Schneefräsen Test 2018

Die besten Schneeschleudern im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Schneefräse ist ein sehr effizientes Schneeräumgerät, das ein schnelles Beiseiteräumen großer Schneemassen ermöglicht. Schnee und Eis werden im Inneren der Maschine zerkleinert und per Gebläse dorthin geworfen, wo sie nicht stören.
  • Einstufige Geräte mit Elektro-Antrieb sind für etwas kleinere Flächen geeignet. Wer großflächig Schnee räumen möchte, sollte auf ein zweistufiges Modell mit Benzinantrieb setzen.
  • Die Leistung einer Schneefräse hängt von verschiedenen Faktoren wie der Höhe des Schnees und der Beschaffenheit des Bodens ab. Die beste Schneefräse kann sowohl Neu- als auch Altschnee bearbeiten und ist somit sehr flexibel einsetzbar.

schneefräse-test

Mit der weißen Pracht des Winters kommt auch die lästige Pflicht des Schneeräumens. Zwischen 7 und 20 Uhr sind Hausbesitzer dazu verpflichtet, Gehwege vor dem Haus schneefrei zu halten.

Weitaus komfortabler als mit dem Schneeschieber geht das Schneeräumen mit einer Schneefräse voran. Doch welches ist die beste Schneefräse? Welche verschiedenen Antriebsarten gibt es? Was ist besser: Schneefräse oder Kehrmaschine?

Von der Stiftung Warentest gibt es bisher keinen Schneefräsen-Test. Dafür haben wir in unserem Schneefräsen-Vergleich 2018 und unserer Kaufberatung alle wichtigen Informationen zum Thema für Sie zusammengefasst. So wissen Sie genau, worauf Sie achten sollten, wenn Sie eine Schneefräse kaufen möchten.

1. So funktioniert die Schneefräse

Schneefräsen kommen überall da zum Einsatz, wo für Kehrmaschinen, Schneeschieber oder Schneepflüge versagen. Wenn Sie große Mengen Schnee bewegen müssen, z.B. auf Skipisten, ist die Schneefräse die erste Wahl. Das Gerät besitzt Sägezähne, die Eis und Schnee durchbrechen und abschaben können und schleudert die Masse danach aus dem Weg. Einige Fräsen können die Eismassen meterweit schleudern.

Für die Betreiber von Skigebieten oder öffentliche Räumdienste sind Schneefräsen unverzichtbar, doch auch für Privatpersonen erleichtern Sie die Arbeit – kein lästiges Schippen mehr!

Grundsätzlich lassen sich Schneefräsen mit ein- und zweistufigem Frässystem unterscheiden:

Frässystem Eigenschaften
Einstufige Schneefräseeinstufige-schneefräse Bei einstufigen Schneefräsen sorgen die Schleuderräder gleichzeitig für den Antrieb. Die Räder verfügen über Gumminoppen, die dabei helfen, die Fräse über den Untergrund zu befördern. Ist eine Schneefräse günstig, handelt es sich meist um solche Modelle.

Daher sind solche Fräsen nur für  befestigte Untergründe geeignet; ansonsten könnten kleine Äste und Steine ins Getriebe geraten und die einstufige Fräse lahmlegen.

Zweistufige Schneefräsezweistufige-schneefräse Diese Modelle leiten den aufgenommenen Schnee ins Innere des Geräts, wo die Schneemassen zerkleinert und danach mit einen extra Gebläse in der zweiten Stufe zu Seite hin ausgeworfen werden.

Der Antrieb dieser Modelle ist von der Fräse unabhängig, sodass sie auch für unbefestigte Untergründe geeignet sind.

Fazit: Wenn Sie eher kleinere Schneemassen auf befestigtem Untergrund räumen möchten, können Sie eine einstufige Schneefräse verwenden. Für die tägliche Anwendung in Einfahrten, Gehwegen und Hauseingängen sind sie gut geeignet.
Sind hingegen größere Schneemassen oder harter Altschnee zu bewältigen und arbeiten Sie auf unbefestigtem Untergrund, ist ein zweistufiges Modell Ihr persönlicher Schneefräsen-Vergleichssieger.

In folgendem Video können Sie nachverfolgen, dass sich zweistufige Schneefräsen mit größeren Schneemassen bedeutend leichter tun als einstufige. Beachten Sie aber, dass einstufige Schneefräsen für weniger extreme Schneemassen sehr gut geeignet sind!

2. Schneefräsen-Typen

2.1. Schneefräsen mit Elektromotor sind wendig und leise

Ab wieviel Uhr darf man schneefräsen?

Schneefräsen mit Benzinmotor sollten in Wohngebieten aufgrund der hohen Geräuschentwicklung nur außerhalb der Ruhezeiten eingesetzt werden, also nur wochentags nur zwischen 7 und 20 Uhr. An Sonn- und Feiertagen dürfen die Maschinen hier nicht verwendet werden.

