Häcksler Test 2018

Die besten Gartenhäcksler im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Häcksler ist ein Gartenwerkzeug zum Zerkleinern von Ästen und größeren Pflanzenteilen, die Sie bei der Gartenarbeit entfernt haben. Die gehäckselten Holzstücke können Sie zum Beispiel für das Kompostieren oder als Mulch benutzen.
  • Man unterscheidet zwischen dem schnellen Messerhäcksler und dem leiseren Walzenhäcksler.
  • Beachten Sie Punkte wie die Leistung und den maximalen Astdurchmesser, bevor Sie sich für ein Gerät entscheiden.

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Ein Garten macht viel Freude, aber auch viel Arbeit. Regelmäßig müssen Hecken, Bäume oder Büsche zurückgeschnitten werden, um gepflegt auszusehen. Dabei fällt einiges an Abfall an.

Ganze Äste können Sie aber nicht einfach so auf den Kompost geben. Für alle, die viel im Garten arbeiten, ist ein Häcksler daher ein wertvolles Gerät. Mit dem Schredder können Sie das Schnittgut so weit zerkleinern, dass es kompostiert werden kann.

Doch woran erkennt man ein richtig gutes Gerät und was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Typen der einzelnen Hersteller und Marken? Tatsächlich fördert ein Häcksler-Vergleich 2018 einige Unterschied zutage. In dieser Kaufberatung lesen Sie, worauf Sie achten müssen, um den besten Häcksler für Ihren Bedarf zu finden.

1. Häckseln und Zerkleinern – Was ein Häcksler kann

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Der Häcksler zerkleinert Äste und Zweige.

Egal, ob man ihn nun Schredder, Holzhäcksler oder Gartenhäcksler nennt – ein Häcksler ist ein wertvolles motorisiertes Gerät zum Häckseln von Zweigen und Ästen. Dabei wird das Schnittgut durch eine trichterförmige Öffnung in den Gartenschredder gedrückt.

Scharfe Häcksler-Messer im Inneren, die sich drehen oder auf und ab bewegen, zerkleinern das Häckselgut. Angetrieben werden die Messerscheiben normalerweise von einem Elektromotor mit 230-Volt-Anschluss.

Die zerkleinerten Teile werden dann ausgeworfen und landen normalerweise in einem Fangsack oder einer Auffangbox, so dass Sie sie erst eine Weile sammeln können.

Sie können die zerhäckselten Äste dann einfach auf den Komposthaufen packen. Beachten Sie aber, dass Häcksler nicht unbegrenzt dicke Äste verarbeiten können. Der ideale Durchmesser liegt bei 40 bis 45 Millimetern. Die Hersteller geben den maximalen Durchmesser an. Dickere Äste müssen Sie entweder mit einer Kettensäge zerkleinern oder Sie können sie vielleicht als Brennholz verwenden.

2. Die Häcksler-Typen: Der schnelle laute oder der ruhige Vertreter

Grundsätzlich kann man zwischen zwei Haupttypen von Häckslern unterscheiden: Dem Messerhäcksler und dem Walzenhäcksler.

Der Messerhäcksler ist ein Vertreter der älteren Technologie. In seinem Inneren gibt es eine Schwungscheibe mit Messern. Durch schnelles Drehen dieser Scheiben werden Äste schnell und zuverlässig zerkleinert. In der Mitte ist noch ein ergänzender Messerkranz zu finden. Ähnlich wie ein Mixer zerkleinert dieser sogar sehr kleine Äste und Laub.

Messerhäcksler arbeiten ziemlich laut, weil für das gründliche Zerkleinern eine hohe Geschwindigkeit erreicht werden muss. Das Ergebnis sind fein zerhäckselte Stücke, die wegen ihres sauberen Schnitts langsam verrotten. Bei den meisten Vertretern dieses Typs wird das Schnittgut nicht vom Gerät selbst eingezogen. Stattdessen muss der Nutzer sie mit einem Stopfer in das Schneidewerk hineindrücken, was die Arbeit mit diesem Häcklser auf Dauer recht anstrengend macht.

