Bachlauf anlegen: Tipps und Anleitung wie Sie einen Bachlauf selber bauen

Sollte ich einen Bachlauf mit oder ohne Teich anlegen?

Für welches der entspannenden Wasserspiele Sie sich entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Jedoch wirkt sich ein Bachlauf positiv auf die Wasserqualität eines Teiches aus.

Kann ich Kosten sparen?

Je nachdem, wieviel Sie beim Bau Ihres Bachlaufs selber machen und welche Materialien Sie einsetzen, können Sie viel Geld sparen.

Was sollte ich bei der Pumpe beachten?

Stellen Sie sicher, dass die Förderleistung der Wasserpumpe auf die Neigung des Baches abgestimmt ist.

Für viele ist es die Idealvorstellung der Entspannung: Umgeben von saftigem Grün an einem Gewässer sitzen und die Seele baumeln lassen. Ein sanft plätschernder Bach sorgt für eine unvergleichliche Idylle. Mit einem Bauchlauf können Sie sich im eigenen Garten eine solche Oase der Entspannung schaffen. Wir zeigen Ihnen in diesem Ratgeber, wie Sie ganz simpel Ihren eigenen Bachlauf selber bauen, wie Sie ihn mit oder ohne Teich anlegen, welche Vorteile sich für den heimischen Garten durch einen Bachlauf ergeben und geben Ihnen Tipps, worauf Sie besonders achten sollten.

1. Diese Vorteile bietet ein Bachlauf

Gartenteich

Egal ob mit oder ohne Teich. Ihren Bachlauf im Garten können Sie individuell gestalten.

Rein optisch und gestalterisch bietet ein Bachlauf die Möglichkeit, dem Garten Struktur zu verleihen. Verfolgen Sie beim Anlegen Ihres Gartens etwa die Philosophie einer formalen Ordnung mit festen Regeln und Formen, unterstützt ein geradliniger Bach diesen gestalterischen Ansatz. Im Umkehrschluss lockert ein geschwungener Bachlauf den Garten optisch auf und wirkt verspielt und wild; egal, ob Sie sich für die Mini- oder die Maxiversion eines Bachlaufs entscheiden. 

Sollten Sie zudem einen Gartenteich anlegen wollen, hat ein Bachlauf einen noch viel entscheidenderen Vorteil: Er wirkt sich nachhaltig positiv auf die Wasserqualität aus. Das fließende Wasser wird durch Wasser- und Uferpflanzen gereinigt. Zudem gelangt auf natürliche Weise Sauerstoff ins Wasser, besonders dann, wenn Sie zusätzlich Bereiche einbauen, an denen das Wasser verwirbelt wird, wie etwa durch einen Wasserfall.

Diese natürliche Art der Wasserfilterung ersetzt leider nicht die Wasserpumpe samt Filter, sorgt jedoch dafür, dass Sie merklich weniger Chemikalien einsetzen müssen, um den Teich gesund zu halten.

Wenn Sie natürliche Elemente wie etwa große Steine als Stauflächen verwenden, können Sie die Kosten für Ihren Bachlauf günstig halten. Neben den Stromkosten sowie Kosten für die verbaute Pumpe kommt noch die Teichfolie hinzu. Sparen sollten Sie hier jedoch nicht bei der Qualität – das rächt sich meist im nächsten Winter oder nach einiger Verschleißzeit. Sie können bei der Gestaltung Ihres Bachlaufs viel selber bauen, jedoch sind, wie so oft, nach oben hin keine Grenzen gesetzt.

Auch ohne Hanglage können Sie sich den Traum vom Bachlauf im eigenen Garten erfüllen.

2. Einen Bachlauf anlegen: Schritt für Schritt Anleitung

Erde ausheben

Nachdem Sie den Verlauf des Baches geplant haben, muss Erde ausgehoben werden.

Falls Sie ein ebenes Grundstück Ihr Eigen nennen empfiehlt es sich, dass Sie Bachlauf und Gartenteich in einem Arbeitsschritt anlegen. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass ein Gefälle zwischen drei bis fünf Prozent vorherrscht, sodass das Wasser problemlos durch das Bachbett fließen kann. Ein auf diese Weise entstandener Wasserfall ist zudem ein optisches Highlight.

