblech gut schneiden lässt, um eingeklemmte Menschen zu befreien.

Wenn Sie sich also für die Anschaffung dieses Gerätes entschieden haben, ist dies auf jeden Fall eine gute Idee. Doch welche Säbelsäge ist die Richtige? Diese Entscheidung zu treffen, ist schon weitaus schwieriger.

Schließlich punkten die unterschiedlichen Modelle der verschiedenen Anbieter und Marken mit jeweils anderen Eigenschaften und Besonderheiten, wie unser Akku-Säbelsäge-Vergleich 2019schnell zeigt. Damit Sie die beste Akku Säbelsäge für sich finden, haben wir in dieser Kaufberatung zusammengefasst, worauf Sie achten müssen.

1. Wie die Akku-Säbelsäge arbeitet

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Die meisten Akku-Säbelsägen sind handlich.

Damit Sie sich für ein Gerät entscheiden können, ist es hilfreich, grundsätzlich zu verstehen, wie eine Säbelsäge mit Akku arbeitet. Das Gerät wird von einem Elektromotor angetrieben, der über einen Akku mit Strom versorgt wird und in dem Gehäuse verborgen ist.

Am vorderen Bereich befindet sich das säbelartige Sägeblatt, das zahlreiche, kleine Zähne hat. Der Motor treibt eine Steuerungsscheibe, den Exzenter, an. Mittels einer Pleuelstange kann diese die Drehbewegung des Motors in eine Längenbewegung umwandeln, also in eine gerade Vor- und Zurückbewegung des Sägeblattes.

Hält man das Sägeblatt nun an ein Material, so arbeitet es sich durch diese Längsbewegung hindurch. Diese Funktionsweise ähnelt der einer Stichsäge, nur, dass diese senkrecht ausgerichtet ist und die Säbelsäge horizontal.

Wenn Sie sich mit der Akku-Säbelsäge beschäftigen, begegnen Ihnen auch andere Namen, die als Synonyme für die Säbelsäge verwendet werden: So werden diese Geräte auch als Reciprosäge, Tigersäge oder elektrischer Fuchsschwanz bezeichnet.

2. So kann man Akku-Säbelsägen unterscheiden

Für die Kaufentscheidung ist es immer hilfreich, wenn man ein Gerät in unterschiedliche Typen bzw. Arten unterteilen und so zunächst eine grundsätzliche Entscheidung für eine Kategorie treffen kann.

Bei der Akku-Säbelsäge handelt es sich allerdings bereits um eine Unter-Kategorie der Säbelsäge. Diese gibt es nämlich auch noch als Elektro-Säbelsäge oder Druckluftsäbelsäge, wobei mit der Elektro-Säbelsäge ein Gerät gemeint ist, dass kabelgebunden arbeitet.

Die Akku-Säbelsäge selbst lässt sich nicht in unterschiedliche Kategorien einteilen. Ihre Funktionsweise ändert sich jedoch, je nachdem, welches Sägeblatt Sie einlegen:

Produktart Besonderheiten
Akku-Säbelsäge mit Holz-Sägeblatt
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  • Geeignet für das Bearbeiten von Holz.
  • Positive – also nach vorne geneigte – Zähne erlauben bei dieser elektrischen Säbelsäge zügiges Sägen.
  • Achten Sie darauf, dass Sie mit der Säge nicht auf Nägel oder Schrauben treffen, sonst können die Zähne dieses Sägeblattes brechen.
Akku-Säbelsäge mit Metall-Sägeblatt
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  • Für das Bearbeiten von Metall geeignet.
  • Die Zähne sind extrem klein, um sich optimal durch das harte Material zu arbeiten.
  • Eine negative – also nach hinten gerichtete Neigung – macht die Zähne sehr stabil.
  • Sie können mit diesem Sägeblatt sogar Stahl bearbeiten.
Akku-Säbelsäge mit Gips-Sägeblatt
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  • Diese Sägeblätter für die Säbelsäge sind geeignet für Gips-Platten oder Vergleichbares.
  • Nicht für harte Materialien nutzbar.
  • Hat gerade, große Zähne.
  • Es wird viel Material abgetragen.
Akku-Säbelsäge mit Universal-Sägeblatt
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  • Diese Säbelsägeblätter für die elektrische Säbelsäge sehen ähnlich aus, wie Metall-Sägeblätter, haben aber etwas größere Zähne.
  • Geeignet für viele Materialien, auch Holzplatten, jedoch nicht für dicke, harte Metallrohre.
  • Sie arbeiten damit langsamer als mit einem spezialisierten Sägeblatt.

3. Auf diese Kaufkriterien kommt es an

Bevor Sie sich für ein Gerät entscheiden, sollten Sie einige Punkte genau unter die Lupe nehmen, um das richtige Produkt für sich zu finden. Die wichtigsten Kriterien sind:

  • Schnittstärke
  • Hublänge
  • Hubzahl
  • Spannung und Kapazität des Akkus
  • Gewicht und Handling
  • Lieferumfang

3.1. Schnittstärke – bei diesem Leistungsmerkmal gibt es große Unterschiede

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Die Schnittstärke von Akku-Säbelsägen kann stark variieren.

