Blumenerde Test 2018

Die besten Blumenerden im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Blumenerde, die im Garten, auf dem Balkon, in einem Beet oder drinnen im Zimmer genutzt wird, hat verschiedene Anforderungen der Pflanzen zu erfüllen. Darüber hinaus benötigen bestimmte Pflanzenarten spezielle Erde und eine damit zusammenhängende spezielle Nährstoffzusammensetzung.
  • Egal ob Sie Pflanzenerde für die eigenen vier Wände oder Gartenerde benötigen, auf jeden Fall sollten Ihre Pflanzen mit den drei Nährstoffen Phosphor, Kalium und Stickstoff versorgt werden. Damit sie zudem genügend Sauerstoff erhalten, sollte die Erde eher locker als zu fest sein.
  • Um den von Pflanzenfreunden so verhassten Trauermückenbefall zu verhindern oder einzudämmen, sollte die Blumenerde nicht zu viel gegossen werden. Zudem sollten Sie beim Kauf lieber einige Euro mehr investieren, da die teureren Erden weniger anfällig für einen Befall mit den kleinen Mücken sind.

Blumenerde Test

In unserem Blumenerde-Vergleich 2018 stellen wir Ihnen die Funktion der Blumenerde als Nährstoffträger und Haltspender für Blumen und alle weiteren Pflanzen vor. Die Kaufberatung erläutert die unterschiedlichen Bestandteile der Erde, warum manche Pflanzenarten Spezialerde benötigen und warum es sich für Mensch und Umwelt lohnt, in torffreie Erde zu investieren.

Fehlt Ihnen noch das passende Pflanzgefäß oder ein Werkzeug zum Zuschnitt der Pflanzen, werden Sie hier fündig:

1. Humus, Kompost und Dünger versorgen Ihre Pflanzen mit den benötigten Nährstoffen

Unten sehen Sie eine Übersicht der wichtigsten Bestandteile der Blumenerde und welche spezifische Funktion sie für die Pflanzen erfüllen. Unter den genannten Nährstoffen spielen vor allem Phosphor, Kalium und Stickstoff eine große Rolle.

Bestandteil der Blumenerde spezielle Funktion
Humus
Humus
  • dient zur Nährstoffversorgung der Pflanze
Kompost
kompost
  • dient zur Nährstoffversorgung, besonders die ersten Monate intensiv
  • sorgt für ausreichend Halt der Pflanze
Kalk
Kalk
  • verhindert eine Versauerung der Erde
  • erleichtert der Pflanze die Nährstoffaufnahme
Dünger (z. B. Guano)
Dünger
  • dient zur Nährstoffversorgung der Pflanze
Torf (Weiß – und Schwarztorf)
Torf
  • fördert das Wachstum der Pflanze
  • sorgt für ausreichend Halt der Pflanze

Damit die Erde auch Ihre nährstoffversorgende Funktion erfüllen kann, sollten Sie auch darauf achten, dass die Erde keinen zu hohen Salzgehalt aufweist. Zudem gibt es Pflanzensorten, die eine feiner abgestimmte Zusammensetzung der Erde benötigen. So muss Rhododendronerde unbedingt kalkfrei sein und einen niedrigen pH-Wert aufweisen.

Blumen pflanzen
In solchen kleinen Gefäßen sollte die Blumenerde jedes Jahr, in Pflanzenkübeln nach drei Jahren ausgetauscht werden.

In der Kategorie Orchideenerde ist eine sehr lockere Konsistenz der Erde ganz besonders wichtig, weswegen sie einen hohen Rindenanteil hat. Neben der richtigen Nährstoffzusammensetzung sollte Ihr Blumenerde-Vergleichssieger generell locker genug sein und keine Klumpen bilden, damit die Pflanze mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Weitere Methoden zur Lockerung sind die Zugabe von kleinen Styropor-Flocken oder Sand.

