Mückenstecker Test 2018

Die besten Mückenstecker im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Mückenstecker sind dafür gedacht, Mücken aus der Wohnung zu vertreiben bzw. sie abzutöten.
  • Es gibt Mückenstecker in verschiedenen Ausführungen und mit unterschiedlichen Befüllungssystemen. Sie alle werden jedoch einfach in die Steckdose gesteckt.
  • Die Wirksamkeit von Mückensteckern ist umstritten, sie punkten jedoch mit einer einfachen Handhabung.

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Kaum hat man sich ins Bett gelegt und will einschlafen, schon hört man es: Bssssssssss. Eine Mücke ist im Schlafzimmer. Vor allem im Sommer passiert das immer wieder.

Schon eine einzelne Mücke kann den Schlaf empfindlich stören und zu allem Überfluss ist man dann am Morgen auch noch total zerstochen. Kein Wunder, dass Anti-Mücken-Mittel äußerst beliebt sind.

Zu den gängigsten Methoden gehören Mückenstecker, die einfach in eine beliebige Steckdose gesteckt werden. Es gibt allerdings, wie unser Mückenstecker-Vergleich 2019 zeigt, verschiedene Arten dieser Stecker mit unterschiedlichen Wirkweisen.

Um den besten Mückenstecker für Ihre Bedürfnisse zu finden, sollten Sie die Funktionsweisen der verschiedenen Modelle kennen. Um Ihnen die Entscheidung leichter zu machen, haben wir in dieser Kaufberatung einige wichtige Punkte zusammengefasst, auf die Sie achten sollten.

Zusätzlich zum Mückenstecker ist es ratsam, Fliegengitter an den Fenstern anzubringen. So können Sie verhindern, dass die Plagegeister überhaupt erst ins Haus kommen und Sie haben wieder eine ruhige Nacht. Außerdem halten Sie so auch Fliegen fern.

1. Schutz per Ultraschall oder Insektizid

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Die asiatische Tigermücke wird immer häufiger auch in unseren Breiten gesichtet.

Mücken können ungemein lästig sein, keine Frage. Das Summen hält einen nachts wach und trotz Mückenschutz wie Spray oder Creme wird man dann auch noch gestochen. Es ist daher nachvollziehbar, dass viele Menschen nach einem wirksamen Mittel gegen Mücken in der Wohnung suchen.

Doch es gibt für die Abneigung gegen Mücken noch einen anderen, handfesten Grund: Bei den Mücken in Deutschland handelt es sich längst nicht mehr nur um die heimische Stechmücke. Inzwischen tauchen hierzulande immer mehr Mückenarten auf, die eigentlich gar nicht auf dem europäischen Kontinent heimisch sind.

Ein Beispiel ist die japanische Buschmücke. Eine andere in Deutschland neue Mückenart ist die asiatische Tigermücke und die kann über 20 verschiedene Viren übertragen, unter anderem das Dengue-Fieber. Wenn solche Mücken in der Küche herumschwirren und sich auf Lebensmittel setzen oder einen stechen, ist man also zurecht beunruhigt.

Deshalb versuchen so viele Menschen, die Mücken zu vertreiben, indem sie eine Mückenschutz-Steckdose anschaffen.

Mückenstecker gibt es von Marken und Herstellern wie Nexa Lotte, Raid und Globol und sie können in zwei Kategorien eingeteilt werden:

  • Biozidverdampfer
  • Ultraschallstecker
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Wenn auch das Mückennetz nicht mehr hilft, greifen Sie am besten zu einem Mückenstecker.

Biozidverdampfer haben eine einfache Wirkweise: Nach dem Einstecken in die Steckdose wird durch Wärme ein Mittel gegen Mücken in den Raum abgegeben. Es ist für Mücken und viele Schädlinge tödlich.

Es gibt diesen elektrischen Mückenschutz entweder mit so genannten Mückenplättchen, als auch mit Flüssigkeiten, den sogenannten Liquids.