Die Schnittstärke gibt an, wie dick das Werkstück sein darf, dass Sie mit der Säge bearbeiten wollen. Dieses Merkmal wird für Holz und Stahlblech getrennt angegeben. Hin und wieder gibt es auch eine Angabe zur Schnittstärke von Metall-Rohren.

Da Holz das am häufigsten bearbeitete Material ist, ist diese Angabe sehr nützlich, um die unterschiedlichen Produkte zu unterscheiden. Die maximale Schnittstärke in Holz unterscheidet sich auch tatsächlich deutlich. Liest man den einen oder anderen Akku-Säbelsäge-Test, dann schwankt diese Angabe zwischen 65 mm und 300 mm.

Entscheidend für die Schnittstärke sind Hubzahl, Hublänge, Kraftumsetzung und Akkuspannung. Beachten Sie, dass es sich bei dieser Zahl nur um eine ungefähre Angabe handelt kann. Insbesondere bei Holz hängt die tatsächliche Schnittstärke davon ab, wie hart das Material ist. Bei einem sehr harten Holz wird die Schnittstärke etwas geringer ausfallen, als bei weichen Hölzern.

3.2. Hublänge entscheidet über Schnittbreite

Die Hublänge gibt an, wie weit das Sägeblatt aus der Säge herausbefördert wird, also in welchem Radius es sich bewegt und wirkt sich auch auf die Schnitttiefe aus. Für breitere Schnitte sollten Sie eine Säge mit einer größeren Hublänge wählen. Eine hochwertige Akkusäge erreicht etwa drei Zentimeter, schwächere nur eineinhalb bis zwei.

Tipp: Die Hublänge wird alternativ auch häufig als Sägeblatthub oder Hubhöhe bezeichnet.

3.3. Die Hubzahl entscheidet über die Geschwindigkeit

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Eine hohe Hubzahl verspricht schnelles Arbeiten.

Die Hubzahl ist ein wichtiges Kaufkriterium. Sie gibt an, wie oft in der Minute das Säbelsägeblatt vor- und zurückschnellt. Üblich sind Hubzahlen von etwa 3.000 pro Minute, was heruntergerechnet etwa 50 Mal pro Sekunde ergibt.

Je höher die maximale Hubzahl ist, desto schneller können Sie mit der Säge arbeiten. Wichtig ist aber, dass die Hubzahl individuell angepasst und eingestellt werden kann, am Besten in mehreren Stufen.

Tipp: Harte Materialien wie Stahl oder Eisen sollten mit einer geringeren Hubzahl bearbeitet werden als weiche Materialien.

3.4. Wichtig für die Leistung: Spannung und Kapazität des Akkus

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Mit der Säbelsäge können Sie verschiedenste Arbeiten ausführen.

Die Akkuspannung und die Akkukapazität der Tigersäge sind ebenfalls bedeutende Merkmale.

Die Akkuspannung wird in Volt angegebene und sagt etwas über das Leistungsvermögen des Gerätes aus: Je höher die Spannung ist, desto leistungsstärker ist das Gerät normalerweise. Sie können dann höhere Schnittstärken erreichen.

Gute Geräte haben etwa 18 Volt. Beachten Sie aber, dass die Stärke der Akku Tigersäge auch von der Kraftübertragung des Getriebes abhängt. Deshalb müssen Sie zusätzlich die Angabe zur maximalen Schnittstärke im Blick haben, um die tatsächliche Leistung richtig einschätzen zu können.

Die Akkukapazität entscheidet darüber, wie lange Sie unterbrechungsfrei arbeiten können. Je höher die Akkukapazität, desto länger dauert es, bis er leer ist. Dieser Wert wird in Amperestunden (Ah) angegeben und liegt bei guten Geräten bei mindestens drei Ah.

3.5. Gewicht und Handling sind wichtig für längere Arbeiten

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Für sicheres Arbeiten muss Ihre Säbelsäge fest in der Hand liegen.

Für die Handhabung der Akkusäge ist es wichtig, dass das Gerät gut in der Hand liegt. Die meisten Reciprosägen haben ergonomisch geformte Griffe und lassen sich gut längere Zeit halten.

Entscheidend ist aber auch das Gewicht. Je schwerer die Säge, desto schneller werden Ihre Arme ermüden.

Eine kleine Akku Säbelsäge mit geringem Gewicht von weniger als zwei Kilogramm ist für längere Arbeiten oder auch Über-Kopf-Arbeiten geeignet. Ab einem Gewicht von drei Kilogramm kann längeres Arbeiten recht anstrengend werden.

Allerdings hängt das Gewicht indirekt auch mit der Leistungsfähigkeit zusammen: Leichte Geräte haben meistens einen schwächeren Motor und sind deshalb nicht für größere Einsätze geeignet.

