Benzin-Laubsauger Test 2018

Die besten benzinbetriebenen Laubsauger im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Wenn im Herbst die Blätter fallen, sieht das zwar hübsch aus, kann auf Gehwegen aber auch in Kombination mit Feuchtigkeit gefährlich rutschig werden. Und manch ein Gartenbesitzer stört sich daran, wenn er den Rasen vor lauter Laub nicht mehr sieht.
  • Mit einem Benzin-Laubsauger können Sie dem Laub besonders effektiv und schnell zu Leibe rücken. Die meisten Geräte sind auch als Benzin-Laubbläser einsetzbar.
  • Benzin-Laubsauger sind besonders stark und damit für sehr kleine Gärten eher übertrieben. Die Geräte arbeiten auch sehr laut, weshalb Sie sie nicht zu jeder Uhrzeit nutzen dürfen.

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Wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, kann das an einem sonnigen Tag wunderschön romantisch aussehen. Toll, wie das Laub in goldenen und rötlichen Farben schimmert.

Spätestens, wenn der Regen einsetzt, wird aus dem farbenprächtigen Laub aber eine unansehnliche Masse, die Gehwege rutschig und gefährlich werden lässt. Auch im Garten sieht das Laub spätestens dann nicht mehr hübsch aus.

Viele Gartenbesitzer beugen deshalb lieber vor und entfernen das Laub rechtzeitig. Laubsauger sind dafür optimal geeignet. Rückenschonend und zügig können Sie damit das Laub aufsaugen.

Sie haben dabei die Wahl zwischen verschiedenen Typen, wobei der Benzin-Laubsauger der kraftvollste ist. Doch auch innerhalb dieser Kategorie gibt es noch deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen der verschiedenen Marken und Hersteller, wie unser Benzin-Laubsauger-Vergleich 2018 zeigt. Damit Sie auch wirklich den besten Benzin-Laubsauger für sich finden, haben wir die wichtigsten Kriterien und Unterscheidungsmerkmale in dieser Kaufberatung für Sie zusammengestellt.

1. Das leistet ein Laubsauger

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So könnte der Lieferumfang eines Benzin-Laubsaugers aussehen.

Ein Benzin-Laubsauger wird von einem Benzinmotor angetrieben. Das Gerät saugt Luft an und damit auch alles, was sich unter dem Saugrohr befindet.

Halten Sie das Rohr über die Laubschicht, werden die Blätter aufgesaugt und dann in einem Fangsack gesammelt. Zuvor passiert das Laub in den meisten Fällen einen Häcksler, der die Blätter zerkleinert und damit das Volumen verringert. Die Haupt-Elemente des Benzin-Laubsaugers sind also:

  • Benzinmotor
  • Saugrohr
  • Laubhäcksler
  • Fangsack

Den Fangsack müssen Sie natürlich hin und wieder entleeren – wie oft, hängt von der Größe des Fangsackes ab und davon, wie stark der Häcksler das Laub zerkleinert hat. Die zerkleinerten Blätter können Sie dann entweder kompostieren oder sogar als Mulch nutzen.

Übrigens kann fast jeder Laubsauger ganz einfach zum Benzin- Laubbläser umgerüstet werden, was umgekehrt weitaus seltener der Fall ist. Sie müssen bei diesen Kombigeräten nur das Saugrohr gegen das Rohr für den Laubbläser austauschen und die Geräteeinstellung ändern. Den Fangsack können Sie bei einem reinen Blas-Betrieb ebenfalls abmontieren.

Der Umbau zum Blasgerät ist normalerweise schnell und einfach zu erledigen. Sie erhalten dann einen Laubpuster, mit dem Sie die Blätter einfach zu einem Haufen zusammentreiben können.

Die reine Verwendung als Laubgebläse wird Ihnen vor allem von Kleintieren gedankt, die im Laub leben und von einem Laubsauger mit Häcksler-Funktion ansonsten aufgesaugt und getötet werden. Zu den leidtragenden Tieren gehören Käfer, Spinnen oder Asseln und manchmal sogar Frösche oder Igel. Diese Tiere haben für das Ökosystem eine große Bedeutung. Ein oder zwei Laubhaufen den Winter über im Garten liegen zu lassen, bietet Igeln eine Überwinterungsmöglichkeit.

