Bäume beschneiden und Pflanzen überwintern

Alle Jahre wieder, wenn Bäume und Sträucher in bunten Herbstfarben stehen, die Spätblüher blühen und die Obsternte ansteht, wird es höchste Zeit, den Garten winterfest zu machen. Frostschutz für Pflanzen ist dringend angeraten, wenn Sie auch im nächsten Jahr noch Freude an ihnen haben wollen. Die Winter-Checkliste fasst zusammen, welche Gartenarbeit im Herbst erledigt werden muss.

1. Pflanzen überwintern und Gartenarbeit im Herbst

Pflanzkübel in Vorbereitung zum winterfest machen.

Spätestens zum Herbstende wird es Zeit, den Garten winterfest zu machen.

Auch wenn im Herbst die Gartensaison ihrem Ende entgegen geht, gibt es gerade jetzt viel zu tun. Ab September sollte man damit beginnen, den Garten auf den Winter vorzubereiten, denn durch die Gartenarbeit im Herbst und das Überwintern der Pflanzen wird bereits der Grundstein für das nächste Frühjahr gelegt. Gemüsegärtner pflanzen Rettich und Feldsalat, die Beete werden neu gemulcht und die Bäume und Sträucher zurückgeschnitten. Es ist noch warm genug, Bäume, Sträucher und Stauden zu pflanzen, Lücken in der Bepflanzung aufzufüllen und Beete neu zu gestalten. Der Rasen erhält ebenfalls seinen letzten Schnitt und sollte, wie die übrige Bepflanzung auch, noch einmal mit Herbstdünger gestärkt werden. Diese und weitere Gartenarbeiten für den Herbst, finden sich in folgender Checkliste.

2. Checkliste: Gartenarbeit im Herbst

Gartenarbeiten, die im Herbst erledigt werden sollten:

  • Bäume und Sträucher zurückschneiden, Reisig als Frostschutz für die Beete nutzen
  • Hecken schon im September zurückschneiden
  • Bäume und Sträucher pflanzen oder umsetzen, Lücken füllen
  • Obstbäume: Schutz der Rinde durch Kalkanstrich oder Winterfleece
  • Laub harken und als natürlichen Mulch untergraben oder als Frostschutz auf Staudenbeeten liegenlassen, unter immergrünen Büschen aufschichten; gegen Verwehung mit Reisig beschweren
  • Beete mulchen
  • Geschützte Winterbeete vorbereiten
  • Je nach Bepflanzung Kübel eingraben, in Noppenfolie wickeln oder im Innenraum kühl überwintern
  • Herbstdüngung für Rasen und Beete (auch die freien Beete!)
  • Balkonpflanzen durch Herbstpflanzen ersetzen (z.B. Chrysanthemen, Alpenveilchen, Heide/Erika)
  • Blumenzwiebeln setzen, frostempfindliche Knollenpflanzen ausgraben und an einem kühlen Ort aufbewahren (z.B. Dahlien)
  • Gemüsegarten: Feldsalat, Rettich, Knoblauch und winterharte Kohlsorten pflanzen
  • Wasserbehälter und -leitungen leeren
  • Gartenmöbel einlagern oder abdecken, hochwertige Holzmöbel zusätzlich ölen
  • Gartengeräte vor dem Einlagern säubern und gründlich einölen
  • Pflanzenschutzmittel frostfrei lagern
  • Bei Frost den Rasen nicht betreten, um braune Stellen im Frühjahr zu vermeiden

3. Herbstschnitt: Bäume und Sträucher beschneiden

schere schneidet ast

Schneiden Sie Ihre Bäume und Sträucher zurück.

Damit Bäume und Sträucher im Frühjahr üppiger austreiben und dichteres Laub ausbilden, ist es ratsam, sie im Herbst, nachdem das Laub abgefallen ist, zurückzuschneiden. Außer Ahorn, Walnuss und Birke können Bäume problemlos bis März geschnitten werden. Hecken sollten allerdings schon im September ihre Winterfrisur erhalten.

Beim Herbstschnitt werden schadhafte Stellen und tote Äste entfernt und anschließend die Enden der Äste großzügig eingekürzt, um einen dichten und kompakten Wuchs anzuregen. Koniferen und immergrüne Büsche, wie Rhododendron und Kirschlorbeer, schneidet man sicherheitshalber erst im Frühjahr zurück, damit jüngere Triebe länger schattig wachsen. Stehen sie zu hell, kann man mit Gartenfleece oder Netzen zusätzlich schattieren.

Denn wie alle immergrünen Büsche mit dünner, grüner Rinde sind sie von Frosttrocknis bedroht. Weil diese Pflanzen das ganze Jahr über Photosynthese betreiben, geben sie laufend Feuchtigkeit an die Luft ab, können bei gefrorenem Boden aber kein neues Wasser aufnehmen. Um der drohenden Austrocknung vorzubeugen, sollte man die untere Stammpartie großzügig mit Laub und Reisig schützen und an frostfreien Tagen sparsam wässern.

Die Stämme von Obstbäumen werden mit Leimringen versehen um Schädlinge, wie Frostspanner und Blutläuse abzuhalten. Um Frostrisse in der Rinde zu verhindern, kann man Baumstämme mit einem Kalkanstrich oder Winterfleece schützen.

Olivenbäume werden immer beliebter. Trotz ihrer südländischen Herkunft sind sie relativ robust und können lange draußen bleiben. Solange die Minustemperaturen nicht zweistellig werden, reicht es aus, sie mit Vlies oder Jute warm einzupacken.

Tipp: Wenn kleine Bäume und Sträucher im Winter ganz oder teilweise im Schnee versinken, lassen Sie einfach alles, wie es ist. Der Schnee ist die effektivste Isolierung gegen Frostschäden.

4. Stauden und Blumenzwiebeln im Herbst

hand pflanzt blumenziebeln

Der Herbst ist für viele Pflanzen die optimale Pflanzzeit.

Stauden, wie Lilien, Rittersporn und Enzian, sind mehrjährige krautige Pflanzen, das heißt, sie verholzen nicht und die oberirdischen Pflanzenteile sterben meist im Winter ab. Die Pflanzen überwintern mit Hilfe unterirdischer Rhizome oder Knollen, die man im Winter mit einer Schicht Mulch, Laub oder Reisig vor zu starkem Frost schützen sollte.

Empfindliche Sträucher, wie Rosen, Hortensien, Hibiskus, Sommerflieder, Clematis und Tamariske sollte man bis über den Wurzelhals mit Mulch anhäufeln und gegebenenfalls die unteren Triebe zusätzlich mit Jute umwickeln. Hohe Gräser werden zu Bündeln geschnürt.

Viele Blumenzwiebeln, wie Krokusse, Schneeglöckchen, Tulpen, Narzissen, Blausternchen oder Hyazinthen sollten schon im September gesteckt werden. Je früher das geschieht, desto eher wird der Garten im kommenden Frühjahr wieder bunt. Am besten wirken die Blumen, wenn man mehrere Zwiebeln in ein Pflanzloch legt. Sie sollten mit der Spitze nach oben etwa doppelt so tief vergraben werden, wie die Zwiebel dick ist. Die Zugabe von Kompost, Hornspähnen oder ähnlichem organischen Dünger wirkt sich im Frühjahr positiv auf das Wachstum aus.

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