Marderschreck Test 2018

Die besten Marderschutzgeräte im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Marder mögen es dunkel, warm und trocken. Der Motorraum Ihres Autos ist deshalb der ideale Rückzugsort für die Tiere. Leider richten die Tiere dabei einiges an Schäden an: Vor allem Zündkabel und Kühlwasserkabel werden häufig zerbissen.
  • Ein Marderschreck dient dazu, das Tier vom Auto fernzuhalten. Es gibt Varianten mit Ultraschall und mit Elektroschock. Die Marder werden bei beiden Arten nicht verletzt.
  • Achten Sie beim Kauf außerdem auf Betriebsart, Frequenz und Wirkungsbereich des Marderschrecks.

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Im Frühling ist der Marder auf der Balz und das bereitet vielen Autofahrern schlaflose Nächte. Denn das Tier mit dem niedlichen Gesicht lässt sich nur zu gerne in Motorräumen nieder und verursacht damit jährlich über 200.000 Euro Schäden.

Am häufigsten von Schäden betroffen sind die Zündkabel, die Kühlwasser- und Scheibenwaschwasser-Schläuche, Kunststoffschläuche, Stromleitungen bzw. deren Isolierung, Faltbälge an Antriebswellen und Lenkung und Isoliermatten.

Ein Marderschreck ist eine gute Möglichkeit, das kleine Raubtier zu verscheuchen. Das funktioniert entweder mit Ultraschall oder durch Stromschläge, die dem Tier aber nicht schaden.

In unserem Marderschreck-Vergleich 2018 haben wir die wichtigsten Unterschiede zwischen den verschiedenen Typen für Sie herausgearbeitet. Sie finden in dieser Kaufberatung außerdem die wichtigsten Kaufkriterien.

1. So arbeitet ein Marderschreck

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Marder bleiben unbekannten Geräuschen lieber fern.

Der Marderschutz arbeitet mit den angeborenen Fähigkeiten und Instinkten der Raubtiere. Marder haben einen guten Geruchssinn und ein feines Gehör. Wenn Sie etwas Unangenehmes riechen oder hören, bleiben sie dem Bereich lieber fern.

Manch eine Marderscheuche sendet deshalb hohe Töne aus, die für Menschen nicht zu hören sind, für den Marder aber sehr unangenehm klingen. Aufbau und Anschluss dieser Geräte ist sehr einfache. Teilweise kann der Marderschreck auch im Haus angebracht werden.

Achten Sie beim Kauf so einer Marderscheuche aber darauf, dass sie die Frequenz wechselt. Die Tiere gewöhnen sich sonst mit der Zeit an das Geräusch und lassen sich davon nicht mehr abhalten.

Eine andere Variante des Marderschrecks ist der Elektroschock. Dafür werden Metallplättchen an den Motorraum-Öffnungen platziert, die der Marder zum Einstieg nutzt. Berührt ein Tier so ein Plättchen, bekommt es einen kleinen Stromschlag.

Das Prinzip ist also ähnlich wie bei einem elektrischen Weidezaun: Der Marder wird durch den Schreck vertrieben. Gefährlich sind die Elektroschocks nicht. Der Einbau ist allerdings etwas komplexer und sollte vom Fachmann vorgenommen werden.

Eigentlich lebt der Marder im Wald. Doch das reiche Futterangebot zieht ihn mehr und mehr in die Städte, wovon ihn Lärm und Autos inzwischen nicht mehr abschrecken. Da diese Tiere lange Zeit vom Aussterben bedroht waren, ist es nach wie vor verboten, Marder zu töten. Greifen Sie deshalb nicht zu Gift oder ähnlichen Methoden, sondern lieber zu einem Marderschreck.

2. Diese Typen Marderschreck gibt es

Bei der Lektüre eines Marderschreck-Tests wird man auf verschiedene Methoden stoßen, mit denen Marder verjagt werden können. Die beiden effektivsten sind die Ultraschallabwehr und die Hochspannungsabwehr.

