Einmannzelt Test 2019

Die besten 1-Personen-Zelte im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Einmannzelte sind treue Begleiter auf allen Abenteuern. Sie sind besonders wetter-resistent und dabei klein und ultraleicht.
  • Neben der Größe und dem Gewicht sind Kriterien wie das richtige Material beim Zeltstoff und dem Zeltgestänge, das Packmaß und die Wasserdichtigkeit entscheidend.
  • Haben Sie vor, sich besonderen Wettersituationen auszusetzen, sollten Sie auf den passenden Unterschlupf setzen. Je nach Material und Beschichtung sind Zelte besonders wasser-, kälte- oder hitzeabweisend.

Einmannzelt-Test

Egal ob Sie sich am Strand nur unterlegen wollen, gerne nachts angeln oder durch die ganz Welt reisen wollen – ein Einmannzelt ist der richtige Begleiter für jedes Ihrer Abenteuer.

In unserer Kaufberatung erfahren Sie die wichtigsten Kriterien und Richtwerte zum Zelt-Kauf und wie Sie das für sich passende Zelt finden. Außerdem lesen Sie in unserem Einmannzelt-Vergleich 2019 wie Sie Ihr Zelt sicher vor Wind und Wetter machen und was die Stiftung Warentest zu Einmannzelten sagt.

1. Die verschiedenen Einmannzelt-Typen

Tunnelzelt Wurfzelt Firstzelt
tunnelzelt wurfzelt firstzelt
  • Kuppelzelt
  • geodät-artige Form
  • nach außen abfallend
  • flexible Fiberglasstangen
  • abgerundete Form
  • einfach faltbar
  • senkrechte Zeltstangen
  • gerade Form
  • mit Plane bespannt
besonders für kalte und windige Gegenden geeignet besonders für gelegentlichen Gebrauch an windstillen Orten mit Außenzelt besonders im Sommer zum Camping geeignet
  • windschnittig
  • abfallende Seiten verhindern eindrückende Schneemassen
  • zügiger Aufbau
  • besonders simpel im Aufbau
  • selbsttragend
  • zügiger Aufbau
  • einfache Konstruktion
  • auch mit Außenzelt verfügbar
Bei der Wahl des besten Einmannzeltes kommt es immer auf das Einsatzgebiet an. Vor allem, wenn Sie auf einer Trekking-Tour sind und sich auf Ihr Zelt verlassen müssen.

2. Kaufkriterien für Einmannzelte: Das müssen Sie beachten

Bei 1-Personen-Zelten gibt es viele Kategorien und Faktoren, die die Wahl Ihres persönlichen Einmannzelt-Vergleichssiegers beeinflussen sollte.

2.1. Das Material

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Auch bei Regen geschützt: Das richtige Material und die passende Beschichtung hält Sie trocken.

Das Material sagt schon viel über den richtigen Einsatzort des Zeltes aus. Dabei ist immer zwischen Außen- und Innenmaterial zu unterscheiden. Das Innenzelt besteht in den meisten Fällen aus Nylongewebe, da es luft- und wasserdampfdurchlässig ist. Das Außenzelt ist den Umweltbedingungen besonders ausgesetzt. Legen Sie hierauf also besonderes Augenmerk.

  • Nylon: Polyamid ist besonders leicht und günstig, dehnt sich aber bei Nässe aus. Die Außenwand des Zeltes hängt dann eventuell durch.
  • Polyester: Der bekannte Synthetik-Stoff ist reißfest, lässt wenige UV-Strahlen durch und trocknet besonders schnell.
  • Gore Tex: Der Stoff kommt Ihnen eventuell durch Funktionsbekleidung bekannt vor. Er ist besonders wasserdicht.
  • Baumwolle: Der Stoff ist besonders bei heißen Temperaturen zu empfehlen, da er atmungsaktiv ist und den Innenraum kühl hält. Bei Regen quillt der Stoff auf.

Aber nicht nur das Material entscheidet über die Qualität des Zeltes, auch die Art der zusätzlichen Beschichtung kann mehr Vorteile bringen. Man unterscheidet zwei Materialien zum Beschichten, die Sie je nach Einsatzort wählen sollten:

  • Polyurethan macht das Zelt sehr elastisch und kältebeständig. Es eignet sich also besonders für kalte Ziele.
  • Silikon sorgt für reißfesten Stoff und lässt weniger UV-Strahlen durch. Solche Zelte sind also für warme Orte bestens geeignet.

Die Zeltgestänge werden an das Material des Einmannzeltes angepasst. Dabei sind die gängigsten Materialien Stahl, Fiberglas, Aluminium und Featherlite. Stahl und Fiberglas halten besonders viel Gewicht aus. Das gängigste Material ist Aluminium. Es ist leicht, stabil und biegsam und daher das perfekte Material für Zelte. Es ist aber auch ein teures Material. Fiberglas hat ähnliche Eigenschaften und ist dabei deutlich günstiger. Zum Campen und auf weniger extremen Trekking-Touren ist das völlig ausreichend.

