Kreissägeblatt Test 2018

Die besten Sägeblätter im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt passende Kreissägeblätter für die verschiedenen Materialien wie Holz, Aluminium oder Stahl, aber auch Universalsägeblätter, die für mehrere Materialien nutzbar sind.
  • Es gibt Sägeblätter aus Hartmetall oder aus Chrom Vanadium.
  • Das Sägeblatt muss auf Ihr Sägegerät passen. Außerdem müssen Sie es auf das jeweilige Werkstück und den Einsatzzweck abstimmen.

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Eine Kreissäge gibt es in vielen Versionen – als Handkreissäge, Mini-Handkreissäge, Tischkreissäge, Brennholzkreissäge und mehr. So vielfältig die Kreissäge-Arten sind, so vielfältig ist auch die Auswahl an Sägeblättern. Es gibt passende Sägeblätter für eine Metallkreissäge oder Sie wählen ein Kreissägeblatt für Holz oder  für Stahl.

Unser Kreissäge-Vergleich 2019 zeigt die unglaubliche Vielfalt an Sägeblättern für die Handkreissäge oder andere Kreissägen. Damit der Schnitt am Ende auch so aussieht, wie Sie es sich vorstellen, müssen Sie einige Dinge beachten. Das Material des Werkstücks ist dabei nur eine Sache. Worauf es ankommt, wenn man das beste Kreissägeblatt für sich finden möchte, haben wir in dieser Kaufberatung für Sie zusammengefasst.

1. Das macht ein Kreissägeblatt aus

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Ob Tischkreissäge oder Handkreissäge – für jedes Werkzeug gibt es das passende Sägeblatt.

Das Sägeblatt ist das zentrale Element jeder Kreissäge. Ob Handkreissäge, Brennholzkreissäge oder Akku-Kreissäge – ohne passendes Sägeblatt können Sie mit all diesen Werkzeugen nichts anfangen.

Die Säge ist im Prinzip nur eine motorisierte Halterung für das Sägeblatt und beschleunigt dieses. Das Sägeblatt arbeitet sich dann durch das Material.

Dabei benötigen Sie, ausgehend vom Material des Werkstücks und der Säge, ein Sägeblatt für die Handkreissäge, ein Sägeblatt für die Tischkreissäge, ein Kreissägeblatt für Aluminium, ein Kreissägeblatt für Stahl, ein Hartmetall-Kreissägeblatt oder natürlich ein Sägeblatt für Holz.

Es gibt jedoch noch weitere Differenzierungsmöglichkeiten. Sägeblätter gibt es in großer Vielfalt für praktisch jeden Zweck und jedes Material.

Achtung: Kreissägen werden ziemlich laut. Je nachdem, welches Material Sie damit schneiden, werden schnell mehr als 85 oder sogar um die 100 Dezibel erreicht. Um Ihr Gehör nicht dauerhaft zu schädigen, sollten Sie deshalb unbedingt einen Gehörschutz tragen.

2. Diese Kreissägeblatt-Typen gibt es

Man kann Kreissägeblätter auf verschiedene Weise in Kategorien einteilen. Zum einen natürlich nach dem Material, für das sie gedacht sind. Auch in der Zahnung gibt es deutliche Unterschiede.

Eine wichtige Kategorisierung ist jedoch auch das Material des Sägeblatts: Es gibt Sägeblätter aus einer Chrom Vanadium Legierung (CV-Sägeblatt) oder aus Hartmetall (HM-Sägeblatt).

