Feldsalat pflanzen: So pflegen Sie Feldsalat im Garten

Feldsalat

Der Feldsalat gehört zu den Baldriangewächsen und wird bereits seit dem 20. Jahrhundert als Kulturpflanze angebaut. Er ist mit keiner anderen Gemüseart verwandt, gilt als besonders gesund und vitaminreich und wird auch häufig als Rapunzelsalat bezeichnet. Wurde der Feldsalat früher noch als unliebsames Unkraut betrachtet und ausgerupft, so wird er heute als schmackhafte Delikatesse in vielen Gärten und Gewächshäusern kultiviert.

1. Sortenvielfalt beim Feldsalat

Feldsalat

Der Feldsalat erinnert im Geschmack an Walnüsse.

Die Pflanzengattung des Feldsalats umfasst etwa 80 Sorten, die eine optische als auch geschmackliche Vielfalt ermöglichen. Für die Gartennutzung angebotene Sorten stammen alle von der wilden Art “Valerianella locusta” ab. Besonders verbreitet ist der “Gewöhnliche Feldsalat”, der durch sein leicht nussiges Aroma eine frische Beilage in kalten Wintermonaten darstellt.

Der Feldsalat ist als Herbstkultur in zwei unterschiedlichen Züchtungen erhältlich:

  1. Spezielle Herbstsorten bilden zarte und hellgrüne Blätter aus.
  2. Louvier-Typen sind kompakter und robuster und eignen sich daher ideal für den Winteranbau.

Spezielle Neuzüchtungen können auch noch im Frühjahr, also Ende Februar bis Anfang März, gepflanzt werden. Jeder Hobbygärtner sollte sich zusätzlich über resistente Sorten informieren und diese beim Anbau bevorzugen, um Pilzerkrankungen bereits im Vorfeld zu vermeiden. Der “Gewöhnliche Feldsalat”, der “Dunkelgrün Vollherzige” oder aber die Sorte “Verte à cœur pleine” eignen sich besonders gut für das Kultivieren im Gemüsegarten.

Der Anbau von Feldsalat ist dabei stets als positiv zu bewerten, Experten sprechen bei dieser Salatpflanze sogar von einer Gründüngung, da der Salat viele Wurzeln ausbildet, die zu einer Verbesserung der Bodenqualität beitragen.

1.1. Standortbedingungen

Das Blattgemüse gilt als anspruchslos und kann sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus oder unter einem Plastiktunnel angebaut werden. Auch im Balkonkasten gedeiht der Feldsalat. Besonders wichtig für ein gesundes Pflanzenwachstum ist ausreichend Sonnenlicht und ein möglichst kalkhaltiger Lehmboden.

Generell keimt der einjährige Feldsalat aber auch in anderen mäßig nährstoffreichen Gartenböden und verträgt jede Vorfrucht.

2. Aussaat und Ernte des Rapunzelsalats

Feldsalat

Der Feldsalat wird in Reihen angepflanzt.

Für die Aussaat von Feldsalat muss das Gemüsebeet abgesetzt und entsprechend vorbereitet werden. Gesät wird in parallel verlaufenden Doppelreihen, die einen Abstand von 10 cm zueinander aufweisen sollten. Die Tiefe der Saatrillen beträgt dabei nur 1 – 2 cm.

Legen Sie die Samen nun in einem Abstand von 10 – 15 cm in die Rillen, bedecken Sie sie leicht mit Erde, drücken Sie diese an oder walzen Sie die Erde fest und befeuchten sie zusätzlich.

Tipp: Stehen die Pflanzen zu dicht beieinander, bleiben die Rosetten klein und die unteren Blätter vergilben. Wählen Sie daher schon beim Anpflanzen einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Samen, um eine optimale Entwicklung der Pflanzen zu gewährleisten. So ersparen Sie sich ein späteres Vereinzeln.

Der ideale Erntezeitpunkt ist nach Sonnenuntergang, da jetzt der Nitratgehalt im Salat besonders niedrig ist. Möchte man die gesamte Rosette ernten, sollte kurz über dem Wurzelansatz mit einer großen Küchenschere der Schnitt gesetzt werden. Auf diese Weise verbleiben die Wurzeln im Boden und können im nächsten Jahr neue Salatpflanzen hervorbringen.

Tipp: Der gepflückte Feldsalat ist im Kühlschrank nur wenige Tage haltbar – ernten Sie daher immer nur entsprechend kleine Portionen für einen frischen Verzehr.

Die Haupterntezeit des Feldsalats liegt zwischen Oktober und Mai. Ausschlaggebend für den erwünschten Erntetermin ist der Zeitpunkt der Aussaat. Für den Feldsalat haben sich zwei Aussaatszeitpunkte als ideal erwiesen: der Sommer (Mitte Juli – Mitte August) und der Spätherbst (Anfang – Mitte September).

