Kappsäge Test 2019

Die besten Kappsägen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Kappsägen arbeiten präzise und schnell und werden deswegen von Profis und Heimwerkern gerne zum Kappen von Pfosten, Brettern oder Laminat genutzt.
  • Bei den meisten Modellen ist der Winkel verstellbar, so dass Sie mit der Kappsäge auch Gehrungen sägen können.
  • Mit einer Kappsäge kann, je nach genutztem Sägeblatt, nicht nur Holz geschnitten werden, sondern auch Kunststoff oder Metalle.

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Eine Kappsäge, häufig Gehrungssäge genannt, ist optimal für das Sägen von Holz, Metall oder Kunststoff geeignet. Im professionellen Bereich gehört Sie zu der Grundausstattung vieler Schreiner und Bodenleger.

Durch die vielfältige Verwendbarkeit ist die Kappsäge aber auch für viele Heimwerker nützlich. Sie können mit dieser Säge Brennholz ebenso gut zuschneiden, wie exakte Schnitte auf Gehrung durchführen. Zumeist wird dieses Gerät für das Kürzen und Zuschneiden von Brettern, Latten, Dielen, Leisten oder Laminat genutzt. Durch die präzisen Schnitte reißt das Material nicht.

Vergleichbar ist die Kappsäge mit der Tischkreissäge. Auch Kappsägen haben ein sich drehendes Sägeblatt. Die richtige Wahl des Sägeblattes ist für den jeweiligen Einsatz der Kappsäge übrigens von großer Bedeutung. Doch bevor Sie sich über das Sägeblatt Gedanken machen, sollten Sie erst einmal die beste Säge für Ihre Zwecke finden.

Das ist, angesichts der großen Auswahl verschiedener Modelle von unterschiedlichen Marken und Herstellern, die ein erster Kappsäge-Vergleich 2019 zu Tage fördert, gar nicht so einfach. Wir haben in dieser Kaufberatung deshalb ein paar wichtige Kaufkriterien für Sie zusammengestellt.

1. Die Funktionsweise der Kappsäge – ein echter Profi in der Werkstatt

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Die Kappsäge darf in keiner professionellen Werkstatt fehlen.

Kappsägen haben im Grunde genommen eine recht einfache Funktionsweise. Dennoch können mit ihnen ganz verschiedene Arbeiten durchgeführt werden.

Angetrieben werden die Sägen durch einen Motor, der für die Rotation des Sägeblattes sorgt. Dieses ist am so genannten Sägekopf angebracht und kann mit Hilfe eines Gelenks nach unten oder oben bewegt werden.

Um ein Werkstück durchzusägen, muss man den Sägekopf des Gerätes von oben nach unten hindurchführen. Anschläge und Fixierungen am Drehteller erleichtern bei vielen Modellen die Arbeit, weil das Werkstück dann nicht verrutschen kann.

Bei einigen Modellen kann das Gelenk zusätzlich gedreht werden, sodass der Winkel, zumeist zwischen -45 und +45 Grad, individuell einstellbar ist. Um Winkel- oder Gehrungsschnitte durchzuführen, ist diese Einstellbarkeit notwendig. Bei manchen Profigeräten kann der Winkelgrad noch höher eingestellt werden, dann sind auch Hinterschnitte möglich.

Noch mehr Möglichkeiten bietet eine Kappsäge mit Zugfunktion. In diesem Fall lässt sich der Sägekopf zusätzlich nach vorne oder hinten schieben um breitere Schnitte durchzuführen.

2. Diese Arten der Kappsäge gibt es

Eindeutige Typen zu definieren ist schwierig, weil viele Kappsägen von Haus aus mehrere Funktionen bieten und so auf unterschiedliche Weise nutzbar sind. Durch einen Wechsel des Sägeblattes können zudem unterschiedliche Materialien bearbeitet werden.

Anhand der Funktionen kann man Kappsägen aber in folgende Kategorien aufteilen:

  • klassische Kappsägen
  • Kappsägen mit Gehrungsfunktion
  • Kappsägen mit Zugfunktion

Die klassische Kapp-Säge ist im Prinzip nur zum Schneiden dickerer Holzblöcke oder Rohre geeignet. Sie schneidet immer im gleichen Winkel.