Art Merkmale
Ultraschall-Marderschreck
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  • Ein Ultraschall-Marderschreck gibt, ähnlich wie ein Katzenschreck, Töne in hoher Frequenz ab.
  • Der Marderschreck dieser Kategorie ist keine Belästigung für Sie oder Ihre Nachbarn, da die Geräusche für Menschen nicht hörbar sind.
  • Marder empfinden die Töne aber als unangenehm und verschwinden.
  • Die Montage dieser Modelle ist sehr einfach.
  • Diesen Typ Marderschreck können Sie im Auto oder im Haus montieren. Er wirkt gegen Marderschäden am Auto und eine Besiedlung Ihres Dachbodens durch den Marder.
  • Die Anschaffungskosten sind gering.
  • Achten Sie darauf, dass der Wirkungsbereich groß genug ist und die Frequenz regelmäßig wechselt, damit der Marder sich nicht daran gewöhnt.
  • Es gibt so einen Marderschreck auch mit Bewegungsmelder.
Elektroschock-Marderschreck
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  • Der Elektroschock-Marderschreck ist die effektivste Methode, die Tiere fernzuhalten.
  • Diese Geräte geben Stromstöße ab, wenn das Tier bestimmte Metallplättchen berührt.
  • Der Marder erschreckt sich durch den kleinen Stromstoß und flieht. Der Elektroschock ist aber so gering, dass das Raubtier keine Schmerzen empfindet und nicht zu Schaden kommt.
  • Eine Anwendung ist nur im Auto möglich.
  • Ein Marderschreck mit Hochspannung ist recht teuer und sollte vom Profi eingebaut werden.

Wichtig bei der Wahl der Bekämpfungsmethode ist unter anderem, wo Sie den Marderschreck anbringen möchten. Der Ultraschall-Schutz kann überall verwendet werden. Ein Elektroschocker ist ein reiner Marderschreck für das Auto.

Lesen Sie hier noch einmal die Vor- und Nachteile des Marderschrecks mit Ultraschall-Methode:

  • Dieser Typ Marderschreck kann überall angebracht werden – im Auto, Garten oder Haus.
  • Die einfache Montage können Sie selbst vornehmen.
  • Die Geräte sind preiswert.
  • Ein Ultraschall-Marderschutz ist nicht so effektiv wie ein Marderschreck mit Elektroschock.
  • Wenn das Gerät die Frequenz nicht wechselt, gewöhnt sich der Marder an das Geräusch.

Tipp: Der perfekte Marderschutz ist eine Kombination aus Ultraschall und Elektroschock. Auch solche Kombi-Geräte sind im Handel erhältlich.

3. Kaufkriterien: Darauf müssen Sie bei der Anschaffung eines Marderschrecks achten

Wenn Sie die grundsätzliche Entscheidung für einen Marderschutz-Typ getroffen haben, gibt es noch immer einige Dinge zu beachten, damit Sie auch wirklich den besten Marderschreck für sich finden.

3.1. Die Frequenz: Wechselnder Lärm vertreibt den Marder

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Hat der Marder sich an die Frequenz des Marderschrecks gewöhnt, beißt er trotzdem zu.

Das konstante Geräusch von vorbeifahrenden Autos kann nerven, man gewöhnt sich aber irgendwann in gewisser Weise daran und schafft es sogar, das Geräusch auszublenden. Bei Mardern ist es nicht viel anders.

Ein preiswerter Marderschreck gibt oft Töne in nur einem Frequenzbereich ab – oft bei 12 kHz. Das ist für den Marder zwar unangenehm. Er gewöhnt sich aber irgendwann daran und begreift, dass keine Gefahr von dem Geräusch ausgeht. Dann wird er sich wahrscheinlich trotzdem im Motorraum Ihres Autos austoben.

Sieger in einem beliebigen Marderschreck-Test kann deshalb nur ein Marderschutz-Gerät werden, das die Frequenzbereiche wechseln kann, so dass der Gewöhnungseffekt ausbleibt.