Tipp: Das Ende der Erntezeit sollte im April liegen, sonst beginnen die Salatpflanzen zu schossen, d. h. sie wachsen nach oben statt einen Kopf zu bilden.

2.1. Aussaat im Sommer

Feldsalat beginnt zu keimem

Der Feldsalat beginnt zu keimen.

Feldsalat wächst sehr schnell. Bei einer Sommeraussaat zwischen Juli und August können Sie ihn nach rund 10 Wochen im September oder Oktober ernten, da die Jungpflanzen besonders viel Sonnenlicht ausgesetzt sind.

Doch Vorsicht: Die Salatpflanzen haben einen sehr hohen Wasserbedarf und leiden schnell unter einer einsetzenden Sommertrockenheit. Wenn Sie Ihre Samen (oder vorkultivierten Salatpflanzen) im Hochsommer anpflanzen wollen, müssen Sie auf einen gut befeuchteten Boden achten – auch schon vor der Aussaat. Nur so kann das Blattgemüse bis zum Herbst richtig gedeihen.

Bei einer Sommersaat kann von einer zusätzlichen Düngung abgesehen werden. Die Nährstoffe im Sommerboden sind ausreichend für ein gesundes Pflanzenwachstum. Durch regelmäßiges Unkrautjäten und eine Aufbereitung der Beeterde mit Kompost wird das Pflanzenwachstum zusätzlich unterstützt.

2.2. Septemberaussaat als Nachkultur

Feldsalat unter Vlies

Ein Vlies bietet der winterharten Pflanze Schutz gegen Frost und Schnee.

Feldsalat eignet sich ideal als Nachkultur im Gemüsebeet und wird daher oft auch erst im Spätsommer als Septembersaat angepflanzt. Die hohe Luftfeuchtigkeit der kalten Monate wirkt sich günstig auf das Wachstum der Pflanzen aus. Trotzdem kommt es bei Temperaturen unter 8°C zu einem Wachstumsstopp, wodurch die Winterernte meist erst im Frühjahr erfolgt. Erntereif wird spät gepflanzter Feldsalat aufgrund der frostigen Temperaturen zwischen November und Februar.

Als Leitfaden gilt: Je später im Jahr gesät wird, desto langsamer wachsen die Pflanzen.

Als winterharte Pflanze kann der Feldsalat problemlos im Garten überwintern, er übersteht bis -15°C. Zum Schutz gegen Kälte und Frost empfiehlt sich dennoch die Verwendung von speziellen Vliesstoffen, die über das Gemüsebeet gespannt werden. Durch gezieltes Lüften an milden Tagen wird einem Pilzbefall vorgebeugt und erntereife Salatpflanzen können vorsichtig gepflückt werden.

Ebenso muss an eine zusätzliche Düngung im Winter gedacht werden, da es durch Frost zu einem Nährstoffmangel im Boden kommt. Idealerweise wird organischer Gemüsedünger zwischen den Saatreihen verteilt und gut in den Winterboden eingearbeitet.

2.3. Vorkultivieren

Wer seinem Feldsalat einen Wachstumsvorsprung gegenüber Unkraut ermöglichen möchte, kann den Salat in Topfplatten vorkultivieren. Hierzu werden 3 – 5 Samen pro Topf in Anzuchterde angepflanzt und nach 4 Wochen im Abstand von 10 cm im Beet ausgepflanzt.

Alternativ zur Anzuchterde hat sich eine Mischung aus Kompost, Gartenerde und Sand bewährt.

3. Krankheiten und Schädlinge

Blattlaus

Auch Blattläuse mögen den Feldsalat.

Die zarten Blätter des Feldsalats leiden häufig unter einem Blattlausbefall. Bei Bedarf sollte man auf spezielle Pflanzenschutzmittel zurückgreifen, die es in gut sortierten Garten-Shops zu erwerben gibt.

Dem Schadpilz des Mehltaus beugen Sie mit dem Kauf von speziell gezüchteten und resistenten Sorten vor. Der sogenannte “Echte Mehltau” führt zu einem mehligen Belag auf der Blattoberseite, der “Falsche Mehltau” lässt gelbe Flächen an der Blattunterseite entstehen. Befallene Pflanzen sollten entfernt und anschließend auf dem Kompost entsorgt werden.

Auch ein zu hoher Salzgehalt im Boden kann Ursache für ein schlechtes Pflanzenwachstum sein. Der salzempfindliche Feldsalat kann bei übermäßiger Mineraldüngung nur schlecht gedeihen und entwickelt lederartige Blätter. Durch eine Anpassung der Düngung kann dieses Problem beim heimischen Anbau von Feldsalat schnell behoben werden.

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