Fischfinder Test 2018

Die besten Fish-Finder im Überblick.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mithilfe eines Fischfinder-Echolots können Sie Unterwasserbewohner orten, die Gewässertiefe ausmessen und die Eigenschaften des Gewässerbodens auskundschaften.
  • Wichte Aspekte beim Kauf sind der Frequenzbereich, die Sendeleistung und die Display-Eigenschaften. Für trübe Gewässer oder im Salzwasser beispielsweise ist eine hohe Sendeleistung wichtig.
  • Einige mobile Fischfinder sind ohne Display ausgestattet, da sie ihre Daten aufs Smartphone übertragen. Doch so oder so muss das Lesen eines Fischfinders gelernt sein und das gelingt Ihnen am besten während der Nutzung.

fischfinder test

Haben Sie auch schon einmal stundenlang in Ihrem Boot mit einer Angel gesessen und kein Fisch hat angebissen? Und hätten Sie sich gewünscht, einen Blick unter die Wasseroberfläche werfen zu können, um zu sehen, wo die Fische stecken?

Dann ist ein Fischfinder möglicherweise ein geeignetes Hilfsmittel für Sie. Mit diesem Echolot können Sie Fische und Fischschwärme aufspüren und so Ihre Fangquote erhöhen.

In unserem Fischfinder-Vergleich 2018 erfahren Sie, was Sie beim Kauf eines Fischtrackers beachten sollten, denn es kommt zum Beispiel auch darauf an, in welchen Gewässern Sie fischen. Sie erfahren, warum sich ein besonders großer Frequenzbereich lohnt, weshalb eine hohe Sendeleistung wichtig ist und was einen Fischfinder-Vergleichssieger sonst so ausmacht.

1. Fischfinder spüren Fische auf & vermeiden Berührung des Gewässergrundes

lucky-fischfinder
Der Fischfinder (Marke Lucky) funktioniert kabellos und zeigt auf einem LCD-Display an, wo sich Fische befinden und gibt Informationen zur Beschaffenheit des Wassergrundes.

Wie der Name vermuten lässt, dient ein Fischfinder oder Fishfinder dazu, Fische aufzuspüren. Das Gerät wird vor allem von Anglern zur Erhöhung der Fangquote eingesetzt.

Nicht nur im Freizeit-Sektor werden Fischfinder genutzt, sondern auch auf großen Schiffen der Berufsfischerei, wobei dort noch weitere Speziallote verwendet werden, um Fische oder Fischschwärme zu orten.

Bei einem Fischfinder handelt es sich um eine Zusatzfunktion eines Navigationslots bzw. Echolots. So ein Navigationslot dient in erster Linie der Sicherheit, denn Sie können sehen, wie weit der Gewässergrund vom Boot entfernt ist und auf diese Weise eine Grundberührung vermeiden. Gleichzeitig zeigt Ihnen die Fischfinder-Funktion an, wo sich Wasserbewohner bzw. potenzielle Fische zum Fangen aufhalten.

Wie funktioniert ein Fischfinder? Echolote besitzen einen Tiefensensor, der Hochspannungsimpulse um Ultraschallbereich aussendet. Die Schallwellen breiten sich unter Wasser aus und werden von Hindernissen reflektiert und wieder an den Tiefensensor zurückgesendet. Dieser wandelt diese Wellen in elektrische Signale um, die als Bild auf einem Display erscheinen.

Fische liefern gut erkennbare Echos dank ihrer Luftblasen oder der Schwimmblase und der Fischfinder kann zum Beispiel dem Angler Informationen darüber liefern, wie viele Fische sich unter dem Boot aufhalten. Über die Größe oder Art des Fisches kann das Gerät allerdings keine Angaben machen.

Welcher Fischfinder ist günstig für Norwegen? Hier eignet sich ein Modell mit einem Frequenzbereich von etwa 50 kHz, da die norwegischen Fjorde sehr tief sein können und das Echolot nur dann Bilder aus größeren Tiefen sendet, wenn es lange Schallwellen aussenden kann.