Die meisten Kappsägen haben aber zusätzlich eine Gehrungsfunktion, mit der verschiedene Winkel eingestellt werden können. Sie können dafür entweder die Säge oder die Halterung des Sägetisches verstellen. Die Aufgabe der Gehrungslade übernimmt der Kappsägen-Anschlag – eine rechtwinklige Kante, an der Sie das Werkstück führen können.

Einstellbare Winkel sind perfekt für das Zuschneiden von Wandpaneelen, weshalb manchmal auch der Begriff Paneelsäge für eine Kappsäge verwendet wird. Auch wenn der Winkel verstellbar ist, so bleibt die Kappsäge doch auf eine bestimmte Schnittgröße festgelegt.

Flexibler sind hier Modelle mit Zugfunktion. Sie sind an einem ausziehbaren Hebel befestigt und können damit auch deutlich breitere und größere Werkstücke schneiden. So lassen sich zum Beispiel Parkettdielen bearbeiten. Die Schnittbreite kann von etwa 80 mm auf bis zu 300 mm erweitert werden.

Produktart Eigenschaften
klassische Kappsäge
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  • Einfaches Modell für das Zuschneiden von Holzblöcken oder Rohren oder auch Feuerholz.
  • Der Winkel ist immer gleich.
  • Durch das robuste Scharnier ist die Säge sehr langlebig.
  • Leichter zu transportieren als eine Tischkreissäge.
Kappsäge mit Gehrungsfunktion
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  • Verschiedene Winkel sind einstellbar, so dass auf Gehrung geschnitten werden kann.
  • Der Kappsäge-Anschlag dient als Führungsschiene.
  • Ideal für das Sägen von Paneelen – wird daher auch Paneelsäge genannt.
Kappsäge mit Zugfunktion
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  • Durch einen ausziehbaren Hebel können breitere und größere Werkstücke bearbeitet werden.
  • Der Hebel besteht in der Regel aus einem Doppelrohr, das auf einem Kugellager sitzt.

Die unterschiedlichen Typen schließen sich nicht unbedingt aus. Heutzutage gibt es viele Kapp- und Gehrungssägen, die auch eine Zugfunktion haben. Durch unterschiedliche Sägeblätter sind außerdem verschiedene Materialien schneidbar. So können Sie aus einer Kappsäge für Laminat eine Metall-Kappsäge machen.

3. Diese Kaufkriterien sind entscheidend

Wenn Sie sich eine Kapp- und Gehrungssäge kaufen möchten, sollten Sie neben den grundlegenden Funktionen noch weitere Punkte berücksichtigen, zum Beispiel die Leistung und die Schnitttiefe.

3.1. Die Leistung macht den Unterschied

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Achten Sie beim Kauf einer Kappsäge auf die angegebene Leistung.

Ihre neue Kappsäge soll natürlich ausreichend Power haben, um damit auch dicke Holzstücke oder sogar Metallrohre bearbeiten zu können. Beachten Sie aber, dass für die Leistung nicht allein die Wattzahl verantwortlich ist.

Bei der auf dem Etikett angegebenen Wattzahl handelt es sich um die aufgenommene Leistung. Hat eine Säge mehr Watt, ist sie daher nicht zwingend wesentlich besser. Wohl aber kann man aus der Leistungsaufnahme Rückschlüsse auf den Stromverbrauch ziehen.

Mindestens genauso wichtig wie die Nennaufnahmeleistung ist die Drehgeschwindigkeit. Diese wird als Umdrehung pro Minute angegeben (U/min) und sagt etwas über die tatsächliche Leistung des Geräts aus. Mit einer hohen Geschwindigkeit und unter Verwendung eines dünnen Sägeblattes können Sie außerdem sehr feine Schnitte machen.

Liest man den einen oder anderen Kappsäge-Test, zeigen sich in diesem Punkt aber nur geringe Unterschiede zwischen den Geräten. Die Leerlaufdrehzahl liegt normaler zwischen 4.300 und 5.000 U/min.

3.2. Die Schnitttiefe hängt vom Winkel ab

Beim Zuschneiden senkrechter Werkstücke steht das Sägeblatt der Kappsäge hochkant, also im 90°-Winkel. In diesem Fall wird die maximale Schnitttiefe erreicht. Neigen Sie den Sägekopf dagegen, verringert sich die Schnitttiefe.

