Blaumeise ist Gartentier des Jahres 2014

Blaumeise auf Ast

Wettlauf zwischen Blaumeise und Igel – Mit nur einer Stimme Vorsprung gewinnt die Blaumeise den Titel “Gartentier des Jahres 2014”. Erneut ist ein Vogel zu Deutschlands beliebtestem Gartentier gewählt worden.

1 .Wahl zum beliebtesten Gartentier des Jahres beendet

Die Heinz Sielmann Stiftung, eine der größten Naturschutzorganisationen Deutschlands, und Vivara, Anbieter von Produkten rund um den Naturschutz im Garten, hatten im März gemeinsam zur Wahl aufgerufen. Bereits zum fünften Mal konnten Tierfreunde ihren Favoriten wählen. Das diesmal äußert knappe Rennen gewann die Blaumeise mit nur einer Stimme Vorsprung vor dem Igel. Auf den dritten Platz schaffte es der Tagfalter Kleiner Fuchs, gefolgt von Maikäfer und Weinbergschnecke. Abgeschlagen auf dem hintersten Rang die Gartenkreuzspinne. Per Internet unter www.gartentierdesjahres.de und via Postkarte konnte abgestimmt werden. Zu gewinnen gab es zahlreiche Sachpreise von Vivara.

Auch die vorangegangenen Wahlen konnten meist Vogelarten für sich entscheiden. Neben Grünfink, Rotkehlchen und Amsel schaffte es bisher nur das Eichhörnchen auf den ersten Platz. Möglicherweise spielt dabei eine Rolle, dass Vögel wie die Blaumeise jede Menge spannende Unterhaltung bieten, die sehr komfortabel vom heimischen Wohnzimmer aus das ganze Jahr über zu erleben ist und so den Beobachter erfreut.

Der bläulich gefärbte Vogel ist ein wahrer Kletterkünstler. In der Umgebung des Futterhauses ist er häufig dabei zu beobachten, wie er Sonnenblumenkerne mit seinem Schnabel aufhämmert, die er auf einem Ast sitzend, mit seinen Krallen festhält.

2. Was kann ich in meinem Garten für die Blaumeise tun?

„Indem ich ein attraktives Angebot an Futter und Lebensraum schaffe, kann ich der Blaumeise Gutes tun“, meint Prof. Peter Berthold, Deutschlands bekanntester Ornithologe und Stiftungsrat der Heinz Sielmann Stiftung. „Wer in seinem Hausgarten Nistkästen aufhängt, Büsche in Gruppen, samentragende Stauden, Wildkräuter und Kletterpflanzen wachsen lässt und auf Spritzen verzichtet, kann einen Beitrag leisten, dass unsere Tierarten auch künftig Lebensraum finden“. Die Blaumeise ist zwar anpassungsfähig und ist noch einer der am häufigsten in heimischen Gärten vorkommenden Vogelarten, aber auch sie leidet unter dem Einsatz von Pestiziden und dem Anbau von Monokulturen. Zur Unterstützung der Nahrungssuche kann ganzjährig eine vor „Raubtieren“ geschützte Futterstelle eingerichtet werden. Hier bevorzugt die Blaumeise Samen, Nüsse und Beeren sowie Fettfutter – die bekannten Meisenknödel. Meisen verzehren zudem schädliche Raupen, Käfer, Falter und Blattläuse. Ein kleiner Teich oder eine Wasserschale mit täglich gewechseltem Wasser wird ebenfalls dankbar angenommen.

3. Die Blaumeise

Blaumeisen fallen durch ihre blaue Kappe über dem weißen Gesicht, den schwarzen Augenstreifen und die ebenfalls blau gefärbten Flü­gel- und Schwanzfedern auf. Jungvögel sind matter gefärbt und ha­ben eine eher grünliche Kappe und gelbliche Wangen. Mit ihren zwölf Zentimetern ist die Blaumeise deutlich kleiner als die verwandte Kohlmeise. Es handelt sich um einen sehr lebhaften Vogel, der viel in Bewegung ist. Er brütet ab Ende April ein bis zwei Mal pro Jahr und legt acht bis zehn Eier pro Gelege. Blaumeisen sind in ganz Deutschland verbreitet und dort auch ganzjährig anzutreffen. Die Vögel halten sich gerne in Laub- und Mischwäldern auf, sind aber auch in Gärten und Parks zu finden. Als Nistmöglichkeiten wählen sie neben den von Menschenhand befestigten Nistkästen bevorzugt die ursprünglicheren Baum­höhlen.

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