Elektro-Schneefräsen eignen sich gut für weniger große Flächen. Sie sind kleiner und leichter als Benzinfräsen und können daher auch schneller gewendet und einfach verstaut werden. Sie haben eine Arbeitsfläche von bis zu 50 cm Breite und 31 cm Höhe. Außerdem sind sie nicht so laut.

Allerdings bringen Elektro-Modelle nicht so eine starke Leistung wie Benziner und müssen per Strom bzw. Akku betrieben werden. Dadurch sind Sie von einer Stromquelle abhängig. Im Fall eines Akkus kann es passieren, dass das Modell bei zu niedrigen Temperaturen streikt.

2.2. Benzingetriebene Schneefräsen haben extra Power

benzin-schneefräse-arbeitsbreite
Schneefräsen mit Benzinbetrieb sind echte Arbeitstiere und die beste Wahl für große Schneemassen.

Benzin-Schneefräsen sind besonders leistungsstark: mit ihrem bis zu 10 PS starken Viertakt-Motor sind Sie damit unabhängig von einer Stromquelle und können mit ihrer hohen Räumbreite bis zu 70 cm breite und 54 cm hohe Schneisen bearbeiten. Diese Modelle können den Schnee bis zu 15 Meter weit werfen und arbeiten insgesamt effizienter als Elektro-Fräsen.

Dafür sind Benzin-Fräsen sperriger und weniger wendig als Schneefräsen mit Elektromotor. Zudem ist der Geräuschpegel damit höher – während der Nachtruhezeiten sollten Sie damit nicht arbeiten, um Anwohner nicht zu stören.

2.3. Hybrid-Fräsen punkten mit hoher Räumleistung

Hybrid-Schneefräsen werden mit einem Benzinmotor betrieben, während gleichzeitig ein Generator aufgeladen wird, der den Raupenantrieb antreibt. Hybrid-Modelle verbrauchen relativ wenig Benzin, verfügen über eine hohe Räumleistung und eine recht geringe Lautstärke.

Welche Fräse für welchen Schnee?
  • Neu- oder Altschnee: Neuschnee, der noch relativ weich und luftig ist, kann mit allen Schneefräsen behandelt werden. Ist der Schnee älter als drei oder vier Tage, hat er sich meist in den härteren und schwerer zu entfernenden Altschnee verwandelt.
  • Unterboden: Befestigte Untergründe wie Asphalt, Beton oder Pflastersteine sind weitaus leichter zu räumen als unbefestigte Flächen wie Waldboden, Rasen oder Kies.
  • Schneehöhe: Kleinere Schneefräsen, meist Elektrofräsen, können nur Schneeflächen mit einer Höhe von maximal 30 cm bearbeiten. Alles, was darüber liegt sollten Sie am besten mit einer Benzin-Fräse bearbeiten, um nicht doppelt über die Fläche fahren zu müssen.

3. Antriebsarten

Schneefräsen werden mit einer der Kategorien Bohr-, Rad- oder Raupenantrieb vorangebracht:

  • Bohrantrieb: Diese Antriebsart kommt bei einstufigen Modellen zum Einsatz. Die Förderschnecke sorgt über Gumminoppen für den Antrieb. Gleichzeitig werden diese Modelle meist manuell vorwärts geschoben, sodass durch die Muskelkraft der Antrieb unterstützt wird.
  • Rad- oder Raupenantrieb: Diese Antriebsart  wird bei zweistufigen Modellen verwendet. Die motorisierten Geräte können auf den Einsatz von Muskelkraft verzichten. Die Fräse kann über bis zu sechs Gänge und zwei Rückwärtsgänge beliebig gesteuert werden.

schneefraese-akkubetrieb

4. Wichtige Marken und Hersteller

  • Fuxtec
  • Güde
  • Grizzly
  • Hecht
  • Holzinger
  • Husqvarna
  • Stiga
  • Santos
  • Texas
  • Wolf-Garten
Schneefräse oder Kehrmaschine?

Kehrmaschinen eigenen sich am besten für trockene und lose Verunreinigungen auf dem Gartenboden. Einige Geräte sind auch für die Anwendung bei Neuschnee geeignet. Für gelegentliche Räumaktionen können Sie also durchaus Ihre Kehrmaschine zweckentfremden. Eine Kehrmaschine können Sie auch anstelle einer Schneefräse bei wenig Schnee verwenden.

Wollen Sie jedoch ein Gerät, das sich speziell zum Schneeräumen eignet, sollten Sie doch lieber zur Schneefräse greifen. An einigen Geräte können Sie auch eine Bürste bzw. Bürstenwalze befestigen, was eine besonders gründliche Beseitigung von Neuschnee ermöglicht.

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