Für die Kaufentscheidung ist deshalb, zumindest bei einer Kappsäge mit Gehrungsfunktion, nicht nur die Schnitttiefe bei 90° interessant, sondern genauso die Schnitttiefe bei 45° Grad.

3.3. Das richtige Sägeblatt – entscheidend für das Ergebnis

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Die Qualität des Sägeblattes entscheidet über das Sägeergebnis.

Egal ob Sie eine Kappsäge von Metabo, Bosch, Makita, Einhell, Atika, Festool oder Bosch Professional kaufen und ob Sie sich für ein teures Modell oder eine günstige Kappsäge entscheiden, wichtig für die Schnittleistung und das saubere Ergebnis ist die Wahl des richtigen Sägeblattes.

Die meisten Modelle werden mit einem Universalsägeblatt ausgeliefert, das für viele Arbeiten an grobem Holz gut geeignet ist. Wenn Sie aber andere Materialien schneiden möchten oder spezielle Arbeiten planen, müssen Sie entsprechende Sägeblätter anschaffen. Es ist also wichtig, ob Sie mit der Kappsäge Aluminium schneiden wollen oder eine Kappsäge für Holz und Metall benötigen.

Von Größe, bzw. Durchmesser des Sägeblattes hängt die Schnittgröße ab: Je größer der Sägeblattdurchmesser, desto breitere und dickere Werkstücke können geschnitten werden.

Wussten Sie das?

Die Gehrung bezeichnet die Eckverbindung zweier Werkstücke, die normalerweise den gleichen Winkel haben, damit sie genau aufeinanderpassen. Dabei ist die Gehrung zumeist die Winkelhalbierende des Winkels, mit dem die Teile fixiert werden. Soll die Ecke einen 90-Grad-Winkel haben, wie etwa bei einem Bilderrahmen, wird die Gehrung durch einen Schnitt von 45° an den Leistenenden gebildet.

Anordnung und Form der Sägezähne entscheiden darüber, wie viel Material abgetragen wird und wie sauber der Schnitt ist. Nach vorne gerichtete Zähne sind gut für weiche Hölzer geeignet. Man spricht in diesem Fall von einer positiven Ausrichtung. Bei einer negativen Ausrichtung, also nach hinten gerichteten Sägezähnen, wird genauer und feiner gesägt. Solche Blätter kommen für Arbeiten an hartem Holz, Metall oder Kunststoff zum Einsatz.

Für unterschiedliche Materialien und Arbeiten gibt es ganz unterschiedliche Sägeblätter, etwa das Multifunktionsblatt für Spanplatten, Eisen oder Kunststoff oder das Dünnschnittsägeblatt für dünnes Holz, das zum Beispiel bei einer Kappsäge für Modellbau Verwendung findet.

Wichtig ist, neben dem Sägeblattdurchmesser und der Ausrichtung der Zähne, auch die Anzahl der Zähne. Für sehr feine Schnitte und harte Materialien benötigen Sie Sägeblätter mit mehr als 60 Zähnen. Blätter mit 36 bis 48 Zähnen erlauben aber auch bereits saubere Schnitte. Ein Sägeblatt mit weniger als 24 Zähnen kommt eher bei groben Holzsägearbeiten zum Einsatz.

Lesen Sie hier, welche Vor- und Nachteile ein Sägebatt mit vielen Zähnen bzw. eine Kappsäge mit feinzahnigem Sägeblatt hat:

  • Der Schnitt wird sauberer, als bei einem Blatt mit weniger Zähne.
  • Gut für Paneelsägen.
  • Schneidet auch harte Materialien.
  • Der Schnitt wird verlangsamt.

Tipp: Um das perfekte Sägeblatt für Ihre Zwecke zu finden, müssen Sie Beschaffenheit, Anzahl der Zähne und Zahnstellung berücksichtigen.

3.4. Richtiges Maß und Gewicht

Beachten Sie vor der Anschaffung auch, wie groß und schwer das Gerät ist. Abhängig davon, wo es untergebracht wird und wie oft es bewegt werden soll, sind die Abmessungen nicht unbedeutend. Zugsägen können recht ausladend sein. Stellen Sie sicher, dass in Ihrer Werkstatt auch genug Platz dafür ist. Wenn Sie die Säge öfter im Garten für das Schneiden von Feuerholz nutzen und sie danach wieder verstauen, ist ein leichteres Modell sinnvoller.

