DIY – Gartenhaus selber bauen

Mann baut an gartenhaus

Ein eigenes Häuschen im Garten kann vielseitig genutzt werden und dient zum Beispiel als Lagerraum für Gartengeräte und Spielzeug oder als gemütliches Plätzchen für laue Sommerabende.

 

Wenn Sie kein fertiges Gartenhaus kaufen, sondern eines nach Ihren Wünschen gestalten möchten, dann finden Sie auf dieser Seite wichtige Tipps zum Bau eines Gartenhauses.

1. Bevor der Bau beginnt: Material und Behördengänge

Ihr Traum von einem eigenen Gartenhaus, das in Eigenleistung gebaut wurde, hat Form angenommen und Sie haben bereits eine Skizze für den Bau angefertigt, die Maße festgelegt und Ideen zur Gestaltung. Bevor Sie nun jedoch mit dem Bau beginnen können, sollten Sie sich an das Bauamt wenden. Je nach Größe des Gartenhauses benötigen Sie nämlich eine Baugenehmigung. Wird ohne diese gebaut, dann kann es im schlimmsten Fall passieren, dass Sie Ihr Gartenhaus wieder abreißen müssen. Da die Vorgaben sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, erkundigen Sie sich vorab also unbedingt bei Ihrem zuständigen Bauamt. Sobald eine Genehmigung vorliegt oder Sie wissen, dass Sie auch ohne Baugenehmigung bauen dürfen, geht es an die Materialbeschaffung. Was Sie zum Bau benötigen, hängt natürlich von Größe und Art des Gartenhauses ab.

Grundsätzlich kommen jedoch folgende Materialien zum Einsatz:

  • Für das Fundament benötigen Sie Kies in Form von Füllstoff, PE-Folie und Zement.

  • Um eine Basis für das Gartenhaus zu schaffen, benötigen Sie eine Bodenkonstruktion, die Sie aus Kanthölzern bauen können.

  • Für die Wände werden zehn Mittelpfosten und Querbalken verwendet. Außerdem benötigen Sie eine Verkleidung Ihrer Wahl.

  • Die Dachkonstruktion bauen Sie mit Deckenbalken, Dachsparren, Abschlussbrettern, Dachlatten und einem Dachbelag nach Ihrem Wunsch.

  • Zusätzlich benötigen Sie Holzschrauben, Winkel, Zwingen, Maueranker und das entsprechende Werkzeug.

  • Falls Fenster und eine Tür eingebaut werden sollen, dann kaufen Sie diese ebenso, wie Farbe, Holzschutzmittel und jene Accessoires, die Ihr Gartenhaus zu einem Unikat machen sollen.

Es ist durchaus sinnvoll, immer eine Reserve beim Material einzuplanen, falls beim Bau etwas schief geht. Dann müssen Sie für einen Balken nicht erneut in den Baumarkt fahren. Wenn Sie sich bei den Materialien unsicher sind, dann lassen Sie sich für den Kauf oder den Bau Ihres Gartenhauses von Experten beraten wie z.B. von Holzprofi100 (Kontaktdaten auf gartenhaus.holzprofi100.de). Eine fachkundige Beratung erspart ärgerliche Fehlkäufe und Sie erhalten sicherlich noch den einen oder anderen Tipp.

2. Das Fundament erstellen

Wenn das Material beschafft ist, dann suchen Sie sich einen Platz in Ihrem Garten aus, an dem das Gartenhaus stehen soll. Ideal ist eine Stelle mit ebenem Boden und etwas entfernt von großen Bäumen. Um ein Fundament zu gießen, müssen Sie zunächst den Boden in der gewünschten Größe ausheben. Danach geben Sie den Füllstoff in das ausgehobene Bauloch, legen darauf die PE-Folie und gießen schließlich den angemischten oder fertig bestellten Beton darüber. Diese Bodenplatte muss nun vor dem weiteren Bau gründlich aushärten, was in der Regel etwa 48 Stunden dauert. Alternativ zu diesem Fundament bietet sich auch ein Streifenfundament an und für kleine Hütten reicht häufig schon eine gepflasterte Fläche aus. Auf das Fundament wird dann aus Kanthölzern eine Bodenkonstruktion gesetzt.

3. Montage und Befestigung der Wände

Aus den Balken bauen Sie anschließend die Seitenwände des Gartenhauses. Benutzen Sie hierzu neben den Außenpfosten auch Querbalken und Winkel, die für ausreichend Stabilität sorgen. Außerdem berücksichtigen Sie mögliche Aussparungen, in die Sie später Fenster und eine Tür einsetzen können. Bei diesem Arbeitsschritt ist ein ausführlicher und genauer Bauplan hilfreich. Nachdem die Seitenwände zusammengebaut wurden, werden Sie miteinander verbunden und an der Bodenkonstruktion befestigt. Maueranker dienen als Verschraubung im Boden und bieten eine gute Stabilität.

4. Das Dach des Gartenhauses

Ein kleines Gartenhäuschen benötigt natürlich auch ein Dach. Hierzu verbauen Sie jeweils zwei Dachspannen und einen Dachbalken zu einem Dreieck und befestigen diese Dreiecke an den oberen Querbalken der Wände. Wenn alle Dreiecke montiert sind, werden noch die Dachlatten daran befestigt. Abschlussbretter runden Ihre Konstruktion ab und sorgen für ein schönes Erscheinungsbild des Daches.

5. Feinarbeiten zur Ausgestaltung – machen Sie Ihr Gartenhaus wohnlich!

Mit diesen Arbeitsschritten haben Sie das Grundgerüst für Ihr eigenes Gartenhaus erstellt. Planen Sie drei Arbeitstage hierfür ein. Am ersten Tag wird das Fundament vorbereitet und gebaut. Nach einem Ruhetag zum Aushärten des Betons können Sie am dritten Tag das Grundgerüst bauen. Danach beginnt die individuelle Ausgestaltung Ihres Gartenhauses. Hierzu behandeln Sie das Holz mit einem Holzschutz und können anschließend die Wände verkleiden und bei Bedarf streichen, das Dach decken, im Inneren einen Fußboden verlegen, die Fenster und eine Tür einsetzen und alle Arbeiten vornehmen, die Ihr Gartenhaus zu einem gemütlichen Platz machen. Je nach Aufwand der Ausgestaltung kann das einen oder mehrere Tage in Anspruch nehmen. 

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