3.2. Der Wirkungsbereich hängt vom Bedarf ab

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Marder können nicht nur im Auto Schaden anrichten.

Wenn Sie das Gerät direkt im Motorraum Ihres Autos verbauen wollen, ist der Wirkungsbereich nicht so wichtig. Möchten Sie aber den Marderschreck im Garten oder Haus aufstellen, sollten Sie auf einen größeren Wirkungsgrad achten.

Dieser Punkt wird sicherlich auch Inhalt eines Marderschreck-Tests sein. So schützt der Marderschreck auch den Dachboden und verhindert, dass Sie den Marder im Haus haben. Wir empfehlen Ihnen deshalb ein Gerät, dass mit seinem Signal mindestens 40 m² abdeckt.

3.3. Die Betriebsart: Autobatterie oder eigene Batterie

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Manchen Marderschreck können Sie einfach an die Autobatterie anschließen lassen.

Bei der Betriebsart haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten. Am häufigsten wird ein Marderschreck batteriebetrieben.

Die Marderschreck-Batterie hält durchschnittlich ein bis zwei Jahre bevor Sie sie austauschen müssen. Generell arbeitet ein Marderschreck sehr stromsparend.

In Einzelfällen ist deshalb auch ein Gerät mit Netzteil sinnvoll. Viele Marderschrecks lassen sich auch direkt an die Autobatterie anschließen.

4. Alternative Methoden zur Marderabwehr

Vom Marderschreck abgesehen, gibt es noch einige weitere Methoden, mit denen Sie einen Marder auf Distanz halten oder die Schäden am Auto minimieren können.

Bedenken Sie aber, dass es nicht erlaubt ist, Marder zu töten. Arbeiten Sie deshalb bitte nicht mit Giftstoffen und stellen Sie keine Fallen auf, die das Tier töten.

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Der Marder zu Besuch in der Zivilisation – Trotzdem dürfen Sie Marder nicht töten.

Folgende sanfte Methoden werden gerne verwendet:

  • Marderschutz-Matte
  • Marder-Spray
  • Marder-Wellrohr
  • Marderfallen
  • Versiegelung

Marderschutz-Matte: Marder meiden alles Unbekannte und mögen keine ungewohnten Gefühle an den Pfoten. Deshalb kann es ein effektives Mittel sein, eine Marderschutz-Matte oder alternativ ein Stück Maschendrahtzaun unter das Auto zu legen. Viele Stadt-Marder dürfen daran allerdings schon gewohnt sein.

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Mit geruchsintensivem Spray oder Pulver „verduftet“ der Marder hoffentlich schnell.

Marder-Spray: Es gibt im Handel bestimmte Duftstoffe zu kaufen, die Marder vertreiben sollen. In der Praxis wirken diese aber nur bedingt. Der Marder gewöhnt sich schnell an den Geruch. Wenn der Wind falsch steht, nimmt das Tier ihn außerdem vielleicht gar nicht wahr und wenn es regnet, wird der Geruch ganz abgewaschen.

Marderschutz-Wellrohr: Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine Ummantelung, die als Kabelschutz dient, zum Beispiel für das Zündkabel. Damit verschrecken Sie zwar den Marder nicht, verhindern aber, dass er Kabel durchbeißen kann. Achten Sie bei der Anbringung aber darauf, dass die Ummantelung keine beweglichen oder heißen Teile berühren kann.

Marderfallen: Mit einer Lebendfalle können Sie den Marder fangen und weiter weg wieder aussetzen. Verboten ist das nicht, aber auch nicht ganz ungefährlich, denn Marder können sehr aggressiv werden und auch beißen. Außerdem finden Sie unter Umständen den Weg zurück. Sie müssen das Tier mindestens 50 km weit wegbringen.

Versiegelung: Mit einer Versiegelung kann der Motorraum abgeschottet werden. Manche Hersteller bieten so eine Auto-Marderabwehr schon ab Werk an: Borstenvorhänge verschließen dabei die seitlichen Öffnungen und ein Lochblech blockiert den hinteren Zugang.

