Kreissäge Test 2018

Die besten Kreissägen im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine handgeführte Kreissäge eignet sich sehr gut für gerade Schnitte in Brettern, Holzplatten, Metall oder anderen Werkstoffen.
  • Auch Gehrungsschnitte können Sie mit einer Kreissäge durchführen. Dazu wird das Sägeblatt geneigt. Manche Sägen erlauben eine Neigung um mehr als 55 Grad.
  • Die Qualität des Schnittes hängt stark vom Sägeblatt ab. An diesem sollten Sie also besser nicht sparen. Achten Sie außerdem darauf, das jeweils passende Blatt für das Material, dass Sie bearbeiten möchten, zu wählen.

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Wenn Sie in der heimischen Werkstatt häufig Holz zurechtschneiden, benötigen Sie eine Säge, die kraftsparend, schnell und sauber arbeitet. Eine Kreissäge ist dafür perfekt und eine Handkreissäge hat in jeder Werkstatt und jedem Hobbykeller Platz.

Unser Kreissäge-Vergleich 2018 offenbart jedoch gravierende Unterschiede zwischen den verschiedenen Sägen der unterschiedlichen Hersteller und Marken. Nicht alle Modelle sind zum Beispiel stark genug, um hartes und dickes Holz bearbeiten zu können. Damit Sie die beste Kreissäge für sich finden, haben wir die wichtigsten Kaufkriterien in dieser Kaufberatung für Sie zusammengestellt.

1. Kreissäge-Typen in der Übersicht

Es gibt unterschiedliche Typen von Kreissägen. Für den Privatgebrauch wahrscheinlich am gebräuchlichsten ist der Typ Handkreissäge. Doch auch die lässt sich noch in unterschiedliche Kategorien unterteilen:

Art Merkmale
Klassische Handkreissäge
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  • Eine tragbare Kreissäge, die sowohl auf Baustellen zum Einsatz kommen kann, als auch in der privaten Hobbywerkstatt oder im Garten.
  • Im Gegensatz zur Tischkreissäge wird bei diesem Werkzeug nicht das Werkstück über einen Tisch an der Säge vorbei gezogen, sondern das Werkstück liegt fest auf einer Platte und das Sägeblatt wird entlang der Schnittlinie vorbeigezogen.
  • Bei Handkreissägen ist das Sägeblatt oben meist mit einem Aluminiumschutz verdeckt, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Klassische Handkreissägen werden per Netzkabel mit Strom versorgt.
Mini-Handkreissäge
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  • Eine Mini-Handkreissäge hat ein deutlich kleineres Sägeblatt als eine normale Handkreissäge. Es ist nur etwa 60-100 mm groß.
  • Diese kleine Kreissäge wird gerne für feine Schnitte genutzt oder für Schnitte an schwer zugänglichen Stellen.
  • Diese Produkte werden unter Namen wie Mini-Kreissäge, Multi-Handkreissäge oder Kompaktsäge verkauft.
  • Sie können mit der Kreissäge Metall oder Holz schneiden, allerdings nur bis zu maximal 16 mm Stärke, darunter fällt zum Beispiel Laminat oder Parkett.
Akku-Handkreissäge
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  • Wie der Name schon sagt, werden diese Handkreissägen nicht über ein Netzkabel mit Strom versorgt, sondern über einen Akku.
  • Eine Akku-Handkreissäge ist handlich und es ist kein störendes Kabel im Weg.
  • Die Leistung ist im Vergleich mit einer normalen Handkreissäge wesentlich schlechter.
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Ein ebenfalls beliebter Typ der Kreissäge: die Tischkreissäge.

Natürlich gibt es noch etliche weitere Kreissäge-Typen. Zum Beispiel die Tischkreissäge, bei dem in einem Tisch eine Einlassung für das Sägeblatt zu finden ist.

Die Tischkreissäge ist fest auf der Werkbank montiert, das Werkstück wird vorbeigeschoben. Die Schnitttiefe ist größer als bei Handkreissägen. Allerdings sind diese Werkzeuge sehr wuchtig und für den Privatbedarf eher ungeeignet. Eine Bosch Tischkreissäge kann schon mal zwischen 30 und 40 kg wiegen.

