Ein eigenes Gartenhaus bauen

Immer mehr Menschen genießen es, den Feierabend, das Wochenende oder auch den Urlaub im eigenen Garten zu verbringen. Ein Gartenhaus gehört ganz klar zu den Komfort- und Wohlfühlzonen, die für einen längeren Aufenthalt im eigenen Garten von Bedeutung sind und denen sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Vor der liebevollen Einrichtung und Gestaltung ist es allerdings wichtig, das Bauvorhaben konkret und anhand der rechtlichen, sowie statischen Aspekte durchzuführen und die notwendigen Genehmigungen für den Bau eines Gartenhauses einzuholen.

Zweck von Gartenhäusern bereits beim Bau beachten

Neben den rechtlichen Bestimmungen ist es wichtig, die Vorgaben des Kleingartenvereins einzusehen und diese in den Erbau des Gartenhauses einfließen zu lassen. In vielen Kleingartenanlagen ist nur ein kleines und für den längeren Aufenthalt ungeeignetes Gartenhaus erlaubt, sodass man nicht den ganzen Sommer in seiner eigenen grünen und blühenden Oase verbringen kann. Aber auch beim Geräteschuppen und Abstellraum spielen Vorgaben zur Größe, zur Bauhöhe, zur Dachgestaltung und auch zur farbigen Fassadengestaltung keine untergeordnete Rolle.

Entspricht das errichtete Gebäude nicht den Anforderungen des Gartenvereins oder wird ohne eine spezielle Genehmigung erbaut, kann dem Gärtner der Rückbau und gesetzlich angeordnete Abriss blühen. Um dieses Problem zu vermeiden und die notwendigen Auflagen zu erfüllen, sind die Rücksprache mit dem Verein und die Konsultation der Baubehörde vor Ort notwendig. Ob eine Baugenehmigung für ein Gartenhaus mit Schlafplatz, fließend Wasser und sanitären Anlagen erteilt wird, hängt, wie hier nachzulesen, von unterschiedlichen Faktoren ab. Die Grundstücksgröße und Beschaffenheit, die Einrichtung des Häuschens und der Umfang der Baumaßnahmen können wichtige Indikatoren für oder gegen die Erteilung einer Genehmigung sein.

Um Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen und den angeordneten Rückbau zu vermeiden, sollte man sämtliche Genehmigungen bereits vor dem Kauf oder dem Bau des Häuschens einholen und sich über sämtliche Vorgaben anhand des Grundstücks und der Bauordnung in der jeweiligen Region informieren.

Zahlreiche Vorschriften können den Bau erschweren

Neben der Genehmigung sollten potenzielle Gartenhaus-Bauherren unbedingt beachten, dass das Material optimal ist und ein Dach errichtet wird, welches in der jeweiligen Region genehmigt wird. So können Flachdächer in bergigen und schneereichen Regionen durchaus zum Verbot der Errichtung führen. Bei diesem Punkt handelt es sich um ein wichtiges Sicherheitsmerkmal, welches Einstürze durch hohe Schneelasten in der kalten Jahreszeit vermeiden und Risiken ausschließen soll.

Da Gartenvereine großen Wert auf ein einheitliches Gesamtbild legen, kann auch die Wunschfarbe für die Fassade zu einem Problem werden. Neutrale Farben werden in der Regel nicht abgelehnt, während kräftiges Rot oder Blau, Grün oder Gelb durchaus zu Problemen mit dem Vereinsvorstand führen kann und auf Kosten des Häuslebauers überstrichen werden muss. Massivhäuser sind in Gartenanlagen in den meisten Fällen unerwünscht und auch in der Etagenzahl sind dem Gärtner und Bauherrn Grenzen gesetzt. So darf ein Gartenhaus keine zwei Etagen haben und muss als Flachbau im Bungalow-Stil errichtet werden.

Auch wenn es sich um ein kleines und nur intervallweise genutztes Objekt handelt, spielen die statischen Aspekte eine wichtige Rolle. Wer kein fertiges Gartenhaus kauft, sollte die Statik von einem Fachmann prüfen lassen. Die Zuhilfenahme eines erfahrenen Architekten kann lohnen und Fehler vermeiden, die am Ende zu einem Abriss oder einer für den Bauherrn kostenpflichtigen Veränderung des Hauses führen. Die Rücksprache mit dem Kleingartenverein, sowie die Vorsprache beim örtlichen Bauamt lohnen sich immer. Durch die schriftliche Erteilung einer Genehmigung können spätere Probleme und Mehrkosten generell vermieden werden.

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