Bambus pflanzen

Die Gartengestaltung mit Bambus hat ihren Ursprung in Asien. Insbesondere im alten China wurden die Gärten kunstvoll mit Bambus verziert und strukturiert. Insgesamt 1447 Arten von verholzendem Bambus sind bekannt; die Wuchshöhen reichen dabei von bodendeckenden Pflanzen bis zu enormen 38 Metern – diese Größe ist allerdings der tropischen Art Dendrocalamus brandisii vorbehalten.

In deutschen Gärten muss Bambus in der Regel winterhart sein, sofern er nicht als Kübelpflanze verwendet wird. Zu diesem Zweck bieten sich besonders zwei Unterarten an, Fargesia und Phyllostachys. Wir stellen Ihnen die Arten Fargesia murielae, Phyllostachys bissetii (Bisset-Bambus) und Phyllostachys aurea (Goldbambus) vor.

1. Bambus essen: Nicht nur für Pandabären

panda isst bambus

Nicht nur Pandas schmeckt Bambus gut.

Bambus aus deutschen Gärten ist in der Regel nicht oder nur schwer essbar, dazu ist unser Wetter leider zu kalt. Lediglich in einem kleinen, italienischen Tal bei Genua mit einem extrem günstigen Klima ist die Zucht von Bambussprossen auf europäischem Boden bisher gelungen.

Bambussprossen gleich welcher Art müssen in jedem Fall vor dem Verzehr nach der Ernte gekocht werden: In rohen Bambussprossen sind giftige Blausäureglykoside enthalten. Auch die Bitterstoffe im Bambus werden so neutralisiert; bei besonders bitteren Sorten hilft die Beigabe von einigen Chilischoten zum Kochwasser.

2. Bambus: Aufbau und Fortpflanzung

Bambus sieht nicht von ungefähr wie riesiges Gras aus – er wächst auch so schnell und zahlreich. Wenn man sich einen Bambushalm anschaut, fallen zunächst die Knoten zwischen den einzelnen Segmenten sowie die extreme Härte und Biegsamkeit auf. Grund für diese Eigenschaften ist der hohe Ligninanteil der Halme. Dieser auch in Holz enthaltene Stoff macht den Bambus hart, aber zugleich biegsam und sehr widerstandsfähig. Einige Bambusarten können bis zu 38 Meter hoch werden!

Der in unseren Breiten ansässige, winterharte Bambus fällt vor allem durch seine Widerstandsfähigkeit und seine außerordentlichen Vermehrungsfähigkeiten auf: So breitet sich manche Bambuspflanze ohne wirksame Eindämmung durch Rückschnitt und Umgraben schnell über das gesamte Grundstück aus. Andere Bambusarten bilden hingegen kompakte Horste, auf denen die Halme dicht zusammen wachsen und sich nicht horizontal ausbreiten.

Trotz seiner starken Widerstandsfähigkeit hat der Bambus einen klar definierten Lebenszyklus: Sobald die Pflanze blüht, stirbt sie. In den Bambuswäldern Südostasiens kann die Bambusblüte zu einem regelrechten Kahlschlag führen. Warum der Bambus ein solch seltsames Vermehrungsverhalten hat, ist von Wissenschaftlern noch nicht eingehend erforscht.

3. Fargesia oder Muriel-Bambus: Winterharter Bambus für europäische Gärten

Fargesia-Bambus ist in Deutschland und Europa eine beliebte, immergrüne Gartenpflanze. Ihre Winterhärte und ihre Eigenschaft, keine Ausläufer im Garten zu bilden, machen die auch Muriel-Bambus genannte Pflanze besonders beliebt. Im Unterschied zu anderen Arten breitet sich die Art nicht unterirdisch aus, sie bildet stattdessen Horste, in denen die Halme kompakt zusammengedrängt wachsen.

Die Halme werden etwa einen bis fünf Meter hoch und haben einen Durchmesser zwischen fünf und anderthalb Millimetern. An den Knoten der Bambushalme gehen drei bis zehn Zweige ab, die jeweils zwei bis sechs Blätter tragen. Diese Wuchseigenschaft macht den Fargesia-Bambus sehr buschig und prädestiniert ihn auch für die Gestaltung von Hecken.

4. Phyllostachys Bambus: Goldrohrbambus als Hecke

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Goldrohrbambus eignet sich wunderbar als Sichtschutz.

hat dichte, schmale und aufrechte Halme, die sich bei nebeneinander gepflanzten Stauden zu dichten Hecken vereinigen. Daher eignet er sich vorzüglich, um immergrüne, schöne und robuste Hecken zu pflanzen.

Die Heimat des Goldrohrbambus ist Südostasien, die in Europa angebotenen Sorten sind aber winterhart und können bedenkenlos in Deutschland angepflanzt werden. Auch der Goldrohrbambus neigt eher zur Horstbildung; streuende Seitentriebe und daraus resultierender Wildwuchs finden nicht statt.

Insbesondere bei moderner Architektur fügen sich Hecken aus Goldrohrbambus harmonisch als luftiger Sichtschutz ins Grundstücksbild. Die Hecken müssen nicht geschnitten werden und sind immergrün – eine ideale Hecke ohne den “Friedhofstouch” des Lebensbaumes.

5. Bisset-Bambus

Den Dschungel im eigenen Garten lässt sich mit den langen Halmen des Bisset Bambus problemlos realisieren: Fünf bis sechs Meter große Halme mit einem Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern. An den Knoten verzweigt sich der Bisset-Bambus in der oberen Halmhälfte zu mehreren Zweigen, die ihrerseits mit mehreren Blättern besetzt sind. Die ausgewachsenen Pflanzen sind baumähnlich und immergrün.

Für die Pflanzung einer Hecke ist diese Art aufgrund ihres spärlichen unteren Bewuchses weniger geeignet, für die Anlage eines Japanischen Gartens aber besonders wichtig. Bambusarten verschiedener Sorten bereichern einen japanischen Garten und erzeugen eine tropische, kontemplative Stimmung.

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Bildnachweise: © oly5 - stock.adobe.com, © Wichit S - stock.adobe.com, © Olga Khoroshunova - stock.adobe.com (nach Reihenfolge im Beitrag sortiert)

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