Gartenschere Test 2019

Die besten Garten- & Universalscheren im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Gartenscheren gibt es in zwei Varianten: Als Bypass- oder Amboss-Schere. Mit Bypass-Scheren trimmen Sie frisches Grün und dünne Zweige. Man nennt diese Modelle auch Rosenscheren. Amboss-Scheren sind für Hecken und dickere Äste geeignet.
  • Beachten Sie, dass es Gartenscheren speziell für Linkshänder oder Rechtshänder gibt, aber auch Modelle, die für beide Händigkeiten ausgelegt sind.
  • Reinigen Sie die Gartenschere nach jeder Benutzung und schmieren Sie sie regelmäßig mit Fett ein, dann haben Sie lange etwas von Ihrer Gartenschere.

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Gartenscheren sind für die Arbeit im Garten eines der wichtigsten und einfachsten Geräte. Vergleichbar mit dem Messer für einen Koch, ist die Schere für den Gärtner ein ständiger Begleiter und wertvoller Helfer bei verschiedenen Arbeiten.

Unser Gartenscheren-Vergleich 2019 zeigt aber, dass es bei den verschiedenen Modellen der unterschiedlichen Hersteller und Marken nicht nur verschiedene Typen gibt, sondern auch unterschiedliche Eigenschaften. Damit Sie die beste Gartenschere für sich finden, haben wir die wichtigsten Kaufkriterien für Sie in dieser Kaufberatung zusammengefasst.

1. Die Gartenschere unter der Lupe

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Rosenpflanzen lassen sich mit einer Gartenschere prima verschneiden.

Die Funktionsweise einer Gartenschere ist im Prinzip genauso, wie die einer gewöhnlichen Haushaltsschere. Gartenscheren sind aber stärker, so dass Sie mit diesen Geräten dickere Materialien schneiden können.

Typische Anwendungsgebiete von Gartenscheren sind:

  • Abschneiden von Pflanzenteilen, zum Beispiel Blättern und Trieben oder Ästen von Sträuchern oder kleineren Bäumen
  • Zuschneiden von Gartenzubehör, wie Schnur oder Bast

Eine Gartenschere ist damit für viele Arbeiten im Garten sinnvoll. Aber auch, wer auf einer Terrasse Pflanzen in Kübeln oder aber Balkonpflanzen in Kästen hat, wird eine Gartenschere hin und wieder benötigen, um die Pflanzen zurechtzuschneiden.

2. Bypass vs. Amboss – Das sind die Gartenscheren-Typen

Grundsätzlich gibt es zwei Typen von Gartenscheren: Bypass-Scheren und Amboss-Scheren. Der hauptsächliche Unterschied zwischen diesen Kategorien liegt in den Anwendungsbereichen.

Produktart Merkmale
Bypass-Gartenschere
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  • Diese Modelle haben zwei scharfe Klingen.
  • Beim Zusammendrücken der Griffe schieben sich beide Klingen aneinander vorbei und erzeugen einen glatten, sauberen Schnitt.
  • Diese langlebigen Gartenscheren sind gut für Gräser, Grünpflanzen und Rosen oder andere Blumen geeignet.
  • Man nennt sie auch Rosenschere oder Grasschere.
Amboss-Gartenschere
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  • Hat nur ein scharfes Messer – die zweite Klinge ist eine stumpfe Gegenplatte, auf der die scharfe Klinge beim Zusammendrücken aufsetzt.
  • Der Schnitt ist stumpf und das Schnittgut wird häufig gequetscht.
  • Sie können mit einer Amboss-Gartenschere mit wenig Kraft einen Strauch oder Äste bearbeiten, bekommen aber keine sauberen Schnittflächen.

Die Amboss-Schere ist also vor allem für gröbere Arbeiten an einem dicken Ast geeignet, die Bypass-Schere für saubere und präzise Schnitte an Blumen und Grünpflanzen.

Als Alternative zu diesen beiden Typen gibt es auch Universalgartenscheren. Mit diesen können Sie etwas dickere Zweige schneiden als mit einer Rosenschere. Mit richtig dicken Ästen werden diese Modelle aber auch nicht fertig.