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Ob Messer- oder Walzenhäcksler: Als Ergebnis erhalten Sie kleine Holzspäne.

Beim Walzenhäcksler sind die Stahlmesser an einer Walze angebracht, die sich dreht. Dabei zerquetscht die Walze das Schnittgut zunächst, indem sie es gegen ein Gegenstück presst und zerkleinert es dann. Dafür zieht der Walzenhäcksler die Äste selbst ein, sobald sie mit der Walze Kontakt haben. Mit zarten oder stark belaubten Ästen hat der Walzenhäcksler aber Probleme, so dass er sogar verstopfen kann.

Was den Walzenhäcksler verlässt, ist etwas gröber als beim Messerhäcksler. Die Holzstücke sind zudem gequetscht und zerfasert und damit perfekt für das Kompostieren aber nicht so gut zum Mulchen geeignet. Walzenhäcksler arbeiten langsamer, dafür aber auch leiser als Messerhäcksler, was nicht nur für Sie selbst, sondern auch für Ihre Nachbarn eine Wohltat ist. Der häufig auftauchende Begriff Leisehäcksler ist trotzdem nicht ganz passend, denn zwischen 70 und 90 dB werden auch mit diesen Geräten noch locker erreicht. Beachten Sie, dass Sie die Gegenplatte nach einigen Jahren austauschen müssen. Entsprechende Ersatzteile bieten die Händler aber an.

Produktart Eigenschaften
Messerhäcksler
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  • Arbeitet mit mehreren Messern auf einer sich drehenden Schwungscheibe.
  • Diese älteste Technologie arbeitet sehr schnell aber auch laut.
  • Dank zusätzlichem Messerkranz ein guter Häcksler für Äste mit Blättern.
  • Es erfolgt zumeist kein Einzug.
Walzenhäcksler
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  • Die Messer sind an einer Walze, die das Schnittgut erst zerquetscht und dann zerkleinert.
  • Das Ergebnis ist recht grob – gut für den Kompost aber schlecht zum Mulchen.
  • Der Walzenhäcksler zieht das Schnittgut selbst ein.
  • Die Geräte sind leiser aber auch langsamer als Messerhäcksler.

Sich für den richtigen Typ zu entscheiden ist gar nicht so einfach. Beide Techniken haben schließlich ihre Vorzüge. Lesen Sie deshalb hier noch einmal in der Übersicht, welche Vor- und Nachteile ein Messerhäcksler hat:

  • Das Schnittgut wird sehr fein zerkleinert.
  • Auch flexible Äste, dünne Zweige und Laub können verarbeitet werden.
  • Es gibt kein Gegenstück, das mit der Zeit verschleißt.
  • Das Gerät arbeitet sehr laut.
  • Es erfolgt kein automatischer Einzug des Schnittguts.

3. Kaufberatung: So finden Sie den besten Häcksler

3.1. Leistung: Wieviel Power sein muss

Natürlich benötigt dieses Gartengerät viel Kraft, um das Laub gründlich und zügig häckseln zu können. Eine entsprechend hohe Wattzahl haben allerdings auch praktische alle Geräte. Die Leistung schwankt zwischen 2.000 und 2.500 Watt, was völlig ausreicht, um alle Teile zu zerteilen.

3.2. Beachten Sie den maximalen Astdurchmesser

Ob Sie nur dünne Zweige verarbeiten oder mit dem Häcksler auch große / dicke Äste zerkleinern möchten, entscheidet darüber, wie groß der maximale Astdurchmesser sein muss.

Die Hersteller geben zuverlässig an, wie dick das Schnittgut höchstens sein kann, ohne dass der Schredder verstopft.

Solch eine Angabe der Schneidekapazität von etwa 45 Millimetern finden Sie auf jedem Gerät. Werte ab 40 Millimetern sind für den privaten Gebrauch üblich und vollkommen ausreichend.

