Bohnen pflanzen

Bohnen

Bohnen sind kein Gemüse im engeren Sinne, sondern zählen zu den Hülsenfrüchten. Dank ihres Artenreichtums ist für jeden Geschmack und jeden Garten eine Bohne dabei, aber nicht alle Bohnensorten sind anspruchslos und man sollte einiges beachten um eine reiche Ernte zu erhalten.

Bei Bohnen unterscheidet man grundsätzlich niedrigwüchsige Buschbohnen und rankende Stangenbohnen, von denen erstere buschig wachsen, im Gegensatz zu Stangenbohnen keiner Wuchshilfe bedürfen und auch sonst anspruchsloser sind.

 

1. Bohnen-Anbau: verschiedene Bohnensorten

Die Buschbohne ist mit nur fünf verschiedenen Sorten im Vergleich zur Stangenbohne eine recht überschaubare Pflanze. Sie unterscheiden sich nicht zuletzt in der Farbe ihrer Hülsen. Es gibt grüne fadenlose Bohnen und grüne Gluckentypen. Mit Gluckentypus sind Bohnensorten gemeint, deren Früchte gebündelt über dem Laub hängen. Durch diese Eigenart, lassen sie sich sehr leicht ernten. Ebenfalls grün ist die Filetbohne, darüberhinaus gibt es gelbhülsige Wachsbohnen und blauhülsige Buschbohnen. Jede Sorte ist in diversen Neuzüchtungen verfügbar, von denen die neueren Sorten vorzuziehen sind.

Die unzähligen Sorten der Stangenbohne aufzuzählen würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Es gibt sie in allen erdenklichen Farben, einfarbig oder mit Flecken und mit teilweise recht unterschiedlichen Eigenschaften. Zum Beispiel kann die Reifgeschwindigkeit und damit der Erntezeitpunkt, bzw. die Erntehäufigkeit pro Saison von Sorte zu Sorte deutlich variieren. Einige schnellwüchsige Sorten können mehrmals im Jahr abgeerntet werden.

2. Bohnen vorziehen

Keimling einer Stangenbohne

Keimling einer Stangenbohne

Bohnenpflanzen sollten von Mitte April bis Mitte Mai unter Glas vorgezogen werden. Am besten, man legt in jeden Pflanztopf etwa fünf oder sechs Samen. Einige Sorten müssen vor der Aussat einen Tag in Wasser vorquellen. Die Pflänzchen dürfen nicht vor Mitte Mai in den Garten gepflanzt werden, da sie sehr empfindlich auf Frost reagieren.

Alternativ kann man Mitte Mai die Bohnen in sogenannten Horsten zu je sechs Samen ca. 2-3 cm tief in den Boden legen. Bei Stangenbohnen unmittelbar an der Rankhilfe, die bereits vorher aufgestellt werden sollte.

3. Boden vorbereiten

Vor dem Einpflanzen der Bohnen sollte der Boden unbedingt vorbereitet werden, da vor allem Stangenbohnen bei ungünstigen Bodenverhältnissen schnell zickig reagieren können. Besonders bei Stangenbohnen wird der Boden deshalb vor der Aussaat gründlich aufgelockert und mit Kompost oder ein wenig Dünger gedüngt. Lediglich Stallmist sollte vermieden werden. Danach ist während der ganzen Saison keine oder nur eine leichte Düngung nötig.

Buschbohnen binden durch bestimmte Bakterien den in der Luft enthaltenen Stickstoff und führen ihn zu den Wurzeln ab. Dadurch düngen sie sich sozusagen selbst. Nach der Ernte der Bohnen ist es ratsam, die Wurzeln im Boden zu belassen und unterzupflügen, bzw. unterzugraben um den gesammelten Stickstoff für die nächste Bepflanzung zu erhalten. Die Ausnahme: Wenn die Pflanze von Schädlingen befallen war, sollte man sicherheitshalber alle Pflanzenteile entfernen, um einen erneuten Befall im Folgejahr zu vermeiden. Man kann auch Bohnen in die Nähe anderer Pflanzen setzen um deren Stickstoffversorgung zu verbessern.

4. Bohnen pflanzen

Blüte der Bohne

Bohnen gehören zu den Schmetterlingsblütlern.

Bei Bohnen gibt es zwei Pflanz-, bzw. Saatmethoden. Bei der Direktsaat ab Mitte Mai, werden die Samen entweder einzeln im Abstand von 8 cm innerhalb der Reihe und einem Reihenabstand von etwa 40 cm ausgesäht. Üblich ist auch die Aussaat in Horsten, bei der immer 5 bis 6 Bohnen in ein Saatloch gelegt werden. Die Tiefe sollte etwa 2 cm betragen und der Boden sollte oberhalb der Saatlöcher ein wenig angehäufelt werden, um den Pflanzen mehr halt zu geben.

Das Auspflanzen sollte ebenfalls Mitte Mai passieren, bei Buschbohnen sollte man im Zweifel lieber noch 2 Wochen länger warten, weil die Pflanzen sehr frostempfindlich sind. Die Bohnen sollten nicht zu nass und niemals ganz trocken stehen. Anfangs regelmäßig, aber in Maßen gießen, erst mit beginnender Blüte steigt der Wasserbedarf und es darf reichlicher gegossen werden.

5. Bohnen kochen

Bohnen zählen zu den wichtigsten pflanzlichen Eiweißlieferanten. Darüber hinaus enthalten sie einige Mineralstoffe, sowie die Vitamine A, B, C und E. Trockenbohnen haben sogar einen noch höheren Nährwert als frische Bohnen und sind leichter verdaulich. Bohnen sind nur gekocht genießbar. Sie enthalten das giftige Eiweiß Phasin, dass erst durch mindestens 15-minütiges Kochen zerfällt. Phasinvergiftungen führen zu Magen- und Darmbeschwerden, wie Erbrechen und Durchfall und können im Extremfall sogar zum Tod führen.

6. Schädlinge und Krankheiten

Bohnenrost

Bohnenrost

Die häufigsten Schädlinge, die im europäischen Bohnenanbau die größten Einbußen verursachen, sind Viren, Bakterien, Pilze und einige tierische Schädlinge. Die häufigsten Viren sind das Bohnenmosaikvirus und das Gelbmosaikvirus, von denen ersteres deutlich häufiger zum Absterben der befallenen Pflanze führt. Die bedeutendste bakterielle Infektion ist die Fettfleckenkrankheit, die alle Blätter der Pflanze vertrocknen und schon vor der Blüte abfallen lässt.

Pilzerreger sind der Bohnenbrand, der Bohnenrost und die Brennfleckenkrankheit, die häufig schon die Sämlinge befällt. Tierische Schädlinge sind die Schwarze Bohnenblattlaus sowie die Bohnenfliege, die ihre Eier an den Bohnensamen ablegt, die später von den geschlüpften Maden vertilgt werden. Getrocknete Bohnen können von Vorratsschädlingen wie dem Bohnenkäfer befallen werden.

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