Die Mückenplättchen, die ein Insektizid enthalten, werden vor jeder Anwendung auf eine Wärmeplätte im Stecker geschoben. So kann der Wirkstoff verdampfen.

Süßes Blut?

Es liegt übrigens nicht am „süßen Blut“, dass manche Menschen öfter von Mücken gestochen werden, als andere. Die Insekten werden eher von Substanzen angezogen, die über den Schweiß abgesondert werden. Das sind Lockstoffe wie Milch- und Buttersäure und Aminosäuren. Außerdem werden Menschen, bei denen die Haut etwas kühler ist, eher verschont.

Die Flüssigkeit wird in dem Fläschchen erwärmt und verdampft ebenfalls. Ist es leer, können Sie es gegen ein Nachfüll-Fläschchen austauschen.

Nachdem der Insektenschutz in die Steckdose gesteckt wurde, verbreitet sich der Wirkstoff bei Plättchen wie Flüssigkeit gleichmäßig in der Luft und soll effektiv gegen Mücken wirken. Dabei treten weder Geräusch noch unangenehme Gerüche auf. Der Anti-Mücken-Stecker hält normalerweise etwa 30 bis 45 Nächte, bevor Fläschchen oder Plättchen ausgetauscht werden müssen.

Auch der Ultraschall-Insektenschutz arbeitet geruchlos und geräuschfrei. Es handelt sich aber um einen Mückenstecker ohne Chemie. Das Anti-Mücken-Gerät gibt stattdessen Töne ab, die nur von den Insekten wahrgenommen werden, die diese als unangenehm empfinden. So soll man die Mücken vertreiben können. Die Hersteller spielen gerne mit verschiedenen Frequenzen und bieten auch Modelle an, die gegen Fliegen, Kakerlaken oder Marder wirken sollen.

Art des Produktes Merkmale
Biozidverdampfer
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  • Nach dem Einstecken in die Steckdose wird durch Wärme ein Insektizid verdampft.
  • Die Mittel sollen für Menschen ungefährlich sein.
  • Es gibt diesen Stecker-Typ mit einer Flüssigkeit oder einem Plättchen.
  • Bei Mücken soll es durch das Insektizid zu einer Dauererregung von Nervenzellen kommen, die letztlich tödlich ist.
Ultraschallstecker
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  • Es kommt bei diesem Anti-Mücken-Gerät keine Chemie zum Einsatz.
  • Die Stecker geben Schall in sehr hohen Frequenzen ab – etwa 7.000 Hz sollen Flöhe und Mücken vertreiben.
  • Der Ton klingt für die Tiere unangenehm, ist für Menschen aber nicht wahrnehmbar.

2. Kaufkriterien – darauf kommt es bei der Anschaffung eines Mückensteckers an

2.1. Die Wirksamkeit ist entscheidend

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Stiftung Warentest hat Mückenstecker getestet.

Der mit Abstand wichtigste Punkt bei der Entscheidung für einen Mückenstecker ist ohne Frage die Wirksamkeit. Man möchte die lästigen Mücken schließlich zügig loswerden.

Ein Mückenstecker-Test der Stiftung Warentest dämpft hier leider die Erwartungen. Eine „sehr gute“ Wirksamkeit konnte keiner der getesteten Anti Mücken Stecker erreichen.

Wenn überhaupt, macht laut diesem Test die elektronische Mückenabwehr mit Insektiziden Sinn. Die Biozidverdampfer im Mückenstecker-Test erhielten von der Verbraucherorganisation immerhin die Noten „Gut“ oder „Befriedigend“.

Das Batteriegerät Paral Mücken-Mobil wurde Mückenstecker-Vergleichssieger. Überhaupt nicht überzeugen konnten dagegen Ultraschallgeräte. Sie erhielten für ihre Wirksamkeit durchweg die Note „Mangelhaft“.

2.2. Ungefährlichkeit – Achtung: für empfindliche Personen gefährlich

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Die Angst vor chemischen Substanzen im Mückenstecker ist nicht unbegründet.

