Garten im Februar

Ende Februar wird es im Garten langsam spannend: Aus welcher Ecke wird der Frühling wohl kommen? Bei warmer Witterung, in unseren Breiten ja dank globaler Erwärmung nicht mehr unüblich, verschiebt sich der Vorfrühling gerne schon mal in den Februar hinein. Jetzt heißt es aufgepasst!

1. Kalt, nass? Ach was! Viel zu tun im Februargarten

  • Frostfreie Böden dürfen ausdrücklich umgegraben werden. Allerdings sollten Sie das nicht in den Bereichen tun, wo Sie Zwiebeln ausgesetzt haben.
  • Sträucher und Bäume werden von alten Blütenresten befreit. Dies schafft Platz für einen kräftigen Frühlingstrieb!
  • pH-Wert-Messungen im Boden geben Aufschluss über die Bodenqualität. Einfache bis komplexe Testsets gibt es in Baumärkten und Gartencentern. Maßnahmen zur Bodenverbesserung und Entsäuerung, z.B. durch Kalkbeimischung, können ideal an frostfreien Februartagen angegangen werden.
  • Vögel füttern ist Naturschutz: Insbesondere in Städten finden Vögel immer weniger natürliche Nahrung. Daher sollte man im Winter zufüttern. Schließlich wird man in den einsetzenden Frühlingsnächten mit einem frühen Vogelkonzert belohnt!

2. Aussaatkalender Februar

Im Februar, insbesondere am Übergang zum März, kann in warmen Lagen und milden Wintern bereits mit der Aussaat begonnen werden – natürlich mit der gebotenen Frostvorsicht; ein Vlies oder eine Folie sollte das Beet nach der Aussaat abdecken.

Folgende Sorten können bereits im Februar ausgesät werden:

  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Dicke Bohnen
  • Erbsen
  • Feldsalat
  • Gartenkresse
  • Grünkohl
  • Kerbel
  • Kohlrabi
  • Kopfsalat
  • Mairüben
  • Melde (Gartenmelde)
  • Möhren
  • Paprika
  • Pastinaken
  • Puffbohnen
  • Rettich
  • Schnitt- und Wurzelpetersilie
  • Schwarzwurzeln
  • Spinat
  • Tellerkraut (Winterportulak)
  • Weißkohl
  • Wirsing
  • Zwiebeln
  • diverse Blumensorten

3. Erntekalender Februar

Wenn der Garten noch nicht abgeerntet ist, kommen hier die letzten Früchte der vergangenen Saison:

  • Meerrettich
  • Pastinaken
  • Wurzelpetersilie
  • Schwarzwurzel
  • Sellerie
  • Tellerkraut (Winterportulak)

4. Haben Sie Pfirsichbäume in Ihrem Garten stehen?

Und haben Sie an diesen im letzten Jahr auffällig gekräuselte Blätter oder runzelige Früchte erkennen können? Dann sollten Sie sich in diesem Frühjahr besonders gut um ihre Bäume kümmern. Eine Infektion der Pfirsichkräuselkrankheit bei Pfirsich- und Nektarinenbäumen besteht, wenn die Temperaturen das erste Mal im Jahr deutlich über 10 °C steigen.

Hervorgerufen wird diese Infektion von dem „Taphrina deformans“-Pilz, welcher an den Triebspitzen der Knospenschuppen und auf der Rinde überwintert. Fangen die Knospen bei erhöhten Temperaturen an zu schwellen, besteht die Gefahr, dass die Pilzsporen durch Regen in die sich öffnenden Knospen gespült werden.

Auffällige Blattkräuselungen und blasenartige Aufwölbungen an den jungen neuen Blättern sind erste Anzeichen für eine Infektion. Zudem kann eine Verfärbung der Blätter auftreten. Im nächsten Schritt vertrocknen die Blätter zusehends und der Baum wirft diese früh ab. Fruchtschäden sind anhand einer leicht runzeligen Fruchthaut zu erkennen.

Um eine Infektion durch die Kräuselkrankheit zu verhindern, sollten die betroffenen Bäume frühzeitig behandelt werden. Dafür eignet sich ein Pflanzenstärkungsmittel, ein Obst-Pilzschutz oder ein Pflanzenschutzmittel. Noch vor dem Knospenaufbruch muss die erste von drei Behandlungen stattfinden. Die Weiteren folgen in etwa wöchentlichen Abständen. Bei bereits befallenen Bäumen sollten kranke Triebe zurückgeschnitten werden.

 

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