3.3. Lautstärke: Achtung Ohren schützen!

Die Häckselarbeit ist unvermeidbar mit einer recht hohen Lautstärke verbunden. Hier gibt es aber deutliche Unterschiede zwischen den Typen: Walzenhäcksler gehören eher zu den ruhigen Vertretern, was Ihnen den Spitznamen „Leisehäcksler“ eingebracht hat. Durchschnittlich 80 dB werden hier allerdings auch noch erreicht. Das entspricht etwa der Lautstärke von starkem Verkehr.

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Bei der Arbeit mit dem Schredder kann es ziemlich laut werden.

Für die schnellere Arbeit des Messerhäckslers bezahlt man dagegen mit einer deutlich höheren Lautstärke: rund 110 dB erreichen diese Geräte, ähnlich wie eine Kettensäge, die in unmittelbarer Nähe läuft. Dabei müssen Sie beachten, dass schon ein Unterschied von 3 dB für den Menschen wie eine Verdoppelung der Lautstärke wirkt. 10 dB entsprechen einer gefühlten Verzehnfachung. Das Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz warnt, dass bereits eine Dauerbelastung von 65 dB ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bedeutet und etwa zu Stresssymptomen führen kann. Ab einem Pegel von 85 dB wird das Gehör geschädigt.

Achtung: In der Mittagszeit, nach 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen dürfen Sie aus Rücksicht auf Ihre Nachbarn keinen Lärm machen. Das bedeutet, dass die Arbeit mit dem Häcksler in diesen Zeiten ebenso tabu ist, wie etwa die mit dem Rasenmäher oder Vertikutierer.

3.4. Ein großer Auffangbeutel spart Arbeit

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Große Auffangbehälter verwahren das Schnittgut bis zur Weiterverarbeitung.

Häcksler haben am Auswurf einen Auffangbeutel, in dem das zerkleinerte Schnittgut automatisch landet. Dieser Fangsack spart dem Anwender eine Menge Arbeit, weil man die zerschredderten Kleinteile nicht aufklauben muss. Die Größe des Auffangbeutels unterscheidet sich von Gerät zu Gerät geringfügig, liegt aber durchschnittlich bei 50 Litern. So ein Fangsack kann auch von einem untrainierten Mann im befüllten Zustand ganz gut bewegt werden. Je größer der Sack, desto seltener müssen Sie ihn ausleeren, desto schwerer wird das Tragen aber auch.

Tipp: Die Auffangbeutel sind oft nicht besonders langlebig. Liest man einen guten Häcksler-Test, weist dieser zumeist darauf hin, dass die Fangbeutel aus minderwertigen Materialien hergestellt sind und schnell einreißen können. Wir raten Ihnen deshalb, alternativ eine größere Maurerwanne anzuschaffen und unter den Auswurf zu stellen.

4. Gehen Sie auf Nummer sicher – Das sollten Sie bei der Arbeit mit einem Häcksler beachten

Nach einiger Zeit der Arbeit, gewöhnt man sich an die Größe der Maschine und den Lärm und der Respekt vor der Maschine lässt dann etwas nach. Sie sollten aber nie vergessen, dass Sie es mit einem kraftvollen und messerscharfen Gerät zu tun haben.

Häcksler mit Benzinmotor

Benzin-Häcksler sind noch leistungsstärker als die Geräte der Kategorie Elektrohäcksler und kommen bei Forstbetrieben und in der Landwirtschaft zum Einsatz. Für den privaten Gebrauch ist ein Benzin-Häcksler aber übertrieben und wenig geeignet. Akku-Häcksler gibt es bis jetzt dagegen nicht, weil der Energiebedarf der Geräte einfach zu hoch ist.