In einen Blumenkasten passen zwischen 9 und 33 Liter Erde. Möchten Sie Ihre Blumenerde als Kübelpflanzenerde nutzen und in einem anderen Behältnis unterbringen, können Sie in dem unten genannten Link einen Pflanzkübel auswählen:

Mäßig gedüngte Blumenerde: Einige Pflanzen erhalten auf dem Etikett den Hinweis, dass sie nur mäßig gedüngte Erde benötigt. In diesem Fall gedeiht die Pflanze bei einem Stickstoffwert unter 10.

2. Torffreie Erde für den Erhalt des Lebensraums Moor

KokosfasernTorfalternativen

Die folgenden Bestandteile können in der Pflanzenerde als Ersatz für Torf genutzt werden:

  • Kokosfasern
  • Kompost (selbst erzeugt oder vom Wertstoffhof)
  • Rindenhumus
  • Chinaschilf

Wir empfehlen die Nutzung der Kokosfaser, da sie sehr widerstandsfähig gegenüber Schädlingen ist und sich Unkraut eher ungern in ihr ansiedelt. Zudem gibt es sie in gepresster, leicht zu transportierender Form.

Torf ist nicht ohne Grund ein sehr nützlicher Bestandteil vieler Blumenerden, der sowohl der Universalerde als auch der Anzuchterde hinzugegeben wird. Torf hat optimale wachstumsfördernde Eigenschaften, die sich ganz besonders für die Anzucht gut eignen. Doch die große Schattenseite der Torfnutzung liegt in der Zerstörung des Lebensraumes in Mooren, die sich daran anschließend auf die dort ansässigen Tier-und Pflanzenarten auswirkt. Letztendlich führt das zu erhöhtem Kohlenstoffdioxid-Gehalt, der auch den Menschen betrifft. Aufgrund dessen empfehlen wir die Verwendung von Alternativen zu Torf mit Nachdruck.

Die Stiftung Warentest führt regelmäßig Blumenerde-Tests mit Hinblick auf die Auswirkungen auf das Wachstum, den Kaliumgehalt und resultierende Unkrautfreiheit durch. Der neueste Test stammt von Mai 2014. Dabei schneiden zwei recht günstige Blumenerden von Pflanzen-Kölle und ASB mit guten bis sehr guten Ergebnissen ab.

3. Die ideale Blumenerde hat einen konstanten pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5

Weitere Spurenelemente, die in Blumenerde enthalten sein sollten, sind Kalzium, Schwefel, Eisen, Zink, Kupfer, Magnesium und Mangan. Damit Ihre Pflanze auch von der Aufnahme der Nährstoffe profitieren kann, muss die Erde den richtigen pH-Wert haben. Die beste Blumenerde hat einen Wert zwischen 5,5 und 6,5 und sollte nach Möglichkeit konstant auf diesem Level gehalten werden.

Blumenerde Menge
Wollen Sie ganze Beete mit neuer Blumeerde vresehen, achten Sie auf Angebote mit großen Gebinden von mehreren 90-Liter-Säcken.

Wird der Wert zu stark überschritten, kann es zu einer gelben Färbung der Blätter oder Beeinträchtigungen beim Pflanzenwachstum kommen.

4. Besonders günstige Blumenerde in Form von 90 Liter-Packungen

Eine Packung Blumenerde kostet umgerechnet zwischen 0,41 € und 0,49 € pro Liter für die gängigen 20-Liter-Säcke. Auch bei diesem Produkt sparen Sie, wenn Sie größere Mengen Blumenerde kaufen. In Form von 50-Liter- oder sogar 90-Liter-Einheiten erhalten Sie umgerechnet sogar Preise von 0,30 € oder 0,15 €.

Bedenken Sie dabei, dass Sie jede Art Blumenerde auch ungeöffnet maximal ein halbes Jahr in einem kühlen und vor allem unbeheizten Raum lagern sollten.

Quellerde für den einfachen Transport Ihrer Blumenerde: Quellerde besteht aus gepressten Holzfasern wie z. B. Kokosfasern. Sie wird erst durch die Zugabe von Wasser als Pflanzenerde nutzbar. Der weitere Vorteil in der Nutzung ist, dass ihr kein Torf hinzugefügt wird und sie damit umweltschonend ist.