Art des Produktes Merkmale
CV-Sägeblatt
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  • Aus Chrom Vanadium Legierung hergestellt.
  • Jedes Sägeblatt wird einzeln aus einer Metallplatte gestanzt.
  • Diese Sägeblätter verschleißen schnell, sind aber sehr preiswert.
HM-Sägeblatt
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  • Aus Hartmetall gefertigt.
  • Statt HM findet man auch die Bezeichnung HW für Hartmetall Werkstoff.
  • Geläufig ist auch die Bezeichnung Verbundkreissägeblatt, weil eine Kombination verschiedener Metalle genutzt wird.
  • Die Scheibe wird nicht im Ganzen ausgestanzt. Die Zähne werden stattdessen anschließend auf das Sägeblatt gelötet oder geschweißt.
  • HM-Sägeblätter sind deutlich langlebiger als CV-Sägeblätter.

3. Darauf müssen Sie bei der Wahl des Kreissägeblattes achten

3.1. Die Qualitätsstufe – präzise oder grob

Ein beliebiger Kreissägeblatt-Test beinhaltet normalerweise auch die Qualitätsstufe. Die Schnittqualität sagt nämlich aus, ob das Sägeblatt feine oder grobe Schnitte erzeugt.

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Sägeblätter unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Schnittvariante.

Dabei sind zwei Nummerierungsarten gebräuchlich: Von 1 bis 4 oder von A bis D. Die Bedeutung ist jeweils identisch.

  • A oder 1: Sehr grober Schnitt. Geeignet für Hart- und Weichholz oder grobe Spanplatten.
  • B oder 2: Grober Schnitt. Geeignet für Hart-, Weich- und Sperrholz oder für grobe Spanplatten.
  • C oder 3: Feiner Schnitt. Geeignet für Hart-, Weich- und Sperrholz sowie für Parkett oder Spanplatten.
  • D oder 4: Sehr feiner Schnitt. Geeignet für Hart-, Weich- und Sperrholz, für Parkett, Faserwerkstoffe oder MDF- und Spanplatten.

3.2. Sägeblattdurchmesser – je größer desto tiefer

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Das Durchmesser des Sägeblatts muss auf die Säge abgestimmt sein.

Den Durchmesser des Sägeblatts müssen Sie passend zu Ihrer Säge auswählen. Je nach Typ gibt es normalerweise einen gewissen Toleranzbereich, wobei es oft auch möglich ist, ein kleineres Sägeblatt zu verwenden.

Nach oben hin gibt es aber vom Hersteller eine feste Begrenzung, weil ein zu großes Sägeblatt an das Schutzblech der Säge stoßen würde. Das gewählte Sägeblatt beeinflusst auch die Schnitttiefe: Mit einem größeren Sägeblatt können Sie dickere Werkstoffe zersägen. Ein Handkreissägeblatt hat normalerweise einen Durchmesser von 16 oder 19 Zentimetern.

3.3. Bohrungsdurchmesser – gut, wenn es Adapter gibt

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Lassen Sie beim Kauf eines Sägeblatts das Bohrungsdurchmesser nicht außer Acht.

Die Sägeblattbohrung muss zum Durchmesser der Antriebswelle passen, auf die das Sägeblatt gespannt wird. Deshalb müssen Sie beim Kauf den Bohrungsdurchmesser mit den Herstellerangaben Ihrer Handkreissäge abgleichen.

Manche Kreissägeblätter-Hersteller bieten aber eine Art „Adapter“ an – Einlegeringe, mit denen Sie das Loch verkleinern können, so dass es auf die Antriebswelle passt.

3.4. Spanraum und Spanwinkel und wie es sonst so um die Zähne steht

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Die Zähne des Sägeblatts beeinflussen das Sägeergebnis.

Der Spanraum, ist der Abstand zwischen den Zähnen auf dem Sägeblatt. Je weniger Zähne, desto größer ist der Spanraum.

Am Beispiel Holz: Ein Sägeblatt mit wenigen großen Zähnen, also einem großen Spanraum, ist gut für Längsschnitte geeignet. Sägt man aber quer zur Faser durchs Holz, ist ein Sägeblatt mit mehr kleinen Zähne ratsam, denn das Schnittbild wird bei einer größeren Anzahl Zähne generell feiner.