Das gilt auch für die Kappsäge, die aber im Vergleich zur Tischkreissäge von oben durch das Werkstück schneidet. Auch eine Brennholzkreissäge ist eine Art Tischkreissäge. Es handelt sich um eine sehr einfache Ausführung ohne Anschlag. Mit dieser Kreissäge kann man nur Brennholz schneiden, kein Bauholz. Profi-Kreissägen sehen dagegen noch einmal ganz anders aus. Es gibt zum Beispiel durchaus eine Kreissäge mit Förderband, das vier Meter lang ist.

2. Diese Anforderungen sollten Sie an die Technik stellen

Die folgenden Kaufkriterien beziehen sich in erster Linie auf die Handkreissäge, die für den Privatgebrauch besonders geläufig ist, lassen aber auch andere Kreissägen nicht außer Acht.

2.1. Leistung und Leerlaufdrehzahl – was die Kreissäge schafft

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Was die Kreissäge schafft, hängt von ihrer Leistung ab.

Schafft es die Säge auch durch dicke Holzplatten oder Hartholz? Das hängt stark von der Leistung ab. Diese Angabe erfolgt in Watt und ist ein Indiz für die Stärke des Motors.

Kreissägen-Tests zeigen normalerweise, dass eine Tischkreissäge ebenso wie eine Handkreissäge schon eine Leistung von 1.200 Watt haben sollte. Mini-Handkreissägen schaffen das normalerweise nicht und können deshalb harte Hölzer oder dicke Platten nicht schneiden.

Die Leistung gibt übrigens auch an, wie viel Strom die Säge verbraucht. Sie können das leicht ausrechnen: 1.400 Watt Verbrauch entspricht zum Beispiel 1,4 Kilowattstunden (kWh). Die Kosten einer kWH sind nicht überall gleich. Ausgehend von 28,5 Cent benötigen Sie für eine Stunde Arbeit mit der Kreissäge Strom für etwa 40 Cent.

Ein weiteres Kriterium ist die Leerlaufdrehzahl. Sie beschreibt, wie viele Umdrehungen pro Minute das Sägeblatt absolviert, wenn es frei dreht. Die meisten Kreissägen liegen bei etwa 5.000 bis 6.000 Umdrehungen pro Minute.

2.2. Die maximale Dicke des Werkstücks

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Je nach gewünschter Schnitttiefe ist das Sägeblatt auszuwählen.

Eine wichtige Angabe, die Sie beachten müssen, ist die Schnitttiefe. Sie gibt an, wie stark ein Brett sein darf, das die Säge zersägen kann. Die Schnitttiefe hängt von der Bauart der Säge und der Größe des eingesetzten Sägeblattes ab.

Bei der Tischkreissäge sind bis zu 75 mm und mehr empfehlenswert, da hierbei doch vermehrt stärkere Holzstücke verarbeitet werden. Bei den meisten Modellen des Typs Tischkreissäge können Sie den Schnittwinkel und die Schnitttiefe stufenlos regulieren.

Gewöhnliche Handkreissägen kommen bei einem 90 Grad Schnitt etwa fünf bis sieben Zentimeter tief. Manche einfachen Modelle erreichen nur 55 mm. Überlegen Sie also, wie dick die Werkstücke sind, die Sie bearbeiten möchten.

2.3. Sägeblatt-Durchmesser hat Auswirkungen auf die Schnitttiefe

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Sägeblatt ist nicht gleich Sägeblatt. Lesen Sie, was Sie beim Kauf beachten müssen.

Die Schnitttiefe wird auch vom eingesetzten Kreissägeblatt beeinflusst:

Je größer das Sägeblatt der Kreissäge ist, desto dicker die Bretter, die Sie damit zersägen können.

Dabei gibt es nach oben hin Grenzen. Sie können zwar meistens kleinere Sägeblätter einsetzen, aber keine die größer sind als der Maximal-Durchmesser. Ein Kreissägeblatt hat bei den meisten Handkreissägen einen Durchmesser von 16 oder 19 Zentimetern. Bei den Tischkreissägen variieren die Durchmesser stark zwischen 8,5 und 70 Zentimetern – je nach Bedarf.

