Sicherheitsschuhe Test 2018

Die besten Arbeitsschuhe im Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Sicherheitsschuhe sind in verschiedenen Sicherheitsklassen erhältlich. Je höher die beruflichen Anforderungen an den Fußschutz, desto höher sollte auch die Klasse sein.
  • Entscheidend bei Sicherheitsschuhen ist der Tragekomfort. Dieser hängt nicht nur von der richtigen Schuhgröße ab, sondern auch davon, ob der Schuh atmungsaktiv ist.
  • Viele Schuhmodelle verfügen über eine Zehenschutzkappe und einen Durchtrittschutz. Hierdurch bleiben insbesondere der vordere Fußbereich sowie die Fußsohle geschützt.

Sicherheitsschuhe Test

Wie eine Statistik aus dem Jahr 2017 zeigt, kam es im Jahr 2015 in Deutschland zu 866.056 Unfällen bei der Arbeit (Quelle: DGUV). Um sich davor zu schützen, braucht man jedoch in vielen Berufen neben Helm und Arbeitshandschuhen auch das passende Schuhwerk: Sicherheitsschuhe. Damit Ihre Füße nun vor Nägeln oder etwa auslaufenden Kraftstoffen geschützt bleiben, bieten wir Ihnen unseren Sicherheitsschuhe-Vergleich 2018.

In diesem habe wir für Sie die besten Sicherheitsschuhe zusammengestellt, die Ihnen ein sicheres Arbeiten gewährleisten. In unserer Kaufberatung erfahren Sie zudem, weshalb die Zehenschutzkappe eine besonders wichtige Funktion erfüllt sowie was die unterschiedlichen Sicherheitsklassen ausmacht.

1. Worauf gilt es beim Kauf von Sicherheitsschuhen zu achten?

1.1. Die Sicherheitsklasse: Je höher, desto besser ist der Fuß geschützt

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Neben Modellen für Herren sind auch Sicherheitsschuhe für Damen erhältlich. Stahlkappenschuhe sind jedoch meist Unisex-Modelle.

Bevor Sie nun Sicherheitsschuhe kaufen, sollten Sie zunächst die Sicherheitsklasse bestimmen. Als Teil der Arbeitskleidung und persönlichen Schutzausrüstung (PSA) gehören Schuhe dieses Typs in vielen Berufen zur Pflichtausstattung.

Aber auch im privaten Bereich können Arbeitsschuhe zum Einsatz kommen, was etwa bei Renovierungsarbeiten oder Holzhacken anzuraten ist.

Dabei gilt die Regel: Je höher die Klasse, desto größer der Schutzumfang. Folglich bieten Schuhe der Klasse SB einen relativ geringen Fußschutz, da bei ihnen etwa die Fersen unbedeckt bleiben können.

Was sich genau hinter welcher Klasse verbirgt,  erfahren Sie in folgender Übersicht:

Sicherheitsklasse Bestimmungen
SB
  • geschlossener Zehenbereich
  • offener/geschlossener Fersenbereich
S1

 

  • geschlossener Zehenbereich
  • geschlossener und stoßdämpfender Zehenbereich
  • antistatisch
  • beständig gegen Benzin und Öl
S1P
  • geschlossener Zehen- und Fersenbereich
  • durchtrittsicher
  • antistatisch
  • Laufsohle mit Profil
  • beständig gegen Kraftstoff
S2
  • geschlossener Zehen- und Fersenbereich
  • antistatisch
  • beständig gegen Kraftstoff
  • beständig gegen Wasser
S3
  • geschlossener Zehen- und Fersenbereich
  • antistatisch
  • beständig gegen Kraftstoff
  • beständig gegen Wasser
  • durchtrittsicher
  • Laufsohle mit Profil
S4
  • Stiefelform
  • geschlossener Zehen- und Fersenbereich
  • antistatisch
  • beständig gegen Kraftstoff
  • wasserabweisend
  • Laufsohle mit Profil
S5
  • Stiefelform
  • geschlossener Zehen- und Fersenbereich
  • antistatisch
  • beständig gegen Kraftstoff
  • wasserabweisend
  • durchtrittsicher
  • Laufsohle mit Profil

1.2. Die Ausstattung: Für die Baustelle muss die Sohle durchtrittsicher sein

Weshalb findet man bei den meisten Sicherheitsschuhen Leder als Obermaterial?