2. Welche Typen Benzin-Laubsauger es gibt

Benzin-Laubsauger kommen fast immer mit einem Häcksler daher und sind meistens auch als reiner Laubbläser nutzbar. Eine Funktion jedoch ist nicht so häufig und deshalb geeignet, um Benzin-Laubsäger in Kategorien einzuteilen: Es gibt fahrbare Benzin Laubsauger und nicht fahrbare Geräte.

Art Merkmale
Fahrbarer Benzin-Laubsauger
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  • Hat Rollen und kann – ähnlich wie ein Rasenmäher – geschoben werden.
  • Ist der Benzin-Laubsauger fahrbar, ist er für größere Flächen und Parkanlagen geeignet.
  • Sie können mit so einem Gerät oft auch Müll aufsammeln und zerkleinern.
  • Wenn der Laubsauger fahrbar ist, nimmt er bei der Lagerung mehr Platz weg.
  • Diese Geräte kosten mehrere hundert Euro und dienen eher als Profi-Laubsauger.
Nicht fahrbarer Benzin-Laubsauger
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  • Sie halten einen nicht fahrbaren Benzin-Laubsauger einfach in der Hand.
  • Bei einem Gewicht von bis zu sieben Kilogramm kann längeres Arbeiten mit dem Gerät recht anstrengend werden.
  • Für einen normalen Garten genügen nicht fahrbare Benzin-Laubsauger.

Sie können sich nicht entscheiden? Gerade, wenn Sie einen großen Garten haben, ist der Gedanke an einen fahrbaren Laubsauger natürlich verlockend. Doch auch ein normales Hand-Gerät – d.h. ein Benzin-Laubsauger nicht fahrbar – hat seine Vor- und Nachteile, die wir hier noch einmal übersichtlich dargestellt haben:

  • In der Anschaffung deutlich preiswerter.
  • Sie sind beweglicher und flexibler.
  • Die Geräte sind klein und damit leichter zu lagern.
  • Das Gewicht zu tragen, kann auf Dauer anstrengend sein.

3. Diese Punkte müssen Sie beim Kauf eines Benzin-Laubsaugers beachten

3.1. Hohe Leistung erleichtert die Arbeit

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Der Motor entscheidet über die Leistung des Gerätes.

Wie leistungsfähig der Laubsauger ist, hängt zum Teil davon ab, welcher Motor verbaut ist. Es gibt Modelle mit 2-Takt-Motor und solche mit 4-Takt-Motor.

Der Zweitakter ist am verbreitetsten und für die Gartenarbeit auch ausreichend. Vorteil ist ein geringeres Gewicht. Allerdings benötigen diese Modelle eine spezielle Benzin-Öl-Mischung, die individuell zusammengesetzt werden muss.

Viertakter sind noch stärker, dafür aber auch größer und schwerer, was die Arbeit anstrengender machen kann.

Generell gehören Benzin-Laubsauger zu den leistungsstarken Geräten. Die meisten Modelle bringen mindestens 750 Watt mit, was vollkommen genügt. Eine gute Leistung spart Zeit und Kraft, weil Blätter leichter aufgesaugt werden und sich das Gerät auch mit nassem Laub nicht so schwer tut.

3.2. Gebläsegeschwindigkeit und Saugleistung zeigen, ob die Leistung auch umgesetzt wird

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Achten Sie auf Angaben zur Saugleistung und -geschwindigkeit.

Eine hohe Wattzahl allein sagt noch nicht viel über die Power des Gerätes aus. Saugleistung und Gebläse-Geschwindigkeit verraten, wie gut die Motorpower genutzt wird. Es gibt zum Beispiel Geräte mit hoher Wattzahl, die trotzdem bei diesen beiden Kriterien nur mittlere Werte erreichen.

Die Sauggeschwindigkeit wird in km/h angegeben. Ein schnellerer Luftstrom erleichtert die Arbeit, insbesondere bei feuchtem Laub. Gute Geräte bringen es auf etwa 250 km/h. Natürlich können aber auch Modelle mit einem geringeren Wert gute Dienste leisten, wenn Ihnen die Leistungsstärke generell nicht so wichtig ist.

Die Saugleistung gibt an, wie viel Luft pro Minute angesaugt wird. Auch hier gilt: Je höher der Wert, desto besser die Leistung des Gerätes. Die Werte schwanken zwischen weniger als 10 und bis zu 15 m³ pro Minute.

