Bauerngarten anlegen: Bauerngarten bepflanzen

Bauerngarten von oben

Bauerngärten gibt es schon seit vielen Jahrhunderten. Die meist streng geometrisch angelegten Gärten stellen, im Kontrast zu ihrer strengen Form, meistens einen blühenden Mix aus Nutz- und Zierpflanzen dar und erfreuen das ganze Jahr über mit sattem Grün und frischem Gemüse. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen schönen und stilechten Bauerngarten anlegen können, geben Informationen über die historische Entwicklung und informieren Sie zu den typischen Pflanzen eines Bauerngartens.

1. Bauerngarten historisch

Bauerngärten haben ihren historischen Ursprung in den Landhausgärten der Römer. Die kreuzförmige Form hingegen wurde in den Klostergärten des Mittelalters und der frühen Neuzeit entwickelt. So ließ sich der Garten in vier Segmente teilen und hatte nebenbei noch eine gewisse sakrale Bedeutung.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts, zur Hochzeit des französischen Gartenbaus nach Versailler Vorbild, kam die Beeteinfassung mit kleinen Buchshecken und die strengere geometrische Form in Mode. Bis heute haben sich die Bauerngärten nach historischem Vorbild eigentlich nicht mehr verändert.

Das Gartenmodell hat Durchsetzungskraft: Während Bauernhäuser in ganz Deutschland regional zum Teil sehr unterschiedlich aussehen können, sind die umgebenen Gärten weitgehend gleich angelegt. Auch die Pflanzen unterscheiden sich kaum.

2. Bauerngarten Pflanzen in typischer Anordnung

Bei der äußeren Anlage eines Bauerngartens gibt es eigentlich nur zwei wesentliche Unterschiede: Die Einfriedung mit einer Hecke als norddeutsche, windschützende Variante oder die Bepflanzung des Randbereiches mit Büschen wie Flieder, Schneeball und anderen hohen Stauden.

Bauerngärten sind immer rechteckig und meist in vier Segmente aufgeteilt. In der Mitte findet sich meist ein kleines Rondell, beispielsweise für kleine Zierpflanzen oder auch einen Brunnen. Eine mehrjährige Fruchtfolge ist dank der vierfachen Segmentierung leicht zu erreichen; die Regeneration des Bodens nach intensivem Gemüseanbau kann so beispielsweise durch Neuanpflanzung eines Segmentes leicht erfolgen.

Zwischen Nutz- und Ziergartenelementen erfolgt im Bauerngarten keine strenge Trennung: Die meisten einjährigen Blumen sind selbstsäend und wachsen dort, wo sie den Gemüseanbau nicht stören.

3. Bauerngarten anlegen

Zunächst sollten Sie Ihr Grundstück vermessen. Das Wegekreuz, die Mitte und die Einfassungen der Beete sollten mit Schnüren abgesteckt werden. Anschließend werden die Wege ausgehoben. Es empfiehlt sich, etwa 30 cm tief auszuschachten und ein Fundament aus mittelgrobem Schotter anzulegen, da ansonsten das Obermaterial leicht weggeschwemmt werden kann.

Als Obermaterial für die Wege eignet sich feiner und grober Kies sowie sämtliche Arten von Natursteinen. Die Wege können auch gepflastert werden. Betonsteine oder gar Teerdecken stören allerdings den natürlichen Eindruck und sollten daher nicht verwendet werden.

4. Bauerngarten Bepflanzung

Bepflanzung im Bauerngarten

Bepflanzung im Bauerngarten

Die Bepflanzung eines Bauerngartens folgt keinen allzu strengen Regeln. Für die Begrenzung der Wege empfiehlt sich allerdings die Bepflanzung mit Buchsbaum. Dieser ist leicht kurz zu halten, recht anspruchslos und wächst dicht und kompakt.

Für die Eingangsbereiche empfehlen sich schöne Blühpflanzen wie Clematis, Kletterrosen oder Geißblatt. In der Mitte des Bauerngartens kann, als Alternative zu einem Brunnen, auch eine Stockrose gepflanzt werden.

Für die Nutzung der Beete gibt es keine Regeln: Sie können einen Gemüsegarten anlegen, einen Garten für Beerenobst oder auch einen reinen Blumengarten. In jedem Fall empfehlenswert ist eine Ecke für einen schönen, saftigen Kräutergarten.

Typische Staudenpflanzen im Bauerngarten sind:

  1. Rittersporn
  2. Margerite
  3. Tränendes Herz
  4. Lilie
  5. Schlüsselblume
  6. Fette Henne
  7. Glockenblumen
  8. Astern
  9. Anemonen
  10. Pfingstrosen

5. Zäune im Bauerngarten

Flechtzaun

Flechtzaun

Bauerngärten sollen möglichst natürlich wirken, sind also ein Gegenentwurf zu den Waschbetonorgien der 60er und 70er Jahre, die heute noch viele Grundstücke verunzieren. Ein sehr schöner Zaun für einen Bauerngarten ist beispielsweise der Staketenzaun. Dieser besteht aus einzelnen, naturbelassenen und holzgeschützen Stöcken und wirkt durch seine Unregelmäßigkeit sehr naturnah.

Auch Flechtzäune oder Ringzäune fügen sich stimmig in einen Bauerngarten ein. Abstand nehmen sollte man von Modellen aus Stahl, gerade gehobelten Brettern oder gar Kunststoff. Auch der gute alte Maschendrahtzaun, mit und ohne Knallerbsenstrauch, kann den Eindruck stören. Doch wie schon gesagt: Alles Geschmackssache.

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