4. Gibt es einen professionellen Kappsägen-Test?

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Kappsägen von Bosch sind bei Testern und Verbrauchern gleichermaßen beliebt.

Eine gute Orientierung für die Kaufentscheidung von Werkzeugen ist normalerweise ein Test der Stiftung Warentest. Leider hat die Verbraucherorganisation aber bisher keinen Kappsägen-Test durchgeführt. Deshalb können wir Ihnen an dieser Stelle auch keinen offiziellen Kappsäge-Vergleichssieger präsentierten.

Vielleicht möchten Sie aber stattdessen gerne den Kappsägen-Test der Heimwerker-Zeitschrift „Selbst ist der Mann“ lesen. Dabei wurden unter anderem Bosch-Kappsägen unter die Lupe genommen. Dieser Test liegt zwar bereits ein paar Jahre zurück. Dennoch sind die angewendeten Testkriterien noch immer aktuell.

5. Fragen und Antworten zur Kappsäge?

5.1. Was muss man beim Umgang mit der Kappsäge beachten?

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Das Arbeiten an der Kappsäge birgt Gefahren, achten Sie deshalb auf ausreichenden Arbeitsschutz.

Der Umgang mit einer so großen, scharfen Säge, birgt immer gewisse Gefahren, die Sie durch den richtigen Umgang mit dem Gerät jedoch verringern können.

Sie sollten bei der Arbeit mit der Kappsäge immer eine Schutzbrille und Handschuhe tragen, um sich vor herumfliegenden Holz- oder Metallspänen zu schützen.

Bei längeren Arbeiten sind auch Ohrenschützer sinnvoll, da die Geräte recht laut werden können. Achten Sie außerdem darauf, dass keine brennbaren Flüssigkeiten in der Nähe der Säge stehen, wenn Sie sie benutzen, denn wenn Sie Metall schneiden, können dabei auch Funken fliegen.

Beim Schneiden von lackiertem Holz sollten Sie außerdem einen Mundschutz tragen, weil sich bei der Arbeit Chemikalien lösen und durch das Einatmen in die Lunge gelangen können.

5.2. Wie schneidet man richtig auf Gehrung?

Wenn Sie zum Beispiel Fußleisten zurechtschneiden möchten oder selbst Möbel bauen, kommen Sie früher oder später an den Punkt, an dem Sie „auf Gehrung“ schneiden müssen. Die meisten Kappsägen haben eine Gehrungsfunktion und sind daher für diese Arbeiten gut geeignet. Wie es richtig funktioniert, lesen Sie hier.

5.3. Ist eine Kappsäge besser als eine Tischsäge?

Tischkreissägen und Kappsägen eignen sich gleichermaßen gut, um dicke Holzblöcke zu schneiden. Die Kreissäge ist besonders gut für das Zertrennen von Platten, während die Kappsäge punktet, wenn es darum geht, hintereinander Bretter oder Blöcke zu kappen. Da bei der Tischkreissäge das Sägeblatt nicht schwenkbar ist, ist die Kappsäge besser geeignet, um Gehrungen zu schneiden.

5.4. Wo kann man eine Kappsäge kaufen und was kostet sie?

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Ob Hammer, Bohrer oder eben die Kappsäge – im Baumarkt finden Sie alles, was das Handwerkerherz höher schlagen lässt.

Günstige Modelle gibt es schon ab 60 Euro. Wenn Sie häufig mit dem Gerät arbeiten und präzise Schnitte ausführen möchten, sollten Sie jedoch etwas mehr auf Qualität achten. Ab 150 Euro bekommen Sie bereits recht gute Geräte. Eine Zug-, Kapp- und Gehrungssäge kostet dabei mehr als eine einfache, klassische Kappsäge.

Kaufen können Sie eine Kappsäge, wie auch eine Stichsäge, Säbelsäge oder Dekupiersäge, in einem gut sortierten Baumarkt. Heutzutage bieten aber auch viele Onlineshops Kappsägen in großer Auswahl und zu teilweise reduzierten Preisen an.

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