Lesen Sie hier die Vorteile und Nachteile einer Kreissäge mit vielen Zähnen:

  • Das Schnittergebnis ist sauberer.
  • Die Schnittkante franst nicht so aus.
  • Auch für harte Materialien geeignet.
  • Man schneidet langsamer durch das Werkstück.

Man unterscheidet außerdem positive oder negative Spanwinkel. Ein positiver Spanwinkel meint nach vorne geneigte Zähne. Mit so einem Sägeblatt können Sie sich besonders schnell und einfach durch das Material fräsen. Mit steigendem Winkel franst die Schnittkante aber auch immer mehr aus.

Von einem negativen Spanwinkel spricht man, wenn das Blatt in sehr flachem Winkel auf das Werkstück trifft. Das ist vor allem beim Kreissägeblatt für Stahl üblich. So ein Sägeblatt ist gut für sehr harte Werkstoffe. Man arbeitet damit aber recht langsam.

Man unterscheidet außerdem Wechselzahnblätter (WZ) und Flachzahnblätter (FZ). Bei Wechselzahnblättern sind die Zähne wechselseitig angeordnet, wodurch das Material auf beiden Seiten gleichmäßig abgetragen wird. Sie sind gut für Schnitte quer zur Maserung. Bei FZ-Blättern sind die Zähne in einer ebenen Reihe angeordnet, was sich bei Langholzschnitten positiv bemerkbar macht.

3.5. Umdrehungen – die richtige Geschwindigkeit bitte

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Angaben zur Umdrehungszahl finden Sie im Handbuch.

Kreissägeblätter sind für eine bestimmte maximale Umdrehungszahl pro Minute ausgerichtet. Dieser Faktor muss aber auf die Säge abgestimmt werden, die auch eine bestimmte Umdrehungszahl leistet. Sie finden diese Angabe im Handbuch.

Wenn die Säge weniger Umdrehungen leistet, als das Sägeblatt verträgt, bleibt das Blatt unter den Möglichkeiten, dreht die Säge jedoch zu schnell, verschleißt das Blatt zu schnell und die Schnitte werden unpräzise.

4. Die beliebtesten Kreissägeblatt-Hersteller

Es gibt unzählige Hersteller von Kreissägeblättern. Bosch und Makita sind zwei der bekanntesten. Weitere Marken sind:

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Eine beliebte Marke bei Handwerkern ist Bosch.
  • Widia
  • JJw-germany
  • Yato
  • Metabo
  • Meyer Maschinenhandel
  • Silverline
  • Edessö
  • Fein
  • Festool
  • ProxxonEinhell
  • Wolfcraft
  • Güde

Achtung: Selbst, wenn Sie ein hochwertiges Sägeblatt kaufen, ist es keine Anschaffung für die Ewigkeit. Es kommt nach und nach unweigerlich zu einem Abrieb am Sägeblatt, so dass es stumpf wird und das Schnittbild entsprechend unsauber wird.

5. Fragen und Antworten zum Kreissägeblatt

5.1. Wo kann man Kreissägeblätter kaufen?

Qualität statt günstig

Sägeblätter gehören zu den Dingen, an denen Sie nicht sparen sollten. Billige Kreissägeblätter kommen häufig aus Asien. Den günstigeren Preis bezahlt man in vielen Fällen mit einer schlechteren Qualität und einer kurzen Lebensdauer. Setzen Sie lieber auf Qualitätsprodukte aus Deutschland. Diese erfüllen normalerweise die Anforderungen für den gewerblichen Einsatz und sind deshalb auch für Heimwerker eine gute Wahl.

Sie finden Kreissägeblätter dort, wo Sie auch die Kreissäge selbst oder andere Werkzeuge wie Kreisschneider oder Stichsägen kaufen können: In einem gut sortieren Baumarkt.