Lesen Sie hier, welche Vor- und Nachteile Universalgartenscheren haben:

  • Sie müssen nicht mehrere verschiedene Gartenscheren anschaffen.
  • Sie können mit der Universal-Gartenschere sowohl Grünpflanzen oder Rosenbüsche zuschneiden, als auch kleine Äste von Hecken abknipsen.
  • Für dickere Äste ist eine Universal-Gartenschere nicht geeignet.

Es gibt darüber hinaus noch weitere Spezial-Typen von Gartenscheren. Zum Beispiel die, der Amboss-Schere ähnliche, Ratschenschere für harte Baumstämme oder Äste. Die zuschaltbare Ratsche dieser Gartenschere ermöglicht es, Äste Stück für Stück durchzuschneiden.

3. Darauf sollten Sie beim Kauf einer Gartenschere achten

3.1. Links- oder Rechtshänder – Für wen soll die Gartenschere passen?

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Linkshänder finden im Handel speziell für sie angefertigte Gartenscheren.

Ähnlich wie bei einer Bastelschere, müssen Sie auch bei der Gartenschere darauf achten, dass Sie auf die Händigkeit ausgelegt ist.

Wenn ein Rechtshänder mit einer Gartenschere für Linkshänder arbeiten möchte, wird er nämlich schnell feststellen, dass er die Schere gar nicht richtig führen und zusammendrücken kann. Kaufen Sie deshalb als Rechtshänder ein Modell, dass in der rechten Hand gehalten wird und als Linkshänder ein Modell für die linke Hand.

Tipp: Es gibt auch Modelle, die für beide Händigkeiten geeignet sind. Diese sind besonders praktisch, wenn mehrere Personen in einem Haushalt oder Betrieb dieselbe Schere nutzen.

3.2. Die Griffe – richtige Größe und Ergonomie sind entscheidend

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Gartenscheren mit ergonomischen Griffen liegen in diversen Tests vorn.

Bei den Griffen der Gartenschere müssen Sie vor allem auf die Länge achten. Die Grifflänge sagt nämlich etwas darüber aus, ob das Gartengerät eher für große Hände geeignet ist oder ob es sich um eine Gartenschere für kleine Hände handelt.

Je länger der Griff, desto größer sollten die Hände des Nutzers sein. Ist die Gartenschere groß, kann jemand mit kleinen Händen sie schlecht greifen. Auf der anderen Seite sollten Sie aber auch nie eine zu kleine Schere nutzen. Dabei könnten Sie sich Verletzungen oder Quetschungen zuziehen.

Auch die Griffweite ist in diesem Zusammenhang wichtig. Prüfen Sie, ob die Öffnungsweite für Ihre Hände geeignet ist. Gut ist, wenn Weite und Griffgröße verstellbar sind. Dann können mehrere Menschen mit unterschiedlich großen Händen die Gartenschere nutzen.

Würde man einen Gartenschere-Test durchführen, gäbe es außerdem sicherlich Pluspunkte für eine Schere mit einem ergonomischen Griff. Dieser verhindert, dass die Handmuskulatur bei längeren Arbeiten verkrampft. Besonders gut sind Modelle mit Rollgriffen. Diese drehen sich beim Öffnen und Schließen der Hand. Positiv zu bewerten ist auch, wenn es an den Griffflächen Weichkomponenten gibt, die Blasen an den Fingern verhindern.

3.3. Wieviel Gewicht optimal ist

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Oftmals nutzen Sie die Gartenschere bei länger andauernden Aufgaben – Achten Sie deshalb aufs Gewicht.

Im Hinblick auf das Gewicht neigt man intuitiv erst einmal dazu ein geringes Gewicht als vorteilhaft zu empfinden. Schließlich liegt die Schere dann bei längeren Arbeiten nicht so schwer in der Hand und der Arm wird nicht müde. Dieser Gedanke ist prinzipiell auch richtig.

Allerdings sollten Sie beachten, dass die Strauchschere auch nicht zu leicht sein sollte. Dann nämlich könnten Sie beim Arbeiten abrutschen und sich verletzen. Außerdem können Sie mit einer zu leichten Schere nicht genug Druck auf Äste ausüben.