Leder ist nicht nur besonders strapazierfähig, sondern auch formbeständig. Zudem sind Modelle mit Leder besonders wärmeisolierend, wodurch etwa bei der Arbeit in der kalten Jahreszeit der Fuß immer warm bleibt und keine Erfrierungserscheinungen an den Zehen auftreten können.

Arbeitsschutzschuhe bieten je nach Sicherheitsklasse einen unterschiedlichen Ausstattungsumfang. Den geringsten bieten Schuhe der Klasse SB. Diese findet man meist in Krankenhäusern. Gleiches gilt dabei für Arbeitsschuhe der Klasse S1, wobei diese auch oftmals in Laboren oder im Mikroelektronikbereich Pflicht sind.

Auf Baustellen müssen die Schuhe jedoch meist eine höhere Klasse erfüllen und durchtrittsicher sein, um die Füße vor herausstehenden Nägeln oder spitzen Gegenständen wie losen Schrauben zu schützen. Aber Achtung: Da bei Bauarbeiten oftmals schwere Baumaterialien wie Ziegel oder Zementsäcke befördert werden und schwere Arbeitsgeräte zum Einsatz kommen, sollten die Schuhe für diesen Einsatzzweck ebenfalls über eine Zehenschutzkappe verfügen.

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Im Gegensatz zur Klasse S1 besitzen Sicherheitsschuhe der Klasse S3 eine Laufsohle mit rutschfestem Profil. Im Außeneinsatz ist diese meist unerlässlich.

Diese schützt den vorderen Fußbereich vor herabfallenden Gegenständen sowie bei ungewolltem Stoßkontakt. Je nach Schuhmodell können die Kappen dabei aus Stahl, Aluminium oder aus Kunststoffen wie Polyurethan gefertigt sein. Als Material ist hierbei insbesondere Stahl sehr robust und stoßfest. Aluminium ist demgegenüber zwar weniger stabil, dafür aber leichter. In dieser Hinsicht sind allerdings sowohl Gummi als auch Kunststoff die beste Lösung. Sie wiegen am wenigsten, was das gesamte Schuhgewicht reduziert. Dies hat aber auch einen weiteren Vorteil: Je leichter die Sicherheitsschuhe, desto geringer der Kraftaufwand beim Laufen.

Arbeiten Sie oft unter freiem Himmel, so sollten die Schuhe zudem eine profilierte Sohle besitzen. Diese erhöht die Rutschfestigkeit, was besonders bei regnerischen Wetterbedingungen die Sicherheit bei der Arbeit erhöht. Zwar haben Sie hierbei meist die Wahl zwischen dem Kunststoff Polyurethan und Gummi, allerdings bietet insbesondere bei nassem oder rutschigem Untergrund Gummi die bessere Haftung.

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S3-Sicherheitsschuhe besitzen eine durchtrittsichere Zwischensohle. Neben Herren sollten aber auch Damen auf Arbeitsschuhe dieser Art nicht verzichten, wenn sie etwa auf einem Baugrundstück unterwegs sind.

Soll Ihr persönlicher Sicherheitsschuhe-Vergleichssieger jedoch für die Gartenarbeit oder zum Heimwerken bestimmt sein, so empfehlen wir Ihnen ein Modell der Klasse S3. Hierdurch bleiben die Schuhe nicht nur beständig gegen Wasser, sondern ersparen Ihnen dank des Durchtrittschutzes auch schmerzvolle Erfahrungen in Form eines Fußpiercings.

Wasserbeständig sollten die Schuhe jedoch auch dann sein, wenn Sie etwa als Tierpfleger im Beckenbereich von Schwimmsäugetieren tätig sind. Aber Achtung: Sicherheitsschuhe höherer Klassen können ebenso wasserabweisend sein, wodurch auch nach dem kompletten Eintauchen des Schuhs in Wasser dieser meist 15 Minuten lang trocken bleibt.

