Chicorée im Garten anpflanzen

Chicorée sind bei besonders als Salat bekannt, der mit seinem angenehm bitteren Geschmack sowohl roh als auch gebraten oder gedünstet zubereitet werden kann. Wer Chicorée anbauen will, sollte wissen, wie er die Pflanze dazu bringt, die beliebten weißen Blätter auszubilden – denn das macht die Pflanze nicht von alleine.

Eigentlich ist Chicorée nämlich gar kein Salat im eigentlichen Sinne, sondern eine Rübe, die – wie bei Rüben allgemein üblich – unter der Erdoberfläche gedeiht. Um das Wachstum an der Oberfläche anzuregen und um schmackhafte Blätter zum Ernten zu erhalten, muss man die Pflanze austricksen. Wie man Chicorée zum fleißigen Salatlieferanten umfunktioniert, wird hier erklärt.

1. Chicorée wird im Frühjahr ausgesät

Chicorée wird im späten Frühjahr, zwischen Mitte Mai und Anfang Juli entweder direkt im Freiland ausgesät oder schon Mitte bis Ende April im Zimmergewächshaus oder unter Vlies gezogen. Im Freiland sollten die Reihen einen Abstand von 30 Zentimetern aufweisen, die Saattiefe beträgt zwei bis drei Zentimeter. Haben die vorgezogenen Pflänzchen eine Größe von etwa zehn Zentimetern erreicht, können sie ins Beet gesetzt werden. In der Fruchtfolge gedeiht Chicorée nach Getreide am besten, nach sich selbst wird Chicorée nicht angebau, es sollte eine Pause von mindestens 3 Jahren eingehalten werden, bevor an gleicher Stelle wieder Chicorée gepflanzt wird.

Damit sich die Chicorée-Rüben ungestört bilden können, sollte der Boden locker und tiefgründig sein. Steine und Verdichtungen behindern das Wachstum und sollten vor der Aussaat beseitigt und der Boden gut aufgelockert werden. Dabei werden rund drei Liter Kompost pro Quadratmeter untergegraben, Dünger kann verwendet werden, ist aber bei Verwendung von Kompost nicht unbedingt notwendig. Später wenn zwei bis drei Blätter ausgetrieben sind, kann noch einmal mit Hornmehl nachgedüngt werden. Von Stickstoffdünger ist abzuraten, da zu schnelles Wachstum die Qualität der Triebe herabsetzt. Vor allem an trockenen Standorten sollte immer auf ausreichend feuchten Boden geachtet werden.

Während des Sommers lassen sich die jungen Blätter, die stetig nachwachsen bereits für den Salat nutzen, allerdings dürfen die Herzen der Chicorée-Pflanzen, unmittelbar über der Erdoberfläche, nicht abgetrennt werden, damit weiterhin Blätter nachwachsen können. Ab Mitte September, nach etwa 18 bis 20 Wochen Wachstum, wird der Chicorée aus dem Boden gezogen, die nun einen Durchmesser von 3 bis 6 Zentimetern haben sollten.

2. Chicorée antreiben und ernten

Bevor man die weißen Chicoréeblätter ernten kann, muss ihr Wachstum “angetrieben” werden. Dazu werden die Rüben mit nährstoffreicher und feuchter Erde dicht nebeneinander in ein großes, lichtundurchlässiges Gefäß gesetzt und mit einem Deckel oder Mulchfolie so abgedeckt, dass kein Licht an die Pflanzen gelangen kann. Das geschlossene Gefäß wird dann drei bis vier Wochen bei etwa 12 bis 18 Grad Celsius gelagert (zum Beispiel im Keller). Innerhalb dieser Zeit entwickeln sich die begehrten weißen Triebe, die abgeschnitten und zubereitet werden können.

Häufige Schädlinge sind Blattläuse, die Maden der Chicorée-Minierfliege und falscher Mehltau. Blattläuse sollten zunächst mit Hausmitteln bekämpft werden, bevor man zu größeren Geschützen greift. Minierfliegen-Maden fressen sich in die Wurzel der Pflanze und hinterlassen kleine Frasgänge, Mehltau sieht aus, als wäre die Pflanze mit Mehl bestäubt worden. Mittel gegen diese Schädlinge gibt es im Fachhandel.

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