Sie sollen also einen guten Kompromiss finden und eine Schere wählen, die gut in der Hand liegt, genügend Kraft hat und Sie dennoch nicht ermüden lässt.

3.4. Extras: Saftrille, Drahtabschneider und Zubehör

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Der Drahtabschneider ist ein hilfreiches Extra an so mancher Gartenschere.

Die Ausstattung einer Gartenschere ist ebenfalls ein wichtiges Kaufkriterium: Sie werden früher oder später Ersatzklingen, Schleifgegenstände, Federn oder Verschlüsse als Ersatzteile benötigen. Je mehr solcher Gartenschere-Ersatzteile von vornherein mitgeliefert werden, desto besser ist es.

Viele Gartenscheren haben einen integrierten Drahtabschneider. Diese scharfe Vorrichtung ist praktisch, um bei der Gartenarbeit schnell ein Stück Blumendraht zurechtzuschneiden, zum Beispiel um lange Triebe zu befestigen.

Ebenfalls gut ist eine integrierte Saftrille. Diese Einkerbung lässt austretenden Pflanzensaft gezielt weg von den hydraulischen Teilen, zum Beispiel dem Stoßdämpfer, abfließen. So wird auch verhindert, dass die Schneiden verkleben.

3.5. Sicherheitsverschluss – quasi Standard

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Mit dem Sicherheitsverschluss kann eine Schere bei Nichtgebrauch gesichert werden.

Praktisch alle Gartenscheren haben ihn. Dennoch sei er als wichtiges Sicherheitsmerkmal kurz erwähnt: Der Sicherheitsverschluss. Meistens ist das ein Plättchen, welches die Klingen feststellt, wenn die Schere nicht genutzt wird.

Der Sicherheitsverschluss kann nur in geschlossenem Zustand der Schere betätigt werden. Die Schere bleibt dann durch diese Sicherung geschlossen. Die Klingen sind bedeckt und es besteht keine Verletzungsgefahr, wenn jemand aus Versehen in die Schere greift, die vielleicht irgendwo im Keller oder der Garage gelagert wird.

4. So pflegen Sie Ihre Gartenschere richtig

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Eine regelmäßige Reinigung erhält die Schneidkraft Ihrer Gartenschere.

Eine Gartenschere kann Ihnen viele Jahre als Arbeitsgerät für Balkon, Terrasse und Garten dienen. Vorausgesetzt natürlich, dass sie von Anfang an gut verarbeitet wurde und, dass Sie sie richtig pflegen.

Die wichtigsten Grundpfeiler dieser Pflege sind: Putzen, Einölen, Schärfen, Reparieren und Desinfizieren:

Nach jeder Benutzung sollten Sie die Gartenschere putzen. Am besten geht das, mit einem feuchten Tuch. Entfernen Sie groben Dreck und Pflanzensaft und trocken Sie die Schere danach gut ab.

Werkzeugöl schützt die Schere vor Rost und hält das Gelenk außerdem schön leichtgängig. Deshalb sollten Sie die Schere nach der Benutzung frisch einölen. Aber erst, wenn sie richtig trocken ist.

Nach einer gewissen Zeit der Benutzung, wird jede Gartenschere stumpf. Das ist aber kein Problem. Bei vielen Scheren liegt sogar schon ein Schleifstein bei, mit dem Sie die Gartenschere schärfen können. Ansonsten lassen sich solche Steine auch recht günstig separat kaufen. Das Gartenschere-Schärfen funktioniert genauso, wie bei Küchenmessern.

Manchmal werden Gartenscheren sehr schwergängig. Auch dann müssen Sie sie nicht gleich wegwerfen. Oft hilft es, sie auseinanderzubauen, zu reinigen und zu ölen und dann wieder zusammenzubauen. Viele Hersteller bieten auch Ersatzteile an, mit denen Sie die Schere reparieren können.

