Clematis

Viele verschiedene Pflanzen

Die Clematis gehört mit zu den allerschönsten Kletterern überhaupt. Die wichtigsten wildvorkommenden Arten sind die stark wuchernde, weißblühende Echte Waldrebe (C. vitalba), die Bergwaldrebe (C. montana), die es meist als rosablühende Form (C. montana »Rubens«) zu kaufen gibt, die Italienische Waldrebe (C. viticella) mit ihren schönen purpurfarbenen Blüten, die etwas schwächer wachsende Goldwaldrebe (C. tangutica), die gelb blüht und noch während der Blüte zu fruchten beginnt, und die kleine (bis 2 m hoch) blau-violett blühende Alpenwaldrebe (C. alpina). Noch prächtiger sind aber die Clematiszüchtungen, die »Jackmannii«-, die »Lanuginosa«-, die »Patens«- und die »Viticella«-Hybriden. Ihre Blüten können einen Durchmesser von über 15 cm erreichen!

Name Lat: Clematis

Blütezeit: MaiOktober

Pflanztipp:

In feuchten Böden sollte man am Grunde des Pflanzlochs eine Dränageschicht aus Kies anlegen (ca. 15 cm stark), auf die ausreichend durchlässige Komposterde (30 cm) kommt. Die Veredelungsstelle der Zuchtformen muß etwa 5 cm unter der Erdoberfläche bleiben. Die Pflanze sitzt dann etwa eine Handbreit tiefer als im Anzuchttopf der Baumschule. Der Wurzelbereich der Waldreben sollte nie der Sonne ausgesetzt sein. Man beschattet ihn mit dazugepflanzten Stauden oder kleinen Gehölzen oder einer Mulchschicht.

Standorttipp:

Am besten eignen sich warme, geschützte, nicht vollsonnige Plätze. Die Hybriden gedeihen in milden Lagen am besten. Der Boden sollte leicht feucht, locker und etwas kalkhaltig sein (evtl. Torf mit Kalk vermischt zusetzen). Besonders wichtig ist ein guter Wasserabzug.

Pflegetipp:

Kleinere Wildarten und C.-Hybriden benötigen einen ausreichenden Winterschutz: wenigstens der Fuß der Pflanze sollte mit Stroh oder anderem geeigneten Material überdeckt werden. Clematisarten, die am jungen, diesjährigen Holz blühen, vertragen selbst radikale Rückschnittmaßnahmen. Dazu gehören die Echte Waldrebe, die Goldwaldrebe, die Italienische Waldrebe sowie die Jackmannii-, die Lanuginosa- und die Viticelli-Hybriden. Die richtige Zeit für den Schnitt ist im Februar oder März. Arten, die am alten Holz blühen, darf man nicht schneiden, allenfalls nach der Blüte etwas auslichten. Es sind dies die Alpen- und die Bergwaldrebe und die Patens-Hybriden.

Pflanzendoktor:

Besonders die Clematis-Hybriden werden häufig von der sog. »Clematiskrankheit« befallen: In kürzester Zeit können dabei Triebe absterben. Die wirkliche Ursache dafür ist ungeklärt. Durch eine richtige Pflanzung (Dränage, Fußbeschattung) kann man ein wenig dagegen vorbeugen. Erkrankte Triebe werden ausgeschnitten. In Einzelfällen treiben auch völlig eingegangene Pflanzen wieder von unten her durch. Meist muß man aber für Nachfolger sorgen.

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