5. Häufige Fragen und Antworten rund um die gesunde und schädlingsfreie Blumenerde

5.1. Wie wird Blumenerde hergestellt?

Torf, Kompost und je nach Typ der Erde die weiteren Inhaltsstoffe werden in einen Metallcontainer zum Mischen abgefüllt. Auf einem Förderband werden die groben Bestandteile herausgesiebt, damit am Ende eine ausreichend lockere Blumenerde entsteht.

Kalk, Dünger und eventuell benötigte zusätzliche Nährstoffe und Inhaltsstoffe für Spezialerde wie z. B. Kakteenerde, Rosenerde oder Orchideenerde werden nun auf einem separaten Förderband hinzugefügt. Anschließend werden die Stoffe mit der restlichen Erde in einer Trommel vermischt.

5.2. Wie beseitige ich Schimmel in der Pflanzenerde?

Aussaaterde
Mit einer Grabegabel können Sie Ihre Gartenerde gründlich lockern. Das sollten Sie auch bei Pflanzenerde, die im Haus verwendet wird, in der oberen Schicht durchführen.

Besteht nur oberflächlicher Schimmelbefall, auch Substratpilz genannt, genügt es, die Schicht schimmliger Erde abzutragen. Greift der Befall allerdings tiefer, sollten Sie die gesamte Erde im Topf auswechseln. Aufgrund der feinen Konsistenz von Torf ist Blumenerde mit einem hohen Torfgehalt anfälliger für Schimmelbefall. Torffreie Erde reduziert dieses Risiko also und bietet den großen Vorteil, dass die Moore bei der Nutzung von Alternativen geschont werden.

Besteht die Erde zu 1/3 aus Kompost oder wird Kokoshumus an Stelle von Torf genutzt, haben Sie zwei schimmelresistentere Varianten für Ihre Garten- oder Pflanzenerde gewählt. Für Hobbygärtner, denen die Widerstandsfähigkeit gegen Schimmel am Herzen liegt, sollte bei einem Blumenerde-Test den Produkten aus Kompost oder Kokos an Stelle von Torf besondere Aufmerksamkeit zukommen.

5.3. Wie entferne ich kleine Fliegen von Blumentöpfen?

Gelbsticker
Gelbsticker sind eine Möglichkeit, dem Trauerfliegen-Befall Herr zu werden.

Zum einen wirkt sich der Feuchtigkeitsgehalt stark auf die Population der Trauermücken und deren Ansiedlung in Larvenform in der Pflanzenerde aus. Daher ist es sehr wichtig, nicht zu viel zu gießen. Auch wenn andere Faktoren wie die Auswirkungen auf das Wachstum sich von einer Erde zur nächsten nicht wesentlich unterscheiden, zeigen sich teurere Marken resistenter gegen den Befall der kleinen Fliegen.

Außerdem empfehlen wir zur Vertreibung der Trauermücken einen alten Haushaltstrick. Stecken Sie ein paar Streichhölzer mit dem Schwefelkopf voran nach unten in die Erde. Der Kopf gibt etwas Schwefel ab, was wiederum die Larven in der Erde vertreibt. Zur Eingrenzung des Befalls können Sie zusätzlich Gelbsticker verwenden.

5.4. Welche Hersteller bieten Blumenerde an?

Die folgenden Hersteller bieten Blumenerde in guter Qualität an. Die Marke Compo Sana empfehlen wir für Spezialerden wie Kakteenerde, Erde für Zitruspflanzen, aber auch für sehr hochwertige Orchideenerde und Rhododendronerde. Sehr hochwertige Universalerde finden Sie bei der Marke Seramis, die seit 1987 auch ihre gesamte Erfahrung in die Herstellung von Substraten und Tongranulaten stecken.

  • Compo Sana
  • Emsland
  • Forest
  • Seramis
  • Humusziegel
  • Neudorff
  • Plagron
  • Samenshop24
  • Bodengold
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