Als Hobbyschrauber sollten Sie jedoch zu einem Modell greifen, welches ebenso gegen Kraftstoff beständig ist. Läuft während der Fahrzeugreparatur etwa Benzin aus, so riskieren Sie keine unangenehmen Hautreizungen an den Füßen.

Ein fester Halt ist unerlässlich! Achten Sie bei der Wahl von Sicherheitsschuhen auf das Vorhandensein von Schnürsenkeln. Eine Schnürung hat den Vorteil, dass der Fuß fest vom Schuh umschlossen wird, was besonders bei Höhenarbeiten oder in Gefahrensituationen die nötige Stabilität bietet.

1.3. Der Tragekomfort: Atmungsaktive Modelle wirken der Schweißbildung entgegen

dachdeckerschuhe
Ob Sicherheitsstiefel oder Dachdeckerschuhe – der optimale Tragekomfort lässt sich ohne eigenen Sicherheitsschuhe-Test nur schwer bestimmen.

Ob die Sicherheitsschuhe günstig für Ihren Einsatzzweck sind, hängt in hohem Maße auch vom Tragekomfort ab. Hierbei spielt neben dem obligatorischen Probetragen auch die Schuhgröße eine wichtige Rolle.

Wie unser Vergleich zeigt, sind Sicherheitsschuhe meist in den Größen 36 bis 49 erhältlich. Hierdurch können auch Frauen die für Sie entsprechende Größe finden.

Bedenken Sie aber, dass jede Größe von Schuhtyp zu Schuhtyp leicht variieren kann. So können etwa Sicherheitsschuhe der Größe 43 wie angegossen sitzen, wohingegen bei anderen Herstellern unter Umständen Schuhe mit genau dieser Größe im Fersen- oder Zehenbereich drücken und auf Dauer Blasen an den Füßen verursachen können.

So bekommen Sie keine Schweißfüße! Achten Sie beim Kauf von Sicherheitsschuhen darauf, dass diese atmungsaktiv sind. Insbesondere kann sich so bei hochsommerlichen Temperaturen unter freiem Himmel keine Hitze im Schuh anstauen. Diese kann nämlich nicht nur negativen Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden und damit die Arbeitssicherheit haben, sondern auch auf die Gesundheit. Kann der Fuß besser atmen, riskieren Sie keinen Fußpilz oder Hautinfektionen.

2. Welche Hersteller von Sicherheitsschuhen gibt es?

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Der Look macht den Unterschied! Der Hersteller Elten bietet beispielsweise Sicherheitsschuhe im eleganten Office-Design.

Ein Sicherheitsschuhe-Test liegt von der Stiftung Warentest bislang nicht vor, den wir Ihnen als Hilfe bei der Herstellerwahl nahelegen könnten. Eine Empfehlung wert ist dabei etwa der Schuhhersteller Haix. Als Spezialist in der Kategorie Funktionsschuhwerk bietet dieser neben Sicherheits- und Arbeitsschuhen auch Modelle für den Forst- und Militäreinsatz.

Legen Sie besonderen Wert auf ein sportliches Design in Verbindung mit hoher Qualität, so können Sie ebenso zu der Marke Puma greifen. Als Schuh- und Textilspezialist bietet diese neben einer breiten Auswahl an Sportschuhen auch sportlich gestylte Arbeitsschuhe für Hobbyheimwerker und Profis.

Eine breite Produktpalette an Sicherheitsschuhen finden Sie beim Hersteller Gevavi. Neben Modellen im klassischen Arbeiterlook hat dieser auch Arbeitsschutzschuhe in modernen Designs für Damen und Herren im Angebot. Die wichtigsten Marken und Hersteller finden Sie zusammengefasst in folgender Übersicht:

  • Puma
  • Haix
  • Gevavi
  • Uvex
  • Elten
  • Atlas
  • Lucky Line
  • Texxor
  • Safety Jogger
  • Cofra
  • Maxguard
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