3.3. Ein großer Fangsack spart viele Wege

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Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen den größeren Fangsack.

Je mehr Laub Sie in dem Fangsack sammeln können, desto seltener müssen Sie diesen entleeren. Deshalb ist ein großer Fangsack besser.

Das Auffangvolumen liegt zwischen 30 und 50 Litern, was doch schon deutliche Unterschiede erkennen lässt. Für kleinere Gärten und eine geringe Laubmenge reichen Fangsäcke mit 30 oder 40 Litern Volumen aus. Wenn Sie aber einen größeren Garten absaugen möchten, sollten Sie zu einem Gerät mit einem Fangsackvolumen von mindestens 50 Litern greifen.

3.4. Zusatzfunktionen – Häcksler und Co. können nützlich sein

benzinlaubsauger häcksler
Kaum ein Laubsauger kommt noch ohne Häcksler aus.

Viele Geräte punkten mit besonderen Funktionen. So werden die meisten Laubsauger mit einer Häckselfunktion geliefert, mit der Blätter gleich stark zerkleinert werden. Sie nehmen dann im Fangsack weniger Platz weg.

Üblich ist eine Volumenreduzierung im Verhältnis von zehn zu eins – das Volumen wird also auf ein Zehntel reduziert. Wenn Sie viel Laub aufsaugen möchten, ist so ein Benzin-Laubsauger mit Häcksler äußerst praktisch. Tatsächlich gibt es auch weit weniger Laubsauger ohne Häckselfunktion als Laubsauger mit Häcksler.

Positiv bewerten würde ein Benzin-Laubsauger-Test sicher auch eine eingebaute Geschwindigkeitsregulierung, mit dem sich die Saugleistung einstellen lässt. Wenn Sie nur ein wenig trockenes Laub saugen möchten, können Sie die Leistung herunterregeln. So sparen Sie Benzin und das Gerät arbeitet dann auch weniger laut.

Für die Armmuskulatur kann es sehr anstrengend werden, wenn der Sauger stark vibriert. Dies kann leicht zu einer Ermüdung der Muskulatur und später einem unangenehmen Muskelkater führen. Von Vorteil ist deshalb, wenn das Gerät ein Anti-Vibrationssystem hat und entsprechend vibrationsarm konstruiert ist.

3.5. Es lastet viel Gewicht auf Ihren Schultern

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Das Gewicht des Laubsaugers entscheidet über angenehmes Arbeiten.

Benzin-Laubsauger sind generell schwerer als Elektro-Laubsauger. Sie müssen deshalb auch bei leichten Modellen ein Gewicht von mindestens vier Kilogramm einkalkulieren. Viele Benzin-Laubsauger kommen damit nicht aus und bringen fünf, sechs oder sogar acht Kilogramm Gewicht auf die Waage.

Für längere Arbeiten ist ein geringeres Gewicht natürlich angenehmer. Idealerweise sollte das Gerät dann weniger als fünf Kilogramm wiegen.

Tipp: Viele Geräte liefern einen Tragegurt mit. Sie können Tragegurte aber auch separat nachkaufen. Natürlich schützt so ein Gurt bei langen Arbeiten nicht komplett vor einer Übermüdung, er erleichtert die Arbeit aber dennoch deutlich, weil sich das Gewicht stärker verteilt.

3.6. Ohren zu und durch

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Denken Sie an den Gehörschutz.

Benzin-Laubsauger gehören zu den sehr lauten Maschinen. Zwischen 90 und 115 Dezibel erreichen die Geräte locker. Zum Vergleich: Ab 85 Dezibel ist im gewerblichen Bereich ein Gehörschutz vorgeschrieben, da bei einem dauerhaften Schallpegel ab 80 bis 90 Dezibel bereits Hörschäden auftreten können. Zwischen 90 und 105 Dezibel liegen auch die Lärmpegel von Kreissägen, Presslufthämmern oder Diskomusik.

Um Ihre eigenen Ohren und die Nachbarn zu schonen, sollten Sie deshalb ein Gerät mit einem möglichst niedrigen dB-Wert wählen. In jedem Fall müssen Sie sich aber aufgrund der hohen Geräuschentwicklung an bestimmte, gesetzlich geregelte Zeiten halten, in denen Sie das Gerät benutzen dürfen: Nämlich nur an Werktagen und nur in den Zeiten zwischen 9:00 und 13:00 und 15:00 und 17:00 Uhr.

