Carport: Tipps und Tricks zum Bau

Carport

Sind Sie es leid, im Winter täglich Schnee von Ihrem Auto räumen zu müssen? Aufgrund einer fehlenden Garage sind nicht nur andauernd die Fahrräder, sondern auch Ihre Werkzeuge und die Gartenmöbel klitschnass? Sie haben schon des Öfteren mit dem Gedanken gespielt, einen eigenen Carport zu errichten und fragen sich, wie man einen Carport selber bauen könnte? Dann werden Sie hier Schritt für Schritt erfahren, wie ein solcher Bau ablaufen könnte.

 
 

1. Erster Schritt: Carport Baugenehmigung

In Deutschland gibt es keine einheitliche Regelung für den Bau eines Carports. Dies wird von Bundesland zu Bundesland individuell geregelt. Daher kann nicht pauschal gesagt werden, welche Formulare man für eine Carport Baugenehmigung benötigt. Hier muss das zuständige Bauamt kontaktiert werden. Die Antragsbestimmungen reichen von einer grundsätzlichen Bauerlaubnis ohne jegliche Genehmigung bis zu einem vollständigen Bauantrag mit Statik, wie er auch für ein Haus notwendig ist. Wird keine Genehmigung benötigt, um einen Carport selber bauen zu dürfen, sind jedoch baurechtliche Bestimmungen einzuhalten. Dazu zählen die Entfernungen zum Nachbargrundstück, zur Straße und zum Bürgersteig. Zudem gibt es eventuell einen Bebauungsplan, der beachtet werden muss. Hierzu kann ebenfalls das zuständige Bauamt anhand der Adresse Auskunft erteilen.

Wahrscheinlich benötigen Sie folgende Unterlagen für Ihren Bauantrag:

  • einen ausgefüllten formellen Antrag (beim zuständigen Bauamt oder im Internet erhältlich)
  • eine Baubeschreibung
  • die Flurkarte mit eingezeichneter Lage des Carports (Maßstab 1:500)
  • Bauzeichnungen mit Grundriss, Schnitt und Ansichten
  • statische Unterlagen

Im Allgemeinen wird eine Carport Baugenehmigung leichter erteilt als Genehmigungen für Garagen. Jedoch sollte eine Genehmigung vorliegen, bevor damit begonnen wird, den Carport zu bauen. Sonst könnte dies zu unnötigen Kosten und Ärger führen.

2. Zweiter Schritt: Carport selber bauen

Carport aus Holz

Sehr wichtig ist eine ausführliche Planung

Bevor die eigentliche Planung des Carports beginnt, sollte überlegt werden, ob eine freistehende Konstruktion oder ein Anbau errichtet werden soll. Der freistehende Carport benötigt keine direkte Verbindung zu einem bestehenden Bauwerk. Der angebaute Carport nutzt schon vorhandene Mauern und wird idealerweise mit der eigenen Hauswand verbunden. Somit hat man nicht nur die Materialersparnis für eine Wand des Carports, sondern auch eine platzsparende Garagenvariante.

Bei der Wahl des Standorts sollte jedoch auch Wert darauf gelegt werden, dass die Luftzirkulation unter dem Carport ausreichend ist, um Feuchtigkeit schnell abführen zu können. Dadurch trocknet das Fahrzeug schneller und eine mögliche Rostbildung wird stark minimiert. Vorher sollte auch geklärt werden, wie groß der Carport sein soll. Ob nur ein Auto darunter Platz finden muss oder eventuell zwei. Ob noch Platz für Fahrräder, Gartenmöbel oder Sonstiges benötigt wird. Erst danach sollten Überlegungen zu Form, Farbe und Material getroffen werden.

Die wohl simpelste Alternative ist der fertige Carport-Bausatz aus dem Baumarkt. Da in all diesen Bausätzen bereits eine Bauanleitung enthalten ist, kann hier nicht mehr viel schief gehen. Für Leute vom Fach wäre sicher auch die eigenständige Erstellung eines Bauplans ein Leichtes. Besitzt man hier jedoch kein fachkundiges Wissen oder entsprechende Erfahrungen im Bereich Bauplanung, könnte dies problematisch werden. Denn ein kleiner Fehler in der Konstruktionsplanung könnte später beim Bau des Carports fatale Folgen haben. Eine große Hilfe sind sogenannte Carport-Kalkulatoren. Mit diesen Programmen lassen sich nach eigenen Angaben und Wünschen Baupläne erstellen.

3. Die Dachart ist entscheidend

Neben der Frage, ob die Unterkonstruktion des Carports aus Holz oder Metall bestehen soll, betrifft die wohl wichtigste Entscheidung die Wahl der Dachart. Das Flachdach liegt horizontal gerade auf der Unterkonstruktion und bietet eine einfach zu bauende Variante. Der große Nachteil liegt darin, dass Regenwasser nur schwer ablaufen kann und Schneelasten die Stabilität des Carports beeinträchtigen können.

Satteldächer, auch Spitzdächer genannt, kommen der Dachform der meisten Häuser am nächsten. Hierbei hat man durch die Wahl der Dacheindeckung die Möglichkeit, das Aussehen des Carports an das bestehende Wohnhaus anzugleichen.
Das Pultdach bietet erweiterte Nutzungsmöglichkeiten, beispielsweise durch die Verwendung als Dachterrasse oder für einen Stauraum. Ebenso hat man die Möglichkeit, das Pultdach an die Erscheinung des eigenen Hauses anzupassen.

Das an allen vier Seiten abgeschrägte Walmdach bietet im Gegensatz zu allen anderen Dachkonstruktionen mehr Sicherheit bei ungünstigen Wetterbedingungen, da diese Dachart wenig Angriffsfläche für Wind und Wetter liefert.
Für welches der genannten Carport-Dächer man sich letztendlich entscheidet, muss individuell überlegt werden. Dabei sollte über alle wichtigen Kriterien nachgedacht werden, um die für einen persönlich ideale Konstruktion zu finden.

4. Videoanleitung zum Carport selber bauen

Die Firma Hornbach hat im Zuge ihrer Do-it-yourself-Videos „Meisterschmiede“ einen Film zur Planung und Erstellung eines Carports produziert. Dort finden sich nochmal alle Fakten und wichtigen Informationen zum Thema Carport.

5. Carport online kaufen

 
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