Hochdruckreiniger Test 2018

Die besten Hochdruckreiniger im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Hochdruckreiniger kann hartnäckiger Schmutz von Balkon, Terrasse, Dachrinne oder ähnlichem entfernt werden. Die Geräte sind flexibel nutzbar und reinigen gründlich durch die Kraft des Wasserdrucks.
  • Hochdruckreiniger gibt es in mehreren Klassen von gerade einmal 80 bis 100 bar bis hin zu über 200 bar.
  • Hochdruckreiniger verbrauchen viel Wasser – mindestens etwa 400 l/h. Dafür können Sie auf Reinigungsmittel meistens verzichten.

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Hochdruckreiniger sind sehr gut geeignet, um Außenflächen wie Dächer, Hauswände, Terrassen oder Gehwege von Moos und Schmutz zu befreien. Mit dem starken Wasserstrahl und dem hohen Druck werden große Flächen schnell sauber.

Auch Autos und Fahrräder können mit Hochdruck gereinigt werden. Dabei kann auf chemische Reinigungsmittel meistens verzichtet werden – die schiere Kraft des Wassers reicht vollkommen aus.

Unser Hochdruckreiniger-Vergleich 2018 zeigt, dass es von verschiedenen Marken und Herstellern ganz unterschiedliche Arten Hochdruckreiniger gibt. Große Unterschiede erkennt man zum Beispiel bei der Leistung. Doch auch beim Zubehör unterscheiden sich die Angebote.

Vor dem Kauf sollten Sie daher einiges beachten, um den besten Hochdruckreiniger für sich zu finden. Welche Kaufkriterien wirklich wichtig sind, haben wir in dieser Kaufberatung für Sie zusammengefasst.

1. So funktioniert ein Hochdruckreiniger

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Der Hochdruckreiniger säubert Oberflächen anhand Wasser und hohem Druck.

Hochdruckreiniger sind Geräte zur gründlichen Reinigung von Flächen durch hohen Luftdruck und einen starken Wasserstrahl. Mit so einem Gerät kann zum Beispiel Moos von den Terrassenfliesen entfernt werden.

Das Gerät wird an den Strom angeschlossen. Achten Sie deshalb darauf, dass das Kabel lang genug ist, weil nicht immer eine Steckdose in der Nähe ist.

Hochdruckreiniger haben einen Diesel-, Benzin- oder Elektromotor. Für das Wasser ist bei manchen Geräten ein Wassertank am Gerät. Andere Reiniger haben einen Anschluss, der an einen Wasserhahn angeschlossen wird. Das Wasser wird später mittels Kolbenpumpe mit einem Druck von 15 bis 1000 bar herausgepresst.

Was aus dem Schlauch mit Pistole herauskommt, ist ein enorm harter Wasserstrahl. Außerdem entsteht durch den Druck in gewissem Maße Wärme. Manche Geräte erhitzen das Wasser sogar mit einem Brenner.

2. Kaltwasser oder Warmwasser?

Es gibt Warmwasserhochdruckreiniger und Kaltwasser-Hochdruckreiniger. Letztere sind günstiger und weiter verbreitet. Sie können bei diesen Geräten natürlich ebenfalls warmes Wasser einfüllen. Welche Temperatur maximal erlaubt ist, geben die Hersteller unterschiedlich an. Hochdruckreiniger mit Heißwasser haben einen Brenner. Doch ist das wirklich nötig?

Lesen Sie hier, welche Vor- und Nachteile ein Hochdruckreiniger mit Heißwasser hat:

  • Das Wasser wird auf bis zu 155 Grad Celsius erhitzt.
  • Durch das Dampfstrahlen ist die Reinigung noch schneller und leichter möglich.
  • Das heiße Wasser sorgt für höchste Hygiene.
  • Diese Geräte sind teurer als Kaltwasserhochdruckreiniger.
  • Es besteht Verbrennungsgefahr.