Der Vorteil dort ist, dass Sie die Sägeblätter genau in Augenschein nehmen und sich vom Personal beraten lassen können. Ein Nachteil: Die Auswahl in einem Baumarkt ist nie so groß, wie die, die Sie im Internet finden und einen eigenen kleinen Kreissägeblätter Test vor Ort durchzuführen, wird sich als schwierig herausstellen.

Onlineshops haben ein riesiges Sortiment an Kreissägeblättern für jeden Zweck. Außerdem können Sie dort auch ein günstiges Kreissägeblatt erstehen, weil Onlineshops oft günstigere Preise bieten.

5.2. Hat die Stiftung Warentest Kreissägeblätter getestet?

Die Stiftung Warentest hat sich 2010 ausführlich mit Handkreissägen beschäftigt. Dabei standen aber die Geräte im Mittelpunkt. Mit Sägeblättern hat sich die Verbraucherorganisation leider nicht explizit auseinandergesetzt.

Es gibt also keinen Kreissägeblatt-Test und damit auch keinen Kreissägeblatt-Vergleichssieger, den wir Ihnen hier präsentieren können. Wenn Sie sich aber an den oben genannten Kaufkriterien orientieren, werden Sie sicher trotzdem das beste Kreissägeblatt für sich finden.

5.3. Wie kann man ein Kreissägeblatt schärfen?

Wenn Kreissägeblätter stumpf geworden sind, kann es sich durchaus lohnen, sie schleifen zu lassen, aber nur wenn sie keine abgebrochenen Zähne oder Risse haben. Insbesondere bei einem teuren Sägeblatt für die Kreissäge kann es doch günstiger sein, dem alten Sägeblatt noch eine Chance zu geben. Werkzeugschleifereien bieten diesen Dienst an.

5.4. Warum reicht ein Sägeblatt nicht für alle Material-Arten aus?

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Was wollen Sie mit Ihrem Sägeblatt bearbeiten?

Es gibt zwar Universalsägeblätter, die für mehrere Materialien geeignet sind. Doch gerade, wenn Sie viel sägen und dabei unterschiedliche Werkstoffe bearbeiten, benötigen Sie unterschiedliche Modelle. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ein Handwerker gleich ein ganzes Sortiment an Kreissägeblättern besitzt.

Zum einen haben Sie vielleicht nicht nur eine Kreissäge, sondern beispielsweise auch eine Tischkreissäge und eine Akku-Kreissäge für zwischendurch, die unterschiedliche Sägeblätter benötigen.

Zum zweiten gibt es nicht nur Unterschiede in der Materialeignung, sondern auch beim Material, der Anzahl der Zähne, beim Spanwinkel, beim Durchmesser und mehr. Je nachdem, ob Sie mit oder gegen die Maserung von Holz sägen möchten, oder ob Sie einen feinen oder einen schnelle, groben Schnitt durchführen wollen – es gibt für jeden Einsatz das passende Sägeblatt. Früher oder später werden sich also fast schon zwangsläufig mehrere Kreissägeblätter in Ihrer Werkstatt sammeln.

5.5. Welche Schutzvorkehrungen sollte man beim Umgang mit Kreissägeblättern beachten?

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Arbeitsschutz ist oberstes Gebot beim Sägen.

Bei der Arbeit mit Kreissägen kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen. Das können Schnittverletzungen sein, Schäden im Gesicht oder an den Augen durch die herumfliegenden Späne oder auch Atembeschwerden, wenn häufig ohne Atemschutz gesägt wird.

Wichtige Maßnahmen, um Gesundheitsrisiken oder eine Verletzung auszuschließen, sind das Tragen einer Schutzbrille und eines Gehörschützes. Wenn Ihre Säge keine Absaugvorrichtung hat, sollten Sie auch einen Atemschutz tragen.

Auf keinen Fall sollten Sie jedoch Handschuhe tragen, wenn Sie mit der Kreissäge arbeiten. Das Kreissägeblatt könnte ein Stück des Handschuhs zu fassen bekommen und die ganze Hand mit in die Säge ziehen.

 

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