Biozidverdampfer sind also am wirksamsten. Doch der Gedanke, permanent Insektizide in der eigenen Wohnung zu verteilen, behagt nicht jedem und man fragt sich unweigerlich: „Sind Mückenstecker giftig?“.

Die Angst ist nicht unberechtigt. Im selben Test weist die Stiftung Warentest auch darauf hin, dass die Wirkstoffe die Raumluft belasten und Atemwege, Haut und Augen reizen können.

Gefährlich kann das vor allem für Säuglinge, Allergiker und allgemein empfindliche Menschen werden. Für das Baby ist der Mückenstecker also nicht gerade gut. Besser wäre es, das Kinderzimmer per Moskitonetz zu schützen.

Auch, um die Stechmücken im Schlafzimmer zu bekämpfen, ist die elektrische Mückenabwehr mit Insektiziden lauf der Experten nicht ratsam. Die Stiftung schreibt:

„Biozidverdampfer sollten deshalb nur im Notfall eingesetzt werden: Etwa um das Ferienhaus am See wieder mückenfrei zu machen.“

Diese Einschätzung macht Ihnen die Kaufentscheidung sicher nicht gerade leichter. Soll man nun zum Biozidverdampfer greifen, oder lieber nicht?

Lesen Sie hier noch einmal die Vor- und Nachteile des Biozidverdampfers im Überblick:

  • Die Handhabung und der Austausch sind einfach.
  • Die Geräte arbeiten leise.
  • Die Wirksamkeit von Biozidverdampfern ist deutlich besser, als die von Ultraschall-Geräten.
  • Für gesunde Erwachsene sind die Insektizide weitgehend unbedenklich.
  • Es strömen ständig Giftstoffe aus.
  • Bei Säuglingen, Allergikern und empfindlichen Menschen können die Dämpfe Schwindel oder Kopfschmerzen auslösen oder die Atemwege reizen.

Achtung: Auch die Hersteller weisen darauf hin, dass Sie bei der Nutzung eines Biozidverdampfers unbedingt regelmäßig lüften müssen.

2.3. Das Aussehen – es geht auch unauffällig

Steckdosen sind zwar generell nicht gerade die schönsten Accessoires einer Wohnung. Doch man muss sie nicht zwingend weiter verschandeln.

Mückenstecker sind optisch durchaus unterschiedlich. Während manche in auffälliger grüner oder blauer Farbe gehalten sind, gibt es auch Modelle in schlichtem weiß, die kaum auffallen.

2.4. Der Preis – Sparfüchse kaufen im Internet

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Sparfüchse kaufen im Internet.

Generell sind Mückenstecker keine besonders teure Anschaffung. Ihre Preise liegen ganz grob im Preissegment zwischen 10 und 15 Euro und sie sind in jedem Baumarkt und auch in vielen größeren Supermärkten zu finden. Teilweise bieten sogar Discounter für kurze Zeit Mückenstecker an.

Wenn Sie nach einem günstigen Mückenstecker suchen, sollten Sie sich trotzdem eher im Internet umsehen. Dort sind die Preise allgemein meist günstiger als im Einzelhandel. Häufig gibt es auch Set-Preise, in denen Nachfüllpacks enthalten sind.

3. Natürliche Alternativen – Helfen Hausmittel gegen Mücken in der Wohnung?

Es gibt einige Alternativen zum Mückenschutz für die Steckdose. Beliebte Hausmittel sind:

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Spezielle Mückenkerzen wirken auf natürliche Weise gegen Mücken.
  • Moskitonetz
  • Duftkerzen
  • Citronella Öl
  • Teebaumöl

Wenn Ihnen eine natürliche Mückenabwehr wichtig ist, ist der Klassiker das Moskitonetz. Um das Bett herum angebracht, sorgt es für ruhige Nächte ohne Mückenstiche. Eine effektive, preiswerte und natürliche Methode.