3. Düsen-Typen für Hochdruckreiniger

Je mehr Hochruckreiniger-Zubehör im Lieferumfang ist, desto flexibler können Sie das Gerät einsetzen. Vor allem verschiedene Düsen-Typen ermöglichen unterschiedliche Tätigkeiten. Es gibt:

  • Dreckfräse
  • Flachstrahldüse
  • Flächenreiniger
  • Waschbürste
  • variable Aufsätze

Lesen Sie hier, welche Eigenschaften diese verschiedenen Aufsätze haben:

Aufsatz-Art Eigenschaften
Dreckfräse
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  • Sollte auf jeden Fall im Lieferumfang enthalten sein.
  • Mit der Dreckfräse wird starker Schmutz, zum Beispiel an Regenrinnen oder Gehwegen im Garten entfernt.
  • Es handelt sich um einen rotierenden Punktstrahl.
Flachstrahldüse
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  • Der Strahl ergibt eine horizontale Linie.
  • Gut für die Fassadenreinigung und die Autowäsche.
  • Wird auch von Autowerkstätten genutzt, weil sich sogar Öl unter dem Strahl löst.
  • Diese flache Düse wird auch Vario-Power-Strahlrohr genannt.
  • Ein Must-Have unter den Aufsätzen.
  • Achtung: Ein zu starker Strahl kann das zu reinigende Material beschädigen.
Flächenreiniger
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  • Geeignet für großflächiges Arbeiten, zum Beispiel die Reinigung der Terrasse.
  • Für gleichmäßig saubere Arbeit.
  • Das Wasser wird durch einen Propeller gleichmäßig aber mit geringerem Druck verteilt.
Waschbürste
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  • Für die regelmäßige Autowäsche geeignet.
  • Gut auch zum Putzen von Fenstern oder Stegplatten im Gewächshaus.
  • Es gibt Waschbürsten in verschiedenen Ausführungen – unter anderem auch als rotierende Bürsten.
Variabler Aufsatz
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  • Gehört nicht zur Standard-Ausstattung.
  • Ermöglicht es, mehrere Arbeitsschritte direkt hintereinander zu erledigen, indem man von Punkt- auf Wechselstrahl stellen kann.

4. Kaufberatung – darauf sollten Sie achten

4.1. Richtig Druck machen oder lieber locker lassen?

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Der Hochdruckreiniger – Viel Kraft kann Schmutz zu Leibe rücken.

Leistung und Druck sind wesentliche Entscheidungskriterien für den Kauf eines Hochdruckreinigers. Die Leistung wird in Watt angegeben, der Druck in Bar.

Und hierbei gilt überwiegend tatsächlich: Viel hilft viel. Eine starke Pumpe kann mehr Wasser fördern und somit auch mehr Druck aufbauen, um hartnäckigen Schmutz zu entfernen.

Allerdings sagt die Watt-Zahl allein nichts über die Stärke des Reinigers aus. Manche Geräte haben viel Watt, erzeugen aber nur einen mittleren Druck, weil, zum Beispiel, über einen langen Schlauch viel Druck verloren geht.

Allerdings ist auch nicht für jeden Untergrund ein hoher Druck nötig und sinnvoll. Um Moos vom Gehweg zu entfernen brauchen Sie vielleicht 100 Bar. Für die Autoreinigung dagegen nur 20, weil sonst der Lack beschädigt werden könnte.

Holz und Ziegel vertragen auch nicht zu viel Druck, weil sie sonst aufgeraut werden. Die meisten Geräte für den Hausgebrauch schaffen höchstens 130 Bar, was völlig ausreicht. Profi-Hochdruckreiniger für die Industrie schaffen bis zu 1.000 Bar.

Mehr Power ist nicht immer besser für das Reinigungsergebnis. Nur stabile Flächen und feste Materialien vertragen einen hohen Druck. Seien Sie daher, was den Druck anbelangt, im Zweifelsfall lieber vorsichtiger.

4.2. Die Wasserfördermenge – wichtiger, als man denkt

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Auch im Garten gilt: Wasser sparen, aber an der richtigen Stelle.