3. Zubehör und Extras das sinnvoll ist

Für Kreissägen gibt es diverses Zubehör. Manches ist unter Umständen verzichtbar, zum Beispiel ein Handkoffer. Sie finden vielleicht auch eine preiswertere Aufbewahrungsmöglichkeit. Andere Extras sind dagegen äußerst sinnvoll:

3.1. Spanabsaugung für die Atemwege

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Eine Spanabsaugung kann die Verschmutzung Ihrer Umgebungsluft beim Arbeiten verringern.

Sägestaub ist für die Atemwege gefährlich, weshalb bei der Arbeit mit der Kreissäge ein Atemschutz empfohlen wird. Einige Kreissägen haben aber auch eine Späneabsaugung, die verhindert, dass ständig Sägespäne durch die Luft wirbeln.

3.2. Das Sägeblatt – entscheidendes Detail

Das Sägeblatt ist entscheidend für das saubere Sägeergebnis. Es muss zum einen die richtige Größe haben und zum anderen auf das Material abgestimmt sein.

Sägeblätter können aus verschiedenen Metallen hergestellt sein und unterschiedlich geformte Zähne haben. Achten Sie unbedingt auf die Herstellerangaben dazu, für welche Materialien das Kreissägeblatt ist. Mit einem Kreissägeblatt für Holz wird Ihre Kreissäge zur Holzsäge, mit einem Metallkreissägeblatt zur Metallsäge.

Kreissägen haben eine hohe Lautstärke

Sie erreichen gut und gerne 100 Dezibel. Deshalb müssen Sie unbedingt die Ruhezeiten beachten. Bedenkenlos nutzen können Sie die Kreissäge werktags zwischen 08:00 und 13:00 sowie zwischen 15:00 und 20:00. An Sonn- und Feiertagen dürfen Sie nicht mit der Kreissäge arbeiten.

Die wichtigsten Sägeblätter sind:

  • Universalsägeblatt: Geeignet zum Schneiden von Holz, Kunststoff und Metall. Schafft auch Holzstücke mit Eiseneinlagerungen oder Hartholz.
  • Spezialblatt mit einem negativen Wechselzahn: Zieht das Werkstück selbständig ein. Für Querschnitte bei Weich- oder Hartholz.
  • Dünnschnittsägeblatt: Nicht so stark wie andere Sägeblätter. Ermöglicht feine Schnitte durch dünne Holzplatten oder Kunststoff.
  • Baustelle-Einweg-Sägeblatt: Preiswertes Kreissägeblatt mit wenigen Zähnen für den Betrieb bei hoher Geschwindigkeit und zum schnellen Sägen von Schalholz. Auch zum Sägen von Brennholz geeignet.

Tipp: Beachten Sie auch die Sägeblattbohrung. Das ist das Loch in der Sägeblatt-Mitte, das das Einspannen in die Kreissäge ermöglicht. Für Blätter mit anderen Bohrungen benötigen Sie teilweise einen Adapter.

3.3. Führungsschiene erleichtert gerade Schnitte

Gut ist eine Kreissäge mit Führungsschiene. Mit so einer Führungsschiene können Sie ganz genaue, gerade Schnitte sägen. Sie können teilweise bereits eine Kreissäge mit Schiene kaufen.

Andere Hersteller bieten Führungsschienen separat für etwa 50 Euro an, da so eine Schiene nicht für jeden Arbeitsschritt notwendig und sinnvoll ist.

3.4. Bei der Arbeit auf Sicherheit achten

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Brille und Ohrenschützer sollten beim Arbeiten mit der Kreissäge nicht fehlen.

Bei der Arbeit mit einer Kreissäge sollten Sie auf die Sicherheit achten. Dafür benötigen Sie passende Schutzkleidung.

Ein Gehörschutz sorgt dafür, dass Ihr Gehör nicht unter der Arbeit leidet und eine Schutzbrille schützt die Augen vor herumfliegender Sägespäne. Wenn Sie häufig mit der Kreissäge arbeiten, sollten Sie auch einen Atemschutz tragen, denn der Sägestaub schädigt die Atemwege.

Arbeitshandschuhe sollten Sie dagegen nicht tragen. Sie könnten vom drehenden Sägeblatt erfasst und mitsamt Hand hineingezogen werden.