Im Gegensatz zu sogenannten Repellentien (zu deutsche: „Abweiser“). Manche Verbraucher schwören zwar auf Duftkerzen oder ätherische Öle gegen Mücken im Garten.

Doch der oben erwähnte Mückenstecker-Test der Stiftung Warentest hat auch solche Mittel untersucht. Ergebnis: Mangelhaft. Duftkerzen, Citronella Öl oder Teebaumöl gegen Mücken sind also wenig effizient. Was aber durchaus hilfreich ist, ist regelmäßiges Duschen, denn Mücken werden in erster Linie vom Schweiß angezogen.

Tipp: Auch die richtige Kleidung hilft gegen Mückenstiche: Tragen Sie lange, weite und helle Kleidung. Durch enganliegende Kleidung können Mücken nämlich hindurchstechen. Sie können die Kleidung vor einem längeren Aufenthalt im Freien zusätzlich mit einem Anti-Mücken-Mittel einsprühen.

4. Fragen und Antworten zum Mückenstecker

4.1. Wann sterben Mücken?

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Die Lebensdauer einer Mücke ist begrenzt.

Die Lebensdauer der Mücke ist generell begrenzt. Weibchen leben etwa sechs Wochen, Männchen noch etwas kürzer.

In dieser Zeit zeigen sie sich aber fortpflanzungsfreudig: Weibliche Mücken legen etwa alle drei Tage zwischen 30 und 300 neue Eier ab.

Bei Frost sterben nur die männlichen Mücken. Befruchtete weibliche Mücken fallen in eine Art Winterstarre und überwintern so. Auf diese Weise können sie mehrere Monate alt werden und dann im Frühling wieder Eier legen.

4.2. Helfen Mückenstecker auch gegen Fliegen?

Biozidverdampfer enthalten Insektizide, die normalerweise nicht nur gegen Mücken wirken, sondern auch gegen Fliegen und sogar gegen Ameisen. Bei Ultraschall-Geräte ist es eine Frage der Frequenz. Mücken und auch Flöhe reagieren auf eine Frequenz von 7000 Hz, Fliegen auf 10.000 Hz. Sofern das Gerät nicht mit wechselnden Frequenzen arbeitet, hilft es also nicht gegen Fliegen.

4.3. Hilft das Ausschalten des Lichtes, um Mücken fern zu halten?

Weit verbreitet ist die Meinung, dass Mücken von Licht angelockt werden. Tatsächlich wirkt künstliches Licht, das aus Wohnungen und Häusern strahlt eher irritierend auf die Insekten. Eigentlich orientieren sich Stechmücken nachts am Mondlicht. Andere Lichtquellen lenken sie dabei eher von ihrer Flugbahn ab.

4.4. Kommen durch den Klimawandel neue Mückenarten zu uns?

Mildere Winter fördern zwar ein erhöhtes Mückenaufkommen, haben aber wenig damit zu tun, dass sich plötzlich Mückenarten von anderen Kontinenten bei uns ansiedeln. Daran ist eher der globale Handel Schuld. Vor allem beim Transport von Gebrauchtreifen und Zierpflanzen gelangen Mückeneier zu uns, die dann hier schlüpfen.

4.5. Was hilft gegen Mückenstiche?

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Mückenstiche qualen uns durch ihren Juckreiz.

Wenn sich dann doch eine Mücke den Weg in unsere Wohnung gebahnt hat, wachen wir oft morgens mit Mückenstichen auf und auch bei Ausflügen an Seen oder Flüsse oder Gartenpartys bleiben wir davon selten verschont. Die Stiche jucken unangenehm und können bei empfindlichen Menschen zu richtigen Quaddeln anschwellen.

Angenehm kühlend sind Lotionen oder Gele mit Aloe Vera. Auch Zitronensaft oder Essig kühlen die Haut. Falls Sie extrem empfindlich auf die Stiche reagieren und diese sogar anschwellen, könnt es sich um eine allergische Reaktion handeln. Dagegen hilft ein Antihistaminium aus der Apotheke.

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