Achtung: Damit Sie keine dauerhaften Hörschäden erleiden, sollten Sie bei der Arbeit mit einem Benzin-Laubsauger auf jeden Fall einen Gehörschutz tragen.

4. Wo man einen Benzin-Laubsauger kaufen kann

Welchen Kraftstoff nutzen?

Beachten Sie, dass nicht jeder Sauger mit dem gleichen Benzin arbeiten kann. Während ein Gerät mit 4-Takt-Motor ganz normales Benzin verträgt, benötigen 2-Takt-Motoren ein Benzin-Öl-Gemisch, das in der Zusammensetzung von Gerät zu Gerät variiert. Die Hersteller geben das Mischverhältnis in der Betriebsanleitung an. An diese Angabe sollten Sie sich halten, weil es sonst zum Motorschaden kommen kann.

Der erste Gedanke ist sicher, einen Baumarkt aufzusuchen und dort das neue Gerät zu erwerben. Das ist prinzipiell auch eine gute Idee. Sie finden dort neben Heckenschere, Akku-Heckenschere oder Kettensäge auch eine große Auswahl an Laubsaugern. In einem Baumarkt können Sie sich beraten lassen und den Laubsauger genau anschauen.

Wenn Sie allerdings einen günstigen Benzin-Laubsauger kaufen möchten, schauen Sie sich lieber im Internet um. Onlineshops haben nicht nur eine größere Auswahl, sondern oft auch den günstigeren Preis.

5. Welche Alternativen gibt es?

elektrische laubsauger
Beliebt sind auch elektrische Laubsauger.

Neben dem Laubsauger mit Benzinmotor gibt es auch Laubsauger mit Akku sowie Elektro-Laubsauger. Der Vorteil bei einem Laubsauber „elektro“ ist, dass er leiser arbeitet als ein Benzin-Laubsauger und -bläser. Arbeitet der Laubsauger elektrisch, haben Sie aber immer ein Kabel mit sich herumzutragen.

Bei der Frage „Laubsauger – Benzin oder Elektro?“ müssen Sie auch bedenken, dass die Benzin-Laubsauger zwar kraftvoller aber auch lauter sind. Ein extrem leiser Laubsauger ist dagegen der Akku Laubsauger.

Die Frage „Benzin oder Akku Laubsauger?“ stellt sich aber kaum, da die Leistungsunterschiede zu groß sind und Akku-Modelle eher nur für kleine Gärten geeignet sind.

6. Was die Stiftung Warentest zu Laubsaugern sagt

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Denken Sie immer auch an die im Laub lebenden Tiere.

Eines gleich vorweg: Die Verbraucherorganisation hat noch keinen Benzin-Laubsauger-Test durchgeführt. Leider können wir Ihnen deshalb an dieser Stelle keinen Benzin-Laubsauger-Vergleichssieger präsentieren.

Auch einen Laubbläser-Test der Organisation gibt es nicht. Allerdings weist die Stiftung auf einen Test der skandinavischen Verbraucherzeitschrift Råd & Rön hin.

Allgemein hält die Stiftung aber nicht besonders viel von den Geräten. Sie hat vor einigen Jahren in einem Artikel darauf hingewiesen, dass viele Kleintiere durch Laubsauger getötet werden und rät daher vom Gebrauch generell ab.

In Ermangelung eines Benzin-Laubsauger-Tests können wir auch keine Benzin-Laubsauger-Empfehlung aussprechen oder pauschal sagen, welches der beste Laubsauger ist. Die Wahl des richtigen Gerätes hängt vor allem von Ihren persönlichen Präferenzen ab: Ist Ihnen schnelles Arbeiten wichtig, achten Sie mehr auf die Leistung, ist es Ihnen wichtiger entspannt zu arbeiten, legen Sie Ihren Fokus auf das Gewicht, die Handlichkeit und den Geräuschpegel.

Generell ist es aber gut, auf Qualität zu achten und sich zum Beispiel für einen Einhell Laubsauger, einen Black und Decker Laubsauger, einen Cramer Laubsauger oder einen anderen bekannten Hersteller zu entscheiden.

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