Feuchtigkeitsmessgerät Test 2018

Die besten Feuchtigkeitsmesser im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Sie können ein Feuchtigkeitsmessgerät verwenden, um gemauerte oder verputzte Wände, aber auch verschiedene Holz-Arten auf ihren Feuchtigkeitsgehalt zu prüfen. Auch die Luftfeuchtigkeit oder die Temperatur können Sie mit den meisten Geräten ermitteln.
  • Sind Sie stolzer Besitzer eines Kamins, eignet sich ein Feuchtigkeitsmesser zum Überprüfen des Brennholzes: Werte unter 25 % Restfeuchtigkeit sind optimal. Je trockener das Holz ist, desto besser brennt es.
  • Nicht alle Feuchtigkeitsmesser sind für Wände oder Mauerwerk optimiert. Hier verhindern Hohlräume oder eingelagerte Salze zum Teil eine korrekte Messung.

Feuchtigkeitsmessgerät Test

Einigen Studien zufolge verfügen 25 Prozent der Haushalte in Deutschland über einen Kamin. Besonders an kalten Winterabenden sind das Knistern des Feuers und dessen gemütliche Wärme ein wahre Wohltat, solange auch getrocknetes Kaminholz verwendet wird, ansonsten schleudert er Ihnen bald einiges an Ruß ins sonst so beschauliche Ambiente. Sie sollten daher zuvor testen, wie feucht das Holz noch ist.

Zu diesem Zweck ist ein Feuchtigkeitsmessgerät günstig. Es bestimmt anhand der Leitfähigkeit eines Materials dessen Restfeuchte. Worauf Sie neben der Eindringtiefe noch achten sollten, wenn Sie ein Feuchtigkeitsmessgerät kaufen möchten, und in welchen Bereichen sich der Feuchtemesser noch bewährt hat, erfahren Sie in unserem Vergleich der Feuchtigkeitsmesssgeräte 2019.

1. Unverzichtbar für Haus und Garten: das Feuchtigkeitsmessgerät

Ein Gerät, viele Namen

Das Feuchtigkeitsmessgerät ist auch unter den Bezeichnungen Holzfeuchtemessgerät, Feuchtemesser, Feuchtigkeitsmesser oder Feuchtemessgerät bekannt. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Hygrometer: Mit diesem können Sie ausschließlich die Luftfeuchtigkeit messen. Ein Feuchtemesser hingegen leistet beides: Er misst den Wassergehalt von Feststoffen genau so wie von Raumluft.
Feuchtigkeitsmesser

Das Feuchtigkeitsmessgerät wird vor allem zur Messung des Feuchtigkeitsgehalt von Holz oder auch Baustoffen wie Estrich oder Beton verwendet. Manch ein Modell kann zusätzlich auch Temperaturen messen.

Möchten Sie beispielsweise ein Haus bauen oder sanieren, ist es wichtig, dass der Putz an den Wänden oder der Estrich auf dem Boden komplett durchgetrocknet ist, bevor Sie weitere Arbeitsschritte angehen. Ein Feuchtemesser hilft Ihnen dabei.

Praktisch ist das Gerät auch, wenn es um Brennholz geht. So können Sie vor dem Befeuern des Kamins prüfen, wie feucht das Brennholz noch ist. Liegt die Materialfeuchte über 25 %, raucht das Brennmaterial stark und brennt zudem schlecht durch.

2. So funktioniert ein Feuchtigkeitsmessgerät

Ein Feuchtemessgerät sendet schwachen elektrischen Strom und misst dann mittels eines Sensors die Leitfähigkeit von Materialien. Daraus kann man auf den Feuchtigkeitsgehalt dieser Materialien schließen. Wie exakt diese Messungen sind, hängt oft auch vom zu messenden Material ab.

Bei Brennholzscheiten ist die Messung in aller Regel sehr genau, da diese überhaupt nur Strom leiten können, wenn sie noch Restfeuchte besitzen.

Feuchtes Kaminholz aus dem Baumarkt

In einem Kurztest aus dem Jahr 2011 ermittelte die Stiftung Warentest, dass Brennholz aus dem Baumarkt oftmals zu nass zum Verfeuern ist. Das Fazit: Machen Sie vor Ort den Test mit einem Feuchtigkeitsmessgerät und prüfen Sie den Wassergehalt des Holzes vor dem Kauf.
Brennholz Feuchtigkeit

Bei Betonwänden oder Estrich-Böden ist das Feuchtigkeitsmessgerät hingegen meist nicht absolut präzise. Einschlüsse in Beton oder Mauersteinen, verschiedene im Material vorhandene Stoffe und Salze – diese Faktoren unterwerfen die Messergebnisse gewissen Schwankungen. Teilweise können Sie durchaus sonderbare Ergebnisse erhalten, da insbesondere Salze die elektrische Leitfähigkeit verändern können.

Es ist hier deutlich wichtiger, auf gewisse Trends zu achten, da die Messung auf unterschiedlichen, für spezifische Stoffe jeweils festgelegte Dielektrizitätszahlen beruht.

Schimmel detektieren mit dem Feuchtemesser: Die Messwerte-Entwicklung ist bei Baustoffen besonders dann von Bedeutung, wenn Sie Probleme mit Schimmel haben. Hier können Sie mit einem Wandfeuchtigkeitsmesser prüfen, ob sich die Messwerte bei Regen ändern. So können Sie sicher klären, ob das Problem tatsächlich von außen kommende Feuchtigkeit oder doch Kältebrücken oder ähnliches sind.