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2.2. Gewicht, Größe, Packmaß

Die Idee hinter Einmannzelten ist eine witterungsfeste Unterkunft bei kleiner Größe und damit verbunden einem geringen Gewicht. Greifen Sie aber nicht zwingend zum kleinsten und leichtesten Zelt. Auch wenn Sie nur für eine Person sind, möchten Sie sich im Schlaf ja durchaus bewegen. Ein größeres 1-Personen-Zelt bietet zudem mehr Stauraum für Ihre Ausrüstung.

Auch das Packmaß sollten Sie nicht außer Acht lassen. Ein kleines Zelt ist nicht immer unbedingt ein Zelt mit kleinem Packmaß. Wägen Sie auch beim Gewicht ab, ob ein schwereres Zelt die bessere Wahl ist: Es ist einerseits meist beständiger, doch dafür müssen Sie auch mehr mit sich schleppen.

2.3. Wassersäule: Wie wasserdicht ist das Zelt

Einmannzelt wasserdicht Wassersaeule
Inwiefern ein Zelt wasserdicht ist, gibt die Wassersäule an.

Wie wasserdicht ein Zelt ist, wird mit dem Wert der Wassersäule angegeben. Der Begriff lässt sich einfach erklären: Zum Test wird ein leerer Zylinder oder auch eine Säule auf 10 cm² des Zeltbodens gestellt, der dann mit Wasser befüllt wird. Laut Norm werden pro Minute 100 ml eingefüllt. Gestoppt wird zu dem Zeitpunkt, an dem drei Wassertropfen unterhalb des Stoffes zu sehen sind.

Beträgt die Wassersäule also 2.000 mm/cm² ist das Zelt 20 Minuten bei starker Wassereinwirkung wasserdicht.

2.4. Marken und Hersteller

Einmannzelte kaufen Sie vor allem von bekannten Outdoor-Marken, die sich auf Trekking-Zubehör spezialisiert haben:

  • Vaude
  • Outwell
  • Coleman
  • Gelert
  • Jack Wolfskin
  • The North Face
  • Globetrotter

Günstige Einmannzelte finden Sie besonders häufig im Internet und bei Sales.

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3. Sicher Zelten

Treuer Helfer

Die Geschichte der Zelte beginnt vor mehreren 10.000 Jahren. Sie waren für unsere Vorfahren der erste mobile Schutz vor Wind und Wetter.

Auf Reisen oder auch in heimischen Gefilden kann es dazu kommen, dass Sie beim Zelten mit unschönen Witterungsbedingungen in Kontakt kommen. Wie kann man also sein 1-Personen-Zelt sicher machen?

Gewitter

Die größte Gefahr bei einem Gewitter ist ein Blitzeinschlag. Daher ist das wichtigste die richtige Platzwahl. Sorgen Sie dafür, nicht der höchste Punkt im Gelände zu sein. Stellen Sie Ihr Trekkingzelt also nicht auf eine Anhöhe oder eine weite, flache Fläche. Auch trockene Flussbetten und allein stehende Bäume müssen gemieden werden. Inmitten eines Waldes sind Sie dagegen relativ sicher.

Vorsicht vor Gewittern!

Setzen Sie sich niemals mutwillig der Gefahr eines Gewitters aus. Haben Sie die Chance, sich ins Innere zu retten, nehmen Sie diese wahr!

Sturm

Bei einem Sturm mit Wind und Regen muss auf die richtige Ausrichtung des Zeltes geachtet werden. Ist eine Seite kürzer als die andere, sollte diese Richtung Wind aufgebaut werden. Achten Sie darauf, dass die Heringe besonders fest sind und spannen Sie die Seiten fest.

Schneesturm

Zelt Schneesturm
Auf Schnee und Kälte im Zelt sollte man sich besonders gut vorbereiten.

Auch in solch einem Fall sollte das Zelt besonders sorgsam im Boden verankert werden. Wenn Sie vorhaben, in ein kaltes, schneegeplagtes Gebiet zu reisen, achten Sie direkt auf ein geeignetes Campingzelt. Das Außenzelt sollte bis zum Boden reichen, damit kein Schnee hineinweht. Es sollte eine nach außen abfallende Form haben, damit sich kein Schnee auf dem Dach sammelt. Auch Platz sollte ausreichend vorhanden sein, damit Sie notfalls in dem Zelt kochen können.

Hitze

Im Sommer kann die Hitze im Innern des Zeltes unerträglich werden. Ein Außenzelt kann der erste Schritt sein, die Wärme aus dem Zelt zu halten. Ansonsten kann ein Ventilator mit einem nassen Handtuch darüber Abhilfe schaffen. Auch Lüften hilft im Zelt, um es im Inneren angenehmer zu machen.

4. Einmannzelt-Test bei der Stiftung Warentest

Das Institut hat bisher keinen Einmannzelt-Test oder Trekkingzelt-Test durchgeführt und auch keine anderen Zelte genauer unter die Lupe genommen.

Dafür könnte Sie ein andere Test interessieren: In der Ausgabe Test 05/2016 veröffentlichte die Stiftung Warentest einen Test des Magazins Saldo und des Fernsehformats „Kassensturz“ zum Thema Campingmatten. Von den 12 Matten konnten 7 mit der Note gut abschneiden.

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