5. Fragen und Antworten zum Marderschreck

5.1. Was sind die bekanntesten Marken?

Es gibt etliche Hersteller, die Marderschreck-Geräte anbieten. Sie können zum Beispiel einen Landi Marderschreck oder einen Kemo Marderschreck anschaffen.

Weitere bekannte Hersteller, die bestimmt in einem Marderschutz-Test auftauchen, sind: LAS, Florissa, Stop & Go, X4-Life, BioMetrixx, Exbuster, Gardigo, HP-Autozubehör, Isotronic, Chiltec, Hagopur, K&K Marderabwehr, MARDERfix, Nineka, Schacht und Unitec.

5.2. Gibt es einen Maderscheuche-Test der Stiftung Warentest?

Marderschaden – Wer bezahlt’s?

Die Folgen eines Marderbisses sind nicht unbedingt durch die Teilkasko-Versicherung abgedeckt. Zum einen bieten manche Versicherungen eine gesonderte Police für Marderschäden an. Zum anderen werden Teilkasko-Policen meistens mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen, die die Kosten für einen Marderschaden normalerweise umfasst, so dass der Autobesitzer selbst zahlen muss.

Leider hat die Verbraucherorganisation bisher keinen Marderschreck-Test veröffentlicht. Deswegen können wir Ihnen an dieser Stelle keinen Marderschreck-Vergleichssieger präsentieren.

Dennoch hat sich die Stiftung bereits mit dem Thema beschäftigt. 2012 veröffentlichte sie eine Meldung über die beste Abwehr von Mardern und darüber, wie es mit Marderschäden und Versicherungen aussieht.

5.3. Wie baut man einen Marderschreck ein?

Ultraschall-Geräte sind normalerweise sehr einfach aufzustellen und einzubauen. Wenn Sie den Marderschreck in das Auto einbauen möchten, ist aber etwas technisches Geschick erforderlich. Der Marderschreck-Schaltplan muss beachten werden, damit Sie den Marderschreck richtig anschließen.

Wir raten Ihnen daher, wenn Sie unsicher sind, den Einbau lieber einem KFZ-Profi zu überlassen.

Achtung: Bevor Sie einen Marderschreck in den Motorraum einbauen, raten wir Ihnen zu einer Motorwäsche. Vor allem, wenn Sie schon Marderspuren entdeckt haben. Mardermännchen reagieren nämlich äußerst aggressiv auf den Duft von Rivalen. Wenn sie einen „Konkurrenten“ wittern, hält sie selbst der Ultraschall nicht mehr ab.

5.4. Wieviel Geld kostet ein Marderschreck?

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Allzu günstige Marderfallen sollten Sie stutzig machen.

Wenn Sie einen Marderschreck kaufen möchten, muss das nicht besonders teuer sein. Schon für etwa 25 Euro bekommen Sie einen günstigen Marderschreck, der gut arbeitet.

Ein extrem günstiger Marderschreck sollte Sie aber skeptisch werden lassen. Solche Billig-Produkte wirken oft nicht wirklich gut. Zu einfache Ultraschallgeräte senden zum Beispiel häufig nur auf einer gleichbleibenden Frequenz, was den Marder nur kurzfristig vertreibt.

Wenn Sie eine Marderfalle fürs Auto anschaffen, das mit Elektroschocks arbeitet, müssen Sie noch die Kosten für den Einbau in der Werkstatt einrechnen.

5.5. Was ist dran an dem Wasserflaschen-Trick?

Man hört immer wieder, dass eine einfache Wasserflasche als Marder-Abwehr dienen soll, weil das Tier sich vor der Spiegelung im Wasser erschrickt. Bedenken Sie aber, dass Marder nachtaktiv und deshalb meistens im Dunkeln unterwegs sind. Dann können Sie jedoch gar keine Spiegelung in der Wasserflasche sehen. Mithin wird die Wasserflasche den Marder nicht vertreiben.

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