Lesen Sie hier noch einmal in der Übersicht, welche Vor- und Nachteile ein höheres Gewicht hat:

  • Eine Akku-Säbelsäge mit höhere Gewicht ist zumeist leistungsstärker.
  • Sie können mit diesen Geräten, schwerere Arbeiten verrichten.
  • Diese Modelle kommen auch im Profibereich zum Einsatz.
  • Bei längeren Arbeiten können die Arme ermüden.
  • Über-Kopf-Arbeiten gestalten sich mit einem schweren Akku-Fuchsschwanz schwieriger.

Wichtig für das Handling der Tigersäge ist auch, dass Sie das Sägeblatt schnell und unkompliziert wechseln können, am besten ohne Werkzeug. So eine Schnellwechsel-Eigenschaft ermöglicht es Ihnen, immer und überall zügig das Sägeblatt auszutauschen.

3.6. Lieferumfang – große Unterschiede zwischen den Anbietern

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Ersatzklingen sind ein beliebtes Zubehör, dass bestensfalls bereits beim Kauf der Säbelsäge mitgeliefert wird.

Der Lieferumfang der verschiedenen Geräte unterscheidet sich deutlich. An dieser Stelle sollten Sie besonders auf das Preis-Leistungsverhältnis achten.

Unbedingt dabei sein sollten ein Akku und ein entsprechendes Ladegerät. Pluspunkte in einem möglichen Akku-Säbelsäge-Test gibt es, wenn gleich noch ein Reserve-Akku mitgeliefert wird.

Um gleich mit der Arbeit beginnen zu können, benötigen Sie auch die geeigneten Sägeblätter. Manche Anbieter liefern ein Set mit.

Praktisch ist, wenn Säge und Zubehör gleich in einem passenden Koffer verpackt sind, der für Aufbewahrung und Transport gleichermaßen geeignet ist.

4. Die Akku-Säbelsäge bei der Stiftung Warentest

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Lesen Sie Kundenbewertungen und machen Sie nach Möglichkeit einen eigenen Säbelsägen-Test.

Ein Akku-Säbelsäge-Vergleichssieger der Stiftung Warentest wäre sicher eine gute Investition. Leider hat die Verbraucherorganisation bisher keine Tests in dieser Kategorie durchgeführt und deshalb auch keinen Vergleichssieger gekürt.

Die Stiftung weist aber in einer schon etwas älteren Meldung auf eine Säbelsäge von Lidl hin. Das Produkt des Discounters weist demnach deutliche Schwächen auf. Schnittleistung und Power ließen beim Probesägen zu wünschen übrig und bei Aluminium-Profilen scheiterte das Gerät völlig. Auch im Hinblick auf die Sicherheit waren die Tester unzufrieden – ein klarer Hinweis darauf, dass Sie beim Kauf auf die Qualität achten sollten.

Eine Akku Säbelsäge von Bosch oder eine Makita Akku Säbelsäge oder eine Elektrosäge eines anderen bekannten Herstellers ist im Zweifelsfalls bestimmt die bessere Wahl. Wenn Sie sich für einen ausführlichen Akku-Säbelsäge-Test interessieren, werden Sie beim Magazin Heimwerker-Praxis fündig.

5. Weitere Fragen und Antworten zur Akku-Säbelsäge

5.1. Wo kann man eine Akku-Säbelsäge kaufen?

Akku sicher laden

Zur Ihrer eigenen Sicherheit ist es wichtig, die Akkus der Säbelsäge nur in Ladegeräten aufzuladen, die vom Hersteller vorgesehen sind. Das Aufladen in ungeeigneten Ladegeräten kann zu einem Brand führen. Ebenso sollten Sie nur mit vorgesehenen Akkus arbeiten. Akkus, die Sie gerade nicht nutzen, sollten Sie von metallischen Gegenständen wie Nägeln oder Schlüsseln fernhalten. Durch eine Überbrückung der Akkukontakte könnten Sie sich sonst verbrennen.

Sie werden in Ihrem örtlichen Baumarkt sicher fündig, wenn Sie auf der Suche nach einer Akkusäge sind. Dort bekommen Sie auch eine ausführliche Beratung des geschulten Fachpersonals und können die Geräte in Augenschein nehmen.

Wenn Sie allerdings eine günstige Akku-Säbelsäge kaufen möchten, werden Sie wahrscheinlich eher im Internet auf ein passendes Gerät stoßen. Viele Onlineshops haben preiswerte Angebote und punkten auch mit einer noch größeren Auswahl.

5.2. Was kostet eine Akku Säbelsäge?

Die Preisspanne für eine Reciprosäge ist recht groß. Günstige Einsteigergeräte gibt es schon ab 50 Euro. Geräte mit einer vernünftigen Leistung kosten etwas über 100 Euro. Eine Profi Akku Säbelsäge mit leistungsstarkem Akku kann auch über 500 Euro kosten, was sich beim regelmäßigen Einsatz aber bezahlt macht.

Tipp: Wenn sie die Akku-Säbelsäge nur einmal benötigen, um zum Beispiel im Garten ein paar Bäume zurecht zu schneiden, kann es sinnvoller sein, ein leistungsstarkes Gerät auszuleihen, als ein preiswertes Gerät zu kaufen, mit dem Sie eventuell nicht gut arbeiten können.

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