Schutz bei Berufsunfähigkeit als Gärtner

Beim Gärtner handelt es sich keinesfalls um einen Beruf mit hohem Gefährdungspotenzial – der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist allerdings dennoch unabdingbar. Weil wir immer länger arbeiten müssen und insbesondere der Anteil psychischer Erkrankungen stetig zunimmt, erhöht sich auch das Risiko einer Berufsunfähigkeit. Aktuellen Zahlen zufolge ist bereits jeder Fünfte betroffen; ohne entsprechenden Versicherungsschutz werden Sie Ihren Lebensstandard nach dem Eintritt einer Berufsunfähigkeit nicht mehr halten können. Worauf sollte bei der Police geachtet werden.

1. Gesetzliche Erwerbsminderungsrente unzureichend

Zunächst einmal sollte geklärt werden, warum Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung benötigen und weder auf die gesetzlichen Sicherungssysteme noch auf eine einfache Unfallversicherung vertrauen sollten. Eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es nicht, stattdessen können lediglich geringe Zahlungen von der Erwerbsminderungsrente erwartet werden. Diese Rente wird allerdings lediglich dann in voller Höhe gezahlt, wenn eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wird; Sie also nicht einmal theoretisch in irgendeinem Beruf arbeiten könnten. Es ist konkret also denkbar, dass Sie Ihre erlernte Tätigkeit als Gärtner nicht mehr ausüben können, für die Wahrnehmung einfacher Arbeiten im Büro hingegen durchaus alle Voraussetzungen gegeben sind – selbst wenn ein solches Jobangebot gar nicht vorliegt. Eine Unfallversicherung zahlt hingegen nur, wenn die Berufsunfähigkeit durch einen Unfall eingetreten ist. Aktuelle Zahlen zeigen aber, dass dies immer seltener der Fall sein dürfte. Schon heute ist in 60 Prozent der Fälle eine Krankheit die Ursache dafür, dass die Leistungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt werden. Neben psychischen Erkrankungen wie Burn-Out ist es auch Krebs, der eine Weiterführung des Berufs nicht mehr möglich macht.

2. Berufsunfähigkeitsversicherung rechtzeitig abschließen

Die Unterscheidung zwischen Arbeitsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit sollte auch bei der Auswahl der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung getroffen werden. Wichtig ist für Sie, dass in jedem Fall der erlernte Beruf des Gärtners versichert ist. Weil die Leistungen im Vergleich zur Unfallversicherung umfangreicher ausfallen, müssen Sie auch üppigere Prämien einkalkulieren. Hohen Kosten können Sie entgegenwirken, indem Sie die Versicherung zu einem frühen Zeitpunkt abschließen. In jungen Jahren kommt es nur selten zu einer Zahlung, weshalb die Versicherer Sie mit günstigen Angeboten belohnen. Außerdem liegen üblicherweise noch keine chronischen Erkrankungen vor, die bei einer Gesundheitsprüfung berücksichtigt werden. Diese Gesundheitsprüfung ist die Voraussetzung für eine solche Versicherung. Werden hier Erkrankungen festgestellt, die möglicherweise zum Versicherungsfall führen könnten, haben Sie mit erheblichen Nachteilen zu rechnen. Entweder erhöhen sich die Prämien, die Versicherung wird gänzlich verweigert oder die entsprechende Vorerkrankung wird aus dem Leistungskatalog ausgeschlossen. Konkret sind Gärtner häufig von Rückenproblemen betroffen. Waren Sie vielleicht schon einmal wegen Rückenleiden in Behandlung, kann dies möglicherweise dazu führen, dass Sie nach einem Bandscheibenvorfall oder ähnlicher Beschwerden nicht mehr versichert sind, wenn es zu einer Berufsunfähigkeit kommt. Aus diesem Grund ist es so wichtig, die Versicherung vor dem Eintreten möglicher Beschwerden abzuschließen.

3. Umfangreichen Versicherungsvergleich durchführen

Bei der Gesundheitsprüfung sollten Sie in jedem Fall die Wahrheit sagen, auch wenn dies möglicherweise etwas höhere Prämien zur Folge hat. Sparen können Sie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung allerdings auch, indem ein umfangreicher Vergleich durchgeführt wird – am besten online. Makler wie Friendsurance berücksichtigen bei ihrem Versicherungsvergleich auch günstige Direktanbieter, die ihre Leistungen nur über das Internet offerieren. Im Blogbeitrag von Friendsurance kann man sich auch viele relevante Fragen zum Thema selbst beantworten.

4. Beitragsdynamik vereinbaren

Ein weiterer Fehler, der beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung häufig gemacht wird, ist die Vereinbarung einer zu geringen Rentenhöhe. Die benötigte Rentenhöhe sollte sinnvollerweise aus der Differenz zwischen der gesetzlichen Erwerbsminderungsrente und dem aktuellen Nettoeinkommen berechnet werden. Ebenfalls sollten Sie auf eine sogenannte Beitragsdynamik achten, die eine Anpassung von etwa 2-3 Prozent jährlich beinhaltet. Unter dieser Beitragsdynamik wird gewissermaßen ein Inflationsausgleich verstanden, der die Prämien – und damit auch die späteren Rentenzahlungen – in regelmäßigen Abständen erhöht. Derart abgesichert, wird auch eine mögliche Berufsunfähigkeit nicht zu einem finanziellen Problem – ein beruhigendes Gefühl.

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