2. Fischfinder-Typen: Für tiefe Gewässer eignet sich die SideScan-Bildgebung besser

Bevor Sie einen Fischfinder kaufen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, wo Sie das Gerät einsetzen wollen. Für das Fjordangeln in Norwegen eignet sich nämlich nicht der gleiche Fischtracker wie für das Angeln im heimischen Dorfteich.

Anhand der Bildgebung durch das Echolot können Sie zwei Kategorien der Schallwellenrichtungen und damit auch von Fischfindern unterscheiden: DownScan (DownVü) und SideScan (SideVü). Ein Gerät, das beide Arten vereint, verfügt über TotalScan (etwa vom Hersteller Simrad).

Richtung der Schallwellen Eigenschaften & Eignung
downscanDownScan Imaging 
  • von Fischfindern genutzt, die auf hohen Frequenzbereichen (455 bis 800 kHz) senden
  • Bereich direkt unter Boot wird mit erfasst
  • Schallwellen reichen weniger tief – für das Meer weniger geeignet
  • geeignet für: Angeln in Seen und Flüssen
  • Hersteller & Marken: Lowrance, Garmin, Simrad, Raymarine etc.
 sidescanSideScan Imaging
  • Schallwellen werden auch seitlich ausgesendet – Wiedergabe von Tiefe und genauem Standort der Fische
  • sendet nicht nur Bilder vom Bereich unterhalb des Bootes, sondern auch von den Seiten
  • geeignet für: tiefe Gewässer (Meere)
  • Hersteller & Marken: Garmin, Humminbird, Lowrance, Raymarine etc.

angelnAngeln oder fischen Sie bevorzugt auf dem Meer, sollten Sie sich einen SideScan-Fischfinder zulegen, für heimische, flache Gewässer ist ein DownScan-Fischfinder ideal.

3. Kaufberatung: So finden Sie den besten Fischfinder

3.1. Displays mit hoher Auflösung sind von Vorteil oder Sie nutzen Ihr Smartphone

Nutzt man ein Echolot lediglich zur Navigation, spielt die Auflösung des Displays keine große Rolle, aber beim Nutzen der Fischfinder-Funktion ist eine hohe Display-Auflösung von Vorteil.

angelnAchten Sie darauf, dass das Fischfinder-Display eine hohe Auflösung besitzt, damit das Ablesen möglichst angenehm ist. Idealerweise ist das Display entspiegelt, sodass Sie auch bei Sonnenschein alles erkennen können.

fischfinder-app
Nutzen Sie ein Gerät mit Fischfinder-App, können Sie die Daten auf Ihrem Handy ablesen. (hier: iBobber Sonar)

Günstige Fischfinder haben meistens kein Farbdisplay, doch in der Regel lassen sich die Angaben auf dem Bildschirm auch in Schwarzweiß gut erkennen. Hier gilt: Je mehr Graustufen, desto besser.

Unser Fischfinder-Vergleich zeigt: Die Displays sind in der Regel zwischen 2,2 und 5 Zoll groß. Einige Fischfinder funktionieren nur in Kombination mit einem Handy (zum Beispiel die Fischfinder Deeper Pro+ oder iBobber Sonar).

Mittels Fischfinder-App können Sie die Echolot-Daten bequem auf Ihr Smartphone oder Tablet senden lassen und dort ablesen.

3.2. Eine Kombination aus hohem & niedrigem Frequenzbereich liefert die besten Daten

humminbird-fishfinder
Der Humminbird-Fischfinder ist mit einem Dual- Beam-System ausgestattet und verfügt über eine Sendeleistung von 4.000 Watt.

Fischfinder-Tests haben gezeigt, dass neuere Fischfinder für den Freizeit-Boot-Bereich mit einer hohen Sendefrequenz (etwa 200 kHz) ausgestattet sind. Bei einem hohen Frequenzbereich kann das Echolot Bilder mit mehr Details liefern, da die Wellenlänge der Schallwellen kürzer ist.