Aus Gründen des Umweltschutzes versucht man heutzutage Wasser zu sparen, wo es möglich ist. Eine allzu geringe Fördermenge ist bei einem Hochdruckreiniger aber wenig sinnvoll.

Wird zu wenig Wasser bei sehr hohem Druck transportiert, benötigt das Gerät eine extrem kleine Düse.

Das Ergebnis ist, dass das Wasser nicht in einem gleichmäßigen Strahl austritt, sondern gleich wie Nebel zerstäubt. Nur auf ganz kurze Distanz haben solche Geräte eine relevante Reinigungskraft. Für die Reinigung größerer Flächen sind sie eher ungeeignet. Weil man mit so einem Dampfreiniger länger braucht, wird im Übrigen unterm Strich doch wieder mehr Wasser benötigt.

Bei einer höheren Wasserfördermenge dagegen kann eine größere Düse eingesetzt werden und man bekommt einen geschlossenen Strahl und eine größere Reinigungswirkung.

Für den Hausgebrauch reicht eine Fördermenge von etwa 400 l/h, wie sie zum Beispiel der Kärcher Hochdruckreiniger K2980 hat. Auch der Bosch AQT 3713 hat eine Fördermenge von nur 370 l/h. Der Kränzle Hochdruckreiniger 1152 kommt dagegen auf 600 l/h, was nicht zwingend notwendig ist.

4.3. Gut gefiltert – der Wasservorfilter

In einem Hochdruckreiniger-Test punkten sicherlich solche Geräte, die einen Wasservorfilter haben, also ein Wassersieb, durch das das Wasser geleitet wird, bevor es in die Pumpe gelangt. Das macht vor allem Sinn, wenn Sie Wasser aus dem Brunnen holen, das etwaige Schmutzpartikel enthalten könnte.

Tipp: Wenn der Wasserfilter verstopft, wird der Wasserzulauf zu schwach. Sie müssen den Filter deshalb regelmäßig reinigen – bei häufigem Gebrauch etwa alle drei Monate.

4.4. Gute Handhabung – Schlauchlänge und anderes

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Mit einem langen Wasserschlauch sind Sie besonders flexibel – doch Vorsicht vor einem „Schlauchsalat“.

Sofern Sie keinen Akku Hochdruckreiniger mit Tank haben, achten Sie auf die Schlauchlänge. Je länger, desto flexibler sind Sie mit dem Dampfstrahler unterwegs. Sie müssen das Gerät also nicht so oft umstellen und neu anschließen.

Für das Stromkabel können Sie dagegen eine Verlängerung verwenden.

Darüber hinaus spielt die Bedienbarkeit eine große Rolle: Können Aufsätze leicht gewechselt werden und ist das Handling allgemein einfach und komfortabel? Das sollten Sie vor dem Kauf testen.

5. Wo man Hochdruckreiniger kaufen kann

Hätten Sie es gewusst?

Der Hochdruckreiniger kam mit der amerikanischen Armee nach Deutschland. Soldaten reinigten nach dem zweiten Weltkrieg damit Ihre Kasernen und Fahrzeuge. Alfred Kärcher, Gründer des bekannten Unternehmens Kärcher, pflegte und reinigte die Geräte und entwickelte bald darauf das erste eigene und verbesserte Modell, das 1950 präsentiert wurde.

Sie können Hochdruckreiniger wie auch Nasssauger, Kehrmaschine und Gartengeräte, in Fach- und Baumärkten kaufen. Der Vorteil dort ist, dass Sie von einer umfangreichen Beratung profitieren. Sie können die Geräte dort auch anfassen und die Handhabung ausprobieren. Allerdings ist die Auswahl oft auf einige wenige, gängige Modelle beschränkt.

Wenn Sie sich für den Kauf im Internet entscheiden, finden Sie dort eine wesentlich größere Auswahl vor. Sie müssen sich zwar mit Erfahrungsberichten anderer Käufer begnügen, können dafür aber unter Umständen etwas sparen: Onlineshops bieten immer mal wieder günstige Hochdruckreiniger zum Kauf an.