Wenn Sie den gewünschten Bereich des Bachlaufs markiert haben, können Sie mit einem Spaten die oberste Rasen- und Erdschicht entfernen und so den ersten groben Verlauf Ihres Baches anlegen. Bauen Sie dabei absichtlich Verengungen und Kurven ein, sodass später auf natürliche Weise Sauerstoff ins Wasser gelangt. Danach fahren Sie systematisch mit dem Aushub fort, bis Sie die gewünschte Tiefe erreicht haben. Und entfernen sämtliche Wurzeln und Steine im Bachbett. Bereits während dieses Arbeitsschritts können Sie die einzelnen Höhenstufen des Baches anlegen.

Im nächsten Schritt folgt das Verdichten des Erdreichs, entweder mit einer Schaufel oder mit bloßer Kraft Ihres Fußes. Am Ende dürfen sich keine losen Erdstellen mehr im Bachbett befinden, damit der Untergrund nicht mehr absacken kann.

Überprüfen Sie anschließen, ob die gegenüberliegenden Seiten des Bachlaufs waagerecht sind. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Wasser bei ungeraden Wänden in den Garten fließt, da es sich immer den einfachsten Fließweg sucht.

Nun können Sie sich um das Befüllen das Bachlaufs kümmern. Füllen Sie diesen zuerst mit einer dicken Sandschicht auf, bevor Sie das Teichvlies aufbringen. Auf diese Weise wird die Folie vor Wurzeln oder kleinen Steinen geschützt. Indem Sie Steine mit Zement auf der Folie befestigen, sorgen Sie für natürliche Staumauern.

Sie können sich darüber hinaus entscheiden, ob Sie das Bachbett mit Beton auffüllen, um dieses zusätzlich zu stabilisieren. Wenn Ihnen die Anwendung von Beton zu aufwendig ist, können Sie alternativ auch mit fertigen Schalen arbeiten, mit denen Sie den Bachlauf auslegen.

Als nächstes sorgen Sie mit der sogenannten Kapillarschicht dafür, dass das Bachwasser nicht von umliegender Erde aufgesaugt, bzw. von Pflanzen über die Wurzeln aufgenommen wird.

3. Bachlauf und Teich dekorieren 

Förderleistung und Neigung beachten
Stimmen Sie die Förderleistung der Wasserpumpe auf die Neigung des Baches ab.

Nun können Sie sich allmählich um die Dekoration Ihres künstlichen Wasserlaufs kümmern. Indem Sie diesen mit grobem, sauberem Kies befüllen, erhält er eine natürliche Optik. Dekorationselemente Ihrer Wahl befestigen Sie am besten mit Mörtel, damit diese nicht vom fließenden Wasser mitgerissen werden.

Am Rand können Sie nun jenseits der Kapillarschicht dekorative Pflanzen anlegen. Verwenden Sie dafür spezielles Pflanzsubstrat für Wasserpflanzen sowie eine Erde mit hohem Lehmanteil. Falls Sie Pflanzen direkt im Bachbett anlegen möchten, empfiehlt es sich, dafür spezielle Pflanztaschen zu verwenden, die Sie mit Mörtel im Bachbett fixieren. Wenn Sie mit dem Anlegen der Pflanzen fertig sind, modellieren Sie die freien verbleibenden Uferstellen mit Kies, Steinen oder Platten, bis die Teichfolie nicht mehr zu sehen und die Illusion eines natürlichen Bachlaufs perfekt ist.

4. Die Wasserversorgung beim Bachlauf und Teich sicherstellen

Nachdem Sie Verlauf und Aussehen Ihres Baches fertiggestellt haben, sollten Sie nun die Wasserversorgung in Angriff nehmen. Die zu installierende Pumpe sollte eine entsprechend hohe Förderleistung haben, und mit der Neigung des Baches abgestimmt sein. Installieren Sie die Pumpe etwa 80 Zentimeter tief in den Boden, um sie vor Kälte und Frost zu schützen. Das dazugehörige Rohr verlegen Sie in etwa 30 Zentimetern Tiefe neben dem Bachlauf, niemals darunter, da Sie sonst bei Schäden oder anderen Problemen das Rohr nicht mehr erreichen.

Ein abschließender Probelauf stellt sicher, dass keine undichten Stellen mehr vorhanden sind und das Wasser problemlos fließen kann. Falls dem nicht so ist, können Sie Problemstellen noch ausbessern.

Eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Bau Ihres eigenen Bauchlaufs finden Sie im folgenden Video.

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