Tipp: Wenn Sie die Kreissäge bzw. Handkreissäge nur gelegentlich für einfache Sägearbeiten nutzen, genügt eine Handkreissäge ohne Extras. Unter Umständen reicht sogar eine Mini-Handkreissäge aus. Wenn Sie häufiger damit arbeiten, sollten Sie in Erwägung ziehen, ein Gerät mit den beschriebenen Extras anzuschaffen.

4. Die Kreissäge bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat 2010 einen Kreissäge-Test durchgeführt. Klares Ergebnis: Billige Modelle taugen wenig und schaffen kein Hartholz.

Kreissäge-Vergleichssieger wurde die Makita 5017 RKB. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bot die Bosch Kreissäge PKS 66 AF für 199 Euro.

Wir empfehlen Ihnen, wenn Sie eine kräftige Handkreissäge für gerade Schnitte benötigen, greifen Sie zu einem Modell mit relativ großem Sägeblatt (190 mm).

5. Häufige Fragen zur Kreissäge

5.1. Wo kann man eine Kreissäge kaufen?

Der Baumarkt ist sicher die erste Anlaufstelle für den Kauf einer Kreissäge. Dort werden Sie etliche Modelle von verschiedenen Marken und Herstellern wie Black + Decker, Bosch oder Dema finden. Neben DeWalt, Einhell, Hitachi und Makita, gibt es auch Kreissägen von Milwaukee, Ryobi, Stihl oder Varo. Sie können die unterschiedlichen Modelle in Augenschein nehmen und vergleichen und sich vom Verkaufspersonal beraten lassen. Gegebenenfalls können Sie auch Ihren eigenen kleinen Kreissägen-Test durchführen.

Möchten Sie eine günstige Kreissäge kaufen, sollten Sie nicht zu Billig-Modellen greifen. Diese überzeugen selten. Schauen Sie sich lieber im Internet um. Dort bekommen Sie manche hochwertigen Modelle preiswerter als im Baumarkt.

5.2. Welches Kreissägeblatt eignet sich für Holz?

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Welches Sägeblatt für Ihr Werkstück geeignet ist, sehen Sie meist schon auf dem Sägeblatt angegeben.

Die Antwort auf diese Frage finden Sie meist direkt auf dem Sägeblatt. Dort stehen Hinweise wie „Holz“, „Wood“ oder auch konkret die Angaben „Hartholz“ oder „Weichholz“ bzw. „Hardwood“ oder „Softwood“.

Nur Sägeblätter, auf denen konkret Holz angegeben ist, sind auch für das Sägen von Holz geeignet. Es gibt unter den Holzsägeblättern auch noch Modelle mit großen Zacken für grobe Schnitte oder mit kleinen Zacken für feine Arbeiten.

Sie finden im Handel auch Kombi-Sägeblätter, die für mehrere Materialien geeignet sind.

5.3. Wie viele Zähne muss das Kreissägeblatt haben?

Das hängt davon ab, wie Sie arbeiten möchten. Mit einem Sägeblatt mit wenigen, großen Zähnen können Sie einen groben Schnitt entlang der Faser durchführen.

Möchten Sie dagegen quer zur Faser sägen, ist ein feinerer Schnitt nötig, weil das Material sonst ausfranst. Dafür benötigen Sie ein Kreissägeblatt mit kleinen, dicht stehenden Zähnen.

5.4. Kreissäge oder Akku-Kreissäge – was ist besser?

Pauschal lässt sich das schwer beantworten, denn was für Sie besser ist, hängt davon ab, was und wie oft Sie mit der Kreissäge arbeiten. Bei einer Akku-Kreissäge haben Sie kein störendes Kabel im Weg. Dafür haben diese Modelle nicht so viel Leistung.

Lesen Sie hier die Vor- und Nachteile einer Kreissäge mit Netzkabel:

  • Der Kreissägenmotor ist stärker.
  • Das Gewicht ist geringer, weil kein Akku verbaut ist.
  • Sie benötigen eine Steckdose in der Nähe und haben immer ein Kabel, auf das Sie achten müssen.

5.5. Kann man ein Kreissägeblatt schärfen?

Durch ein Nachschleifen verlängern Sie die Lebensdauer eines Sägeblattes. Sie sollten das Sägeblatt dafür in eine entsprechend spezialisierte Schleiferei geben. Allerdings ist das Schleifen dort nicht ganz billig.

 

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