Wenn Sie nur einmalig ein solches Gerät benötigen, können Sie in vielen Baumärkten auch Hochdruckreiniger ausleihen. Benutzen Sie das Gerät aber häufiger, macht das Leihen weniger Sinn. Ein eigener Reiniger ist nicht nur hygienischer, sondern Sie haben das Gerät auch immer zur Hand und sind somit sehr flexibel.

6. Was sagt der Hochdruckreiniger-Test?

Die Stiftung Warentest hat 2014 einen Hochdruckreiniger-Test durchgeführt und den Kärcher Hochdruckreiniger K7 Premium zum Hochdruckreiniger-Vergleichssieger gekürt.

Gute Ergebnisse erzielte auch der Kränzle HD 10/122. Die belgischen und französischen Partnerorganisationen testeten 2017 erneut einige Geräte. Dabei konnten die Kärcher Hochdruckreiniger K5 und K4 punkten.

7. Fragen und Antworten zum Hochdruckreiniger

7.1. Was sind die bekanntesten Marken und Hersteller?

Neben dem wahrscheinlich bekanntesten Hersteller Kärcher, gehören auch die Firmen Kränzle, Hochdorf und Einhell zu den Anbietern solcher Geräte. Bekannt sind auch Nilfisk Hochdruckreiniger, Stihl Hochdruckreiniger und Bosch Hochdruckreiniger.

Einer der erfolgreichsten Hersteller von Hochdruckreinigern ist die Firma Kärcher. Die charakteristischen gelben Geräte gibt es zwar erst seit 1984, sie sind aber in so vielen Haushalten vorhanden, dass sich inzwischen das Verb „kärchern“ als Synonym für die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger durchgesetzt hat.

7.2. Welche Sicherheitsregeln sollte man bei der Anwendung beachten?

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Hochdruckreiniger sind Nichts für Kinder – die Gefahr des Wasserdrucks ist nicht zu unterscheiden.

Zielen Sie mit dem Wasserstrahl immer vom Körper weg und auch niemals auf andere Menschen. Tragen Sie zudem festes Schuhwerk, auch im Sommer. Stecken die Schuhe in Sandalen kann die versehentliche Berührung mit dem Wasserstrahl zu schmerzhaften Verletzungen führen.

Tragen Sie außerdem zum Schutz Ihrer Augen eine Schutzbrille, wenn Sie Steinböden, Metall oder Holz reinigen.

Schalten Sie zunächst nur einen geringen Druck ein und steigern Sie diesen dann nach und nach. Lenken Sie den Strahl nie direkt auf die Fugen von Gehwegplatten. Die Platte könnte sonst unterspült werden und sich lösen.

Achten Sie außerdem darauf, dass keine Autos in der Nähe stehen, die durch aufgewirbelte Steinchen beschädigt werden könnten. Wenn Sie Fenster reinigen, sparen Sie die Dichtungen aus.

7.3. Welche Reinigungsmittel kann man dem Hochdruckreiniger beifügen?

Viele Reiniger erlauben das Hinzugeben von Reinigungsmitteln. Im Normalfall ist dies jedoch nicht nötig. Es ist sogar einer der großen Vorteile von Hochdruckreinigern, dass nur mit der Kraft von Wasser gereinigt wird. Versuchen Sie es deshalb am besten erst einmal ohne. Wenn es unbedingt nötig ist, können Sie zum Beispiel spezielle Universalreiniger vom Hersteller verwenden.

7.4. Wie pflege ich den Hochdruckreiniger

Wenn Ihr Gerät einen Wasservorfilter hat, sollte dieser regelmäßig gereinigt werden, damit er nicht verstopft. Eine Reinigung alle drei Monate ist bei regelmäßiger Verwendung durchaus sinnvoll. Achten Sie außerdem auf eine vernünftige Lagerung.

Wenn der Reiniger nicht genutzt wird, lassen Sie ihn nicht draußen stehen, sondern lagern Sie ihn an einem trockenen Platz, etwa im Geräteschuppen oder der Garage.

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