Bei langen Schallwellen – etwa im Bereich von 50 kHz – erreichen die Wellen tiefere Bereiche im Gewässer und das Echolot kann Information über die Beschaffenheit des Bodens – zum Beispiel zur Bodenhärte und zur Entfernung –wiedergeben.

angelnWir empfehlen einen Fischfinder, der eine Kombination aus hohem und niedrigem Frequenzbereich bietet, wie etwa 50 bis 200 kHz. Dabei handelt es sich um Fischtracker mit dem Dual-Beam-System. So können Sie sowohl detailreiche Bilder als auch Daten zur Entfernung und Bodenbeschaffenheit empfangen.

3.3. In trüben Gewässern & Salzwasser ist eine hohe Sendeleistung wichtig

Die Sendeleistung wird in Watt (W) angegeben und sie zeigt an, wie genau die Ortung des Echolots ist. Hier gilt: Je höher die Sendeleistung, desto besser das Ergebnis der Ortung.

deeper
Nicht immer sind die Bilder, die das Echolot ausgibt, für Angler einfach zu interpretieren. Das richtige Lesen eines Fischfinders braucht daher viel Erfahrung.

Hochwertige Fischfinder besitzen eine Sendeleistung von 500 bis 4.000 Watt, das haben Fischfinder-Tests gezeigt. In der Regel sind Geräte mit besonders hoher Sendeleistung auch relativ kostspielig; dasselbe gilt für Fischfinder mit Dual-Beam-System.

Weitere hilfreiche Features oder Zubehör eines Fischfinders können sein:

  • GPS
  • Kartenmaterial (online und / oder offline) oder die Möglichkeit, eigene Karten zu erstellen
  • Fischalarm, wenn das Gerät Fische ortet
  • Temperatursensor
  • mehrsprachiges Menü

Als Zubehör kann sich bei langen Angel-Sessions übrigens auch eine bequeme Karpfenliege lohnen. Eine Auswahl an Modellen und mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Karpfenliegen-Vergleich.

angelnFischen Sie vor allem unter schlechten Bedingungen wie etwa in trüben Gewässern oder in Salzwasser, ist eine hohe Sendeleistung wichtig. Achten Sie darauf, dass die Fischfinder-Sendeleistung bei mindestens 500 Watt liegt, um detaillierte Bilder erhalten zu können.

3.4. Echolotbilder sind nicht leicht zu interpretieren – Eine gute Anleitung ist wichtig

fishfinderTipps zur Fischfinder-Montage

1. Fischfinder so senkrecht wie möglich am Boot montieren
2. Echolot mittig unter das Boot montieren

Anschließend müssen Sie die richtigen Einstellungen wählen. Erscheint ein zufriedenstellendes Bild, können Sie sich mit der Interpretation der Daten befassen.

Beim Anblick des Bildes, das Ihnen der mobile Fischfinder sendet, haben Sie sich bestimmt auch schon einmal gefragt: Wie liest man einen Fischfinder? 

Echolotbilder sind meistens nicht leicht zu interpretieren. Dazu braucht es nicht nur einiges an Erfahrung und Übung, sondern auch eine gute Anleitung bzw. ein gutes Handbuch. Daher sollten Sie beim Kauf Ihres Geräts auch auf ein Handbuch oder eine ausführliche Anleitung achten.

Einige Fischfinder machen es dem Anwender leichter als andere, denn sie liefern Bilder, die die genaue Position des Fisches wiedergeben. Dies ist etwa bei der SideScan-Bildgebung der Fall. Bei den meisten klassischen 2D-Sonar-Geräten lässt sich die genaue Position der Meeresbewohner aber nicht ausmachen.

Zum Abschluss ein Argument, sich heimischen Fisch selbst zu angeln – vielleicht mithilfe eines Fischfinders: Rund 90 % des in Deutschland im Handel erhältlichen Fisches stammt aus dem Ausland. Das Problem: Die Qualitätsstandards außerhalb Europas zu Medikamenteneinsatz, Nachhaltigkeit und artgerechter Haltung entsprechen nicht den unsrigen. Dies ergab ein Test zum Thema Fisch der Stiftung Warentest (Ausgabe Juli 2015).

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