Damit Sie sich nicht verletzten, sollten Sie einige Sicherheitsregeln unbedingt beachten:

  • Tragen Sie bei der Arbeit eine Schutzbrille damit Holzstaub und Splitter nicht in die Augen kommen.
  • Tragen Sie einen Gehörschutz.
  • Tragen Sie außerdem Sicherheitsschuhe.
  • Ziehen Sie keine wallende Kleidung an und nehmen Sie Schals oder lange Ketten ab, die sich im Häcksler verfangen und Sie strangulieren könnten.
  • Bedienen Sie den Häcksler nur ausgeruht, nüchtern und voll konzentriert.
  • Stellen Sie den Häcksler auf einem ebenen Untergrund auf. Bauen Sie bei abschüssigem Gelände einen keilförmigen Podest.
  • Beachten Sie die Gebrauchsanweisung.
  • Füllen Sie erst Material ein, wenn der Häcksler nach dem Einschalten mit voller Drehzahl läuft.
  • Nutzen Sie einen Stoßstab oder, bei Walzenhäckslern, einen Besenstil zum Einfüllen, tauchen Sie aber nie mit der Hand in den Einfülltrichter.
  • Wenn der Häcksler verstopft ist, trennen Sie ihn zunächst vom Strom, bevor Sie die Verstopfung entfernen.
  • Verlängerungskabel sollten für den Außeneinsatz vorgesehen sein und nicht zu straff gespannt werden.
  • Achten Sie darauf, dass sich keine anderen Personen, vor allem keine Kinder, in der Nähe aufhalten.

5. Fragen und Antworten zum Thema Häcksler

5.1. Was sagt die Stiftung Warentest zu Häckslern?

Die Verbraucherorganisation hat 2011 einen Häcksler-Test durchgeführt. Nur sechs Modelle schnitten dabei gut ab. Der beste Häcksler mit spezieller Walze wurde der Bosch AXT 25 TC. Bei den einfachen Walzenhäckslern wurde der Mac Allister 2500 ELH von Hornbach Häcksler-Vergleichssieger. Der Bosch AXT 2200 Rapid war der beste Messerhäcksler.

Bei den anderen Modellen bemängelten die Tester ein unbefriedigendes Ergebnis und eine geringe Haltbarkeit der Messer.

5.2. Wo kann man einen Häcksler kaufen?

Sie bekommen verschiedene Typen Häcksler in jedem gut sortierten Baumarkt. Dort können Sie die Geräte unter die Lupe nehmen und sich gegebenenfalls beraten lassen.

Sind Sie dagegen auf der Suche nach einem günstigen Häcksler, werden Sie wahrscheinlich eher im Internet fündig, wo es neben einer größeren Auswahl auch immer wieder Sonderangebote gibt.

5.3. Kann man einen Häcksler mieten?

Praktischerweise bieten viele Baumärkte einen Leihservice für Gartengeräte an, wozu auch der Häcksler gehört. Sie können das Gerät für 30 bis 50 Euro am Tag leihen und den Häcksler mit einem Anhänger zu sich nach Hause holen.

Den Häcksler zu leihen ist äußerst praktisch, wenn Sie einen Gartenhäcksler nur einmalig oder nur sehr selten benötigen. Außerdem können Sie während der Leihphase das Gerät testen.

5.4. Was sind bekannte Hersteller und Marken von Häckslern?

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Ob klein oder groß, professionell oder hobbymäßig – Schredder gibt es in vielen Formen und von verschiedensten Herstellern.

Viele Kunden setzen aus gutem Grund gerne auf bekannte Namen: Wenn ein Unternehmen sich schon lange als Hersteller halten kann, überzeugt es offensichtlich nicht nur durch Qualität, sondern auch durch einen guten Service.

Außerdem können Sie davon ausgehen, auch noch in einigen Jahren Ersatzteile für Geräte bekannter Marken zu bekommen.

Viele Gartenfreunde vertrauen daher auf Häckser von Viking, Bosch Häcksler, Atika Häckler oder ein Gerät von Einhell, Wolf oder Hellweg.

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