3. Kaufberatung für ein Feuchtigkeitsmessgerät: Darauf sollten Sie achten

Auch wenn man einen Feuchtemesser nicht täglich nutzt, so sind doch exakte Messwerte und eine einfache Handhabung auch für Laien zentrale Kategorien, welche die Kaufentscheidung beeinflussen. Was genau Sie beachten sollten, wenn die ein solches Messgerät erwerben möchten, lesen Sie im Folgenden.

3.1. Messbereich: Werte über 40% müssen erfasst werden

rothenberger
Handlich, kompakt und genau: die besten Feuchtigkeitsmessgeräte für Profis ermitteln den Wassergehalt in Digits.

Die Messbereiche von Feuchtemessern sind in der Regel entweder in Prozentzahlen oder in sogenannten Digits angegeben. Die Angabe der Feuchtigkeit in Prozenten ist meist weniger genau, aber auch für Laien verständlich und macht so die Benutzung des Geräts und die Interpretation der Daten einfacher.

Exakter und deshalb insbesondere Profis zu empfehlen sind Feuchtigkeitsmesser, die ihre Messwerte in Digits angeben. Hier wird die Spannung des Stroms direkt gemessen und angegeben, ein Digit ist dann in der Regel äquivalent zu einer Spannung von 0,1 Volt.

Insbesondere bei der Prüfung von Wänden ist diese Form der Messung empfohlen, bevor man gegebenenfalls auf eine Calciumcarbid-Messung zurückgegriffen werden muss. Letztere liefert einheitliche und exakte Messergebnisse und wird häufig im Falle von Schimmelbildung angewandt.

Besonders hochwertige Feuchtemessgeräte begrenzen den Messbereich zudem nicht. Gibt das Gerät die Materialfeuchte in Digits an, geht die Skala zumeist von 0 bis 100 Digits. Einige preisgünstige Feuchtigkeitsmessgeräte (z. B. von Brennenstuhl) zeigen hingegen nur Prozentwerte zwischen 1 und 50 % an. Legen Sie Wert auf einen großen Messbereich, sind vor allem die folgenden Marken zu empfehlen

  • Trotec
  • PCE Instruments
  • Bosch
  • Voltcraft
  • Gann Hydromette
  • Rothenberger Inustrials

3.2. Eindringtiefe: 5 mm sind das Minimum

tfa-dostmann-feuchtigkeitsmesser
Günstige Feuchtigkeitsmessgeräte ermitteln zwar den Wassergehalt präzise, haben jedoch meist eine geringe Eindringtiefe.

Tests zu Feuchtigkeitsmessgeräten zeigen: Je weiter die Sensoren eines Feuchtigkeitsmessgeräts in das zu messende Material eindringen, desto exakter werden die Messresultate.

Wie tief sie in eine Wand oder ein Stück Brennholz eindringen, wird durch die Eindringtiefe angegeben. In der Regel bewegt sich die Eindringtiefe der Sensoren von Feuchtigkeitsmessgeräten zwischen 1 und 40 mm.

Möchten Sie vornehmlich die Feuchte von Wänden und Böden messen, ist eine Eindringtiefe von über 20 mm empfehlenswert. Für die Feuchtemessung bei Holz reichen oft schon geringere Tiefen unter 10 mm.

3.3. Stromversorgung: 9-Volt-Blöcke sind vorzuziehen

Bei der Stromversorgung gibt es die Optionen, ein Gerät mit normalen AAA-Batterien oder über 9-V-Blöcke zu versorgen. Während der Betrieb über Batterien (wie z. B. bei den Herstellern Andoer und Voltcraft) natürlich simpler ist, ist die Stromversorgung über 9-V-Blöcke allerdings effektiver und letztlich empfehlenswerter. Marken wie Dolmar, Atika oder Trotec setzen daher auf die großen 9-Volt-Batterien.

3.4. Anzeigen und Funktionen: bequemes Messen durch Hold-Funktion

Feuchtemesser beleuchtet
Mit einem beleuchteten Digital-Display können Sie die genauen Werte auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut erkennen.

Die meisten Feuchtemesser verfügen, je nach Hersteller, über hilfreiche Funktionen, die Ihnen den Gebrauch beträchtlich erleichtern:

  • Hold-Funktion: zeigt Messwerte über längeren Zeitraum nach Messung an – komfortabel bei schwer zugänglichen Stellen
  • Minimal- und Maximalwerte: grenzt Höchstwert einer feuchten Stelle ein – praktisch für das Entdecken von Leitungslecks
  • beleuchtetes Display: Messwerte in allen Umgebungen erkennbar – günstig bei Messungen in Kellern o. ä.

4. Welche Feuchtigkeitswerte sind normal?

Je nach Material-Typ gelten verschiedene Messwerte als normal bzw. unauffällig. Folgende Tabelle hilft Ihnen, die gemessenen Werte korrekt zu beurteilen:

Material praktischer Feuchtigkeitswert
Innenputz
Innenputz
1 bis 10 %
Außenputz
Außenputz
1 bis 7 %
Ziegel
Ziegel
1,5 %
Gips, Gipskartonplatten
Rigips
2 %
Kalksandstein, Beton, Glas- oder Steinwolle, Schaumstoffe (Polystyrol, Polyurethan)
Steinwolle
5 %
Korkdämmstoffe
Kork
10 %
Sperrholz, Holzfaserplatten, Spanplatten
MDF
bis zu 15 %

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