Immer wieder tauchen in Gärten Pflanzenkrankheiten, wie zum Beispiel Mehltau, auf. Wenn Sie eine kranke Pflanze mit dem Gartenwerkzeug bearbeitet haben, sollten Sie danach die Gartenschere desinfizieren, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Nutzen Sie am besten reinen Alkohol.

5. Die Stiftung Warentest empfiehlt bekannte Marken

Verwechslungsgefahr

Nicht zu verwechseln ist die Gartenschere mit einer Astschere. Astscheren kommen dann zum Einsatz, wenn eine Gartenschere nicht mehr richtig schneidet, weil die Zweige zu dick werden. Astscheren können dickere Äste schneiden, sind aber oft auch ausziehbar, so dass Sie höher gelegene Äste erreichen können.

Zur Orientierung bei der Kaufentscheidung empfiehlt sich immer die Lektüre eines professionell durchgeführten Gartenschere-Tests. Die Stiftung Warentest hat so einen Test 2015 durchgeführt.

Dabei schnitt mehr als die Hälfte der getesteten Scheren gar nicht gut ab. Teilweise war der Kraftaufwand zu groß, bzw. die Schnittstärke zu gering, teilweise ergab sich ein schlechtes Schnittbild oder die Griffe enthielten Schadstoffe. Bei manchen Scheren brachen im Dauertest sogar die Holme.

Überzeugen konnten im Vergleich der Gartengeräte letztlich eher Modelle bekannter Hersteller. Gartenschere-Vergleichssieger wurde die Gartenschere Original Löwe 8.107. Den zweiten Platz errang die Gartenschere Gardena Comfort 8787. Drittbeste Schere im Test wurde die leichte Original Löwe 14.104.

6. Fragen und Antworten rund um die Gartenschere

6.1. Wo kann man eine Gartenschere kaufen?

Egal, ob Sie nach Scheren von Löwe oder Gardena suchen, oder nach einer Gartenschere von Fiskars, Felco, Wolf oder einem anderen Hersteller: Ihr örtlicher Baumarkt hat sicher eine gute Auswahl auf Lager.

Erfahrungsgemäß können Sie allerdings im Internet preiswerter einkaufen. Wenn Sie also eine günstige Gartenschere erwerben möchten, verzichten Sie lieber nicht auf Qualität, sondern achten Sie stattdessen auf Sonderangebote von Onlineshops für Gartengeräte. Dann dauert es zwar im schlimmsten Fall ein paar Tage, bis die Strauchschere zu Ihnen nach Hause geliefert wurde, dafür haben Sie Geld gespart. Die Erfahrungsberichte anderer Käufer des Onlineshops können Ihnen außerdem bei der Entscheidung helfen.

6.2. Welche Gartenscheren sind empfehlenswert?

Der Gartenschere-Test der Stiftung Warentest war in diesem Punkt recht eindeutig: Greifen Sie besser zu einem hochwertigen Markenprodukt, etwa einer Gartenschere von Gardena oder Löwe. Gute Gartenscheren sind nicht viel teurer als Billigmodelle, dafür aber erheblich langlebiger. Auf jeden Fall sollten Sie eine Gartenschere mit einer Übersetzung anschaffen, die einen möglichst geringen Kraftaufwand erlaubt.

6.3. Gibt es auch eine elektrische Gartenschere oder eine Gartenschere mit Akku?

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Die elektrische Gartenschere ist eine echte Alternative zur einfachen Gartenschere.

Tatsächlich gibt es auch die eine oder andere elektrische Gartenschere zu kaufen. Wird eine Gartenschere elektrisch angetrieben, haben Sie die Wahl zwischen einem Modell, das mit einem Kabel an einer Steckdose angeschlossen wird und einer Gartenschere mit Akku.

Eine Akku-Gartenschere bietet größere Bewegungsfreiheit. Allerdings gibt die Akkukapazität vor, wie lange Sie damit arbeiten können.

Mit einer elektrischen Rosenschere können Sie unbegrenzt lange arbeiten. Dabei müssen Sie aber stets eine Steckdose in der Nähe haben und auch auf das Kabel achten. Dieses kann zur Stolperfalle werden und stellt damit ein gewisses Verletzungsrisiko dar.

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