Birkenpilze und andere Schädlinge

Birkenpilze

1. Birkenporling

Birkenporling am Stamm einer Birke

Birkenporling am Stamm einer Birke.

Der Birkeporling gehört zur Gattung der Zungenporlinge und ist ein einjährige Pilz.

Zu Beginn ist er weißlich und knollenartig, wandelt sich aber immer mehr ins gräulich-braune und seine Form verändert sich hin zum Nierenartigen. Manchmal, wenn er von Algen befallen ist, nimmt er auch eine grünliche Färbung an. Er tritt meistens einzeln auf, selten auch dachziegelartig übereinander geschichtet.

Sein Hut ist 10-30 Zentimeter breit und 2-6 Zentimeter dick. Er tritt über Astabbrüche in Ihre Birke ein und breitet sich von dort dann über den Stamm abwärts aus. Er ist ein Schwächeparasit, d.h. er sucht sich alte, geschwächte Bäume und verursacht bei ihnen Braunfäule. Braunfäule lässt den Baum auf kurz oder lang absterben und es besteht erhöhte Bruchgefahr, da der Baum an den befallenen Stellen schnell an Masse verliert.

1.1. Baumpilze bekämpfen

Ein Allheilmittel gegen Pilze an Ihrer Birke gibt es leider nicht. Wir raten Ihnen deshalb, auf jeden Fall professionelle Hilfe wie Förster oder Baumschulenmitarbeiter zu Rate zu ziehen.

Im schlimmsten Fall, wenn beispielsweise die Weißfäule schon weit fortgeschritten ist, muss der Baum umgehend gefällt werden, damit keiner beim Umkippen des Baumes zu Schaden kommt.

2. Flacher Lackporling

Ganoderma applanatum

Ganoderma applanatum.

Der flache Lackporling gehört zu der Klasse der Ständerpilze und wird 10-30 Zentimeter breit und bis zu 40 Zentimeter lang.

Er ist relativ flach und hat einen weißen äußeren Rand. Er wird mehrere Jahre alt und hat eine grau-braune Färbung.

Er ist ein Wund- und Schwächeparasit, kommt also nicht nur an bereits geschwächten Bäumen vor und verursacht Weißfäule im Wurzelbereich des Baumes, was dazu fährt, dass die Birke an Standfestigkeit verliert und froht, umzukippen.

Auf Anhieb kann man ihn meistens daran erkennen, dass er an der Unterseite von sogenannten Zitzengallenfliegen besiedelt wird.

3. Zinnoberschwamm

Pilz an Rinde

Er gehört zur Gattung der Zinnobertrameten.

Der Zinnoberschwamm gehört ebenfalls zur Klasse der Ständerpilze und kommt besonders im Sommer und im Herbst vor.

Seinen Namen hat er auf Grund seiner zinnoberroten, teilweise aber auch dunkel orangenen Farbe. Er ist relativ klein, denn er wird nur bis zu 10 Zentimeter breit und ist nur 1-2 Zentimeter dick. Seine Oberfläche ist pockig und warzig.

Da er das Licht und die Wärme liebt, kommt er eher an alleinstehenden Bäumen vor. Dort setzt er sich an liegende Äste oder Stämme und verfärbt das Holz rot und verursacht Weißfäule.

4. Zunderschwamm

Pilz an Birke

Fruchtkörper an Birke

Der Zunderschwamm gehört zur Ordnung der Porenpilze und befällt ausschließlich bereits kranke Bäume.

Der Zunderschwamm kann bis zu 30 Jahre alt werden und verursacht an der Birke ebenfalls Weißfäule, die die Wurzeln angreift und den Baum im schlimmsten Fall zum Umkippen bringen kann.

Er wird 10-60 Zentimeter breit und rund 20 Zentimeter dick. Wenn er jung ist, ist er hell- bis dunkelgrau, im Alter wird er zunhemens schwarzer.

Gut erkennen kann man ihn an der nach innen gewölbten Unterseite.

5. Großer Frostspanner und kleiner Frostspanner

Großer Frostspanner (Erannis defoliaria)

Großer Frostspanner (Erannis defoliaria)

Der große und der kleine Frostspanner gehören zu der Familie der Spanner, sind also Schmetterlinge. Sie gehören zu der unerwünschten Gattung der Frostschädlinge, denn sie essen die Blätter der Birke.

Die weiblichen Frostspanner sind flügellos. Ihre Hauptaufgabe ist es, Anfang Oktober Baumstämme von Birken, Eichen, Buchen, Linden oder Ulmen hochzukriechen und dort Eier in die Blütenknospen zu legen.

Diese Eier schlüpfen dann im April. Die frisch geborenen Raupen haben Hunger und fressen sich durch das gesamte Blattwerk und zerstören alle Knospen.

5.1. Frostspanner bekämpfen

Leimring hält Frostspanner auf

Leimring hält Frostspanner auf

Das beste Mittel um Frostspanner oder auch andere Frostschädlinge zu bekämpfen ist der sogenannte Leimring. Dieser wird an den Stamm geklebt, sodass die empor kriechenden Weibchen dort kleben bleiben. So sind sie gewungen, ihre Eier dort zu legen. Jetzt müssen Sie den Leimring einfach nur rechtzeitig vor der Schlüpfzeit im April mitsamt den dran klebenden Weibchen und deren Eiern entfernen und am besten direkt verbrennen.

Wichtig:

  • Der Leimring sollte ganz dicht am Stamm anliegen, damit die Insekten nicht drunter herkrabbeln können!
  • Der Leimring sollte eine Breite von mindestens 8 Zentimetern haben, damit die Weibchen die Strecke auf keinen Fall überwinden können, ohne festzukleben!

6. Birkenwanze

Kleidocerys resedae

Kleidocerys resedae

Die Birkenwanze erhielt ihren Namen, weil ihr Lieblingsort die Birke ist. Sie kommt zwar auch auf Erlen, Kirschbäumen oder Ebereschen vor, aber doch deutlich seltener.

Sie sind ca. 5 Millimeter klein, braun und haben schwarze kleine Punkte. Sie treten immer in großen Mengen auf, stinken und zirpen bei Gefahr oder während der Paarung. Sie saugen den Saft aus der Birke oder saugen auch kleinere Insekten aus.

Auch die Birkenwanzen legen ihre Eier in den unreifen Knospen ab, allerdings schon zwischen Mai und Juni. Im August sind die Larven dann ausgewachsen und fressen und fressen und fressen (Blüten und Blätter).

Doch trotz ihrer großen Hungers, schaden Sie dem Baum nicht wirklich. Birkenwanzen sind eher eine Plage für Sie und ihre Nachbarn. Denn sie sind sehr aufdringlich, kommen sogar bis in Ihr Haus und zirpen um die Wette.

6.1. Birkenwanzen bekämpfen

Da sich die Birkenwanzen unheimlich schnell vermehren, können Sie dagegen eigentlich kaum etwas unterhemen, da Sie sowieso nie die gesamte Population zerstören könnten.

Sie können nur sich und Ihr Haus schützen, indem Sie feinmaschige Netze an Ihren Fenstern anbringen und bereits in die Wohung eingedrungenen Wanzen wegkehren.

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