Gartengestaltung: Englische Gärten im Trend

Ein Garten ist ein wahrer Quell der Ruhe und Entspannung. In der heutigen Zeit ist ein Garten aber nicht mehr nur einfach eine Grünfläche mit ein paar Blumen, Büschen und Bäumen, sondern sehr viel mehr ein Kunstwerk. Gerade englische Gärten liegen im Trend und begeistern Menschen auf der ganzen Welt. Die moderne Gartengestaltung hilft dabei, wenn dieser besondere Trend übernommen werden soll. Schnell wird ein englischer Garten auch auf dem eigenen Grundstück zu finden sein.

1. Die Geschichte der englischen Gärten

Die ersten englischen Gärten kamen etwa um 1720 in Südengland auf. Der verwendete Gartenstil war ganz neu und trug den Namen „englischer Landschaftsgarten“. Er war der Vorläufer für den Garten von Chiswick House von William Kent. Sehr frühe Beispiele können in Rousaham und Stowe erblickt werden. Dieser Garten hat viele unterschiedliche Einflüsse erhalten. Er hatte viel vom viktorianischen Stil, aber auch von den Gärten des Altertums und  jenen in China. Allerdings gab es auch zahlreiche französische Vorbilder.

Dennoch setzt er sich von seinen Verwandten ab. Es wird nicht mehr streng auf geometrische Linien geachtet, wie es in Italien oder Frankreich der Fall ist. Sehr viel mehr ist der englische Garten naturnah und hat viele unterschiedliche landschaftliche Elemente und organische Gestaltung. Das soll auch die Liebe zur Natur ausdrücken und den Wunsch diese zu erkunden.

Vorteilhaft hat sich dabei das Klima erwiesen, das auf Grund des Golfstroms im Süden des Landes relativ mild ist. Um das Gedeihen tropischer Pflanzen  aus den Kolonien des Commonwealth zu ermöglichen, konstruierten findige Gärtner Gebilde aus Glas und Eisen, die im Lauf der Zeit zu Gewächshäusern weiterentwickelt wurden wie wir sie heute kennen.

Ein englischer Garten darf nur dann so genannt werden, wenn auf einige Feinheiten geachtet worden ist. Im klassischen englischen Garten wird auf eine strenge Linien verzichtet. Alle vorhandenen Konturen werden von einem Verlauf bestimmt. Dieser passt sich harmonisch der Bodenstruktur an. Diese Wellenlinie als Naturform prägt das gesamte Erscheinungsbild des Gartens. Viktorianischer Stil wird auch bei Symmetrie verfolgt, denn diese kommt nicht vor. Oftmals führen geschlängelte Wegen den Besucher auf einem sogenannten Gürtelweg durch die Miniatur-Naturlandschaft. Über diesen Weg sind auch unterschiedliche Ansichten des Gartens möglich.

Die Pflanzen im englischen Garten können frei wachsen und werden nur dann beschnitten, wenn sie die Begehbarkeit des Weges oder den Gesamteindruck einschränken würden. Einen Sonderfall stellen die Rasenflächen dar, die sich durch ein sattes moos- und unkrautfreies Grün in einheitlicher Schnitthöhe präsentieren sollten. Ein solcher Garten ist zwar stets sehr naturnah, doch auch sehr gepflegt.

2. Englische Gärten und ihre Gestaltung

In einem englischen Landschaftsgarten herrscht einfach Naturnähe. Deswegen gibt es hier überwiegend Grünpflanzen in diversen Höhen. Zu Blumenrabatten und Staudenbeete sollte eher selten gegriffen werden. Wenn darauf allerdings nicht verzichtet werden kann, dann sollten diese in Hausnähe angelegt werden. Insofern wird der Eindruck einer unberührten-berührten Natur nicht gestört.

Diese moderne Gartengestaltung benötigt ebenfalls sehr viel Platz. Ein Garten von mindestens 500 m² ist Minimum. Durch eine breite Hecke können dann die Grundstücksgrenzen versteckt werden. Aber es eigenen sich auch Laub- und Nadelbäume sowie verschiedene Sträucher sehr gut. Ansonsten sollte der Garten der eigentlichen Geländeform angepasst werden. Das ist wiederum durch die genannten Wellenlinien möglich. Die Wege sollten den künstlichen Naturraum erschließen und nicht stören. Besonders viel Wert wird auf eine Verbindung zwischen Natur und Stein gelegt. Deswegen sind auch Skulpturen oder Staffagebauten keine Seltenheit.

Selbstverständlich kann in einem englischen Garten auch etwas Wasser vorhanden sein. Durch feine Flussläufe und organisch geformte Teiche wird ein weiterer Schritt zur Natur unternommen. Sollten freie Wiesenflächen vorhanden sein, dann müssen sie durch Busch- und Bauminseln besonders betont werden. Sehr schön sind auch dort aufgestellte Bauwerke. Diese verbinden sich mit dem Horizont und bieten zusätzlich attraktive Blickpunkte. Ansonsten gibt es viele Inspirationen bei den großen englischen Gärten der Welt. In Cornwall, Hestercombe oder Sissinghurst Castle gibt es besonders prachtvolle Exemplare.

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